Was soll das?

Deutschland vor 1871
Numiscus
Beiträge: 45
Registriert: Di 27.01.26 13:09
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

Re: Was soll das?

Beitrag von Numiscus » Do 29.01.26 09:58

Hallo CC,
coin-catcher hat geschrieben:
Do 29.01.26 06:35
Ich denke, du wendest dich einfach mal direkt an Höhn bzw. entsprechende Auktionshäuser und klärst es mit denen.
Offenbar verfügst du über deutlich mehr Infos (ältere Quellen) zu dem Stück, als die Saalauktionshäuser...Diese Info/ das Wissen solltest du mit denen teilen.
Ehrlich gesagt würde ich lieber an den/die Käufer herantreten und diese zunächst über die von ihnen erworbenen Objekte aufklären (und zwar mit konkreten Informationen und nicht mit fantasievollen Märchen) und sodann würde ich diesen Käufern raten, gegen diese Anbieter vorzugehen. Ich gehe davon aus, dass ein Käufer dann sehr schnell sein Geld zurück bekommt. Sollte der Käufer an die ihm erzählte Geschichte über die Stücke glauben wollen, kann er gerne seine Goldstücke behalten, denn dann und nur dann ist der Käufer selbst in der Verantwortung.

Gruß
Numiscus

Benutzeravatar
coin-catcher
Beiträge: 1834
Registriert: Sa 05.04.08 12:54
Hat sich bedankt: 52 Mal
Danksagung erhalten: 220 Mal

Re: Was soll das?

Beitrag von coin-catcher » Do 29.01.26 10:53

Numiscus hat geschrieben:
Do 29.01.26 09:58
und diese zunächst über die von ihnen erworbenen Objekte aufklären
Ich lese von dir bislang nicht eine einzige saubere Quellenangabe, die die Angaben der entsprechenden Händler widerlegt bzw. etwas anderes darstellt.
Wenn du etwas ändern willst, fange direkt damit an, die Quellen zu widerlegen und liefere bessere Quellen!
Wir alle sind gespannt!!
Numiscus hat geschrieben:
Do 29.01.26 09:47
überzogenen Preisvorstellungen und enormen Differenzen (zwischen 1.600 und 10.500 Euro)
Wenn du nur ein wenig recherchieren würdest, kannst du sogar den ursprünglichen Kaufpreis des CGB Stückes herleiten!!
Erhaltungstechnisch liegt zwischen beiden Stücken min. eine Stufe - das kann durchaus schon mehrere tausend Euro ausmachen!

Wie bereits mehrfach erwähnt, kann ein Händler schlussendlich für seine Stücke verlangen, was er möchte...ganz gleich ob moralisch verwerflich oder nicht. Wir leben in einer freien Marktwirtschaft!
Numiscus hat geschrieben:
Mi 28.01.26 20:24
Undurchsichtige, nicht nachzuvollziehende Preispolitik (volkstümlich vielleicht sogar "Wucher" genannt
Hinterfrage lieber erstmal, ob alle Bestände hierfür erfüllt sind...
Friedberg hatte es dir ja schon geschrieben:
friedberg hat geschrieben:
Mi 28.01.26 20:56
"Wucher" bedingt die Ausnutzung einer Schwächesituation des Vertragspartners !
Worin soll denn diese bestehen damit es bei einer derartigen Medaille zu "Wucher" wird ?
cc

Numiscus
Beiträge: 45
Registriert: Di 27.01.26 13:09
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

Re: Was soll das?

