Mitglieder-Kartei der NSDAP online!

Alles was nichts mit Münzen zu tun hat

Moderator: Locnar

Benutzeravatar
edsc
Beiträge: 457
Registriert: Di 12.02.13 00:21
Wohnort: Günzburg
Hat sich bedankt: 337 Mal
Danksagung erhalten: 196 Mal

Re: Mitglieder-Kartei der NSDAP online!

Beitrag von edsc » Mo 03.08.26 05:53

Ich habe schon seit Jahren ein SZ Abo. Aber wie weidner schon geschrieben hat, richtig aufschlussreich sind die Informationen dort nicht.

Benutzeravatar
Mynter
Beiträge: 3268
Registriert: Do 03.09.09 23:11
Wohnort: Huttaheiti, Finsterstes Barbaricum
Hat sich bedankt: 1552 Mal
Danksagung erhalten: 1803 Mal

Re: Mitglieder-Kartei der NSDAP online!

Beitrag von Mynter » Mo 03.08.26 08:50

Die Anfrage ans Bundesarchiv ist etwas arbeitsaufwendig, dauert etwa drei Monate und ist in der Regel kostenlos. Bei der Antragsstellung gibt man den Betrag an, den man bei Kostenanfall maximal zu zahlen bereit ist. Die Anfragen, die ich dort getätigt habe, wurden kostenlos bearbeitet. Ich habe mir die durch die Medien angebotenen Suchmöglichkeiten noch nicht angesehen werde aber im Herbst mal nachprüfen, ob ich dort genau die Antworten bekomme, die mir das Bundesarchiv zur Verfügung gestellt hat.
Grüsse, Mynter

Benutzeravatar
Pfennighüter
Beiträge: 464
Registriert: Sa 17.05.25 21:06
Wohnort: Berlin
Hat sich bedankt: 28 Mal
Danksagung erhalten: 1267 Mal

Re: Mitglieder-Kartei der NSDAP online!

Beitrag von Pfennighüter » Mo 03.08.26 11:40

Aus meiner Sippe ist keiner in der Kartei enthalten. Mein 1914 geborener Großvater mütterlicherseits war sportbegeistert und somit anfänglich in der SA, die ja eine Köderfunktion für sportbegeisterte Jugendliche hatte, ähnlich wie später die GST in der DDR. Infolge der Reichskristallnacht trat er 1938 aus der SA aus und in die Bekennende Kirche ein.

Mein 1899 geborener Großonkel Karl Pietsch war Dorfschullehrer bei Stralsund. Laut preußischer Lehrerkartei ging er 1939 mit nur 40 Jahren (!) in den Ruhestand.
https://archivdatenbank.bbf.dipf.de/act ... 6b9bad9f83
Genau wie in der NSDAP-Kartei kein Grund für den Eintritt steht, so steht hier kein Grund für den "Ruhestand", bei dem es sich vielmehr um eine Entlassung handelte. Karl Pietsch hatte als Küster und Dorfschullehrer eine Doppelfunktion in denselben Räumlichkeiten. Gesetzlich war vorgeschrieben, daß ein Bild des "Führers" im Schulraum zu hängen hatte. Da in denselben Räumlichkeiten aber auch Konfirmandenunterricht stattfand, pflegte mein Großonkel den "Führer" bei kirchlichen Veranstaltungen im Schulhaus abzuhängen. Wie immer fand sich irgendein tapferer Denunziant. Danach war Karl Pietsch bis zu seiner Pensionierung nur noch Küster, denn unter der nach 1945 folgenden nächsten Diktatur war bei enger Kirchenbindung eine Rückkehr in den Schuldienst nicht möglich.

Antworten
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder