Schönheiten des Mittelalters!
- Arthur Schopenhauer
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Re: Schönheiten des Mittelalters!
Maximilian I. aus dem Hause Habsburg;
(22.03.1459 auf der Burg in Wiener Neustadt - 12.01.1519 auf Burg Wels);
ab 1477, durch Heirat, Herzog von Burgund;
ab 1486 römisch-deutscher König;
ab 1493 Herr der Habsburgischen Erblande;
ab 04.02.1508 römisch-deutscher Kaiser
6 Kreuzer, Sechser
ohne Jahr (1496-1508)
Stempelschneider: Benedikt Burkhart
Hall
Moser/Tursky 74
- aus der Sammlung des Kommerzialrates Dr. Herbert Wenzel (1904 - 1985)
geharnischtes und bekröntes Hüftbild mit Kugelszepter; die Linke am Schwertgriffe;
die Umschrift zwischen Strichelkreisen;
Umschrift: +MONETA.ARCHIDVC.AVSTRIE großes Kreuz mit ausgebogenen Enden, in dessen Winkeln die vier Schilde: Ungarn (bekrönt), Österreich, Burgund, Tirol;
die zwischen Strichelkreisen laufende Umschrift wird durch das Kreuz geteilt;
Umschrift: +AC.CO-MITA-TVS.TI-ROLIS
(22.03.1459 auf der Burg in Wiener Neustadt - 12.01.1519 auf Burg Wels);
ab 1477, durch Heirat, Herzog von Burgund;
ab 1486 römisch-deutscher König;
ab 1493 Herr der Habsburgischen Erblande;
ab 04.02.1508 römisch-deutscher Kaiser
6 Kreuzer, Sechser
ohne Jahr (1496-1508)
Stempelschneider: Benedikt Burkhart
Hall
Moser/Tursky 74
- aus der Sammlung des Kommerzialrates Dr. Herbert Wenzel (1904 - 1985)
geharnischtes und bekröntes Hüftbild mit Kugelszepter; die Linke am Schwertgriffe;
die Umschrift zwischen Strichelkreisen;
Umschrift: +MONETA.ARCHIDVC.AVSTRIE großes Kreuz mit ausgebogenen Enden, in dessen Winkeln die vier Schilde: Ungarn (bekrönt), Österreich, Burgund, Tirol;
die zwischen Strichelkreisen laufende Umschrift wird durch das Kreuz geteilt;
Umschrift: +AC.CO-MITA-TVS.TI-ROLIS
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- Lackland
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Re: Schönheiten des Mittelalters!
Hallo liebe Freunde des Mittelalters,
heute mal eine Seltenheit, die bezüglich der Münzstätte und des Münzmeisters noch gewisse Fragen aufwirft:
Angelsächsisches England
König Harold Harefoot (Hasenfuß) 1035 - 1040
Fleur-de-lis, fleur reverse, North 803
Münzstätte: vermutlich Derby
Münzmeister: vermutlich Svertingr
Gewicht: 0,70 Gramm (sic!)
Falls ein Experte die Münzstätte oder/und den Münzmeister anders deutet, bitte ich dringend um Rückmeldung!
Viele Grüße
Lackland
PS: Den Beinamen „Harefoot“ (Hasenfuß) erhielt er wegen seiner Schnelligkeit und Geschicklichkeit bei der Jagd!
heute mal eine Seltenheit, die bezüglich der Münzstätte und des Münzmeisters noch gewisse Fragen aufwirft:
Angelsächsisches England
König Harold Harefoot (Hasenfuß) 1035 - 1040
Fleur-de-lis, fleur reverse, North 803
Münzstätte: vermutlich Derby
Münzmeister: vermutlich Svertingr
Gewicht: 0,70 Gramm (sic!)
Falls ein Experte die Münzstätte oder/und den Münzmeister anders deutet, bitte ich dringend um Rückmeldung!
Viele Grüße
Lackland
PS: Den Beinamen „Harefoot“ (Hasenfuß) erhielt er wegen seiner Schnelligkeit und Geschicklichkeit bei der Jagd!