Beitrag von Numiscus » Do 29.01.26 11:23

coin-catcher hat geschrieben:
Do 29.01.26 10:53
Ich lese von dir bislang nicht eine einzige saubere Quellenangabe, die die Angaben der entsprechenden Händler widerlegt bzw. etwas anderes darstellt.
Wenn du etwas ändern willst, fange direkt damit an, die Quellen zu widerlegen und liefere bessere Quellen!
Sei bitte so nett und lies meine Beiträge sorgfältig, bevor du behauptest, ich würde "keine Quellen widerlegen". Ich habe bspw. die von Höhn und von dir genannte Quelle Hauschild expliziert erwähnt. Und zwar hatte ich geschrieben, dass er an keiner Stelle die von Höhn und Co fantasierte Zuschreibung oder Einordnung erwähnte, sondern lediglich eine Beschreibung dessen lieferte, was auf dem Stück zusehen ist und wo er sie einordnet. Damit sind die Angaben der Händler bereits - unter Angabe der Quelle - "widerlegt".
coin-catcher hat geschrieben:
Do 29.01.26 10:53
Wie bereits mehrfach erwähnt, kann ein Händler schlussendlich für seine Stücke verlangen, was er möchte...ganz gleich ob moralisch verwerflich oder nicht. Wir leben in einer freien Marktwirtschaft!
Wir drehen uns im Kreis: Entweder willst oder kannst du den Gesamtkontext nicht verstehen. Warum greifst du dir immer das gleiche seltsame Argument heraus "jeder Händler darf verlangen was er will". Auch hierzu habe ich bereits geschrieben, dass dem eben nicht so ist - insbesondere in Verbindung mit absurden Artikelbeschreibungen.

By the way: Deine Ansicht bzw. Argumentation bringt dich m.E. in die Gefahr, selbst mal auf Händlerblödsinn hereinzufallen. Aber vielleicht ist das ja dann okay für dich. Das wäre dann tatsächlich deine ganz private Entscheidung.
coin-catcher hat geschrieben:
Do 29.01.26 10:53
Hinterfrage lieber erstmal, ob alle Bestände hierfür erfüllt sind...
Friedberg hatte es dir ja schon geschrieben:
Ich vermute mal, dass du mit "Bestände" meinst, ob alle "Bedingungen" vorliegen, die den Vorwurf des "Wuchers" erfüllen. Auch hierzu hatte ich mich bereits geäußert....

doktor
Beiträge: 28
Registriert: Mi 20.10.21 11:05
Wohnort: München / Kaufbeuren
Hat sich bedankt: 11 Mal
Danksagung erhalten: 12 Mal

Re: Was soll das?

Beitrag von doktor » Do 29.01.26 11:30

Hut ab, Numiscus,
du beschreibst treffend "das Dilemma" und argumentierst sehr gut und eloquent, maybe you are a lawer. Die Diskussion hier ist "state of the art" und sollte Beachtung finden. :angel: Sehr erfreulich, wenn in social media noch eine Fachdiskussion erfolgt: Numismatikforum !
Gruss
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor doktor für den Beitrag:
Firenze (Sa 31.01.26 06:58)

Benutzeravatar
Lackland
Beiträge: 4024
Registriert: Fr 13.10.23 18:02
Wohnort: Vorderösterreich
Hat sich bedankt: 6658 Mal
Danksagung erhalten: 5570 Mal

Re: Was soll das?

Beitrag von Lackland » Do 29.01.26 12:25

Hallo Numiscus,

jetzt kann ich tatsächlich nur noch den Rat von coin-catcher wiederholen:
Bitte wende Dich direkt an die Firma Höhn!

Das Ergebnis dieses Gesprächs/Schriftverkehrs darfst Du uns dann gerne mitteilen.

Beste Grüße

Lackland
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Lackland für den Beitrag:
coin-catcher (Do 29.01.26 12:30)
„Nach dem Spiel kommen König und Bauer in dieselbe Schachtel.“

Numiscus
Beiträge: 45
Registriert: Di 27.01.26 13:09
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

Re: Was soll das?

