Unser "Bücherschrank"
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Re: Unser "Bücherschrank"
Selbstverständlich waren nicht alle Soldaten Nazis!
Und ich wünsche mir Frieden!
Das Buch - egal ob Nazi-Literatur im engeren oder weiteren Sinn - hat aber leider auf jeden Fall ein Geschmäckle.
Abbildung aus dem Buch:
Und ich wünsche mir Frieden!
Das Buch - egal ob Nazi-Literatur im engeren oder weiteren Sinn - hat aber leider auf jeden Fall ein Geschmäckle.
Abbildung aus dem Buch:
„Nach dem Spiel kommen König und Bauer in dieselbe Schachtel.“
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Re: Unser "Bücherschrank"
So, eine passende Überleitung zum nächsten Thema:
Wer schei...sen will, muss vorher essen
Ich habe mir letztens ein "Kelten-Kochbuch" zugelegt. Das sind jetzt nicht unbedingt historisch überlieferte Originalrezepte, sondern teils auch Rezepte mit "keltischen Einflüssen", die sich bis jetzt zB in Irland gehalten haben, aber schon auf moderne Zutaten wie Kartoffeln zurückgreifen.
Ich habe mit 2 Freunden generell ein Projekt in Planung: "Wir futtern uns durch die Geschichte"...
Wer schei...sen will, muss vorher essen
Ich habe mir letztens ein "Kelten-Kochbuch" zugelegt. Das sind jetzt nicht unbedingt historisch überlieferte Originalrezepte, sondern teils auch Rezepte mit "keltischen Einflüssen", die sich bis jetzt zB in Irland gehalten haben, aber schon auf moderne Zutaten wie Kartoffeln zurückgreifen.
Ich habe mit 2 Freunden generell ein Projekt in Planung: "Wir futtern uns durch die Geschichte"...
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
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Re: Unser "Bücherschrank"
Da werden wir uns dann mal mit alten Römerrezepten beschäftigen, und dann schwerpunktmäßig mit europäischen Rezeptwerken in etwa von 1500 bis in die 1970er... Auch da gab es ja schon "Mode-Erscheinungen", die teilweise inzwischen wieder in Vergessenheit geraten sind.
Da werde ich dann bei Gelegenheit mal ältere Kochbücher und einzelne Rezepte vorstellen.
Gespannt bin ich auch schon auf 2 Rezept-Heftchen, eines aus den 1920er Jahren, das Rezepte nach "Preis pro Portion" ordnet (als Hilfe für Hausfrauen, die aufgrund der Geldnot nach dem ersten Weltkrieg besonders auf das Haushaltsgeld achten mussten) und ein zweites aus der Notzeit nach dem zweiten Weltkrieg, wo auch so einiges an Ersatzprodukten verarbeitet wird.
Wir wollen also nicht nur die "Sonntags-/Festtagsbraten" aus dem 19. Jahrhundert nachkochen, sondern querbeet durch die Geschichte.
Schöne Grüße
MR
Da werde ich dann bei Gelegenheit mal ältere Kochbücher und einzelne Rezepte vorstellen.
Gespannt bin ich auch schon auf 2 Rezept-Heftchen, eines aus den 1920er Jahren, das Rezepte nach "Preis pro Portion" ordnet (als Hilfe für Hausfrauen, die aufgrund der Geldnot nach dem ersten Weltkrieg besonders auf das Haushaltsgeld achten mussten) und ein zweites aus der Notzeit nach dem zweiten Weltkrieg, wo auch so einiges an Ersatzprodukten verarbeitet wird.
Wir wollen also nicht nur die "Sonntags-/Festtagsbraten" aus dem 19. Jahrhundert nachkochen, sondern querbeet durch die Geschichte.
Schöne Grüße
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Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
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Re: Unser "Bücherschrank"
Zitierte Quelle kann um weitere ergänzt werden, z.B. durch diese hier:Pfennig 47,5 hat geschrieben: ↑Di 24.03.26 21:28Hallo!
Ich möchte mich kurz zur oben angeführten Kritik zu diesem Frontbuch äußern.
Die 134. Division, deren Mitglieder die Verfasser dieser Broschüre sind, wurde 1940 gebildet, und war seit 1941 eine Kampfdivision.
...
Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/134._Infa ... Wehrmacht)
https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_um_Kiew_(1941)
https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Babyn_Jar
https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergru ... babyn-jar/
Als Deutsche Wehrmacht werden die Streitkräfte des Nationalsozialistischen Terrorregimes bezeichnet.
Die hierzu gehörende 134. Infanterie-Division war bekannter Weise u.a. am Überfall auf die Sowjetunion und an der Schlacht um Kiew beteiligt. Während der Besetzung von Kiew wurden von den Besatzern (incl. Wehrmacht) zahlreiche Kriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung und Angehörigen der Roten Armee verübt. Zugleich leistete die Wehrmacht logistische Hilfe beim Massaker von Babyn Jar, machte dieses durch die Besetzung von Kiew (einer Stadt in einem fremden Land) überhaupt erst möglich.