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„Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie doch Kuchen essen!“
NIE gesagt von der französischen Königin Marie-Antoinette (1755 - 1793)
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- Lackland
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Re: Schönheiten des Mittelalters!
Heute eine weitere Schönheit:
Angelsächsisches England
König Knut (1016 - 1035)
Type: North 781
Mint: Lincoln
Mint name on coin: LINC
Moneyer: Ælfnoth
Moneyer name on coin: ALFNOD
Weight: 1.12 grams
Comment: EMC number: 1066.2020 (same dies!)
Die Münze weist eine absolute Besonderheit auf: Im ersten Viertel des Kreuzes auf der Rückseite befindet sich ein ‚Extra-Kreuz‘. Wofür dieses Kreuz stand, ist heute leider nicht mehr bekannt. Möglicherweise handelte es sich hier um eine spezielle Ausprägung für den Bischof von Lincoln.
Viele Grüße
Lackland
Angelsächsisches England
König Knut (1016 - 1035)
Type: North 781
Mint: Lincoln
Mint name on coin: LINC
Moneyer: Ælfnoth
Moneyer name on coin: ALFNOD
Weight: 1.12 grams
Comment: EMC number: 1066.2020 (same dies!)
Die Münze weist eine absolute Besonderheit auf: Im ersten Viertel des Kreuzes auf der Rückseite befindet sich ein ‚Extra-Kreuz‘. Wofür dieses Kreuz stand, ist heute leider nicht mehr bekannt. Möglicherweise handelte es sich hier um eine spezielle Ausprägung für den Bischof von Lincoln.
Viele Grüße
Lackland
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NIE gesagt von der französischen Königin Marie-Antoinette (1755 - 1793)
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- Salier
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Re: Schönheiten des Mittelalters!
Hallo Freunde der Mittelalternumismatik,
gestern kam mit der Post eine Münze die ich schon mein ganzes Mittelaltersammlerleben, also seit fast 40 Jahren, suchte.
Weiß jemand zufällig wann solch ein Exemplar das letzte mal versteigert wurde ? Ich kenne nur die Exemplare in den Museen.
Schwaben, königliche Münzstätte Straßburg
König Heinrich I. der Vogeler und Bischof Richwin von Straßburg, geprägt 925-933.
20,67 mm und 1,36 Gramm
Av. Kreuz , HEINRICVS (R)EX Umschrift retrograd
Rv. Straßburger Stadtname in zwei Zeilen, darüber und darunter die Initialen des Bischofs
retrogrades R / ARCENTI ° NACIVITS / S
Engel & Lehr 43-46, Kluge 1101., DMG 476., Baron 40., Martinez 80.
Leider hat der Rv. leichte Prägeschwäche.
Viele Grüße
Salier
gestern kam mit der Post eine Münze die ich schon mein ganzes Mittelaltersammlerleben, also seit fast 40 Jahren, suchte.
Weiß jemand zufällig wann solch ein Exemplar das letzte mal versteigert wurde ? Ich kenne nur die Exemplare in den Museen.
Schwaben, königliche Münzstätte Straßburg
König Heinrich I. der Vogeler und Bischof Richwin von Straßburg, geprägt 925-933.
20,67 mm und 1,36 Gramm
Av. Kreuz , HEINRICVS (R)EX Umschrift retrograd
Rv. Straßburger Stadtname in zwei Zeilen, darüber und darunter die Initialen des Bischofs
retrogrades R / ARCENTI ° NACIVITS / S
Engel & Lehr 43-46, Kluge 1101., DMG 476., Baron 40., Martinez 80.
Leider hat der Rv. leichte Prägeschwäche.
Viele Grüße
Salier
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Das schönste was Wir entdecken können, ist das Geheimnisvolle. [Albert Einstein]
- Lackland
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Re: Schönheiten des Mittelalters!
Hallo Salier,
ganz herzlichen Glückwunsch zu dieser großen und bedeutenden Rarität!!!
