Idee: Bestimmungs- und Bewertungstool nach Jaeger mit Langzeitcharts

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Franz_Alfons
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Idee: Bestimmungs- und Bewertungstool nach Jaeger mit Langzeitcharts

Beitrag von Franz_Alfons » Fr 29.05.26 10:39

Hallo Zusammen,

ich sammle seit einiger Zeit Kaiserreichmünzen und stoße immer wieder auf die gleiche Frage: Gibt es eigentlich eine Möglichkeit, die Preisentwicklung einer einzelnen Münze über viele Jahre hinweg auf einen Blick zu sehen?

Ich habe inzwischen eine ganze Reihe alter Jaeger-Kataloge und blättere bei einigen Stücken gern zurück, um zu schauen, wie sich die Bewertung über die Jahrzehnte verändert hat. Das von Hand zu vergleichen ist allerdings mühsam.

Mich würde interessieren:

1. Macht ihr sowas auch — alte Kataloge vergleichen, um Trends zu erkennen?
2. Wäre eine grafische Übersicht (z.B. ein Chart mit Verlauf pro Münze und Erhaltung über die Jahre) für euch nützlich, oder ist das eher Spielerei?
So in der Art wie bei Aktien, aber vielleicht auch noch mit Inflationsbereinigung
3. Falls nützlich: Würdet ihr eher den reinen Katalogverlauf sehen wollen, oder ist euch wichtig, dass auch tatsächliche Auktionsergebnisse mit einfließen?

Mir ist klar, dass Katalogpreise — gerade bei stgl — heute nur grobe Richtwerte sind. Geht mir weniger um „den wahren Wert" als um die langfristige Entwicklung.

Bin gespannt auf eure Einschätzung — auch kritische.

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desammler
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Re: Idee: Bestimmungs- und Bewertungstool nach Jaeger mit Langzeitcharts

Beitrag von desammler » Fr 29.05.26 14:32

Du wirst es nicht glauben aber es gibt Münzensammler die haben eine große Freude wenn sie eine fehlende Münze von einer Serie finden,egal ob sie wertvoll ist oder nicht oder vielleicht wird...( Es gibt bestimmt auch Sammler, die eine andere Meinung haben )
Schöne Grüße ds

LordLindsey
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Re: Idee: Bestimmungs- und Bewertungstool nach Jaeger mit Langzeitcharts

Beitrag von LordLindsey » Sa 30.05.26 16:53

Katalog Preise eignen sich hier nicht, dass geht nur über Preis Datenbanken wie Sixbid oder acsearch.

Ich faende das eine sehr hilfreiche Sache in der kommerziellen Bewertung einer Sammlung, wenn auch der Fokus eher auf dem ideellen Wert liegen sollte, - Münzen sammeln ist ja eher ein Hobby. Mit AI wird es sicher schon sehr bald Ansätze geben, die genau das liefern

Franz_Alfons
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Re: Idee: Bestimmungs- und Bewertungstool nach Jaeger mit Langzeitcharts

Beitrag von Franz_Alfons » So 31.05.26 19:31

Vielen Dank für das Feedback schon mal.
Ich kenne die eine oder andere Platform. Aber so richtig einen Überblick bekommt man nirgends. Daher der Ansatz über die Katalogpreise, die zumindest einen Trend zeigen.
Klar geht es um das Sammeln, aber bei einigen teuren Stücken will man ja wenigstens sehen, ob sich das überhaupt auch für später finanziell lohnt. Es ist ja immer 2 Komponenten. :)
Ich denke, so ein Tool, welches Katalogpreise und Auktionen aggregieren kann und einen Durchschnitt bildet wäre der Knaller. Dann käme auch etwas mehr Licht in den Preis-Dschungel. :)

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Re: Idee: Bestimmungs- und Bewertungstool nach Jaeger mit Langzeitcharts

Beitrag von Lackland » So 31.05.26 20:26

Hallo,

es ist grundsätzlich nicht schwer, sich selbst für eine bestimmte Münze einen Langzeitchart zu erstellen. Hilfsmittel wie zum Beispiel Sixbid und acsearch gibt es ja…
Allerdings muss man auch die Entwicklung der Kaufkraft berücksichtigen.