Beitrag von Numiscus » Do 29.01.26 13:02

Hallo Lackland,
Lackland hat geschrieben:
Do 29.01.26 12:25
jetzt kann ich tatsächlich nur noch den Rat von coin-catcher wiederholen:
Bitte wende Dich direkt an die Firma Höhn!
Wieso sollte ich mich jetzt auch noch an den Rat von coin-catcher halten, den du wiederholt hast. Das würde doch auf mehren Ebenen nicht funktionieren: 1. coin-catcher hat doch offensichtlich meine (zugegeben teils längeren) Beiträge nicht sorgfältig genug gelesen und/oder nicht richtig verstanden. Einem auf dieser Oberflächlichkeit basierenden Rat zu folgen, ist wenig sinnvoll. 2. CC ist doch offensichtlich der Ansicht, Händler (Höhn) dürfen jeden Preis aufrufen. Und er ist auch der Meinung, dass Höhn das Stück unter Quellenangaben (korrekt) benannt und eingeordnet hat und das ich die Höhn-Angaben bisher nicht widerlegt hätte durch "saubere Quellen". Dieser (falschen) Argumentation folgend, macht also eine Auseinandersetzung mit Höhn ebenfalls obsolet. 3. Wie ich bereits ausführte, wäre der Ansatz ein anderer: Ich sollte mit dem Käufer in Kontakt treten, denn er ist derjenige, der das Stück unter Falschangaben erworben hat. Er ist quasi der "Geschädigte". Glaubst du tatsächlich, ein Händler würde sich beim Käufer melden und ihm einige tausend Euro zurückzahlen, weil ihm jemand auf seine "Machenschaften" hingewiesen hat? Again: der Adressat ist der Käufer nicht der Händler!

Gruß
Numiscus

Numiscus
Beiträge: 45
Registriert: Di 27.01.26 13:09
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

Re: Was soll das?

Beitrag von Numiscus » Do 29.01.26 13:08

Hallo doktor,
doktor hat geschrieben:
Do 29.01.26 11:30
Hut ab, Numiscus,
du beschreibst treffend "das Dilemma" und argumentierst sehr gut und eloquent, maybe you are a lawer. Die Diskussion hier ist "state of the art" und sollte Beachtung finden. :angel: Sehr erfreulich, wenn in social media noch eine Fachdiskussion erfolgt: Numismatikforum !
Gruss
Ich dachte schon, dass diese Diskussion eine argumentative Einbahnstraße ist und die Antworten immer nur wieder in Richtung "Händler dürfen das!" und "Käufer ist für seine Dummheit selbst schuld!" gehen. Offensichtlich siehst du das anders bzw. hast den Kontext differenzierter verstanden. Ich hegen ansonsten keinen Groll gegen irgend eine Person nur haben mich die m.E. sehr tendenziöse Betrachtungen zu meinem Beitrag doch etwas verwundert. Und dass hier eine Fachdiskussion stattfindet, sollte eigentlich der "Normalzustand" sein ;-)

Gruß
Numiscus

Benutzeravatar
pingu
Beiträge: 963
Registriert: Di 18.09.07 09:03
Wohnort: in Sachsen
Hat sich bedankt: 344 Mal
Danksagung erhalten: 331 Mal

Re: Was soll das?

Beitrag von pingu » Do 29.01.26 13:13

Was soll das? <----frage ich mich wirklich

Numiscus möchte eine Disskusion, bei der er Recht hat und andere Argumente von vornherein falsch sind. ->Also das Einzige was er sucht, ist Bestätigung für etwas, das er sich einbildet, einen Beweis liefert er bisher für Nichts.

Er möchte sich nicht mit der Fa. Höhn auseinandersetzen, zumindest hat er dazu alles bisher geschriebene ignoriert.

Hat Numiscus das Stück etwa gekauft und will es jetzt doch nicht? Bzw. weil ja angeblich Wucher im Spiel ist am Besten zum Goldpreis?
(Ich sehe hier absolut keinen Nachweis von Wucher, Numiscus sollte sich bewusst sein, das dies ein Vorwurf eines Straftatbestandes ist, aus dem auch Konsequenzen erwachsen können - zumal er einen Beweis schuldig bleibt!)
Jeder Händler macht seine eigenen Preisvorschläge an seine Kundschaft - der Kunde kann kaufen, oder aber auch es sein lassen! Gezwungen wird keiner!
Jedem steht es frei, sich vor einem Kauf zu informieren was er überhaupt kauft. Sonst haben wir eine sprichwörtliche "wer wird die Katze im Sack kaufen" Situation.

Zumal, wer bei diese Preisen Münzen, Medaillen oder auch irgend etwas Anderes kauft, sollte sowieso wissen was er tut. Er kann sonst das Geld auch gleich in den Nächsten Ofen werfen.

