Münzen – kurzfristige Bekanntschaft oder lebenslange Begleiter?

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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jschmit
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Re: Münzen – kurzfristige Bekanntschaft oder lebenslange Begleiter?

Beitrag von jschmit » Mo 04.05.26 21:14

Ich habe ja auch nur für mich gesprochen und nicht erwähnt, dass es grundsätzlich schlecht ist.
Grüße,

Joel

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Re: Münzen – kurzfristige Bekanntschaft oder lebenslange Begleiter?

Beitrag von Numis-Student » Mo 04.05.26 21:25

dictator perpetuus hat geschrieben:
Mo 04.05.26 21:01
Numis-Student hat geschrieben:
Mo 04.05.26 20:43

Jeder Mensch ist anders, und jeder muss genau die Art und Weise des Sammelns finden, die ihn selber glücklich macht.
Zustimmung mit wenigen Ausnahmen, wenn man z.B. "Sesterzenschnitzer" ist.
"Sesterzenschnitzer" ist ein Begriff für Jemanden, der aktiv und aus Gewinnabsicht historische Münzen zerstört und dann verkauft, also KEIN Sammler.
Numis-Student hat geschrieben:
Mo 04.05.26 20:43
Es gibt keine objektiv bessere oder schlechtere Art zu sammeln. Höchstens Arten, wo man prozentual mehr oder weniger des investierten Geldes zurückbekommt. ;-)
Wenn einer nun geschnitzte Sesterzen sammelt, die als moderne Kunst betrachtet und damit glücklich ist, macht er für sich selbst nichts verkehrt. Er sammelt halt nur eher so, dass er prozentual wenig vom investierten Geld zurückbekommen wird... ;-)
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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Re: Münzen – kurzfristige Bekanntschaft oder lebenslange Begleiter?

Beitrag von Numis-Student » Mo 04.05.26 21:26

jschmit hat geschrieben:
Mo 04.05.26 21:14
Ich habe ja auch nur für mich gesprochen und nicht erwähnt, dass es grundsätzlich schlecht ist.
so hatte ich das auch nicht verstanden ;-)
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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Re: Münzen – kurzfristige Bekanntschaft oder lebenslange Begleiter?

Beitrag von Wurzel » Mo 04.05.26 22:03

Ich habe 2002 mit Euro angefangen, bin dann hier bei den Antiken, genau genommen in Byzanz, gelandet.
Die Euros habe ich schnell alle verkauft,
Mittlerweile schaue ich in der Antike auch über den Tellerrand und wildere in anderen Themen..
Wichtig ist mir vor allem das mich die Münze anspricht.

Grundsätzlich ist es geplant die Münzen zu behalten, aber ich habe mich auch schon von einigen trennen müssen um zum Beispiel eine größere Reperatur am Haus finanzieren zu können
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Re: Münzen – kurzfristige Bekanntschaft oder lebenslange Begleiter?

Beitrag von kiko217 » Mo 04.05.26 22:41

Dieser neue Thread passt zeitlich: möglicherweise gebe ich übermorgen meine 1969 angefangene gesamte Sammlung der Nichtantike - mehr als 10000 verschiedene und dazu alle Doppelten - an einen Bekannten ab.
Seit ich 2008 meine ersten Römer bekommen habe, hat das Interesse an den neumodischen Metallplättchen immer mehr abgenommen, und seit geraumer Zeit nehmen sie nur noch Platz weg. Komisch wird es trotzdem sein, wenn die übermorgen wirklich verkauft werden sollten.

Kiko
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Re: Münzen – kurzfristige Bekanntschaft oder lebenslange Begleiter?

Beitrag von Mynter » Di 05.05.26 06:28

Ich trenne mich ungern von meinen Münzen, wie Onkel Dagobert, allerdings ist meine Aufbewahrungsart eine andere.
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Grüsse, Mynter

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Re: Münzen – kurzfristige Bekanntschaft oder lebenslange Begleiter?

Beitrag von Chippi » Di 05.05.26 07:47

Mynter hat geschrieben:
Di 05.05.26 06:28
Ich trenne mich ungern von meinen Münzen, wie Onkel Dagobert, allerdings ist meine Aufbewahrungsart eine andere.
Ich hätte jetzt tatsächlich einen Speicher erwartet... :lol:

Gruß Chippi
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Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)
Münz-Goofy hat geschrieben: Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.

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Re: Münzen – kurzfristige Bekanntschaft oder lebenslange Begleiter?

Beitrag von richard55-47 » Di 05.05.26 11:29

Erst 10 Jahre nach Sammlungsbeginn habe ich angefangen, die in meinen Augen schlechteren meiner doppelt vorhandenen Exemplare zu verkaufen. Bauchschmerzen hatte ich allemal, mittlerweile ist das für mich allerdings nicht mehr der Fall. Da mein Interesse an römischen Münzen nach wie vor groß ist, kann ich behaupten, bis zu meinem Lebensende zu sammeln. Danach soll mir alles egal sein. Meine Frau und meine Kinder zeigen kein Interesse an der Fortführung der Sammlung. Wir haben schon mal überlegt, sie meinem altsprachlichen, humanistischen Gymasium zu schenken. Ob die Sammlung dort gut aufgehoben sein wird, steht in den Sternen. Ein z. Zt. dort tätiger, sehr geschichtsbewusster Lehrer, dem ich vertrauen würde, wird auch nicht ewig da sein. Aber ob er überhaupt die Zeit findet, sich mit der Materie zu beschäftigen, ist auch eine Frage. Und dann der zu befürchtende "natürliche Schwund", wenn ein größerer Personenkreis wie z. B. Schüler die Münzen in die Hand bekommt. Das gleiche Problem also wie bei den Museen, worüber bereits im Forum gesprochen wurde.
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do ut des.

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Re: Münzen – kurzfristige Bekanntschaft oder lebenslange Begleiter?

Beitrag von Peter43 » Di 05.05.26 13:35

Ein Problem ist auch, das immer weniger gesammelt wird. Ob das an einem schwindenden Interesse an der Geschichte liegt, weiß ich nicht. Vielleicht sind auch die kleiner werdenden Sozialwohnungen schuld. Oder Meinungen wie die von Staatsministerin Monika Grütters, die Sammler in die Nähe von Hehlern stellte.

Jochen
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Re: Münzen – kurzfristige Bekanntschaft oder lebenslange Begleiter?

Beitrag von cmetzner » Mi 06.05.26 05:25

Für mich sind es lebenslange Begleiter.

Habe von meinem Vater seine Sammlung geerbt - sein Schwerpunkt war Imperium, vor allem Augustus, und ich versuche sie auch in seinem Sinne zu erweitern, obwohl ich auch Münzen die mich geschichtlich oder einfach interessieren kaufe.

Abgegeben oder verkauft habe ich keine, habe es auch nicht vor; bei den verschiedenen Umzügen sind leider zwei oder drei "verschwunden" :( , ich weiß auch welche, und die habe ich über die Jahre ersetzen können wenn sie bei Auktionen oder Händler waren.

Weniger schöne Münze behalte ich trotzdem :D - einfach zu wissen woher sie kommen und mir vorstellen wer die Menschen waren die sie benutzten finde ich einfach überwältigend.

FG
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Re: Münzen – kurzfristige Bekanntschaft oder lebenslange Begleiter?

Beitrag von Redditor Lucis » Do 07.05.26 12:33

Bei mir ist es so, dass ich mich von Münzen nur sehr selten trenne. Das sind dann Belegexemplare, die durch ein deutlich besseres Stück ersetzt werden können. Ansonsten wächst meine Sammlung konstant. Aber da ich mich im Jahr meist auf wenige Stücke beschränke auch nur langsam.

Als ich mit dem Sammeln angefangen habe, hatte ich bestimmte Ziele, die heute unrealistisch sind. Man hat einfach mehr Ahnung und Erfahrung und weiß, dass einige Münzen unerreichbar sind und bleiben, aufgrund der extremen Seltenheit und entsprechender Preisklasse.
Mut zur Lücke - ich sehe das nicht verbissen, sondern habe einfach riesigen Spaß an den Münzen die ich habe und freue mich auch sehr für Sammlerkollegen, wenn sie ein für sie bedeutendes Stück erwerben können.

Dass ich mal irgendwann das Interesse an Geschichte und Numismatik verlieren könnte, glaube ich nicht.
Meine Sammelgebiete sind mit sehr viel Römisches Kaiserreich und etwas Byzantinisches Reich auch klar umrissen.


Viele Grüße

Stefan
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