Soweit zu der historischen Einordnung von Wehrmachtsverbänden und deren "Tätigkeiten" außerhalb des eigenen Staatsgebiets.
Natürlich waren nicht alle Deutschen oder alle Wehrmachtsangehörigen NSDAP Mitglied. Natürlich haben nicht alle Deutschen Hitler gewählt oder haben die Nazis bejubelt. Aber leider eben doch die meisten. Wäre es anders gewesen, hätte sich das faschistische Nazi-Regime nicht etablieren können etc.
Das nur nochmal kurz zum Kontext dieses Buches, dessen Inhalt bzw. einschlägige Passagen ich hier weder wiedergeben noch "erklären" möchte.
Gruß in die Runde
Tilos
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Re: Unser "Bücherschrank"
Ich hatte mal die Gelegenheit, an einer leckeren Verkostung teilzunehmen, die eine Bochumer Professorin anlässlich der Veröffentlichung ihres römischen Kochbuches veranstaltete.Numis-Student hat geschrieben: ↑Di 24.03.26 22:01Ich habe mit 2 Freunden generell ein Projekt in Planung: "Wir futtern uns durch die Geschichte"...
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- Numis-Student (Mi 25.03.26 12:13)
Et tant pis pour ceux qui s′étonnent // Et que les autres me pardonnent // Mais les enfants ce sont les mêmes // À Paris ou à Göttingen.
Barbara, 1964.
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Re: Unser "Bücherschrank"
Solcherart Rezept-Sammlungen aus Notzeiten, oft mit der Hand geschrieben, habe ich einige in meinem Familienarchiv. Werde bei Gelegenheit mal danach suchen und hier vorstellen.Numis-Student hat geschrieben: ↑Di 24.03.26 22:09-
Gespannt bin ich auch schon auf 2 Rezept-Heftchen, eines aus den 1920er Jahren, das Rezepte nach "Preis pro Portion" ordnet (als Hilfe für Hausfrauen, die aufgrund der Geldnot nach dem ersten Weltkrieg besonders auf das Haushaltsgeld achten mussten) und ein zweites aus der Notzeit nach dem zweiten Weltkrieg, wo auch so einiges an Ersatzprodukten verarbeitet wird.
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Schöne Grüße
MR
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Tilos
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Re: Unser "Bücherschrank"
Heute gab es ein handschriftliches Kochbuch, meines Erachtens begonnen noch in der Kaiserzeit, und fortgeführt vielleicht bis in die 1950er Jahre (?)
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- Atalaya (Sa 04.04.26 21:41) • tilos (Mo 06.04.26 13:09)
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
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Re: Unser "Bücherschrank"
Heute gab es dann Band I - Tabakdosen.Numis-Student hat geschrieben: ↑Sa 19.07.25 18:07Heute gab es vom Flohmarkt noch ein gewichtiges Buch über Wiener Silber von 1780-1866, wobei sich Band II (von 3 Bänden) mit Allem rund um Zucker beschäftigt, also Zuckerlöffel, Zuckerzangen, Zuckerdosen, Zuckerstreuer...
(Band I enthält Tabakdosen, Band III dann Leuchter und sonstiges Tischgerät)
Schöne Grüße
MR
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- didius (Sa 04.04.26 20:54) • tilos (Fr 10.04.26 22:30)
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Re: Unser "Bücherschrank"
Wie angekündigt, hier mal das älteste Rezept-/Backbuch aus familiären Vorbesitz, dessen durchgehende Provenienzgeschichte aber leider noch nicht erstellt werden konnte. Zumindest scheint gesichert, dass sich das Buch um 1800 in Ballenstedt im Besitz der Fam. Holzbandt befand, dann heiratshalber in die Familie Weinmeister (zuletzt Aschersleben) weiter vererbt wurde.
Familienangehörige waren ortsansässig in Ballenstedt, Worbis, Aschersleben und darüber hinaus.
Beschreibung:
CONDITOR-BUCH
F. MEYER
II. THEIL
? 2. Hälfte 18. Jh.
16,4 x 10,2 cm
ca. 100 handschriftliche Rezepte enthaltend + zahlreiche unbeschriebene Seiten
evtl. (in Teilen) Abschrift eines (?gedruckten) Rezeptbuches
Eintrag letzte Seite:
Herrn Contitor Panzer
dito Camenus
wohnhaft am Kohlmarkt
in
Braunschweig
S.... Berend Scharrnbeck
ein Kaufmann
(Konditorei Camenus unter angegebener Adresse ist zumindest für das 19. Jh. nachweisbar, ein Berend Christoph Scharnbeck hat vom 1718 - 1791 in Braunschweig gelebt)
beiliegt handschriftliches Rezept
Ich hoffe, dass sich zukünftig noch weitere Details klären lassen, vielleicht sogar mit Eurer Hilfe?
