PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten
Moderator: Homer J. Simpson
- Lackland
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten
Das mit der Patina ist aber schon ein gewichtiges Argument! Ich habe schon diverse Funde gesehen und die Anhaftungen sprechen durchaus für Anatolien… Aber das liesse sich ja analysieren lassen…
Übrigens wurde mir einst als münzsammelndem Pfadfinder von meinen Kameraden auch ein ‚Münzfund‘ untergejubelt. Damals waren es einige osmanische Münzen, die meine Kameraden bei einem türkischen Gastarbeiter organisiert hatten, um mich hochzunehmen.
Nach einem spontanen Herzstillstand durchschaute ich den Streich aber dann recht schnell.
Viele Grüße
Lackland
Übrigens wurde mir einst als münzsammelndem Pfadfinder von meinen Kameraden auch ein ‚Münzfund‘ untergejubelt. Damals waren es einige osmanische Münzen, die meine Kameraden bei einem türkischen Gastarbeiter organisiert hatten, um mich hochzunehmen.
Nach einem spontanen Herzstillstand durchschaute ich den Streich aber dann recht schnell.
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Lackland
„Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie doch Kuchen essen!“
NIE gesagt von der französischen Königin Marie-Antoinette (1755 - 1793)
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Altamura2
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten
Und das müsste man auch tun, an Herkunftsanalysen per Augenschein glaube ich nicht
Ich vermute mal, dass den Damen und Herren vom Landesdenkmalamt hier nicht das erste mal ein "Sensationsfund" unter die Nase gehalten wurde und sie den Knaben entsprechend befragt haben
Wir können aber in jedem Fall gespannt sein
Gruß
Altamura
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Altamura2
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten
Jetzt hab' ich mal nachgeschaut, der Unsinn mit den 7 Gramm Gewicht steht bereits in der Meldung des Landesdenkmalamts Berlin
Ein bisschen Dreisatzrechnung zeigt, dass eine Bronzemünze mit 12 Millimetern Durchmesser und 7 Gramm Gewicht eine Dicke von etwa 7 Millimetern haben müsste, also grob gesagt halb so dick wie breit
Wem das nicht auffällt, dem fällt manch anderes vielleicht auch nicht auf
Gruß
Altamura
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten
…es gibt so eine alte Klamotte mit Theo Lingen als humanistisch gebildeten Schuldirektor. Auf dem Schulgelände wurde eine „römische Vase“ gefunden - Der Direx war hin und weg, es wurden großangelegte archäologische Ausgrabungen durchgeführt und es gab Schulfrei. 
VG
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Münzen sind Zeitzeugen, nicht nur Objekte.
- richard55-47
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten
Es ist im Bereich des Möglichen, dass der Kern der Münze aus Gold besteht. Gold hat bekanntlich ein höheres spezifisches Gewicht als eine Legierung wie Bronze, daher das angezweifelte Gewicht.Altamura2 hat geschrieben: ↑Mo 20.04.26 09:29.....
Jetzt hab' ich mal nachgeschaut, der Unsinn mit den 7 Gramm Gewicht steht bereits in der Meldung des Landesdenkmalamts Berlin: https://www.berlin.de/landesdenkmalamt/ ... 657915.php
Ein bisschen Dreisatzrechnung zeigt, dass eine Bronzemünze mit 12 Millimetern Durchmesser und 7 Gramm Gewicht eine Dicke von etwa 7 Millimetern haben müsste, also grob gesagt halb so dick wie breit.
Wem das nicht auffällt, dem fällt manch anderes vielleicht auch nicht auf.
Gruß
Altamura
do ut des.
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten
Tja, die Hitze verträgt halt nicht jederrichard55-47 hat geschrieben: ↑Sa 27.06.26 18:33... Es ist im Bereich des Möglichen, dass der Kern der Münze aus Gold besteht. ...
Gruß
Altamura
- richard55-47
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten
Schau mal auf die smileys. Die sind nicht erst seit heute da.
do ut des.