Der Typus ist für Straßburg grundsätzlich schon nicht häufig, aber ein Exemplar von Heinrich I. habe ich im Handel und in privater Hand noch nie gesehen!
Liebe Grüße
Ulrich
ganz herzlichen Glückwunsch zu dieser großen und bedeutenden Rarität!!!
Der Typus ist für Straßburg grundsätzlich schon nicht häufig, aber ein Exemplar von Heinrich I. habe ich im Handel und in privater Hand noch nie gesehen!
Liebe Grüße
Ulrich
„Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie doch Kuchen essen!“
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- Salier
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Re: Schönheiten des Mittelalters!
Hallo Ulrich,
danke für die Glückwünsche. Bei meinen Recherchen bezüglich Auktionsvorkommen bin ich nicht weitergekommen.
Auch bei den großen Sammlungen wie Bonhoff, Gaettens, Bahrfeldt und Friedensburg kein Vorkommen.
Nur bei Dannenberg war ein Exemplar, was im Bodemuseum (oder Russland) liegen dürfte.
Übrigens war das Stück in der von mir bebotenen Auktion vom Auktionshaus falsch deklariert mit
Anonyme Bischöfe des 12/13. Jahrhunderts.
Liebe Grüße
Enriko
danke für die Glückwünsche. Bei meinen Recherchen bezüglich Auktionsvorkommen bin ich nicht weitergekommen.
Auch bei den großen Sammlungen wie Bonhoff, Gaettens, Bahrfeldt und Friedensburg kein Vorkommen.
Nur bei Dannenberg war ein Exemplar, was im Bodemuseum (oder Russland) liegen dürfte.
Übrigens war das Stück in der von mir bebotenen Auktion vom Auktionshaus falsch deklariert mit
Anonyme Bischöfe des 12/13. Jahrhunderts.
Liebe Grüße
Enriko
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Andechser
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Re: Schönheiten des Mittelalters!
Lieber Enriko,
meinen herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Stück. Den Typ hatte ich von Heinrich I. überhaupt nicht auf dem Schirm.
Beste Grüße
Andechser
meinen herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Stück. Den Typ hatte ich von Heinrich I. überhaupt nicht auf dem Schirm.
Beste Grüße
Andechser
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Dittsche
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Re: Schönheiten des Mittelalters!
Grafschaft Kleve
Früher Groschen des Adolf I. 1368 - 1394
28mm, 1,8gr., Noss 87g, R
Vs: ADOLPhVS CO MES CLEVEI
Standbild des Grafen von vorn auf einer kleinen Doppelleiste. Die Gestalt ist barhäuptig, bärtig und vollständig gepanzert, auf der Brust mit festem Harnisch, sonst durch Eisenmaschen geschützt. In der Mitte des Brustpanzers als Zierat ein runder Vierpaß. Die Rechte hält das senkrecht emporgerichtete Schwert an die Schulter, die Linke liegt in weit ausgreifender Wendung auf dem im Felde befindlichen klevischen Schild. In diesem hat das Herzschildchen nur einen Kreis, die Stäbe des Lilienhaspels sind nicht durchgezogen.
Rs: MONETA NOVA DE CLEVENSII
Kurzes Kreuz aus drei Linien, die ganz durchgezogen sich in der Mitte kreuzen. Die Balkenenden sind dreifach verkröpft und haben als Abschluß ein Dreiblatt zwischen zwei nach außen gebogenen Blättern. Zwischen den Enden dieser Blätter sind fünfteilige Rosetten.
Früher Groschen des Adolf I. 1368 - 1394
28mm, 1,8gr., Noss 87g, R
Vs: ADOLPhVS CO MES CLEVEI
Standbild des Grafen von vorn auf einer kleinen Doppelleiste. Die Gestalt ist barhäuptig, bärtig und vollständig gepanzert, auf der Brust mit festem Harnisch, sonst durch Eisenmaschen geschützt. In der Mitte des Brustpanzers als Zierat ein runder Vierpaß. Die Rechte hält das senkrecht emporgerichtete Schwert an die Schulter, die Linke liegt in weit ausgreifender Wendung auf dem im Felde befindlichen klevischen Schild. In diesem hat das Herzschildchen nur einen Kreis, die Stäbe des Lilienhaspels sind nicht durchgezogen.
Rs: MONETA NOVA DE CLEVENSII
Kurzes Kreuz aus drei Linien, die ganz durchgezogen sich in der Mitte kreuzen. Die Balkenenden sind dreifach verkröpft und haben als Abschluß ein Dreiblatt zwischen zwei nach außen gebogenen Blättern. Zwischen den Enden dieser Blätter sind fünfteilige Rosetten.
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Dude_199
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Re: Schönheiten des Mittelalters!
Hallo Zusammen,
nach all euren schönen Stücke möchte ich mal wieder einen Neuzugang in meiner Sammlung vorstellen. @Salier meinen Glückwunsch. Solche Stücke sind immer ein Traum eines jeden Spezialsammlers. Mein Stück war bei dem versteigernden Auktionshaus als nicht bestimmbarer Pfennig des 10./11. Jahrhunderts angeboten. Es handelt sich dabei um einen Churer Pfennig der sehr gut an der Avers Umschrift zu bestimmen ist. Das ligierte OV ist typisch für die Churer Pfennige.
Bistum Chur
Münzstätte: Chur
Zeit Ulrich I. von Lenzburg 1002-1026
Pfennig um 1020
Av: Kirchenartiges Gebäude mit runden Dächern, darum Umschrift: OVDEVRI....
Rv: . Ausgestreckte Hand, darum Umschrift: CHVS....
Gewicht: 0,86 g
Durchmesser: ca. 21 mm
Literatur: Klein (Chur) Typ 16-21 (im Avers Stempelgleich mit Nr. 21, Revers nicht ausreichend erkennbar), Dannenberg Typ 1680, Rutishauser -, Cahn -, Dannenberg (Schweiz) -.
Viele Grüße Dude
nach all euren schönen Stücke möchte ich mal wieder einen Neuzugang in meiner Sammlung vorstellen. @Salier meinen Glückwunsch. Solche Stücke sind immer ein Traum eines jeden Spezialsammlers. Mein Stück war bei dem versteigernden Auktionshaus als nicht bestimmbarer Pfennig des 10./11. Jahrhunderts angeboten. Es handelt sich dabei um einen Churer Pfennig der sehr gut an der Avers Umschrift zu bestimmen ist. Das ligierte OV ist typisch für die Churer Pfennige.
Bistum Chur
Münzstätte: Chur
Zeit Ulrich I. von Lenzburg 1002-1026
Pfennig um 1020
Av: Kirchenartiges Gebäude mit runden Dächern, darum Umschrift: OVDEVRI....
Rv: . Ausgestreckte Hand, darum Umschrift: CHVS....
Gewicht: 0,86 g
Durchmesser: ca. 21 mm
Literatur: Klein (Chur) Typ 16-21 (im Avers Stempelgleich mit Nr. 21, Revers nicht ausreichend erkennbar), Dannenberg Typ 1680, Rutishauser -, Cahn -, Dannenberg (Schweiz) -.
Viele Grüße Dude
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- Salier
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Re: Schönheiten des Mittelalters!
Hallo Dude,
um dieses Exemplar beneide ich Dich, es würde auch gut in meine Sammlung passen.
Die Schweiz ist bei mir noch unbesetzt.
Viele Grüße
Salier
um dieses Exemplar beneide ich Dich, es würde auch gut in meine Sammlung passen.
Die Schweiz ist bei mir noch unbesetzt.
Viele Grüße
Salier
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- numisnumis
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Re: Schönheiten des Mittelalters!
Hallo Dude,
ein tolles und seltenes Stück. Ich gratuliere zur Neuerwerbung!