Grüße in die Runde
Tilos
Familienangehörige waren ortsansässig in Ballenstedt, Worbis, Aschersleben und darüber hinaus.
Beschreibung:
CONDITOR-BUCH
F. MEYER
II. THEIL
? 2. Hälfte 18. Jh.
16,4 x 10,2 cm
ca. 100 handschriftliche Rezepte enthaltend + zahlreiche unbeschriebene Seiten
evtl. (in Teilen) Abschrift eines (?gedruckten) Rezeptbuches
Eintrag letzte Seite:
Herrn Contitor Panzer
dito Camenus
wohnhaft am Kohlmarkt
in
Braunschweig
S.... Berend Scharrnbeck
ein Kaufmann
(Konditorei Camenus unter angegebener Adresse ist zumindest für das 19. Jh. nachweisbar, ein Berend Christoph Scharnbeck hat vom 1718 - 1791 in Braunschweig gelebt)
beiliegt handschriftliches Rezept
Ich hoffe, dass sich zukünftig noch weitere Details klären lassen, vielleicht sogar mit Eurer Hilfe?
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Re: Unser "Bücherschrank"
Da muss ich leider gestehen, dass ich große Probleme mit solchen Handschriften habe 
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
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Re: Unser "Bücherschrank"
Das oben von mir gezeigte geht noch irgendwie, wenn man sich eine Weile einliest.
Bei dem von Tilos traue ich mir das nicht zu.
Bei dem von Tilos traue ich mir das nicht zu.
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
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wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
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Re: Unser "Bücherschrank"
Auf jeden Fall!
Wenn sich Interessenten finden, die das für alle lesbar übertragen möchten, könnte ich hier (bzw. in einem separaten Threat) nach und nach die Seiten einstellen
Grüße
Tilos
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Chippi
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Re: Unser "Bücherschrank"
Das dauert aber lange. Zumindest für mich.
Gruß Chippi
Gruß Chippi
Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)
Münz-Goofy hat geschrieben: Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.
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Re: Unser "Bücherschrank"
Ich hab nicht schlecht gestaunt auf der Einkaufsliste "Theriac" (¼ Lot für 3 Pfennig) zu lesen; dass war doch das Zeug, was Marcus Aurelius immer geschluckt hatte.
Ob sich das, so wie geschrieben steht, tatsächlich lecker backen lässt? Kuchen No: 6 --- "Man nimt (m mit Oberstrich = nimmt) Zuckerteig, No: (Nummer fehlt) rollt es aus so groß wie man will, auf ein Blech, legt man Aapfel, Rosienen, lang geschnittene Mandeln, Zimt (auch wieder mit Oberstrich = Zimmt) und abgerühbenes von der Zitrone, dieser Kuchen wird gemacht wie ein hiesiger Apelkuchen, dan (n mit Oberstrich = dann) back man ihn gar, dan nimt man die Masse wie beym Spanischen Winde (es gibt tatsächlich ein solches Gebäck), und machts darauf, und läßt es in Ofen gleb(wohl ein verschrieben gelb)braun backen."
Lustig was er unter "Apfelsienen" geschrieben hat (soll das ein Mix von Orangeat/Zitronat sein?): "Wird aber so gemacht 4 Stück Apfelsinen und 6 Stück Citronen und von 2 Apelsienen die Schalen ausgezogen in lauter Zucker und Franzwein"
Ob sich das, so wie geschrieben steht, tatsächlich lecker backen lässt? Kuchen No: 6 --- "Man nimt (m mit Oberstrich = nimmt) Zuckerteig, No: (Nummer fehlt) rollt es aus so groß wie man will, auf ein Blech, legt man Aapfel, Rosienen, lang geschnittene Mandeln, Zimt (auch wieder mit Oberstrich = Zimmt) und abgerühbenes von der Zitrone, dieser Kuchen wird gemacht wie ein hiesiger Apelkuchen, dan (n mit Oberstrich = dann) back man ihn gar, dan nimt man die Masse wie beym Spanischen Winde (es gibt tatsächlich ein solches Gebäck), und machts darauf, und läßt es in Ofen gleb(wohl ein verschrieben gelb)braun backen."
Lustig was er unter "Apfelsienen" geschrieben hat (soll das ein Mix von Orangeat/Zitronat sein?): "Wird aber so gemacht 4 Stück Apfelsinen und 6 Stück Citronen und von 2 Apelsienen die Schalen ausgezogen in lauter Zucker und Franzwein"
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- Lackland (Sa 18.04.26 21:03) • tilos (So 19.04.26 01:48)
Gruss
Lucius Aelius
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