PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Lackland
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von Lackland » Do 16.04.26 19:22

Das mit der Patina ist aber schon ein gewichtiges Argument! Ich habe schon diverse Funde gesehen und die Anhaftungen sprechen durchaus für Anatolien… Aber das liesse sich ja analysieren lassen…

Übrigens wurde mir einst als münzsammelndem Pfadfinder von meinen Kameraden auch ein ‚Münzfund‘ untergejubelt. Damals waren es einige osmanische Münzen, die meine Kameraden bei einem türkischen Gastarbeiter organisiert hatten, um mich hochzunehmen.
Nach einem spontanen Herzstillstand durchschaute ich den Streich aber dann recht schnell.

Viele Grüße

Lackland
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Altamura2
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von Altamura2 » Do 16.04.26 19:42

Lackland hat geschrieben:
Do 16.04.26 19:22
... Aber das liesse sich ja analysieren lassen ...
Und das müsste man auch tun, an Herkunftsanalysen per Augenschein glaube ich nicht :? .
Lackland hat geschrieben:
Do 16.04.26 19:22
... Übrigens wurde mir einst als münzsammelndem Pfadfinder von meinen Kameraden auch ein ‚Münzfund‘ untergejubelt. ...
Ich vermute mal, dass den Damen und Herren vom Landesdenkmalamt hier nicht das erste mal ein "Sensationsfund" unter die Nase gehalten wurde und sie den Knaben entsprechend befragt haben 8) . Zumal die bestimmt auch genau wissen, dass sie sich im Falle eines solchen Streichs bis auf alle Knochen und in alle Zeiten blamieren :D (wobei ich das aber auch nicht vollständig ausschließen würde :wink: ).

Wir können aber in jedem Fall gespannt sein :D .

Gruß

Altamura

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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von Altamura2 » Mo 20.04.26 09:29

Altamura2 hat geschrieben:
Do 16.04.26 08:23
... Die Bildzeitung hat das zwar in der ihr eigenen Art etwas sensationalisiert (bei einer 12mm-Münze glaube ich nun nicht an 7 Gramm Gewicht ...
Jetzt hab' ich mal nachgeschaut, der Unsinn mit den 7 Gramm Gewicht steht bereits in der Meldung des Landesdenkmalamts Berlin :? : https://www.berlin.de/landesdenkmalamt/ ... 657915.php

Ein bisschen Dreisatzrechnung zeigt, dass eine Bronzemünze mit 12 Millimetern Durchmesser und 7 Gramm Gewicht eine Dicke von etwa 7 Millimetern haben müsste, also grob gesagt halb so dick wie breit 8O .

Wem das nicht auffällt, dem fällt manch anderes vielleicht auch nicht auf :D .

Gruß

Altamura

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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von quinctilius » Mo 20.04.26 13:01

…es gibt so eine alte Klamotte mit Theo Lingen als humanistisch gebildeten Schuldirektor. Auf dem Schulgelände wurde eine „römische Vase“ gefunden - Der Direx war hin und weg, es wurden großangelegte archäologische Ausgrabungen durchgeführt und es gab Schulfrei. 😁

VG
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von richard55-47 » Sa 27.06.26 18:33

Altamura2 hat geschrieben:
Mo 20.04.26 09:29
.....
Jetzt hab' ich mal nachgeschaut, der Unsinn mit den 7 Gramm Gewicht steht bereits in der Meldung des Landesdenkmalamts Berlin :? : https://www.berlin.de/landesdenkmalamt/ ... 657915.php

Ein bisschen Dreisatzrechnung zeigt, dass eine Bronzemünze mit 12 Millimetern Durchmesser und 7 Gramm Gewicht eine Dicke von etwa 7 Millimetern haben müsste, also grob gesagt halb so dick wie breit 8O .

Wem das nicht auffällt, dem fällt manch anderes vielleicht auch nicht auf :D .

Gruß

Altamura
Es ist im Bereich des Möglichen, dass der Kern der Münze aus Gold besteht. Gold hat bekanntlich ein höheres spezifisches Gewicht als eine Legierung wie Bronze, daher das angezweifelte Gewicht. :lol: :lol: :lol:
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von Altamura2 » Mo 29.06.26 09:39

richard55-47 hat geschrieben:
Sa 27.06.26 18:33
... Es ist im Bereich des Möglichen, dass der Kern der Münze aus Gold besteht. ...
Tja, die Hitze verträgt halt nicht jeder :| .

Gruß

Altamura

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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von richard55-47 » Mo 29.06.26 19:20

Schau mal auf die smileys. Die sind nicht erst seit heute da.
do ut des.

