Man findet bei den deutschen Kolonialbriefen/-karten wirklich viel über die Adressaten/Empfänger im Netz. Der auch zu sehende Brief über der Postkarte stammt bspw. von diesem hier: https://share.google/ps876070C2wf4wzu4
Die Neugierde plagt mich ; könntest Du Karte noch einmal ganz photographieren? Witzig, daß der Text in Kurrent, die Adresse aber in lateinischer Schrift geschrieben ist.
Die Adresse mußte der fremde Postler lesen, da wäre Kurrent nicht so gut gewesen. Grüße KarlAntonMartini
Münzsammler seit 60 Jahren. Mitglied im Numismatischen Verein zu Dresden und der Oriental Numismatic Society.
Die Neugierde plagt mich ; könntest Du Karte noch einmal ganz photographieren? Witzig, daß der Text in Kurrent, die Adresse aber in lateinischer Schrift geschrieben ist.
Die Adresse mußte der fremde Postler lesen, da wäre Kurrent nicht so gut gewesen. Grüße KarlAntonMartini
Aber die Postbeamten waren auch auch Deutsche, die die deutsche Schrift in der Schule gelernt hatten.
Gab es vielleicht eine Vorschrift des Weltpostvereins, wonach Adressen im internationalen Verkehr in lateinischer Schrift geschrieben werden mussten? Die Sendung konnte ja auch mal fehlgeleitet werden und musste dann wieder auf den rechten Weg gebracht werden.
Eigentlich müsste es ja heute noch so sein.
Wie würde die Post aus in Kolonien eigentlich ins Mutterland befördert ? Direkt per Dampfer nach Deutschland oder über Verteiler in den Territorien anderer Staaten ? Unmittelbar denke ich ohnehin daran, daß die einzelnen Sendungen in einem verschlossenen Sack, auf dessen Beutelfahne ein Zielhafen in Deutschland angegeben war lagen und vielleicht gar nicht direkt unterwegs in die Hand genommen werden müssten, aber hier spekuliere ich
aus DOA erfolgte die Beförderung mit der DOAL auf deren Postdampfern.
Die DOAL schloss 1890 mit der damaligen Reichsregierung einen Reichspostdampfervertrag.
Im Hinterland von DOA hatte anfänglich die Fa. Mayer & Schülke aus Hamburg die Beförderung der inländischen Post übernommen.
Es gab überall deutsche Auslandspostagenturen/-Ämter (Marokko, China, Osmanischen Reich etc.), wo mit deutschen Marken frankiert und dann zum Hafen mit den deutschen Postdampfern (wie cc schon schrieb) weitertransportiert wurde.
Im Hinterland von DOA hatte anfänglich die Fa. Mayer & Schülke aus Hamburg die Beförderung der inländischen Post übernommen.
Kurze Anmerkung:
Als die Engländer in der benachbarten Kolonie Uganda ihre Eisenbahnlinie vom Victoriasee nach Mombasa in Betrieb nahmen (bei den Deutschen ging der Bau von Daressalam zum Victoriasee langsamer voran) lief die für Deutschland bestimmte Post vom DOA-Hinterland auch mit der englischen Bahn nach Mombasa und von dort ging es dann mit dem Postdampfer weiter.
Zuletzt geändert von Lucius Aelius am Mo 13.07.26 08:17, insgesamt 1-mal geändert.
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