FÄLSCHUNGEN - diskutieren und zeigen

Griechische Münzen des Altertums

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Amentia
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Re: FÄLSCHUNGEN - diskutieren und zeigen

Beitrag von Amentia » Fr 24.04.26 11:08

Was sagt Ihr, ist das Naumann Stück ex Künker auch ein Guss oder die echte Mutter?
Ich tendiere klar zu Guss, Details sind verwaschen, das Gewicht ist mit 10,00g doch recht niedrig und niedriger als beim ancient-shop 10,92g Guss.
Auch hätte ich dann erwartet, dass der Kratzer auf dem Avers unten ca bei 6 Uhr beim Naumann Stück falls es die echte Mutter sein sollte auf die Güsse mitkopiert wurde, außer man hätten den Kratzer in der Gussform entfernt.
Naumann Stück = Künker Stück, lade beide Bilder hoch!!!

Numismatik Naumann Auktion 167 Los 103 10,01g (oberstes Bild)

https://www.biddr.com/numismatiknaumann ... &l=8607010

Künker, ist die Naumann Münze (Bild in der Mitte)

https://www.acsearch.info/search.html?id=6298845

Guss ancient-shop 10,92g (unterstes Bild)

https://www.ebay.de/itm/277909849966?mk ... olid=10050
Dateianhänge
Numismatik Naumann Auktion 167 Los 103 10,01g.jpg
6298845 10,00g.jpg
ancient-shop 10,92g zusammen.jpg
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Re: FÄLSCHUNGEN - diskutieren und zeigen

Beitrag von Altamura2 » Fr 24.04.26 17:19

Amentia hat geschrieben:
Fr 24.04.26 11:08
... Ich tendiere klar zu Guss, Details sind verwaschen ...
Würde ich auch so sehen.

Gruß

Altamura
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Re: FÄLSCHUNGEN - diskutieren und zeigen

Beitrag von Amentia » Sa 25.04.26 09:11

Die Lysimachos Stater sind meienr Meinung nach sehr wahrscheinlich falsch.
Es gibt eine aus Silber in Yale und die wiegt 5,58g, was viel zu viel für eine Drachme wäre und es gab da wohl auch kein passendes Nominal mit diesem Gewicht für diesen Herrescher, diese Zeit und die möglichen Prägestätten. Somit ist die zwingend falsch, es gibt keien Anzeichen dafür, dass es ein Guss oder eine Transferstempel Fälschung ist und daher spricht alles für moderne Stempel, außerdem sind Stil und Rohling sehr anders als die definitiv echten Stücke mit Stern. Folglich wären bei modernen Stempeln auch die aus Gold falsch.

Yale uni 5.58 g als echt

https://artgallery.yale.edu/collections/objects/127054

NAC 8,58g

https://www.acsearch.info/search.html?id=2664368

Künker 8,47g

https://www.acsearch.info/search.html?id=1887539

CGB 8,47g

https://www.acsearch.info/search.html?id=
Dateianhänge
Yale uni 5.58 g.jpg
2664368 8,58g.jpg
1887539 8,47g.jpg
9839891 8,47g.jpg
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Re: FÄLSCHUNGEN - diskutieren und zeigen

Beitrag von Amentia » Sa 25.04.26 17:31

Thourioi Fälschungen, der umgeschnittene Transferstempel befindet sich in meinem Besitz.
Der Stempel weist in seinem jetzigen Stempelzustand Stempelbrüche auf mit denen man leicht Fälschungen diesem zuordnen kann, wenn die auch diese Smteplbrüche aufweisen, leider wurden viele Fälschungen damit geprägt bevor der Stempelbruch auftrat.

Der Stempelbruch ist auf folgenden Stücken zu finden, welche sich somit zu 100% mit meinem Stempel mit entsprechendem Stempelbruch verbinden lassen:

BOC 1997 Seite 9 Nummer 3a,
Ravel Nummer 10,
Hess AG (Luzern) Auktion 254 (1983) Los 41 (nicht als Fälschung erkannt),
Bertolami E-Auction 92 Los 135 (nicht als Fälschung erkannt).


Der Stempelbruch ist nicht zu erkennen auf den Bildern von den beiden BOC Fälschungen BOC 1997 Seite 9 Nummer 4a und 4b und auf der Harvard Fälschung, was nicht heißen muss dass der nicht da ist oder die stammen einfach aus einem früheren Stmepelzustand oder der ist durch einen suboptimalen Prägevorgang nicht sichtbar.

