MÜNZEN der Familie PHILIPPUS Arabs 244-249 n.Chr.
Moderator: Homer J. Simpson
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Re: MÜNZEN der Familie PHILIPPUS Arabs 244-249 n.Chr.
Das ist für dieses Stück auch ein fairer Preis. Ich hab mich vor einigen Jahren mit ga77 bei einer Auktion um diesen Typus gestritten und Gabriel hatte Dank des Schweizer Frankens das Stück bekommen …… 350€+.
Ich hatte bei meinen Stück echt Glück - es ist zweistellig geblieben.
Priscus
Ich hatte bei meinen Stück echt Glück - es ist zweistellig geblieben.
Priscus
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kiko217
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Re: MÜNZEN der Familie PHILIPPUS Arabs 244-249 n.Chr.
Moinmoin,
da kann ich seinen Sohn beisteuern:
Dupondius
12,39 g 26 mm 12 h
IMP M IVL PHILIPPVS AVG
Kürassierte Büste mit Strahlenkranz n.r.
SAECVLARES AVGG SC
Mit COS II beschriftete Säule
K 76.26.2 Sear 9287
RIC 265c
Mit 110 € als Teil eines Sammelloses wahrscheinlich noch ganz gut gekauft. Ich persönlich hätte es zwar lieber anders herum gehabt (schlechteres Porträt, besserer Cippus), aber wir alle wissen: man kann es sich nicht immer aussuchen.
Schönen Ostermontag noch
Kiko
da kann ich seinen Sohn beisteuern:
Dupondius
12,39 g 26 mm 12 h
IMP M IVL PHILIPPVS AVG
Kürassierte Büste mit Strahlenkranz n.r.
SAECVLARES AVGG SC
Mit COS II beschriftete Säule
K 76.26.2 Sear 9287
RIC 265c
Mit 110 € als Teil eines Sammelloses wahrscheinlich noch ganz gut gekauft. Ich persönlich hätte es zwar lieber anders herum gehabt (schlechteres Porträt, besserer Cippus), aber wir alle wissen: man kann es sich nicht immer aussuchen.
Schönen Ostermontag noch
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Re: MÜNZEN der Familie PHILIPPUS Arabs 244-249 n.Chr.
Salve Römer,
heute hab ich ein nicht sehr seltenes Stück vorzustellen. Das ist bestimmt jetzt das 4 Stück der SECVRIT ORIBIS das ich erworben habe und immer habe ich ein noch besseres Stück gefunden. Mal sehn wann ich dieses wieder austausche
:
Philippus Arabs
Obv. IMP M IVL PHILIPPVS AVG
radiate, draped and cuirassed bust right, seen from rear
Rev. SECVRIT ORBIS
Securitas seated left, holding sceptre and propping head on left hand
RIC 48b RSC 215 RCV 8966, 3,933g
Priscus
heute hab ich ein nicht sehr seltenes Stück vorzustellen. Das ist bestimmt jetzt das 4 Stück der SECVRIT ORIBIS das ich erworben habe und immer habe ich ein noch besseres Stück gefunden. Mal sehn wann ich dieses wieder austausche
Philippus Arabs
Obv. IMP M IVL PHILIPPVS AVG
radiate, draped and cuirassed bust right, seen from rear
Rev. SECVRIT ORBIS
Securitas seated left, holding sceptre and propping head on left hand
RIC 48b RSC 215 RCV 8966, 3,933g
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Chippi
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Re: MÜNZEN der Familie PHILIPPUS Arabs 244-249 n.Chr.
Dieses Stück stammt auch noch von der WMF in Berlin Ende Januar. Ich stand vor einer Wühlkiste á 20€/Münze. Hielt einen Follis des Justinus I. in der Hand und dieses Stück, da der Follis schlechter erhalten war, gewann dieser Provinzler die Wahl.
Syrien, Kommagene, Zeugma, AE29, Philipp I. (244-249)
AV: AYTOK K M IOYΛI ΦIΛIΠΠOC CEB - belorbeerte, kürasierte und drapierte Büste n.r., von hinten gesehen
RV: ZEYΓM-ATEΩN - Tetrastyle Tempelfront mit Götterstatue auf Berg mit seitlichen Kolonnaden und zweistöckigem Frontportal, im Abschnitt Capricorn n.r. (Z retrodrad)
RPC VIII - (unassigned, ID 8189); CRS 31a; 27,9-29,1mm; 15,57g
Gruß Chippi
Syrien, Kommagene, Zeugma, AE29, Philipp I. (244-249)
AV: AYTOK K M IOYΛI ΦIΛIΠΠOC CEB - belorbeerte, kürasierte und drapierte Büste n.r., von hinten gesehen
RV: ZEYΓM-ATEΩN - Tetrastyle Tempelfront mit Götterstatue auf Berg mit seitlichen Kolonnaden und zweistöckigem Frontportal, im Abschnitt Capricorn n.r. (Z retrodrad)
RPC VIII - (unassigned, ID 8189); CRS 31a; 27,9-29,1mm; 15,57g
Gruß Chippi
Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)
Münz-Goofy hat geschrieben: Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.
