Erzbistum Trier 1761
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Re: Erzbistum Trier 1761
Die Menge seinerzeit geprägter Münzen und das heutige Vorkommen müssen nicht immer korrelieren.
Das gilt für (fast) alle Epochen.
Beispiel: Goldmünzen des Deutschen Kaiserreiches. Einige Typen wurden nur geprägt, um diese dann im Juliusturm der Festung Spandau einzulagern. (z.B. 25 Gulden Danzig) Die Münzen kamen nie in den Umlauf, ca. 5-10 Stück landete bei "Verdienten Personen", nach dem 2. Weltkrieg ging alles nach Russland, und nach der dem Ende der UdSSR wieder in den Westen und sorgte für einen riesigen Preisverfall.
Grüße
Klaus
Das gilt für (fast) alle Epochen.
Beispiel: Goldmünzen des Deutschen Kaiserreiches. Einige Typen wurden nur geprägt, um diese dann im Juliusturm der Festung Spandau einzulagern. (z.B. 25 Gulden Danzig) Die Münzen kamen nie in den Umlauf, ca. 5-10 Stück landete bei "Verdienten Personen", nach dem 2. Weltkrieg ging alles nach Russland, und nach der dem Ende der UdSSR wieder in den Westen und sorgte für einen riesigen Preisverfall.
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Klaus
ΒIOΣ ΑΝЄΟΡΤAΣΤΟΣ ΜΑΚΡΗ ΟΔΟΣ ΑΠΑNΔΟKEYTOΣ
Ein Leben ohne Feste ist ein langer Weg ohne Gasthäuser (Demokrit)
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Ephraimit
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Re: Erzbistum Trier 1761
Hallo Kopfstück, hallo Freunde der Münzen von Trier,
beim Betrachten eines Deiner 20 Kreuzer Stücke ist mir bei folgendem Stück (siehe Foto) aufgefallen das es im v.Schrötter-Münzkatalog
Unklarheiten bezüglich der Zuordnung/Beschreibung des Stücks gibt:
Unter der Katalognummer 1090 schreibt v. Schrötter zwar bei der Beschreibung der Reversseite:
"oben 17 = 60, unten .N = 20 = M"
Dieser Teil der Reversbeschreibung passt auf Dein Stück,
dann folgt aber:
"60 EINE ___________________________R
was ja bedeutet - 60 EINE MARK FEIN SILBER, aber davon ist auf der Münze nichts zu sehen, nur die Wertziffer 20 !
Außerdem beschreibt er die Vorderseite mit "Bild im Palm- und Lorbeerkranz"
was ja auch nicht stimmt, denn das Bildniß des Kurfürsten ist ja erst ab 1765 mit Palmen versehen !
Wegen dieser Diskrepanzen sowohl bei der Beschreibung der Vorder- als auch Rückseite passt Dein Stück nicht auf die Katalognummer 1090 bei v. Schrötter, obwohl die Beschreibung der Reversseite zum Teil stimmt
Deshalb dachte ich zuerst Dein Stück sei uneditiert, mir kam es aber so vor als hätte ich eine Beschreibung des Stücks schonmal gesehen...
Und tatsächlich, nach einer kleinen Literatur-Recherche habe ich die Beschreibung des 20 Kreuzer-Stücks von 1760 im Anhang des Buchs
"Das kurtrierische Münzwesen unter Johann Philipp von Walderdorff 1756-1768" gefunden. (siehe Foto oben)
LG und Frohe Ostern !
beim Betrachten eines Deiner 20 Kreuzer Stücke ist mir bei folgendem Stück (siehe Foto) aufgefallen das es im v.Schrötter-Münzkatalog
Unklarheiten bezüglich der Zuordnung/Beschreibung des Stücks gibt:
Unter der Katalognummer 1090 schreibt v. Schrötter zwar bei der Beschreibung der Reversseite:
"oben 17 = 60, unten .N = 20 = M"
Dieser Teil der Reversbeschreibung passt auf Dein Stück,
dann folgt aber:
"60 EINE ___________________________R
was ja bedeutet - 60 EINE MARK FEIN SILBER, aber davon ist auf der Münze nichts zu sehen, nur die Wertziffer 20 !
Außerdem beschreibt er die Vorderseite mit "Bild im Palm- und Lorbeerkranz"
was ja auch nicht stimmt, denn das Bildniß des Kurfürsten ist ja erst ab 1765 mit Palmen versehen !
Wegen dieser Diskrepanzen sowohl bei der Beschreibung der Vorder- als auch Rückseite passt Dein Stück nicht auf die Katalognummer 1090 bei v. Schrötter, obwohl die Beschreibung der Reversseite zum Teil stimmt
Deshalb dachte ich zuerst Dein Stück sei uneditiert, mir kam es aber so vor als hätte ich eine Beschreibung des Stücks schonmal gesehen...
Und tatsächlich, nach einer kleinen Literatur-Recherche habe ich die Beschreibung des 20 Kreuzer-Stücks von 1760 im Anhang des Buchs
"Das kurtrierische Münzwesen unter Johann Philipp von Walderdorff 1756-1768" gefunden. (siehe Foto oben)
LG und Frohe Ostern !
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kopfstück
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Re: Erzbistum Trier 1761
Hallo Ephraimit,
In der WAG Auktion 169 unter dem Los 1228 ist das Stück zu haben.
Ursprünglich stammt das Stück aus KPM 41. Die enthaltene heutige Beschreibung ist eins zu eins der damaligen gleich.
Das zwischenzeitlich das Stück in dem Buch von Forneck beschrieben wurde, wurde von WAG wohl nicht berücksichtigt. Unediert ist es sicher nicht mehr, aber ein sehr seltenes Stück ist es allemal.
Der ehemalige Zuschlag war damals 950 DM. Daher ist der heute aufgerufene Preis mehr als fair.
Viele Grüße
Kopfstück
In der WAG Auktion 169 unter dem Los 1228 ist das Stück zu haben.
Ursprünglich stammt das Stück aus KPM 41. Die enthaltene heutige Beschreibung ist eins zu eins der damaligen gleich.
Das zwischenzeitlich das Stück in dem Buch von Forneck beschrieben wurde, wurde von WAG wohl nicht berücksichtigt. Unediert ist es sicher nicht mehr, aber ein sehr seltenes Stück ist es allemal.
Der ehemalige Zuschlag war damals 950 DM. Daher ist der heute aufgerufene Preis mehr als fair.
Viele Grüße
Kopfstück
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Ephraimit
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Re: Erzbistum Trier 1761
Hallo Kopfstück,
für welche Auktion steht denn KPM 41 ?
Ist das lange her ?
...und danke für Deinen Hinweis, ich hatte das Stück schon auf dem Schirm^
Mal sehen was bei der Auktion rauskommt.
LG Ephraimit
für welche Auktion steht denn KPM 41 ?
Ist das lange her ?
...und danke für Deinen Hinweis, ich hatte das Stück schon auf dem Schirm^
Mal sehen was bei der Auktion rauskommt.
LG Ephraimit
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Re: Erzbistum Trier 1761
KPM = Kurpfälzische Münzhandlung Mannheim
„Nach dem Spiel kommen König und Bauer in dieselbe Schachtel.“
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Re: Erzbistum Trier 1761
Das ist die Kurpfälzische Münzhandlung.
https://firmen.innovationsnet.de/muenze ... gehrig-ek/
und wieder mal zu langsam
Schöne Grüße
MR
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und wieder mal zu langsam
Schöne Grüße
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- Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Numis-Student für den Beitrag (Insgesamt 2):
- Ephraimit (Do 02.04.26 23:49) • kopfstück (Fr 03.04.26 13:33)
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
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Re: Erzbistum Trier 1761
Dafür noch ein Nachtrag: die Auktion war Dezember 1991, den Katalog gibt es aktuell hier zu kaufen:
https://www.buchfreund.de/de/d/p/969229 ... katalog-41
Schöne Grüße
MR
https://www.buchfreund.de/de/d/p/969229 ... katalog-41
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- Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Numis-Student für den Beitrag:
- kopfstück (Fr 03.04.26 13:33)
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
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- Numis-Student
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Re: Erzbistum Trier 1761
Hat sich da eigentlich ein Nachfolger gefunden ?
https://www.muenzen-online.com/post/201 ... nzhandlung
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Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
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Ephraimit
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Re: Erzbistum Trier 1761
Danke sehr die Herren !
So wie es aussieht gibts die Firma leider nicht mehr...
Bei google steht dauerhaft geschlossen
Danke für den Katalogtip !
So wie es aussieht gibts die Firma leider nicht mehr...
Bei google steht dauerhaft geschlossen
Danke für den Katalogtip !
-
kopfstück
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Re: Erzbistum Trier 1761
Hallo,
für Trier Sammler ist der Katalog interessant. Viele seltene Stücke drin. Ergebnisliste kann ich beisteuern als PDF.
Viele Grüße
Kopfstück
für Trier Sammler ist der Katalog interessant. Viele seltene Stücke drin. Ergebnisliste kann ich beisteuern als PDF.
Viele Grüße
Kopfstück
-
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Re: Erzbistum Trier 1761
Hallo Kopfstück,
bitte schick mir doch mal den Link zu diesem Beitrag von Klose.
Danke sehr & schöne Restostern^^
LG Ephraimit
bitte schick mir doch mal den Link zu diesem Beitrag von Klose.
Danke sehr & schöne Restostern^^
LG Ephraimit
kopfstück hat geschrieben: ↑So 02.11.25 18:26Hallo Ephraimit ,
Zu dem Thema gibt es einen wirklich tollen Beitrag von Klose über den Umlauf der Zwanziger. Es geht um Statistik und wenn ich das richtig zusammenfasse, sind häufig geprägte Stücke auch heute häufiger anzutreffen. Der Artikel dazu ist meines Erachtens ein ganz Topp recherchierter und lesenswerter Beitrag.
- Numis-Student
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Re: Erzbistum Trier 1761
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
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