Einen Nachweis wann das Stück genau geprägt wurde und von wem, in wessen Auftrag erbringt Keiner der Teilnehmer in diesem Thred. Zu rufen "Der" war's nicht und es ist alles falsch sollte man erst wenn man den Beweis dazu auch antreten kann. Ausschließen kann man momentan genau garnichts. Wenn irgendwo über einen Sachverhalt nichts steht, ist das noch lange kein Nachweis das es anders war... .

Grüße pingu
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor pingu für den Beitrag (Insgesamt 2):
coin-catcher (Do 29.01.26 13:20) • Lackland (Do 29.01.26 15:07)
Wer sein Geld mit Konsum verschwendet, wird die wahren Freuden eines Numismatikers nie kennenlernen....

Numiscus
Beiträge: 45
Registriert: Di 27.01.26 13:09
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

Re: Was soll das?

Beitrag von Numiscus » Do 29.01.26 13:42

Hallo pingu,

also dein Beitrag ist ja nun wirklich vom ersten bis zum letzten Satz (entschuldige den Ausdruck) Humbug.
pingu hat geschrieben:
Do 29.01.26 13:13
Numiscus möchte eine Disskusion, bei der er Recht hat und andere Argumente von vornherein falsch sind. ->Also das Einzige was er sucht, ist Bestätigung für etwas, das er sich einbildet, einen Beweis liefert er bisher für Nichts.
Lies zunächst meinen Eröffnungsbeitrag. Jemand, der recht haben will, impliziert bereits darin rhetorische Fallstricke, die ihn bei möglichen Antworten bestätigen. Wirst du nicht finden! Deine Argumentation ist also weder an konkreten Beispielen dargelegt noch sinnvoll - schlicht eine überflüssige Behauptung ohne Beweis - wohlwollend als "Meinung" zu akzeptieren. Ich formuliere es nun zum dritten Mal: Der Beweis für die Falschzuschreibung und damit das illegitime Verkaufsangebot (einschl. Preis) ist bereits durch mich in diesem Thread dargelegt wurden, auch hier gilt: Bitte LESEN!
pingu hat geschrieben:
Do 29.01.26 13:13
Er möchte sich nicht mit der Fa. Höhn auseinandersetzen, zumindest hat er dazu alles bisher geschriebene ignoriert.
Und den Grund, warum Höhn nicht der Adressat ist, habe ich auch mehrmals ausgeführt. Vielleicht solltest du dich einfach mal mit meinen Darlegungen auseinandersetzen, als immer nur zu behaupten...
pingu hat geschrieben:
Do 29.01.26 13:13
Hat Numiscus das Stück etwa gekauft und will es jetzt doch nicht? Bzw. weil ja angeblich Wucher im Spiel ist am Besten zum Goldpreis?
(Ich sehe hier absolut keinen Nachweis von Wucher, Numiscus sollte sich bewusst sein, das dies ein Vorwurf eines Straftatbestandes ist, aus dem auch Konsequenzen erwachsen können - zumal er einen Beweis schuldig bleibt!)
Du bist ja echt ein humorvoller Zeitgenosse. Jetzt wirst du auch noch spekulativ. Nein, ich habe das Stück nicht erworben. Und möchte es auch nicht zum Goldpreis erwerben. Vielleicht solltest du dich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen in Verbindung mit meinen Ausführungen in diesem Beitrag mal befassen, dann erscheinen deine Überlegungen sicherlich in einem anderen Licht.

Und zu deinen übrigen Ausführungen nehme ich jetzt mal eine argumentative Abkürzung sonst wird daraus ein endlos Loop: Nein, Händler dürfen nicht Preise aufrufen, wie sie gerne möchten erst recht nicht, wenn ihr "Schätzpreis" auf nachweislich falschen Angaben/Hintergründen beruht. Und ebenfalls nein, für das nun wirklich absurdeste aller Argumente: "Wenn irgendwo über einen Sachverhalt nichts steht, ist das noch lange kein Nachweis das es anders war... ." Ich komme hierzu auf mein Beispiel mit dem Autohändler zurück: Der könnte dann sagen "solange meine erfundene Geschichte nicht widerlegt ist, gilt diese als wahr."

Es tut mir leid aber ich weiß nicht, in welcher Welt deine Argumente zuhause sind...