- Perinawa
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten
Sensation in Frankreich: Tausende römische Münzen nach 1700 Jahren entdeckt
"Bei einer archäologischen Grabung in Senon, im französischen Département Meuse, wurden drei große Münzdepots aus der römischen Zeit entdeckt. Die Funde lagen in Keramikgefäßen innerhalb antiker Wohnhäuser und könnten zeigen, wie wohlhabende Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung ihre Geldreserven verwalteten. Die Entdeckung wirft neue Fragen zum gallorömischen Alltag in dieser Region auf."
https://www.futura-sciences.com/de/sens ... ckt_32354/
https://www.youtube.com/watch?v=lrSX_5w ... iqua.de%2F
Grüsse
Rainer
"Bei einer archäologischen Grabung in Senon, im französischen Département Meuse, wurden drei große Münzdepots aus der römischen Zeit entdeckt. Die Funde lagen in Keramikgefäßen innerhalb antiker Wohnhäuser und könnten zeigen, wie wohlhabende Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung ihre Geldreserven verwalteten. Die Entdeckung wirft neue Fragen zum gallorömischen Alltag in dieser Region auf."
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten
Oh super, das ist nicht weit weg von hier.
Ein interessanter Fund, man sieht Imitationen(Barbaren) neben offiziellen Antoninianen in einem Topf. Ein weiteres Indiz dafür, das diese als offizielle Währung akzeptiert wurden. Bis die regulären Prägungen wieder einsetzten. Total schöner Fund, Chapeau!
Grüße aus Ostgallien
Laurentius
Ein interessanter Fund, man sieht Imitationen(Barbaren) neben offiziellen Antoninianen in einem Topf. Ein weiteres Indiz dafür, das diese als offizielle Währung akzeptiert wurden. Bis die regulären Prägungen wieder einsetzten. Total schöner Fund, Chapeau!
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Laurentius
"CARPE DIEM"
Konstantinische Dynastie, Münzstätte Trier:
https://www.forumancientcoins.com/galle ... album=7436
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten
Nach den Schlussmünzen wohl zur selben Zeit zu datieren wie der Hortfund von Meckel und der aus dem Brohltal. 
https://www.zentrum-der-antike.de/rhein ... von-meckel
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland ... l-100.html
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten
Interessant. Was war hier los, zu diesem Zeitpunkt, das so viele Münzen versteckt in der Erde blieben?
VG Laurentius
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten
Du meinst die von Meckel und aus dem Brohltal, oder? Beim INRAP selbst, das diesen Fund ausgegraben hat (und von denen Futura größtenteils abgeschrieben hat), ist von Schlussmünzen noch nicht die Rede. Da heißt es nur, dass man mit den Untersuchungen der Münzen gerade begonnen hat und weder Anzahl noch Datierung genau benennen kann. Datiert wird nach momentanem Stand zwischen 280 und 310 n. Chr. J.C. => https://www.inrap.fr/un-quartier-d-habi ... euse-20417 (kann man sich beispielsweise direkt im Chrome-Browser ganz vernünftig übersetzen lassen
Ort und Art der "Aufbewahrug" sind aber schon interessant, so etwas gibt es nicht oft
Gruß
Altamura
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten
Genau das frage ich mich auch. Ich habe mal auf die Schnelle recherchiert, aber keine logische Erklärung gefunden.Laurentius hat geschrieben: ↑So 05.07.26 08:23Was war hier los, zu diesem Zeitpunkt, das so viele Münzen versteckt in der Erde blieben?
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten
Aus der Hüfte geschossen:
Ich denke, dass damals quasi übliche Germaneneinfälle lokaler Art die Bewohner veranlasst haben, ihr Geldvermögen durch Vergraben zu sichern. Nach https://de.wikipedia.org/wiki/Konstantin_der_Gro%C3%9Fe war Constantinus 310 an der Rheingrenze gegen einfallende Germanen gebunden. Das passt zu den o. g. Prägejahren.
Die Rivalitäten zwischen Maxentius und Constantinus können nicht die Bevölkerung gezwungen haben, Geldvermögen zu vergraben. Constantinus hatte Gallien zu fest im Griff, als dass der in Rom sitzende Maxentius irgendwelche militärisch bedeutsamen Unternehmungen in dieser Region hätte veranlassen können. Insoweit befanden sich die Bewohner des Gebietes in Abrahams 'Schoß.