- Tinapatina
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Re: MÜNZEN der Familie PHILIPPUS Arabs 244-249 n.Chr.
Da ich die gleiche Münze besitze und die Historie dahinter höchst interessant finde möchte ich noch folgendes ergänzen:
Auf den Provinzialprägungen von Zeugma unter Kaiser Philippus I. (Philippus Arabs, 244–249 n. Chr.) zeigt die Rückseite fast immer das lokale Hauptheiligtum der antiken Stadt: einen heiligen Hain (Baumgruppe) mit einem Tempel, in dem eine Zeusstatue thront.
Bedeutung der Münzbilder und Inschriften:
Der Tempel und der heilige Hain: Der heilige Bezirk (umgeben von Zäunen oder Säulengängen) war für die östlichen Griechen von großer Bedeutung, da der bewaldete Berg als zentrales Heiligtum galt, während der römische Tempel eher als „schmückendes Beiwerk“ diente.
Zeus Olybris: Die Gottheit in dem viersäuligen Tempel ist der lokale Zeus von Zeugma.
Umschrift: Die griechische Legende ΖЄΥΓΜΑΤЄΩΝ (Zeu[g]mateon) bedeutet "Die Zeugmatier" und weist auf das prägende Volk der Stadt hin.
Legio IV
Die Legio IIII Scythica (4. Skythische Legion) war fest mit der Stadt Zeugma verbunden. Sie schlägt die direkte Brücke zwischen dem römischen Militär und der oben beschriebenen Münzprägung unter Kaiser Philippus I..
Die Verbindung zur Münze und der Stadt:
Das Standquartier in Zeugma: Seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. war die Legio IIII Scythica dauerhaft im Legionslager von Zeugma am Euphrat stationiert, um die strategisch wichtige Grenze zum Parther- und späteren Sassanidenreich zu sichern.
Der Steinbock auf der Münze: Auf vielen Rückseiten der Bronzemünzen von Philippus I. (und seiner Frau Otacilia Severa) findet man im Abschnitt (Exergue) ganz unten unterhalb des Tempels die kleine Figur eines Steinbocks (Capricorn). Dieser Steinbock war das offizielle Feldzeichen und Wappentier der Legio IIII Scythica.
Aussagekraft: Die Prägung des Legionssymbols direkt unter dem städtischen Hauptheiligtum demonstriert die enge Verbundenheit und die administrative Verschmelzung von ziviler Stadtgemeinschaft und der dort stationierten römischen Garnison. Das Militär war hier nicht nur Schutzmacht, sondern prägender Wirtschaftsfaktor und Teil der lokalen Identität.
Auf den Provinzialprägungen von Zeugma unter Kaiser Philippus I. (Philippus Arabs, 244–249 n. Chr.) zeigt die Rückseite fast immer das lokale Hauptheiligtum der antiken Stadt: einen heiligen Hain (Baumgruppe) mit einem Tempel, in dem eine Zeusstatue thront.
Bedeutung der Münzbilder und Inschriften:
Der Tempel und der heilige Hain: Der heilige Bezirk (umgeben von Zäunen oder Säulengängen) war für die östlichen Griechen von großer Bedeutung, da der bewaldete Berg als zentrales Heiligtum galt, während der römische Tempel eher als „schmückendes Beiwerk“ diente.
Zeus Olybris: Die Gottheit in dem viersäuligen Tempel ist der lokale Zeus von Zeugma.
Umschrift: Die griechische Legende ΖЄΥΓΜΑΤЄΩΝ (Zeu[g]mateon) bedeutet "Die Zeugmatier" und weist auf das prägende Volk der Stadt hin.
Legio IV
Die Legio IIII Scythica (4. Skythische Legion) war fest mit der Stadt Zeugma verbunden. Sie schlägt die direkte Brücke zwischen dem römischen Militär und der oben beschriebenen Münzprägung unter Kaiser Philippus I..
Die Verbindung zur Münze und der Stadt:
Das Standquartier in Zeugma: Seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. war die Legio IIII Scythica dauerhaft im Legionslager von Zeugma am Euphrat stationiert, um die strategisch wichtige Grenze zum Parther- und späteren Sassanidenreich zu sichern.
Der Steinbock auf der Münze: Auf vielen Rückseiten der Bronzemünzen von Philippus I. (und seiner Frau Otacilia Severa) findet man im Abschnitt (Exergue) ganz unten unterhalb des Tempels die kleine Figur eines Steinbocks (Capricorn). Dieser Steinbock war das offizielle Feldzeichen und Wappentier der Legio IIII Scythica.