Gruß
Numiscus

Benutzeravatar
friedberg
Beiträge: 1029
Registriert: Sa 12.06.04 23:03
Wohnort: Friedberg
Hat sich bedankt: 272 Mal
Danksagung erhalten: 942 Mal

Re: Was soll das?

Beitrag von friedberg » Do 29.01.26 14:21

Hallo Numiscus,

vorab, ich klammere jetzt mal alles was mit "Preisen" zu tun hat vollständig aus und konzentriere mich
einzig auf die numismatische Beschreibung bei Auktion HÖHN A98 Los 3358 vom 20.11.2021:
https://www.muenzen-leipzig.de/Los/5097/3358.0

Zitat HÖHN: "Friedrich August I., der Starke 1694-1733."
- das ist in der Tat wie geschrieben unseriös. Genauer wäre, wie Du selbst schreibst:
"Sachsen, albertinische Linie, o.J. (wohl Anfang 18. Jahrhundert)" gewesen.

Zitat HÖHN: "Goldmedaille im Dukatengewicht o.J. 3.47 g."
- korrekt

Zitat HÖHN: "Satirischer goldener Spieljeton im Stil eines Coseldukaten."
- korrekt

Zitat HÖHN: "Amor schreitet über zwei Spielkarten nach links, ... 21 mm. 3,46 g. Kahnt - Slg. Merseburger
- Slg. Engelhardt - Daßdorf - H.-Cz. - Tentzel - Hauschild 2657
- korrekt

Zitat HÖHN: "GOLD. Von größter Seltenheit."
- Gold stellt wohl niemand in Frage. Die Angabe der Seltenheit ist eine subjektive Einschätzung
der Firma HÖHN. Um diese in Frage zu stellen wären umfassende Nachforschungen in Sammlungen
Museen und Auktionsvorkommen notwendig. Die wenigen Auktionsvorkommen die ich selbst
feststellen konnte deuten darauf hin das dieser Typ zumindest selten ist.

Zitat HÖHN: "Das hier vorgestellte Stück ist von außerordentlicher Seltenheit."
- Siehe oben. Ohne umfassende Nachforschungen vorerst nicht widerlegbar.

Zitat HÖHN: "Es ist im Stil der unter der Rubrik der satirischen Goldjetons zur Zeit der Gräfin Cosel gefertigt worden."
- fachliche Einschätzung der Firma HÖHN. Vorerst noch von keinem widerlegt.

Zitat HÖHN: "Die deutschen Umschriften beinhalten Sinnsprüche, wie sie bei Whistspielen, bei denen bekanntlich
nicht gesprochen wurde und die Spieler sich mit den Spielmarken verständigten, verwendet wurden."
- fachliche Einschätzung der Firma HÖHN

Zitat HÖHN: "Dieses Stück wurde zusammen mit weitaus häufigeren Exemplaren der so genannten Cosel-Dukaten
bei Hauschild, Johann Friedrich (1805): Beytrag zur neuern Münz- und Medaillen-Geschichte vom XV. Jhdt.
bis jetzo. Dresden erwähnt. Dort wurde es unter der Klasse XXXI Auf Liebe und Ehestand auf S. 414 als Nr. 2657
beschrieben und eingeordnet."
- korrekt

Zitat HÖHN: "Es handelt sich bei diesem Stück um ekzeptionales Belegexemplar der Medaillenkunst zur Zeit Friedrich Augusts des Starken."
- fachliche Einschätzung der Firma HÖHN. Vorerst noch von keinem widerlegt.

Zitat HÖHN: "Erhaltung: Kl. Kratzer, sehr schön/sehr schön-vorzüglich"
- Subjektive Einschätzung der Firma HÖHN. Meiner Ansicht nach korrekt.

Zusammenfassung: Die Zuordnung in der Beschreibung Zeile Eins ist unseriös, nicht korrekt.
Beim Rest kann ich keine Falschzuschreibung erkennen. Sofern Du anderer Ansicht bist
dann nenne uns bitte genau unter Zeilenangabe wo es sich belegbar um einen Fehler handelt.

