Albrecht von Brandenburg

Deutschland vor 1871
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kalle123
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Albrecht von Brandenburg

Beitrag von kalle123 » Fr 09.01.09 08:52

Hallo Münzspezialisten,
ich hätte da ein paar allgemeine Fragen:
1. Wo ist eine Münze aus dem Jahr 1541 einzuordnen? Mittelalter? Im Lexikon steht Mittelalter geht bis zum Jahr 1500.
2. Albrecht von Brandenburg war Herrscher in verschiedenen Gebieten, so z. B. auch in Feuchtwangen, Ansbach, Preußen usw..
Wie muss ich mir das mit der Bezahlung zur damaligen Zeit vorstellen? Wurde mit Münzen seiner Prägung auch in Feuchtwangen bezahlt? Die freie Reichstadt Dinkelsbühl, wenige Kilometer entfernt hatte wohl wieder eine ganz andere Währung?
Jetzt noch eine spezielle Frage:
Gibt es über die Groschen von Albrecht von Brandenburg Auflagezahlen der verschiedenen Jahre? Wie viele unterschiedliche Varianten dieser Münze gibt es? Wird der Wert dieser Münzen ausschließlich an der Erhaltung gemessen? Welche Kaufkraft hatte zur damaligen Zeit ein Groschen, bzw. wieviele Groschen benötigte man, um z. B. eine Kuh, oder ein Huhn zu kaufen.
Ich hoffe, Ihr seid mit der Vielzahl dieser Fragen am frühen morgen nicht überfordert. Schließlichhabe ich ja schon länger keine Fragen mehr gestellt.
Vielen Dank für Euere Mühe
kalle

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KarlAntonMartini
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Beitrag von KarlAntonMartini » Fr 09.01.09 10:59

Um mal mit einer leichteren Frage anzufangen: 1541 ist nach allen gängigen Definitionen Neuzeit. Bitte die beiden 1490 geborenen Albrechte nicht verwechseln! Du meinst offenbar den hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Albrecht_(Preu%C3%9Fen)
Dieser regierte zwar das Herzogtum Preußen, das als polnisches Lehen nicht zum Hl. Röm. Reich gehörte, aber niemals in Ansbach und damit auch nicht über Stift und Stadt Feuchtwangen. Grundsätzlich hielten sich Fürsten, die in Personalunion verschiedene Gebiete innehatten an die jeweils geltende Währung und prägten dann häufig unterschiedliche Münzen für die jeweiligen Territorien. Die nach den Spezifikationen der Reichsmünzordnungen geprägten Münzen galten im ganzen Reich, egal wo sie geprägt wurden. Entsprechendes gilt für die Kreismünzen. Das als Landmünze bezeichnete Kleingeld war zwar theoretisch nur im Herkunftsterritorium gültig, praktisch lief es wegen des ständigen Kleingeldmangels doch in größeren Regionen um. Zur Kaufkraft gibt es hier schon einige Threads. (Suchfunktion) Grüße, KarlAntonMartini
Münzsammler seit 60 Jahren. Mitglied im Numismatischen Verein zu Dresden und der Oriental Numismatic Society.

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Re: Albrecht von Brandenburg

Beitrag von Numis-Student » Fr 16.01.26 21:44

Auch diesen Groschen mit kleinem Loch habe ich heute aus besagter Schmelzsilberkiste gerettet.
Dateianhänge
IMG_5991.jpg
IMG_5990.jpg
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Numis-Student für den Beitrag (Insgesamt 4):
Arthur Schopenhauer (Fr 16.01.26 21:46) • didius (Fr 16.01.26 23:29) • Atalaya (Sa 17.01.26 07:51) • Chippi (Sa 17.01.26 09:37)
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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TorWil
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Re: Albrecht von Brandenburg

Beitrag von TorWil » Sa 17.01.26 05:58

Bis 1543 hat in Ansbach noch Georg I. regiert. Und dort hatte man um die Zeit Kreuzer-Währung und die vielfachen davon (Halbbatzen = 2 Kreuzer, Batzen=4 Kreuzer, 1 Kreuzer=4 Pfennige).
Ab 1543 hat in Brandenburg-Ansbach dann unter Vormundschaft sein Sohn Georg Friedrich die Regierung übernommen.


z.B. Batzen=4 Kreuzer von 1534 in Schwabach geprägt.
georg.f.jpg
georg.r.jpg

Halbbatzen=2 Kreuzer 1566, Schwabach:
georg-fried.f.jpg
georg-fried.r.jpg
Grüße

TW
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor TorWil für den Beitrag:
Chippi (Sa 17.01.26 09:37)
Jede identifizierbare Münze ist Sammelwürdig. Eine Münze ist immer soviel Wert wie man bereit ist dafür auszugeben.

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