Veröffentlich wurden die in Numismatique Grecque: Falsifications, Moyens pour les Reconnaître" von O.E. Ravel, 1946 und in BOC 1997 Seite 9 Nummer 3a und 4a und 4b. Die stammen angeblich aus den 1930er Jahren, da zu diesem Zeitpunkt die ersten dieser Fälschungen auftauchten.

Oben Schaubild mit allen 4 Fälschungen mit dem Stempelbruch und dem Stempel

Bertolami

https://www.acsearch.info/search.html?id=7357031

Hess AG (Luzern) Auktion 254 (1983).pdf Los 41

Ravel Nummer 10

IBSCC Bulletin on Counterfeits BOCS Vol 22 No.1 1997 Page 9 Fig 3a

https://forgerynetwork.com/asset.aspx?id=4ysOQTqspMM=

BOC 1997

Ganz unten mein Stempel
Dateianhänge
Stempelbruch.jpg
7357031.jpg
Hess AG (Luzern) Auktion 254 (1983).pdf Los 41.jpg
10.jpg
IBSCC Bulletin on Counterfeits BOCS Vol 22 No.1 1997 Page 9 Fig 3a.jpg
BOC 1997.jpg
DSC_9485.JPG

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Re: FÄLSCHUNGEN - diskutieren und zeigen

Beitrag von Amentia » Sa 25.04.26 17:41

Hier Stücke ohne erkennbarem Stempelbruch auf den Bilder aber wohl auch von meinem Stempel.



Leu Numismatik AG (Zürich) 50 (1990)Los 33 ist die Fälschung IBSCC Bulletin on Counterfeits BOCS Vol 22 No.1 1997 Page 9 Fig 4a

https://forgerynetwork.com/asset.aspx?m ... Zpk928Q1c=

ganz unten die in Harvard als Fälschung erkannt "Dewing coin - unpublished cast, electrotype or fake " "Technique Struck"

https://harvardartmuseums.org/collections/object/70146
Dateianhänge
Hess AG (Luzern) Auktion 254 (1983).pdf Los 41.jpg
BOC_1997_FTDS_4a.jpg
70146 Harvard als Fälschung.jpg

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Beitrag von Amentia » Sa 25.04.26 18:10

Die dürften auch falsch sein, da wurde die Strähne auf dem Avers und weitere Details falsch nachgraviert siehe BOC.

Bild oben Strähnen die links ist echt BNF, in der Mitte echt BM und rechts falsch ANS

Darunter Bild Avers stempelgleich BOC, ANS und LEU

Darunter Bild Revers stempelgleich BOC, ANS und LEU

ANS als echt

https://numismatics.org/collection/1997.9.171

darunter Leu 28 1965 Los 61 als echt

darunter

IBSCC Bulletin on Counterfeits BOCS Vol 20 No.1 2 1995 6 Page 17 Fig 3a

https://forgerynetwork.com/asset.aspx?id=bb/GbduWGxM=

IBSCC Bulletin on Counterfeits BOCS Vol 20 No.1 2 1995 6 Page 17 Fig 3b

https://forgerynetwork.com/asset.aspx?m ... /nGAKHgeY=

ganz unten BOC mit Text
Dateianhänge
Strähne.jpg
BOC vs ANS 2.jpg
BOC vs ANS.jpg
1997.9.171.obv.noscale 15,35g als echt.jpg
Leu 28 1965 Los 61.JPG
IBSCC Bulletin on Counterfeits BOCS Vol 20 No.1 2 1995 6 Page 17 Fig 3a.jpg
IBSCC Bulletin on Counterfeits BOCS Vol 20 No.1 2 1995 6 Page 17 Fig 3b.jpg
BOC 95 Vol 20 No. 2...JPG
Zuletzt geändert von Amentia am Sa 25.04.26 18:14, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Amentia » Sa 25.04.26 18:13

100% echte Vergleichsstücke

oben BNF gleicher Aversstempel anderer Reversstempel

https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b ... 0t/f1.item

unten BM stempelgleich
Dateianhänge
[Monnaie___Distatère_argent_Thourioi_[...]Atelier_monétaire_btv1b11315710t.JPEG
1613748481.jpg
Zuletzt geändert von Amentia am Sa 25.04.26 18:54, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Amentia » Sa 25.04.26 18:17