Mit freundlichen Grüßen

doktor
Beiträge: 28
Registriert: Mi 20.10.21 11:05
Wohnort: München / Kaufbeuren
Hat sich bedankt: 11 Mal
Danksagung erhalten: 12 Mal

Re: Was soll das?

Beitrag von doktor » Do 29.01.26 15:20

Chapeau Numiscus. - Eine Beschreibung und "Anpreisung" von Stücken, wie hier am Beispiel des sogenannten ""Cosel-Dukaten"" sollte,
ich würde sogar sagen: muss, im Fachhandel, das betrifft auch den Auktionshandel,
den Kriterien der Richtigkeit und Überprüfbarkeit der hier gemachten Angaben folgen: sonst wäre das ja kein Fach!!-handel.

"Vom Fach", das hat auch etwas mit überprüfbaren, auch fachwissenschaftlichen Kriterien zu tun, wie die Numismatik ja nun auch eine Fachwissenschaft ist und sein will. Eine "Anpreisung" des Stücks, die keinen überprüften historischen Richtigkeiten entspricht, wie ich diese etwa bei "Solidus e.K." feststelle, Zuschlagspreis € 5.500, ist schlicht gesagt eine fahrlässige bis sträfliche ! Täuschung des naiven Kaufinteressenten.
Das hat im seriösen Fachhandel nichts zu suchen. Wenn Fa. Höhn in Leipzig sich bei der Beschreibung dieses "sächsischen" Stückes an eine pseudowissenschaftliche Informationsprosa anlehnen sollte, so würde das hier kein gutes Licht auf die Redlichkeit bei der Klassifizierung und Beschreibung des Objekts werfen !!

Habt Ihr von der Geschichte gehört: in den Niederlanden mieten Betrüger bei Mietwagenverleihern hochwertige Luxusautos an; mit zuvor bei der Behörde gestohlenen Zulassungspapieren wird ein Privatverkauf fingiert. Der Erwerber schliesst mit den Betrüger den Kauf ab; er ist sein Geld los, macht sich aber wegen der "Gutgläubigkeitsklausel" selber keiner Straftat schuldig. Der Betrüger hat sein Geld, der Mietwagen-Vermieter hat sein Auto los, der neue Besitzer hat wohl keine Freude am Fahrzeug.
- Natürlich kein Vergleich hier mit dem seriösen Münz- und Medaillenhandel.

Tatsache ist : mit geschönten und nicht historisch fachgerechten Beschreibungen und "Geschichten", sogenannter "Geschäftsprosa", lassen sich auch im Münzhandel und insbesondere im Auktionsgeschehen gute Geschäfte machen. Wegen der "Gutgläubigkeitsklausel", also im guten Glauben erworben, macht sich der Erwerber zunächst keine unguten Gedanken, und der Veräusserer auch nicht, weil: - "pecunia non olet".
Kommt der hochpreisige Erwerber dahinter, dass ihm mit klingenden Worten mehr angepriesen wurde als das Stück in seiner historischen Substanz hergibt, gibt es Ent-täuschte. Oder Betrogene ? - - "Wer nicht hinterfragt, bekommt was er verdient" !
Ist dem Fachhandel und den Händlern bei der Beschreibung und seiner entsprechenden Preistaxierung der Objekte vorbehaltlos zu folgen ? .
- - - Handel = Marktgeschehen == auch Spekulation.
Zuletzt geändert von doktor am Sa 31.01.26 12:58, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Atalaya
Beiträge: 1643
Registriert: Mo 20.01.20 10:47
Hat sich bedankt: 4757 Mal
Danksagung erhalten: 2753 Mal

Re: Was soll das?

Beitrag von Atalaya » Do 29.01.26 15:46

Wollt ihr beiden das nicht in PMs abhandeln? Diese Textwände zu numismatischen Petitessen will doch keiner sonst lesen.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Atalaya für den Beitrag (Insgesamt 2):
Lackland (Do 29.01.26 15:46) • B555andi (Do 29.01.26 17:10)
Et tant pis pour ceux qui s′étonnent // Et que les autres me pardonnent // Mais les enfants ce sont les mêmes // À Paris ou à Göttingen.
Barbara, 1964.

Numiscus
Beiträge: 45
Registriert: Di 27.01.26 13:09
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

Re: Was soll das?