Viele Grüsse
numisnumis
ein tolles und seltenes Stück. Ich gratuliere zur Neuerwerbung!
Viele Grüsse
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- didius
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Re: Schönheiten des Mittelalters!
Ich hätte hier auch noch ein Stück aus dem Spätmittelalter zu zeigen
Herzogtum Berg
Adolf VII. von Berg (1408-1423)
Weißpfennig, Mülheim (1420/1423)
Hüftbild in gotischem Gehäuse
Wappen im Vierpaß mit 4 Eckwappen
Vermutlich Noss 114
Diesen Stück zeigt sehr gut, dass sich die Herzöge von Berg sehr gerne an die Münzbilder des Rheinischen Münzvereins "angehängt" haben, ohne diesem je beigetreten zu sein.
Wie in meinem Beitrag zum Bacharacher Weißpfennig beschrieben, war durch die Hinzunahme der Herzogs von Jülich und der Rückkehr des Kölner Erzbischhofs in den 9. Rheinischen Münzvertrag 1420 ein Vierpass notwendig geworden, und prompt wurde das auch für das Herzogtum Berg geändert, obwohl es hier dazu eigentlich keinen Anlass gab.
Herzogtum Berg
Adolf VII. von Berg (1408-1423)
Weißpfennig, Mülheim (1420/1423)
Hüftbild in gotischem Gehäuse
Wappen im Vierpaß mit 4 Eckwappen
Vermutlich Noss 114
Diesen Stück zeigt sehr gut, dass sich die Herzöge von Berg sehr gerne an die Münzbilder des Rheinischen Münzvereins "angehängt" haben, ohne diesem je beigetreten zu sein.
Wie in meinem Beitrag zum Bacharacher Weißpfennig beschrieben, war durch die Hinzunahme der Herzogs von Jülich und der Rückkehr des Kölner Erzbischhofs in den 9. Rheinischen Münzvertrag 1420 ein Vierpass notwendig geworden, und prompt wurde das auch für das Herzogtum Berg geändert, obwohl es hier dazu eigentlich keinen Anlass gab.
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- Talerfreund63
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Re: Schönheiten des Mittelalters!
ich sammle eigentlich hauptsächlich Münzen aus Hall (Neuzeit)
hab jetzt aber auch ein wenig ins Mittelalter hinein geschnuppert (zumindest einige Münzen mit Tirolbezug)
ich hoffe ich bin in diesem Thread richtig
Meinhard Zwanziger / ss+ (auch Kreuzer bzw. Tirolino genannt)
von Meinhard II. (war 1258-1295 Graf v. Tirol)
Gruppe 1 mit Beizeichen Kreuz
Datierung ~1274-1306
Dm. 20,3-21,2mm
Gew. 1,45g
Münzstätte Meran
Material Silber (883 fein)
Münzpächter unklar, ev. der Florentiner Tenga (war 1287-1306)
Bestimmung Rizzolli CNTM / M125 (S486)
Literatur dazu
Rizzolli "der Veroneser Währungsraum Verona und Tirol"
und das "Tiroler Münzbuch" von Moser/Rizzolli/Tursky
Meinhard II. gilt als Schöpfer von Tirol, die Münze zeigt erstmals den Tiroler Adler und auch
das Doppelkreuz (Kreuzer)
Lg Manfred
hab jetzt aber auch ein wenig ins Mittelalter hinein geschnuppert (zumindest einige Münzen mit Tirolbezug)
ich hoffe ich bin in diesem Thread richtig
Meinhard Zwanziger / ss+ (auch Kreuzer bzw. Tirolino genannt)
von Meinhard II. (war 1258-1295 Graf v. Tirol)
Gruppe 1 mit Beizeichen Kreuz
Datierung ~1274-1306
Dm. 20,3-21,2mm
Gew. 1,45g
Münzstätte Meran
Material Silber (883 fein)
Münzpächter unklar, ev. der Florentiner Tenga (war 1287-1306)
Bestimmung Rizzolli CNTM / M125 (S486)
Literatur dazu
Rizzolli "der Veroneser Währungsraum Verona und Tirol"
und das "Tiroler Münzbuch" von Moser/Rizzolli/Tursky
Meinhard II. gilt als Schöpfer von Tirol, die Münze zeigt erstmals den Tiroler Adler und auch
das Doppelkreuz (Kreuzer)
Lg Manfred
Zuletzt geändert von Talerfreund63 am Do 18.06.26 12:05, insgesamt 1-mal geändert.