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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von Perinawa » Sa 04.07.26 19:21

Sensation in Frankreich: Tausende römische Münzen nach 1700 Jahren entdeckt

"Bei einer archäologischen Grabung in Senon, im französischen Département Meuse, wurden drei große Münzdepots aus der römischen Zeit entdeckt. Die Funde lagen in Keramikgefäßen innerhalb antiker Wohnhäuser und könnten zeigen, wie wohlhabende Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung ihre Geldreserven verwalteten. Die Entdeckung wirft neue Fragen zum gallorömischen Alltag in dieser Region auf."

https://www.futura-sciences.com/de/sens ... ckt_32354/

https://www.youtube.com/watch?v=lrSX_5w ... iqua.de%2F

Grüsse
Rainer
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von Laurentius » Sa 04.07.26 23:02

Oh super, das ist nicht weit weg von hier. :)
Ein interessanter Fund, man sieht Imitationen(Barbaren) neben offiziellen Antoninianen in einem Topf. Ein weiteres Indiz dafür, das diese als offizielle Währung akzeptiert wurden. Bis die regulären Prägungen wieder einsetzten. Total schöner Fund, Chapeau! 8)

Grüße aus Ostgallien
Laurentius
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https://www.forumancientcoins.com/galle ... album=7436

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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von Perinawa » So 05.07.26 01:19

Nach den Schlussmünzen wohl zur selben Zeit zu datieren wie der Hortfund von Meckel und der aus dem Brohltal. :idea:

https://www.zentrum-der-antike.de/rhein ... von-meckel

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland ... l-100.html
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von Laurentius » So 05.07.26 08:23

Interessant. Was war hier los, zu diesem Zeitpunkt, das so viele Münzen versteckt in der Erde blieben?

VG Laurentius
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https://www.forumancientcoins.com/galle ... album=7436

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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von Altamura2 » So 05.07.26 09:03

Perinawa hat geschrieben:
So 05.07.26 01:19
... Nach den Schlussmünzen wohl zur selben Zeit zu datieren ...
Du meinst die von Meckel und aus dem Brohltal, oder? Beim INRAP selbst, das diesen Fund ausgegraben hat (und von denen Futura größtenteils abgeschrieben hat), ist von Schlussmünzen noch nicht die Rede. Da heißt es nur, dass man mit den Untersuchungen der Münzen gerade begonnen hat und weder Anzahl noch Datierung genau benennen kann. Datiert wird nach momentanem Stand zwischen 280 und 310 n. Chr. J.C. => https://www.inrap.fr/un-quartier-d-habi ... euse-20417 (kann man sich beispielsweise direkt im Chrome-Browser ganz vernünftig übersetzen lassen :D ).

Ort und Art der "Aufbewahrug" sind aber schon interessant, so etwas gibt es nicht oft 8O .

Gruß

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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von Perinawa » So 05.07.26 09:38

Laurentius hat geschrieben:
So 05.07.26 08:23
Was war hier los, zu diesem Zeitpunkt, das so viele Münzen versteckt in der Erde blieben?
Genau das frage ich mich auch. Ich habe mal auf die Schnelle recherchiert, aber keine logische Erklärung gefunden.
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von richard55-47 » Mo 06.07.26 09:04

Aus der Hüfte geschossen:
Ich denke, dass damals quasi übliche Germaneneinfälle lokaler Art die Bewohner veranlasst haben, ihr Geldvermögen durch Vergraben zu sichern. Nach https://de.wikipedia.org/wiki/Konstantin_der_Gro%C3%9Fe war Constantinus 310 an der Rheingrenze gegen einfallende Germanen gebunden. Das passt zu den o. g. Prägejahren.
Die Rivalitäten zwischen Maxentius und Constantinus können nicht die Bevölkerung gezwungen haben, Geldvermögen zu vergraben. Constantinus hatte Gallien zu fest im Griff, als dass der in Rom sitzende Maxentius irgendwelche militärisch bedeutsamen Unternehmungen in dieser Region hätte veranlassen können. Insoweit befanden sich die Bewohner des Gebietes in Abrahams 'Schoß.
Ich glaube auch nicht, dass marodierende Truppenteile Constantins die Bevölkerung ausgeplündert haben.
Germaneneinfälle sind m. E. also die plausibelste Begründung.
Zuletzt geändert von richard55-47 am Mo 06.07.26 10:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Perinawa (Mo 06.07.26 09:40) • Laurentius (Mo 06.07.26 11:42)
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von Perinawa » Mo 06.07.26 09:39

Ich bin in diesem Zusammenhang auf eine Passage bei Karl Heinz Lenz (Germanische Siedlungen des 3. bis 5. Jahrhunderts n.Chr. in Gallien. Schriftliche Überlieferung und archäologische Befunde" gestossen:

"Während Constantius 306 in Britannien gegen Picten und Scoten kämpfte, fielen in Gallien
erneut Franken ein
. Nachdem Constantin im gleichen Jahr zur Regierung gekommen war,
wandte er sich mit seinem Heer gegen diese Germanen, nahm zwei Frankenkönige gefangen
und brach zu Vergeltungsaktionen gegen die östlich des Niederrheins wohnenden Brukterer
auf. Die erwachsenen brukterischen Gefangenen wurden durch den Kaiser in dreierlei Wei-
se behandelt, wie der Panegyriker berichtet. Ein Teil wurde versklavt, ein weiterer bei Zir-
kusspielen den wilden Tieren vorgeworfen und einen dritten Teil zog der Kaiser zum Mili-
tärdienst heran. Ein zweiter Feldzug Constantins gegen wiederum nach Gallien vorgestoßene
Franken fand 310 statt.
Eine dritte, aus demselben Grund durchgeführte und ebenfalls in
ihren Einzelheiten nicht näher bekannte Militäraktion führte der Kaiser gegen die Franken
am Niederrhein 313 durch.
"


Das passt sehr gut.
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Laurentius (Mo 06.07.26 11:42) • Chippi (Mo 06.07.26 12:00)
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