Unser "Bücherschrank"

Alles was nichts mit Münzen zu tun hat

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Re: Unser "Bücherschrank"

Beitrag von Numis-Student » Sa 09.08.25 22:21

Heute gab es wieder etwas "Füllung" für meine Bücherregale...

Zuerst einen Auktionskatalog der Konkurrenz im Kinsky, eine beeindruckende Sammlung historischer Gläser, perfekt fotografiert...
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Kinsky_Glasauktion_2018.jpg
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
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Re: Unser "Bücherschrank"

Beitrag von Numis-Student » Sa 09.08.25 22:44

Und noch ein paar "Blaue Bücher"... Eine Reihe, die es über ca. 120 Jahre gab (2025 stellte der Verlag seine Tätigkeit ein, 1902/1907 erschien das erste Buch der Reihe...), und die ich ohne besonderen Ehrgeiz immer dann auf Flohmärkten mitnehme, wenn sie sich aufdrängen ;-) Also günstig, in den Bücherkisten oben liegend und in der Regel bei Flohmarktverkäufern, die man kennt.
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Blaue_Bücher.jpg
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Re: Unser "Bücherschrank"

Beitrag von Numis-Student » Sa 07.02.26 20:43

Ich versuche ja aus Platzgründen möglichst keine Bücher zu kaufen, die mich thematisch nicht ansprechen.

Manchmal gibt es aber einfach schöne, oder alte oder aus sonstigen Gründen kaufenswerte Bücher.

Heute konnte ich zB einem alten Wälzer auf Kirchenlatein nicht widerstehen :?

Alt. Schön. Groß. Üppiger Goldschnitt auf dem Rücken. Feste Bindung. Schönes Exlibris. Und dann noch verhältnismäßig günstig...
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Re: Unser "Bücherschrank"

Beitrag von Lackland » Sa 07.02.26 20:51

8O Wow! Herzlichen Glückwunsch!!!

Und dann sogar noch mit toller Provenienz! Das Buch ist aus dem Besitz des Wiener Erzbischofs und Kardinals Christoph Anton von Migazzi (1714 - 1803).

https://de.wikipedia.org/wiki/Christoph ... on_Migazzi

Neidvolle Grüße

U.
„Nach dem Spiel kommen König und Bauer in dieselbe Schachtel.“

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Re: Unser "Bücherschrank"

Beitrag von Andechser » So 08.02.26 09:22

Ein toller Fund und da werde ich sogar wirklich etwas neidisch.

Beste Grüße
Andechser
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Re: Unser "Bücherschrank"

Beitrag von Numis-Student » Sa 14.03.26 21:10

Heute gab es schon wieder ein Buch...
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Re: Unser "Bücherschrank"

Beitrag von Numis-Student » Sa 21.03.26 19:21

Für das Regalfach "Die schönsten Diktatoren dieser Welt" zwei Neuzugänge...
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Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
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Re: Unser "Bücherschrank"

Beitrag von Chippi » Sa 21.03.26 20:58

Das sind so Bücher, die hier im Osten von Deutschland sofort in den Müll fliegen...
Gab es in fast jeden Haushalt mit unzähligen anderen sozialistischen Werken.

Gruß Chippi
Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)
Münz-Goofy hat geschrieben: Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.

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Re: Unser "Bücherschrank"

Beitrag von Numis-Student » Sa 21.03.26 21:28

Wurde das auch wirklich gelesen damals in der DDR, oder war das eher die politisch gewünschte Wohnzimmerdeko, falls der zuständige "Blockwart" zu Besuch kam ?
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Re: Unser "Bücherschrank"