Echtes Vergleichsstück zu denen im ersten Beitrag im BNF

Die ist 100% echt
Dateianhänge
[Monnaie___Distatère_argent_Thourioi_[...]Atelier_monétaire_btv1b8598612j.JPEG

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Beitrag von Amentia » Sa 25.04.26 19:30

Die dürfte auch falsch sein ist gerade in einer Auktion, Problem verwaschene Details und auf dem Revers sind die Flossen zum Rand hin abgeschnitten, was ein klares Indiez für Transfersmtpel Fälschng ist, da dort häufig Details abgeschnitten sind wenn diese bei der Mutter abgeschnitten sind wegen Denzentierung beim Prägen.

Oben echte stempelgleich Roma, vs Transferstempel Fälschung mit abgeschnittenen Flossen

MDC Monaco Auction 18 Los 10 Fisch Flossen unten abgeschnitten

https://www.biddr.com/mdcmonaco/auction ... &l=8462402

die ist ex Beaussant Lefèvre Auction Sale March 2024 Los 4, 7,66g

ganz unten echt stempelgleich Roma

https://www.acsearch.info/search.html?id=8788800

EDIT: vergessen zu sagen, der andere Thurium Distater in der gleichen Auktion ist extrem verdächtig

https://www.biddr.com/mdcmonaco/auction ... &l=8462401
Dateianhänge
Echt links vs transfer rechts.jpg
MDC Monaco Auction 18 Los 10 Fisch Flossen unten abgeschnitten.jpg
Beaussant Lefèvre Auction Sale March 2024 Los 4, 7,66g.jpg
8788800 echt stempelgleich.jpg
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Beitrag von Deinomenid » So 26.04.26 23:12

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, die Sie diesen Münzen widmen, denn sie verdienen sie, angesichts dessen, wie viele durch das Netz schlüpfen, und auch angesichts der Fähigkeiten des Stempelschneiders – F oder Festa. Tatsächlich hat Bulletin on Counterfeits (BOC) versucht, sich mit Komplimenten für seine Arbeit zurückzuhalten, konnte seine Bewunderung jedoch nicht ganz verbergen! Das ist verständlich, da die Stater sehr ansprechend sein können. Ich habe versucht, eine Liste seiner Münztypen zu führen, bin dabei jedoch weiterhin stark auf Ravel und BOC angewiesen. Glauben Sie, dass Ihr (wunderschöner) Stempel ein originales Werk von ihm ist?

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Beitrag von Amentia » Mo 27.04.26 08:14

Deinomenid hat geschrieben:
So 26.04.26 23:12
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit, die Sie diesen Münzen widmen, denn sie verdienen sie, angesichts dessen, wie viele durch das Netz schlüpfen, und auch angesichts der Fähigkeiten des Stempelschneiders – F oder Festa. Tatsächlich hat Bulletin on Counterfeits (BOC) versucht, sich mit Komplimenten für seine Arbeit zurückzuhalten, konnte seine Bewunderung jedoch nicht ganz verbergen! Das ist verständlich, da die Stater sehr ansprechend sein können. Ich habe versucht, eine Liste seiner Münztypen zu führen, bin dabei jedoch weiterhin stark auf Ravel und BOC angewiesen. Glauben Sie, dass Ihr (wunderschöner) Stempel ein originales Werk von ihm ist?

Es gibt keinen Zweifel, dass das mein Stempel war, mein Stempel hat unten einen Stempelbruch auf dem Avers ca 7 Uhr vom Rand hin startend durch die Haare und dann durch den Helm, dieser Stempelbruch ist auch auf den damit geprägten Fälschungen deutlich zu erkennen. Stempelbrüche starten eigentlich immer vom Rand aus. Der antike Stempel hatte dort keinen Stempelbruch und somit haben echte anitken Münze auch keine Stempelbruch an der Stelle. Es sind ja auch keine reine Transferstempel sondern Transferstempel mit nachgravierten Details und daher sollte es auch Detailsunterschiede wegen falsch also anders nachgravierter Details geben. Alle echten Exemplaren fehlen Details des echten Aversstempels, da die Rohlingen kleiner waren als der Aversstempel, somit hätte jeglicher echter Mutter Details der antiken Stempel gefehlt, sei es vom Helmkamm oder Haare unten welch dann in folglich nachgraviert werden mussten in die Transferstempel.