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- Talerfreund63
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Re: Schönheiten des Mittelalters!
da ich zumindest eine Münze jeder Münzstätte im Alttiroler Raum in meiner
Sammlung haben möchte, hab ich auch einen Toblacher Vierer hinzu gefügt
Vierer von Graf Johann v. Görz (Johannes II.) / ss / RR
Prägezeitraum 1460-1462
Silber (verm. 500er)
Dm. 14,5mm
Gew.0,53g
Münzmeister Jakob Probst
Ersatzmünzstätte Toblach
die Teile sind sehr selten, es wurde nur 2 J. lang in Toblach Vierer geprägt
(Lienz war besetzt durch Kaiser Friedrich III. / Erbfolgekrieg)
die Prägung erfolgte nach Veroneser Fuß (1 Kreuzer = 5 Vierer = 20 Berner)
die Vierer sind eindeutig durch die Zusatzbezeichnung im Kreuzwinkel
zur Ersatzmünzstätte Toblach bestimmbar (D.O.B.L)
Literatur
Tiroler Münzbuch S37
Der Veroneser Währungsraum Verona und Tirol S691 , S335
Bestimmung CNTM / T08
Lg Manfred
Sammlung haben möchte, hab ich auch einen Toblacher Vierer hinzu gefügt
Vierer von Graf Johann v. Görz (Johannes II.) / ss / RR
Prägezeitraum 1460-1462
Silber (verm. 500er)
Dm. 14,5mm
Gew.0,53g
Münzmeister Jakob Probst
Ersatzmünzstätte Toblach
die Teile sind sehr selten, es wurde nur 2 J. lang in Toblach Vierer geprägt
(Lienz war besetzt durch Kaiser Friedrich III. / Erbfolgekrieg)
die Prägung erfolgte nach Veroneser Fuß (1 Kreuzer = 5 Vierer = 20 Berner)
die Vierer sind eindeutig durch die Zusatzbezeichnung im Kreuzwinkel
zur Ersatzmünzstätte Toblach bestimmbar (D.O.B.L)
Literatur
Tiroler Münzbuch S37
Der Veroneser Währungsraum Verona und Tirol S691 , S335
Bestimmung CNTM / T08
Lg Manfred
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Re: Schönheiten des Mittelalters!
hab heute was neues altes bekommen
meine bisher älteste Münze, Prägezeitraum 1259-1274
Adlergroschen / f.vzgl
Meinhard II. Graf von Tirol/Görz (gilt als Begründer von Tirol)
Gew. 1,45g
Dm. 19,5-21mm
Silber (830er)
Münze Meran
wurde auch "Aquilino" genannt
es ist die erste Mehrpfennigmünze im deutschen Sprachraum
die Aversseite zeigt erstmals den Kaiseradler
Literatur
Rizzolli CNTM M50 S462 und S133 (der Veroneser Währungsraum)
Tiroler Münzbuch S43
Lg Manfred
meine bisher älteste Münze, Prägezeitraum 1259-1274
Adlergroschen / f.vzgl
Meinhard II. Graf von Tirol/Görz (gilt als Begründer von Tirol)
Gew. 1,45g
Dm. 19,5-21mm
Silber (830er)
Münze Meran
wurde auch "Aquilino" genannt
es ist die erste Mehrpfennigmünze im deutschen Sprachraum
die Aversseite zeigt erstmals den Kaiseradler
Literatur
Rizzolli CNTM M50 S462 und S133 (der Veroneser Währungsraum)
Tiroler Münzbuch S43
Lg Manfred
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