Viele Grüße

Lackland
„Nach dem Spiel kommen König und Bauer in dieselbe Schachtel.“

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Re: Idee: Bestimmungs- und Bewertungstool nach Jaeger mit Langzeitcharts

Beitrag von LordLindsey » Mo 01.06.26 00:43

Klar, für einzelne Münzen kann man das selber schon heute machen. Für eine große Sammlung ist das schwerer.

Wie gesagt, die Daten sind für die letzten 20 Jahre digital vorhanden, es bedarf nur eines Tools, was über die jeweiligen Katalognummern und natürlich Interpretation der Erhaltung eine Zeitreihe bildet. - mit AI ohne weiteres möglich.

Ich kann mit gut vorstellen, dass künker (Sixbid) und Leu (acsearch) daran arbeiten und dies als bezahloption anbieten werden.

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Re: Idee: Bestimmungs- und Bewertungstool nach Jaeger mit Langzeitcharts

Beitrag von Mynter » Mo 01.06.26 06:12

Franz_Alfons hat geschrieben:
Fr 29.05.26 10:39


1. Macht ihr sowas auch — alte Kataloge vergleichen, um Trends zu erkennen?
2. Wäre eine grafische Übersicht (z.B. ein Chart mit Verlauf pro Münze und Erhaltung über die Jahre) für euch nützlich, oder ist das eher Spielerei?
So in der Art wie bei Aktien, aber vielleicht auch noch mit Inflationsbereinigung
3. Falls nützlich: Würdet ihr eher den reinen Katalogverlauf sehen wollen, oder ist euch wichtig, dass auch tatsächliche Auktionsergebnisse mit einfließen?

Mir ist klar, dass Katalogpreise — gerade bei stgl — heute nur grobe Richtwerte sind. Geht mir weniger um „den wahren Wert" als um die langfristige Entwicklung.

Bin gespannt auf eure Einschätzung — auch kritische.
1. Manchmal bei einzelnen Stücken, doch im Prinzip ist mir das egal
2.Für mich eine Spielerei, mir ist der geschichtliche Kontext wichtiger
3.Unwichtig
Grüsse, Mynter

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Re: Idee: Bestimmungs- und Bewertungstool nach Jaeger mit Langzeitcharts

Beitrag von Numis-Student » Mo 01.06.26 08:06

Franz_Alfons hat geschrieben:
So 31.05.26 19:31
aber bei einigen teuren Stücken will man ja wenigstens sehen, ob sich das überhaupt auch für später finanziell lohnt.
Da liegt aber gerade ein Denkfehler vor: Wenn beispielsweise Franz-Josefs-Münzen vor 25 Jahren zu niedrigen Goldpreisen eingeschmolzen wurden und heute trotz hoher Goldpreise deutlich höheren Sammlerwert haben, zeigt das doch nur, dass die Münzen JETZT gesucht und teuer sind. Nur, weil sie die letzten 5 Jahre gut gestiegen sind, heisst das doch lange nicht, dass sie in 10, 20 oder 30 Jahren NOCH teurer werden. Wenn die großen Sammler mit entsprechend Geld im Hintergrund vollständig sind und sich neue Betätigungsfelder suchen, könnten dann auch diese Preise deutlich zurückgehen, und statt dessen vielleicht Maria Theresia in Mode kommen, oder die erste Republik, oder Ferdinand I. ...
Ist doch bei den deutschen Münzen genauso: Vor 25 Jahren war DM, die "Ersten 5", DDR noch ziemlich interessant, da sind die Preise eher gefallen, plötzlich war Euro DAS Thema... Inzwischen locken Euromünzen, gerade die teils seltsamen Gedenkmünzen, kaum noch Jemanden, das geht doch in erster Linie nur noch, weil manche Sammler komplett bleiben wollen, und weil einige Edelmetallspekulanten mitmachen. Für die meisten Sammler sind gerade Kaiserreichmünzen in Topqualität ganz toll, in einigen Jahren könnte das dann auf einmal Weimar, oder Nebengebiete sein...

Schöne Grüße
MR
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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