Beitrag von Pfennig 47,5 » Sa 21.03.26 22:03

Numis-Student hat geschrieben:
Sa 21.03.26 21:28
Wurde das auch wirklich gelesen damals in der DDR, oder war das eher die politisch gewünschte Wohnzimmerdeko, falls der zuständige "Blockwart" zu Besuch kam ?
Hallo Malte!
Natürlich gab es die, die einen Schaden durch die Rotlichtbestrahlung bekommen haben und 300 %ig waren, sicher hatten die solche Bücher zu Hause.
Die meisten hatten Fachliteratur und Bücher nach Wunsch im Regal, wobei man sagen muß, das die Bücherregale der Familien die in den 50iger und 60iger Jahren gegründet wurden, eher ein bis zwei Buchreihen besaßen, denn in erster Linie mußte die Familie versorgt werden.
Ich bin in den 60iger, 70iger Jahren aufgewachsen, große Bücherregale hatten nur alteingesessene, gut betuchte Menschen, Lehrer und Intellektuelle, die nicht ausgebombt waren.
Den Blockwart gab es nicht mehr, die größten Verdächtigen wurden verkabelt und abgehört, den Rest der Bevölkerung (18 Millionen) versuchten die 624.000 IM durch Berichte an die Stasi unter Kontrolle zu halten.
Aber wir hatten auch Bücher zur Deutsch - Sowjetischen Freundschaft, hier ist noch eins davon. :D Steht in meinem Bücherschrank.
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Re: Unser "Bücherschrank"

Beitrag von Lackland » Sa 21.03.26 22:37

Pfennig 47,5 hat geschrieben:
Sa 21.03.26 22:03
Aber wir hatten auch Bücher zur Deutsch - Sowjetischen Freundschaft, hier ist noch eins davon. :D Steht in meinem Bücherschrank.
Das gezeigte Buch „In Russland steht ein Panjehaus“ ist allerdings Nazi-Literatur. Gedruckt in Neuruppin zwischen 1940 und 1943.
Es handelt sich dabei um eine propagandistisch, nationalsozialistische den Russen verachtende Publikation.

Meines Wissens nach war das Buch in der DDR verboten. :wink:

Viele Grüße

Lackland
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Re: Unser "Bücherschrank"

Beitrag von Chippi » So 22.03.26 00:37

Numis-Student hat geschrieben:
Sa 21.03.26 21:28
Wurde das auch wirklich gelesen damals in der DDR, oder war das eher die politisch gewünschte Wohnzimmerdeko, falls der zuständige "Blockwart" zu Besuch kam ?
Die meisten Leute haben es sicherlich nicht gelesen. Bücher über Stalin und andere Größen waren fast Pflicht, ebenso die "Marxistische-Leninistische Lehre" steht auch hier noch rum, quasi ungelesen und taugt ebenfalls nur für´s Recycling.

Interessanterweise besaßen meine Eltern schon zu DDR-Zeiten eine etwas umfangreichere Literatur, denn in der Schule gab es ein Fach, in dem sie in Betrieben halfen, aber auch andere Aufgaben erledigten, z.B. Wohnungen räumten (verstorben/geflüchtet). Da wurde mitgenommen, was noch brauchbar war, besonders auch alte Bücher. Das Älteste war von 1854 und umfasste auch alte Fachliteratur (Tacitus Werke von 1935, Augustus von Domaszewski von 1909 etc.). Die Werke habe ich jetzt meiner Sammlung einverleibt. Ein komplettes Regal reichte für alle Bücher nicht aus.

Gruß Chippi
Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)
Münz-Goofy hat geschrieben: Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.

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Re: Unser "Bücherschrank"

Beitrag von Pfennig 47,5 » So 22.03.26 11:57

Chippi hat geschrieben:
So 22.03.26 00:37
denn in der Schule gab es ein Fach, in dem sie in Betrieben halfen
Hallo!
Dieses Unterrichtsfach nannte sich UTP (Unterrichtstag in der Produktion) in dem die gesamte Klasse (9. u. 10. Klasse) aller 14 Tage für 2 Tage in einem Betrieb eingebunden waren. Ich habe z.B. Schrauben an der Drehbank hergestellt, und in der 10. Klasse haben wir Fahrräder hergestellt, in wechselnden Stationen, vom Speichen einziehen, über Radlager einbauen, bis zur Qualitätskontrolle, um den Schülern einen Einblick zu vermitteln, wie es nach den Abschluß in der Schule in der Produktion läuft.
Parallel dazu gab es das Unterrichtsfach ESP (Einführung in die Sozialistische Produktion), ein Unterrichtsfach in dem die Funktionsweise von Otto oder Wankelmotor, Induktionsspule oder Magnetfeld und viele andere Dinge nicht nur theoretisch, sondern auch an Modellen gelehrt wurde.

