Fehlprägung eines Brandenburger Denars. Oder etwas ganz anderes???

Deutsches Mittelalter
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Lackland
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Fehlprägung eines Brandenburger Denars. Oder etwas ganz anderes???

Beitrag von Lackland » Sa 14.02.26 21:13

Liebe Mittelalterfreunde,

vergangene Woche ging mir eine seltsame Brandenburger Münze ins Netz:

Ludwig der Römer mit Otto (VIII.) 1360-1365.
Denar
[Vs. eigentlich Markgraf mit 2 Krummstäben]
Rs. Stern aus 3 Eichenblättern u. 3 Eicheln.
Vgl. Dannenberg 249, Bahrf. 751

Bei meinem Stück ist die Rückseitendarstellung auf der Vorderseite inkus wiedergegeben.
Ferner fällt das niedrige Gewicht auf:
Gewicht: 0,44 Gramm
Durchmesser: zwischen 13,0 und 13,7 mm

Viele Grüße

Lackland
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IMG_2411.jpeg
IMG_2413.jpeg
Zuletzt geändert von Lackland am So 15.02.26 19:47, insgesamt 1-mal geändert.
„Nach dem Spiel kommen König und Bauer in dieselbe Schachtel.“

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QVINTVS
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Re: Ein einseitig (inkus) geprägter Brandenburger Denar

Beitrag von QVINTVS » So 15.02.26 18:49

Grüß dich Lackland,

für mich sieht das nicht wie ein Brandenburger aus. Der Schrötling wirkt wie ein Wiener Pfennig, auch wenn ich das Bild nicht identifizieren kann.
Viele Grüße

QVINTVS

Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen,
und wer sie aufzuheben versteht,
hat ein Vermögen.

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Re: Ein einseitig (inkus) geprägter Brandenburger Denar

Beitrag von Lackland » So 15.02.26 19:55

QVINTVS hat geschrieben:
So 15.02.26 18:49
Grüß dich Lackland,

für mich sieht das nicht wie ein Brandenburger aus. Der Schrötling wirkt wie ein Wiener Pfennig, auch wenn ich das Bild nicht identifizieren kann.
Schwer zu sagen… Hier mal eine direkte ‚Gegenüberstellung‘:
IMG_2411.jpeg
IMG_2490.jpeg
Was meinen die Spezialisten?

Viele Grüße

Lackland
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Re: Fehlprägung eines Brandenburger Denars. Oder etwas ganz anderes???

Beitrag von Ide » Mo 16.02.26 10:02

Hallo zusammen,

Vom schwierigen Bild her und besonders von Gewicht und Größe, käme noch ein pommersches Vierchen infrage. Vielleicht in die Richtung mal vergleichen.

Viele Grüße , Ide

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Re: Fehlprägung eines Brandenburger Denars. Oder etwas ganz anderes???

Beitrag von TorWil » Mo 16.02.26 18:55

Hallo,

mm zweiten Band von Danneberg ('Die Denare der Nachbarn Brandenburgs') wird auf einige schlecht ausgeprägte Exemplare vom Typ DBG#247 und DBG#249, beide haben die gleiche Rückseite(Stern aus drei Eichenblättern im Wechsel mit drei Eicheln, in den Winkeln sechs kleine Dreiblätter.), eingegangen. Diese haben ein Gewicht von ca 0.30-0.40 Gramm. Ob es sich um leichtgewichte Denare, Obole oder Finkenaugen sind ist nicht klar.

Wegen der inkusen Prägung gehe ich einfach von einem Festgeklebten Schrötling aus der sich dann in den nächsten gedrückt hat kam öfter vor.
z.B. habe ich vom DBG#249 was ähnliches nur das die VS Inkus auf der zweiten Seite ist:
b1.f.jpg
b1.r.jpg
Grüße

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Lackland (Mo 16.02.26 19:17) • QVINTVS (Di 17.02.26 11:21)
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Re: Ein einseitig (inkus) geprägter Brandenburger Denar

Beitrag von QVINTVS » Di 17.02.26 11:24

Lackland hat geschrieben:
So 15.02.26 19:55
QVINTVS hat geschrieben:
So 15.02.26 18:49
Grüß dich Lackland,

für mich sieht das nicht wie ein Brandenburger aus. Der Schrötling wirkt wie ein Wiener Pfennig, auch wenn ich das Bild nicht identifizieren kann.
Schwer zu sagen… Hier mal eine direkte ‚Gegenüberstellung‘:IMG_2411.jpegIMG_2490.jpeg

Was meinen die Spezialisten?

Viele Grüße

Lackland
Die Motive ähneln sich sehr. Du liegst wohl richtig.
Viele Grüße

QVINTVS

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Re: Ein einseitig (inkus) geprägter Brandenburger Denar

Beitrag von Lackland » Di 17.02.26 16:43

QVINTVS hat geschrieben:
Di 17.02.26 11:24
Die Motive ähneln sich sehr. Du liegst wohl richtig.
Ja, ich denke auch. Bzw. seit dem interessanten Beitrag von TorWil bin ich mir sogar sicher!

Viele Grüße

Lackland
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