Beitrag von Numiscus » Do 29.01.26 16:07

Hallo friedberg,

zunächst vielen Dank für deinen Beitrag, einer der wenigen wirklich konstruktiven. Ich war der Meinung, dass man sich von Beginn an auf derartigem Niveau in diesem Forum austauschen kann. Leider wurde ich eines Besseren belehrt. Nun gut, gerne gehe ich auf deinen fundierte Argumentation ein:
friedberg hat geschrieben:
Do 29.01.26 14:21
vorab, ich klammere jetzt mal alles was mit "Preisen" zu tun hat vollständig aus und konzentriere mich
einzig auf die numismatische Beschreibung bei Auktion HÖHN A98 Los 3358 vom 20.11.2021:
Lass mich bitte zwischen Zuschreibung, Einordnung und Beschreibung des Verkaufsobjektes unterscheiden.

Was die Beschreibung betrifft bin ich d'accord. Material, Größe, Gewicht, Beschaffenheit/Erhaltung, Motiv (sollte man voraussetzen) dürften stimmig sein. Lässt sich objektiv auch leicht verifizieren. ALLERDINGS kaufte der neue Eigentümer nicht für 3.200 Euro ein kleines rundes Stück Gold, sondern eine "Geschichte" bzw. dessen Geschichte. Damit kommen wir zur Zuschreibung und Einordnung. Wie du treffend bemerkst, ist die Zuschreibung falsch, unbelegt und unseriös. Damit haben wir quasi bereits das wichtigste Verkaufsargument, dass auch zu Beginn der Beschreibung von Höhn aufgeführt wird, als illegitim entlarvt. Nun könnte man mit der Argumentation bereits an diesem Punkt aufhören, weil bereits das den Verkauf delegitimiert.

Aber okay, machen wir dennoch weiter. Die Einordnung "Jeton/Whistspiele" ist schon deshalb bedenklich, da behauptet wird, dass damit das untersagte Kommunizieren umgangen werden sollte. Bei im Spielbetrieb hatten die Jetons vornehmlich die Funktion einer "Spielwährung", die man gelegentlich mit Sinnsprüchen versehen konnte. Auch ein emblematischer Hintergrund ist naheliegend. Als kommunikatives Sprachmittel oder Geheimzeichen im Whist nicht belegt. Die Hauschild-Erwähnung verweist nur auf die deskriptive Literatur. Kann aber bei einem durchschnittlichen Käufer den Eindruck erwecken, dass das was da alles in der Beschreibung erwähnt wird, durch eine historische Fachpublikationen seine Bestätigung findet.

Die Einordnung als "Von größter Seltenheit" ist ebenfalls illegitim, wenn ich diese nicht explizit erkläre. Bspw. setzen manche Anbieter hinzu "unserer Ansicht nach" oder noch besser "wir konnten kein weiteres Exemplar in den letzten Jahren nachweisen". Richtig wäre auch: "wir haben bisher lediglich 3 Exemplare in den uns verfügbaren Archiven/Quellen belegen können". Alles andere ist marktschreierischer Unsinn bzw. Kaffeesatzleserei. Bei Behauptungen wie "Von größter Seltenheit" gehe ich als Käufer davon aus, dass ich solch ein Stück kaum oder gar nicht im Handel/Privatbesitz vorfinde. Da es keine genormten Seltenheits-Regeln gibt, ist dem inflationären Missbrauch derartiger Begriffe Tür und Tor geöffnet. Seriöse Fachhändler machen daher ergänzende Angaben zu ihren Seltenheits-Zertifikaten. Zudem ist weder das Stück noch seine Artgenossen nachgewiesenermaßen "von außerordentlicher Seltenheit."

Schlussendlich ist die Klassifizierung als "ekzeptionales Belegexemplar der Medaillenkunst zur Zeit Friedrich Augusts des Starken" schon durch die allseits bekannten Medaillen "aus der Zeit August des Starken" widerlegt, die in technischer und künstlerischer Hinsicht Lichtjahre von diesem einfachen kleinen Jeton/ frivole Medaille entfernt sind. Auch hier wurde der Käufer mit eine illegitimen Einordnung geködert.