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Re: Unser "Bücherschrank"

Beitrag von tilos » Mo 23.03.26 01:07

Lackland hat geschrieben:
Sa 21.03.26 22:37
Pfennig 47,5 hat geschrieben:
Sa 21.03.26 22:03
Aber wir hatten auch Bücher zur Deutsch - Sowjetischen Freundschaft, hier ist noch eins davon. :D Steht in meinem Bücherschrank.
Das gezeigte Buch „In Russland steht ein Panjehaus“ ist allerdings Nazi-Literatur. Gedruckt in Neuruppin zwischen 1940 und 1943.
Es handelt sich dabei um eine propagandistisch, nationalsozialistische den Russen verachtende Publikation.
Meines Wissens nach war das Buch in der DDR verboten. :wink:
Viele Grüße
Lackland
In der Tat ein übles Machwerk aus dem Wehrmachts-Tornister an der Ostfront. Solcherart "Hetz-Literatur" wurde nur in ausgewählten DDR-Bibliotheken vorgehalten, dort im sogen. "Giftschrank" aufbewahrt und war nur mit staatlicher Erlaubnis für Forschungszwecke einsehbar.
Grüße
Tilos

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Re: Unser "Bücherschrank"

Beitrag von Pfennig 47,5 » Di 24.03.26 21:28

Hallo!
Ich möchte mich kurz zur oben angeführten Kritik zu diesem Frontbuch äußern.
Die 134. Division, deren Mitglieder die Verfasser dieser Broschüre sind, wurde 1940 gebildet, und war seit 1941 eine Kampfdivision. Und hat diese Broschüre (24 Seiten mit Illustrationen) einzig und allein dem Panjehaus (Bauernhütte mit einem Raum) gewidmet. Der Erlöß ging an bedürftige von gefallenen der 134. Division.
Meine persönliche Meinung zu diesem Buch, es ist witzig und hart geschrieben, gleichzeitig erschreckend, wenn man liest wie die Bauern lebten. In diesem Buch wird weder der Nationalsozialismus erwähnt, noch verherrlicht!

Aus diesem Grund kann und darf es nicht als "Nazi-Literatur" bezeichnet werden. Es gab 66-67 Millionen Deutsche, davon waren 7,7 Millionen Mitglied der NSDAP.

Die 134. Infanterie-Division wurde zwei mal eingekesselt, zwei Ihrer Divisionskommandeure begingen Selbstmord und 1944 wurde diese Division komplett vernichtet.
1941 lief ein Soldat aus dieser Division zu den Russen über, Heinz Keßler, der spätere Armeegeneral und Minister für Verteidigung der DDR.

Jeder Soldat, ob Russe, Deutscher, Franzose oder welcher Armee der Welt auch immer, ist als Soldat verpflichtet, im Kriegsfall, seinem Staat zu dienen, ob es ihm passt oder nicht, und wer das Heer im Stich läßt wird in jedem Staat als Fahnenflüchtiger zum Tode verurteilt!
Und Soldaten sind in den wenigsten Fällen mit Nazis zu vergleichen, hier sollte immer eine genaue und differenzierte Beurteilung erfolgen.

Es ist gelegentlich schwierig, aber die Welt ist auch nicht nur schwarz und weiß.
Ich hoffe das wir einen solchen Krieg nie wieder erleben müssen, deshalb sollten wir die Toten ehren, und aus der Erfahrung lernen, miteinander reden (wie in Helsinki), um an den Punkten der Gemeinsamkeit aufzubauen um für alle ein Leben im Frieden zu gewährleisten.
Denn auch ich habe kein Bock darauf, das meine "Hundemarke" irgend wann bei eBay angeboten wird.

Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/134._Infa ... Wehrmacht)
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bernima (Di 24.03.26 21:39) • Lucius Aelius (Do 26.03.26 08:39)

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