Es ist nicht möglich, dass der Stempelbruch in den echten antiken Stempeln war und dann durch eine echte Mutter in die Stempel kopiert wurde, da eben echte Stücke keinen Stempelbruch haben und selbst wenn dann hätte der Fälscher eine echte Münze gebraucht, welche den vollständigen Stempelbruch hatte. Der Stempelbruch started bei mir direkt am Rand wie bei einem echten Stempelbruch üblich, wenn ein Stempelbruch in Transferstmpel kopiert wurde, dann besteht die Wahrscheinlichkeit, dass der Transferstempel größer oder kleiner ist als der antike Stempel, wenn kleiner dann fehlt ein Teil vom Stempelbruch, wenn größer, dann started der Stempebruch nicht direkt am Rand. Wie es scheint hat man versucht die Stempelbrüche meines Stempel mit einem anderen Metall zu verschießen.


Mit Stempelbruch sichtbar roter Pfeil im Helm und somit von meinem Stempel.

BOC 1997 Seite 9 Nummer 3a,
Ravel Nummer 10,
Hess AG (Luzern) Auktion 254 (1983) Los 41 (nicht als Fälschung erkannt),
Bertolami E-Auction 92 Los 135 (nicht als Fälschung erkannt).
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Stempelbruch.jpg
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Beitrag von Amentia » Mo 27.04.26 08:26

Der Stempel stammt wohl auch von Festa
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DSC_9466.JPG
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Beitrag von Deinomenid » Mo 27.04.26 17:02

Mein Schuldeutsch bringt mich durcheinander. Ich habe keinen Zweifel, dass Ihr Stempel derjenige ist, der für die von Ihnen gezeigten Münzen verwendet wurde. Ich war nur neugierig, ob er sich auf Festa zurückführen lässt. Es scheint so zu sein, was meiner Meinung nach eine ausgezeichnete Sache ist. Bisher habe ich Festa mit Münzen in Verbindung gebracht, die angeblich Noe a2, c6, d2, ähnlich d2, e6, h4 (sowie einen Reversstempel ähnlich h4) und h6 sind… es wäre überraschend, wenn es dabei bliebe!

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Beitrag von Amentia » Mo 27.04.26 18:18

Deinomenid hat geschrieben:
Mo 27.04.26 17:02
Mein Schuldeutsch bringt mich durcheinander. Ich habe keinen Zweifel, dass Ihr Stempel derjenige ist, der für die von Ihnen gezeigten Münzen verwendet wurde. Ich war nur neugierig, ob er sich auf Festa zurückführen lässt. Es scheint so zu sein, was meiner Meinung nach eine ausgezeichnete Sache ist. Bisher habe ich Festa mit Münzen in Verbindung gebracht, die angeblich Noe a2, c6, d2, ähnlich d2, e6, h4 (sowie einen Reversstempel ähnlich h4) und h6 sind… es wäre überraschend, wenn es dabei bliebe!
Wir wissen, dass die ersten Fälschungen in den 1930er Jahren ihren Weg auf den Markt gefunden haben, sind z.B. in Auktionen aufgetaucht oder 1938 von Robinson vom BM Museum verdammt oder Ravel in seinem Buch über Fälschungen 1946 veröffentlicht. Ravel nennt den Fälscher L, in BOC wurde der Name F oder Festa verwendet. Wir wissen also, dass einige dieser Fälschungen dieser Thurium Distater seit den 1930er und 1940er Jahre bekannt sind und somit zeitlich vom gleichen Fälscher stammen könnten.

Wenn wir ganz sicher sein wollen, dann müssten wir z.B. auch nach Eigentümlichkeiten/Besonderheiten dieses Fälschers suchen, hat er besondere Rohlinge bei allen seinen Fälschungen verwendet, haben die Fälschungen andere Eigentümlichkeiten welche sie von echten Münzen und Fälschungen von anderen Fälschern unterscheiden?

Wir bräuchten gute Bilder von Stücken die definitiv von Festa /L stammen um dann nach Gemeinsamkeiten und Eigentümlichkeiten zu schauen.
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Re: FÄLSCHUNGEN - diskutieren und zeigen

Beitrag von Amentia » Do 30.04.26 20:21

Aus gegebenem Anlass heute Transferstempel Fälschungen aus Syrakus.

Die echte Mutter und der Averstransferstempel sind bekannt.

Auf dem Avers wurde der punktierte Rand falsch in die Transferstempel nachgraviert, die Transferstmepel Fälschungen haben den falsch nachgravierten punktierten Rand des Averstransferstempels und lassen sich somit diesem zweifelsfrei diesem Transferstempel zuordnen. Der punktierte Rand in den antiken Stempeln und somit auch bei allen damit geprägten echten Stücken ist GANZ anders.

Auf dem Revers kann man eine Geisterlinie bzw in diesem Fall eher ein Geisterkreis sehen, welcher die Rohlingsfrom und das Rohlingsende der echten Mutter wiederspiegelt.

Der echte antike Stempel hatte einen Stempelbruch der am Rand wie üblich bekann hier begann er am Rand ca 5 Uhr unten und der geht dann zwischen den Wertkugeln (Punkten) hoch bis zu Speiche. Dieser Stmepelbruch wurde von der echten Mutter in die Transferstempel kopiert. Gleicher Stempelfehler/Stempelbruch = gleiche Stempel.

Auf dem Revers wurden keine fehlenden Details nachgraviert, also haben die Transferstempel Fälschungen auf dem Revers nur Details welche schon die echte Mutter hatte. Bei der echten Mutter ist nur ein Teil des Kreises 6-10 Uhr welcher das Rad umgibt wegen Dezentrierung und Ausrpägung und Korrosion erhalten, bei den Transferstempel Fälschungen ist auch immer nur der Kreis 6-10 Uhr vorhanden, der Rest des Kreises fehlt wie bei der echten Mutter. In den echten antiken Stempeln war das Rad von einem ganzen Kreis umgeben. Der Geisterkreis ist, ja ein individuelles Merkmal der Mutter er spiegelt ja die Rohlingsform und das Rohlingsende der Mutter wieder und ist entstanden als man Abrücke der Mutter genommen hat und dann wurde die Rohlingsform und das Rohlingsende mitkopiert, das passiert häufig, wenn die Randbereiche eine ander Höhe als die Felder haben und man diese Geisterkreise oder Geisterlinien nicht in den Abdrücken entfernt.
Geisterkrise und Geisterlinien kann es nicht auf echten Münzen geben, die waren ja nicht in den antiken Stempeln sondern sind ein Nebenprodukt bei der Herstellung von Transferstempeln.

Bild oben, links Bild Transferstempel mit falsch nachgravierten Punkten, die beiden rechts Transferstempel Fälschungen mit absolut identischen Punkten was FORM, POSITION und GRÖßE und ANZAHL betrifft. Ist eindeutig.
Darunter zwei echte stempelgliche Stücke bei der linken kann kann sehen wie der punktierte Rand richtig ist.

Darunter oben links ist die echte Mutter und die anderen sind Transferstempel Fälschungen, der Gesisterkreis der Transferstempel Fälschungen gibt perfekt die Rohlingsfrom und das Rohlingsende der echten Mutter wieder und die Transferstempel Fälschungen haben auf dem Revers nur Details welche schon auf der echten Mutter zu finden sind Details die der Mutter fehlen wie der Rest des Kreises fehlen denen auch.

Darunter Stempelbruch, die beiden oben sind die echten Münzen, die beiden darunter die Transferstempel Fälschungen und die haben alle den gleichen Stempelbruch, daher sind die stempelgleich

daruntern 2 Bilder von meinem Stempel die Bilder sind gespiegelt damit man leichter Details vergleichen kann

darunter 2 USB Mikroskop Bilder meines Stempels sind gespiegelt damit man leichter Details vergleichen kann

darunter ein Bild von mir wie der echte antike Stempel ungefähr ausgesehen hat vom Design her, man beachte den vollständigen Kreis und dass es keinen Geisterkreis gibt^^
Dateianhänge
Vergleich Punkte.jpg
2543935 echt.jpg
Stempelbruch echte Stempel kopiert von der Mutter in die Transferstempel.jpg
19.jpg
DSC_4695.JPG
PICT0085.JPG
161009193116842.jpg
Stempel.jpg
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