Aussagekraft: Die Prägung des Legionssymbols direkt unter dem städtischen Hauptheiligtum demonstriert die enge Verbundenheit und die administrative Verschmelzung von ziviler Stadtgemeinschaft und der dort stationierten römischen Garnison. Das Militär war hier nicht nur Schutzmacht, sondern prägender Wirtschaftsfaktor und Teil der lokalen Identität.
Ich stehe hinter jeder Regierung, bei der ich nicht sitzen muss, wenn ich nicht hinter ihr stehe.
- Homer J. Simpson
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Re: MÜNZEN der Familie PHILIPPUS Arabs 244-249 n.Chr.
Kleine Ergänzungen noch:
1. Von der antiken Stadt Zeugma wird man wohl nichts mehr ausgraben und daher auch wenig Münzen finden. Diese Stadt ist nämlich vor einigen Jahren in einem Stausee versunken.
2. Die Legende ΖЄΥΓΜΑΤЄΩΝ (Zeugmateon) bedeutet genau genommen "(Münze) der Zeugmatier" (Genitiv Plural), aber das ist jetzt Besserwisserei.
Homer
1. Von der antiken Stadt Zeugma wird man wohl nichts mehr ausgraben und daher auch wenig Münzen finden. Diese Stadt ist nämlich vor einigen Jahren in einem Stausee versunken.
2. Die Legende ΖЄΥΓΜΑΤЄΩΝ (Zeugmateon) bedeutet genau genommen "(Münze) der Zeugmatier" (Genitiv Plural), aber das ist jetzt Besserwisserei.
Homer
Wo is'n des Hirn? --- Do, wo's hiig'hört! --- Des glaab' i ned!
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Chippi
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Re: MÜNZEN der Familie PHILIPPUS Arabs 244-249 n.Chr.
Vom selben Verkäufer, wie der Galba, Clodius Albinus, Septimius Severus und Caracalla, stammt auch dieses Stück, welches mit rund 16,50€ plus Versand günstig war.
Antoninian, Rom, 248-249 n.Chr., Otacilia Severa (244-249)
AV: OTACIL SEVERA AVG - drapierte Büste mit Diadem auf Mondsichel n.r.
RV: CONCORDIA AVGG - n.l. sitzende Concordia, hält Patera über Altar und Füllhorn
RIC IV 129; 20,3-23,1mm; 3,64g
Gruß Chippi
Antoninian, Rom, 248-249 n.Chr., Otacilia Severa (244-249)
AV: OTACIL SEVERA AVG - drapierte Büste mit Diadem auf Mondsichel n.r.
RV: CONCORDIA AVGG - n.l. sitzende Concordia, hält Patera über Altar und Füllhorn
RIC IV 129; 20,3-23,1mm; 3,64g
Gruß Chippi
Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)
Münz-Goofy hat geschrieben: Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.
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Dittsche
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Re: MÜNZEN der Familie PHILIPPUS Arabs 244-249 n.Chr.
AR Antoninian, Rom, (edit 247), 23mm, 4,4gr., 12h
Obv: IMP M IVL PHILIPPVS AVG
Bust of Philip the Arab, radiate, draped, cuirassed, right
Rev: AEQVITAS AVGG
Aequitas, draped, standing left, holding scales in right hand and cornucopiae in left hand
RIC IV 27B
Obv: IMP M IVL PHILIPPVS AVG
Bust of Philip the Arab, radiate, draped, cuirassed, right
Rev: AEQVITAS AVGG
Aequitas, draped, standing left, holding scales in right hand and cornucopiae in left hand
RIC IV 27B
Zuletzt geändert von Dittsche am So 12.07.26 23:10, insgesamt 1-mal geändert.
- Lucius Aelius
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Re: MÜNZEN der Familie PHILIPPUS Arabs 244-249 n.Chr.
Wohl eher nur 247 ( und zwar die kurze Phase des 2. Halbjahres, da ab Ende 247 nur noch die kurze Legende ohne M IVL verwendet wurde), denn Philippus junior war erst ab 247 Augustus.
Gruss
Lucius Aelius
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Dittsche
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Re: MÜNZEN der Familie PHILIPPUS Arabs 244-249 n.Chr.
Sesterz, Rom, 247–249, 30mm, 18,7gr., 11h
Obv: IMP CAES M IVL PHILIPPVS AVG
Bust of Philip II, laureate, draped, cuirassed, right
Rev: LIBERALITAS AVGG III S C
Philip the Arab and Philip II, seated left, on curule chairs, extending right hands; Philip the Arab, nearer spectator, holds short sceptre in left hand
RIC IV 267a
Obv: IMP CAES M IVL PHILIPPVS AVG
Bust of Philip II, laureate, draped, cuirassed, right
Rev: LIBERALITAS AVGG III S C
Philip the Arab and Philip II, seated left, on curule chairs, extending right hands; Philip the Arab, nearer spectator, holds short sceptre in left hand
RIC IV 267a
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