Fazit: Die objektiv leicht zu verifizierenden Eigenschaften sind soweit korrekt. Die eigentlichen Verkaufsargumente - darum geht es ja - und somit auch die eigentlichen Gründe für den Käufer, sind im Wesentlichen belegbar unzutreffend. Der Käufer kaufte demnach einen nicht "außerordentlich selten vorkommenden kleinen goldenen Jeton" für 3.200 Euro.

Gruß
Numiscus
Zuletzt geändert von Numiscus am Do 29.01.26 16:22, insgesamt 1-mal geändert.

Numiscus
Beiträge: 45
Registriert: Di 27.01.26 13:09
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

Re: Was soll das?

Beitrag von Numiscus » Do 29.01.26 16:12

Atalaya hat geschrieben:
Do 29.01.26 15:46
Wollt ihr beiden das nicht in PMs abhandeln? Diese Textwände zu numismatischen Petitessen will doch keiner sonst lesen.
Was genau zwingt dich denn dazu, dich in diesen Thread einzuklinken und die Textwände zu lesen? Da es sich d.A.n. um numismatische Petitessen handelt, kannst du doch diesen Beitrag getrost überspringen oder an ihm vorbeilesen.

Für mich ist dein Beitrag einfach nur ein herablassender Angriff auf einen Forumsbeitrag ohne auch nur im Ansatz sinnvoll zu sein.

Benutzeravatar
pingu
Beiträge: 963
Registriert: Di 18.09.07 09:03
Wohnort: in Sachsen
Hat sich bedankt: 344 Mal
Danksagung erhalten: 331 Mal

Re: Was soll das?

Beitrag von pingu » Do 29.01.26 16:24

Hach Numiscus,

du hast Recht!

Im übrigen willkommen im Forum, und dein Einstand ist dir wirklich sehr gut gelungen.

Nur frage ich mich, wem hilft das hier, was willst du mit diesem Thred erreichen? Den Händler willst du nicht kontaktieren, also wird er so weiter machen (was er nicht weis, kann er nicht ändern).
Diskreditieren wegen einer unzureichenden Beschreibung eines Stückes bei zehntausenden Veräufen im Jahr - das schaffst du nicht (zu viele hier haben da über Jahrzehnte gute Erfahrungen gemacht - allerdings beim Kauf auch vorher nachgedacht).
Den Käufer kannst du nicht erreichen, der beißt wahrscheinlich grade ein Stück aus seiner Tischplatte vor Gram. Wobei es könnte auch sein, der "freut sich scheckig mit dem Stück" denn er weis nichts von deinen Einwendungen, wird auch wahrscheinlich nie davon erfahren... . Was wenn der Käufer genau wusste was er tat?

...und ich freue mich auch, habe ich beim Schreiben etwas Zeit verplempert und bin Humbug los geworden!

Grüße pingu

pS: ich sammle nur aus Spaß - Preise interessieren mich nur so weit, das ich sie bezahlen muss um ein Stück zu bekommen. Bei einem Stück in meiner Sammlung ist es mir egal wieviel es gekostet hat, so lange ich Freude daran habe und es in die Sammlung passt, dann bekommt der Händler auch das, was er verlangt. Geschichtliche Hintergründe eruire ich selbst bzw. prüfe sie, auch wenn es bei meinem Sammelgebiet etwas schwieriger ist (nur ein klein wenig) als bei dem meißten numismatischen Gebieten. Aber gerade darin liegt auch der Reiz zu Sammeln und sich mit den Stücken zu Beschäftigen - kein hirnloses konsumieren... . Richtig teure Stücke werden mit vorhandenem Hintergrundwissen (bilde ich mir ein) gesucht und gekauft, nicht einfach irgendwo "im Vorbeigehen" eingesammelt.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor pingu für den Beitrag (Insgesamt 4):
B555andi (Do 29.01.26 17:12) • KarlAntonMartini (Do 29.01.26 17:20) • Lackland (Do 29.01.26 17:36) • Numis-Student (Do 29.01.26 19:25)
Wer sein Geld mit Konsum verschwendet, wird die wahren Freuden eines Numismatikers nie kennenlernen....

Gesperrt

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder