Einschätzung auf Authentzität

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Stielauge
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Einschätzung auf Authentzität

Beitrag von Stielauge » Mi 13.05.26 14:08

Hallo liebe Forengemeinde

Darf ich Euch heute 2 spätrömische Kleinmünzen vorstellen, bei denen ich mir bezüglich der Authentzität nicht sicher bin. Zur Zeit liegen sie noch in der "Quarantänebox".

Bei dem 1. Münze handelt es sich um einen Follis der Aelia Eudoxia, der Gattin des oströmischen Kaisers Arcadius.
AV: AEL EVDO XIA AVG
RV: GLORIA RO MANORVM
Mintmark: ANT-Delta
16 mm, 3,05 g
RIC-10 83, Delta

Bei der 2. Münze handelt es sich um einen Follis der Flavia Maxima Fausta, der Gattin des Constantin I.
AV: FLAV MAX FAVSTA AVG
RV: SALVS REI PVBLICAE --> A im linken Feld
Mintmark: CONS
20 mm, 3,20 g
Das "A" im linken Feld auf dem RV spricht für RIC-VII 12,1 (RRR). Allerdings passt der Mantel der Flavia auf der Vorderseite der Münze eher zu
RIC-VII 12.
Mich würde Eure Einschätzung sehr interessieren.
Dateianhänge
Flavia2.png
Flavia2.png (124.12 KiB) 415 mal betrachtet
Flavia1.png
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Aelia1.png

Stielauge
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Re: Einschätzung auf Authentzität

Beitrag von Stielauge » Mi 13.05.26 14:22

UPS... Die Reihenfolge der Fotos stimmt nicht.

Foto 3 und 4 gehören zur Aelia Eudoxia

Foto 1 und 2 gehören zu Flavia Maxima Fausta

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Re: Einschätzung auf Authentzität

Beitrag von Numis-Student » Do 14.05.26 10:40

Bei der Eudoxia sehe ich keine Probleme.
Bei der Fausta die Frage: Wie sieht der Rand aus ?

Schöne Grüße
MR
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Numis-Student für den Beitrag:
Redditor Lucis (Do 14.05.26 11:13)
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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Re: Einschätzung auf Authentzität

Beitrag von Redditor Lucis » Do 14.05.26 11:13

Sehe bei der Eudoxia auch kein Problem.
Die Fausta hat wohl eine künstliche Sandpatina. Die Schrötlingsausbuchtung auf 2 h Avers bzw. 4 h Revers gefällt mir nicht; Randbilder wären schön. Anhand der Fotos glaube ich auch auf dem Revers von 7 h bis 12 h eine Gussnaht zu erkennen, aber bessere Bilder wären wie gesagt hilfreich.


Viele Grüße

Stefan

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Re: Einschätzung auf Authentzität

Beitrag von Larth » Do 14.05.26 17:26

Kann mich nur anschließen, Eudoxia ohne Problem.
Fausta gefällt mir überhaupt nicht wegen der künstlichen Patina, egal ob echt oder Fälschung
Lg Larth

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Re: Einschätzung auf Authentzität

Beitrag von richard55-47 » Fr 15.05.26 08:54

Bei Sandpatina bin ich immer skeptisch.
do ut des.

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Re: Einschätzung auf Authentzität

Beitrag von Lucius Aelius » Fr 15.05.26 10:15

Von Fausta gibt es viele neuzeitliche Fälschungen (man soll es nicht für möglich halten).
Gruss
Lucius Aelius

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Re: Einschätzung auf Authentzität

Beitrag von Stielauge » Fr 15.05.26 11:43

Zunächst möchte ich mich recht herzlich für die Rückmeldungen und Einschätzungen bedanken.
Die "Sandpatina" und auch die Augenregion der Flavia haben mir bei näherer Betrachtung ebenfalls nicht gefallen.
Kurz entschlossen habe ich die Münze heute unter fließendem Wasser vorsichtig abgebürstet, um die losen Sand/Schmutzpartikel zu entfernen.
Anschließend habe sie unter dem Föhn getrocknet. Danach habe ich neue Fotos unter Tageslicht, auch vom Rand erstellt. (Die Ränder sind leider
etwas unscharf. Habe ich mit dem Handy nicht besser hin bekommen.)
Der "grünliche Schimmer" auf der Oberfläche der Münze scheint, unter der Stereolupe bei 20 facher Vergrößerung, eine algenartige, feste, kristalline
Struktur zu haben. Auch die Augenpartie sieht unter der Stereolupe etwas besser aus. Augenlieder scheinen vorhanden zu sein.
Anbei die Fotos.
Ich wünsche Euch noch ein schönes langes Wochenende.
Dateianhänge
AV Flavia10.png
RV Flavia10.png
Rand1.png
Rand2.png
Rand4.png
Rand5.png

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