Hallo Numiscus,
vorab, ich klammere jetzt mal alles was mit
"Preisen" zu tun hat vollständig aus und konzentriere mich
einzig auf die numismatische Beschreibung bei Auktion HÖHN A98 Los 3358 vom 20.11.2021:
https://www.muenzen-leipzig.de/Los/5097/3358.0
Zitat HÖHN: "Friedrich August I., der Starke 1694-1733."
- das ist in der Tat wie geschrieben unseriös. Genauer wäre, wie Du selbst schreibst:
"Sachsen, albertinische Linie, o.J. (wohl Anfang 18. Jahrhundert)" gewesen.
Zitat HÖHN: "Goldmedaille im Dukatengewicht o.J. 3.47 g."
- korrekt
Zitat HÖHN: "Satirischer goldener Spieljeton im Stil eines Coseldukaten."
- korrekt
Zitat HÖHN: "Amor schreitet über zwei Spielkarten nach links, ... 21 mm. 3,46 g. Kahnt - Slg. Merseburger
- Slg. Engelhardt - Daßdorf - H.-Cz. - Tentzel - Hauschild 2657
- korrekt
Zitat HÖHN: "GOLD. Von größter Seltenheit."
- Gold stellt wohl niemand in Frage. Die Angabe der Seltenheit ist eine
subjektive Einschätzung
der Firma HÖHN. Um diese in Frage zu stellen wären umfassende Nachforschungen in Sammlungen
Museen und Auktionsvorkommen notwendig. Die wenigen Auktionsvorkommen die ich selbst
feststellen konnte deuten darauf hin das dieser Typ zumindest selten ist.
Zitat HÖHN: "Das hier vorgestellte Stück ist von außerordentlicher Seltenheit."
- Siehe oben. Ohne umfassende Nachforschungen vorerst nicht widerlegbar.
Zitat HÖHN: "Es ist im Stil der unter der Rubrik der satirischen Goldjetons zur Zeit der Gräfin Cosel gefertigt worden."
- fachliche Einschätzung der Firma HÖHN. Vorerst noch von keinem widerlegt.
Zitat HÖHN: "Die deutschen Umschriften beinhalten Sinnsprüche, wie sie bei Whistspielen, bei denen bekanntlich
nicht gesprochen wurde und die Spieler sich mit den Spielmarken verständigten, verwendet wurden."
- fachliche Einschätzung der Firma HÖHN
Zitat HÖHN: "Dieses Stück wurde zusammen mit weitaus häufigeren Exemplaren der so genannten Cosel-Dukaten
bei Hauschild, Johann Friedrich (1805): Beytrag zur neuern Münz- und Medaillen-Geschichte vom XV. Jhdt.
bis jetzo. Dresden erwähnt. Dort wurde es unter der Klasse XXXI Auf Liebe und Ehestand auf S. 414 als Nr. 2657
beschrieben und eingeordnet."
- korrekt
Zitat HÖHN: "Es handelt sich bei diesem Stück um ekzeptionales Belegexemplar der Medaillenkunst zur Zeit Friedrich Augusts des Starken."
- fachliche Einschätzung der Firma HÖHN. Vorerst noch von keinem widerlegt.
Zitat HÖHN: "Erhaltung: Kl. Kratzer, sehr schön/sehr schön-vorzüglich"
- Subjektive Einschätzung der Firma HÖHN. Meiner Ansicht nach korrekt.
Zusammenfassung: Die Zuordnung in der Beschreibung Zeile Eins ist unseriös, nicht korrekt.
Beim Rest kann ich keine Falschzuschreibung erkennen. Sofern Du anderer Ansicht bist
dann nenne uns bitte genau unter Zeilenangabe wo es sich belegbar um einen Fehler handelt.
Mit freundlichen Grüßen