Ich glaube auch nicht, dass marodierende Truppenteile Constantins die Bevölkerung ausgeplündert haben.
Germaneneinfälle sind m. E. also die plausibelste Begründung.
Ich denke, dass damals quasi übliche Germaneneinfälle lokaler Art die Bewohner veranlasst haben, ihr Geldvermögen durch Vergraben zu sichern. Nach https://de.wikipedia.org/wiki/Konstantin_der_Gro%C3%9Fe war Constantinus 310 an der Rheingrenze gegen einfallende Germanen gebunden. Das passt zu den o. g. Prägejahren.
Die Rivalitäten zwischen Maxentius und Constantinus können nicht die Bevölkerung gezwungen haben, Geldvermögen zu vergraben. Constantinus hatte Gallien zu fest im Griff, als dass der in Rom sitzende Maxentius irgendwelche militärisch bedeutsamen Unternehmungen in dieser Region hätte veranlassen können. Insoweit befanden sich die Bewohner des Gebietes in Abrahams 'Schoß.
Ich glaube auch nicht, dass marodierende Truppenteile Constantins die Bevölkerung ausgeplündert haben.
Germaneneinfälle sind m. E. also die plausibelste Begründung.
Zuletzt geändert von richard55-47 am Mo 06.07.26 10:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten
Ich bin in diesem Zusammenhang auf eine Passage bei Karl Heinz Lenz (Germanische Siedlungen des 3. bis 5. Jahrhunderts n.Chr. in Gallien. Schriftliche Überlieferung und archäologische Befunde" gestossen:
"Während Constantius 306 in Britannien gegen Picten und Scoten kämpfte, fielen in Gallien
erneut Franken ein. Nachdem Constantin im gleichen Jahr zur Regierung gekommen war,
wandte er sich mit seinem Heer gegen diese Germanen, nahm zwei Frankenkönige gefangen
und brach zu Vergeltungsaktionen gegen die östlich des Niederrheins wohnenden Brukterer
auf. Die erwachsenen brukterischen Gefangenen wurden durch den Kaiser in dreierlei Wei-
se behandelt, wie der Panegyriker berichtet. Ein Teil wurde versklavt, ein weiterer bei Zir-
kusspielen den wilden Tieren vorgeworfen und einen dritten Teil zog der Kaiser zum Mili-
tärdienst heran. Ein zweiter Feldzug Constantins gegen wiederum nach Gallien vorgestoßene
Franken fand 310 statt. Eine dritte, aus demselben Grund durchgeführte und ebenfalls in
ihren Einzelheiten nicht näher bekannte Militäraktion führte der Kaiser gegen die Franken
am Niederrhein 313 durch."
Das passt sehr gut.
"Während Constantius 306 in Britannien gegen Picten und Scoten kämpfte, fielen in Gallien
erneut Franken ein. Nachdem Constantin im gleichen Jahr zur Regierung gekommen war,
wandte er sich mit seinem Heer gegen diese Germanen, nahm zwei Frankenkönige gefangen
und brach zu Vergeltungsaktionen gegen die östlich des Niederrheins wohnenden Brukterer
auf. Die erwachsenen brukterischen Gefangenen wurden durch den Kaiser in dreierlei Wei-
se behandelt, wie der Panegyriker berichtet. Ein Teil wurde versklavt, ein weiterer bei Zir-
kusspielen den wilden Tieren vorgeworfen und einen dritten Teil zog der Kaiser zum Mili-
tärdienst heran. Ein zweiter Feldzug Constantins gegen wiederum nach Gallien vorgestoßene
Franken fand 310 statt. Eine dritte, aus demselben Grund durchgeführte und ebenfalls in
ihren Einzelheiten nicht näher bekannte Militäraktion führte der Kaiser gegen die Franken
am Niederrhein 313 durch."
Das passt sehr gut.
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- Laurentius (Mo 06.07.26 11:42) • Chippi (Mo 06.07.26 12:00)
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