Alles rund um Uranglas

Alles was nichts mit Münzen zu tun hat

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ebring
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Re: Alles rund um Uranglas

Beitrag von ebring » Mo 20.07.26 20:29

Ja, stimmt, mein Fehler. Ist schwierig :) .

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Re: Alles rund um Uranglas

Beitrag von Numis-Student » Sa 08.08.26 21:59

ebring hat geschrieben:
Mo 20.07.26 10:53
@numisstudent, hast du auch annagelbes Uranglas?
Eigentlich und angeblich wurde Uranglas nur bis 1940 hergestellt, wegen der dann folgenden Nutzung als waffenfähiges Material.
In der Gegend der Gablonz Glashütten allerdings bis heute, für den Export in die USA.
Interessantes Thema (und Ketten aus Uranglas soll man nur AUF der Kleidung tragen).
Nachfolgend im file:.....siehe unten..... interessantes zur Altersbestimmung zu lesen:

Alter und Herkunft: "Eine grobe Unterscheidung kann über Gammaspektrometrie erfolgen. Vor dem Ende des
Zweiten Weltkriegs wurde Uran nicht abgereichert, d. h. es weist das natürliche Verhältnis
der beiden Isotope Uran-235 und Uran-238 auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde für
Atombomben- und Brennstäbeproduktion ein höherer Anteil an Uran-235 benötigt, das
durch einen Anreicherungsprozess gewonnen wird. Das verbleibende abgereicherte Uran
(depleted uranium) wurde unter Anderem für die Uranfarbenherstellung verwendet. Über
Gammaspektren kann man das Verhältnis U-238:U-235 bestimmen und feststellen, ob das
Glas aus der Zeit vor oder nach dem Zweiten Weltkrieg stammt, wobei in den ersten
Nachkriegsjahren auch noch nicht abgereichertes Uran verwendet wurde."

Man benötigt also "nur" einen Szintillationsdetektor oder Halbleiterdetektor, der an einen Vielkanalanalysator angeschlossen ist.
Gibt es schon ab 300 Oiro als Hobbygerät.
Ich glaube, dass man das auch bei den meisten Objekten ohne Messung sagen kann:
Biedermeier, Historismus, Jugendstil und Art Deco sind vor 1945, 50er/60er-Jahre-Objekte sind eher nach 1945 entstanden. ;-)

Zugegeben, es gibt auch solche Dinge wie meine heutige Beute, eine Bowle-Garnitur: 1930er ? Oder doch 1950er ?
Ich tendiere zu "vor 1945"...

Schöne Grüße
MR
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20260808_183208_bearb.jpg
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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Re: Alles rund um Uranglas

Beitrag von Numis-Student » Sa 08.08.26 23:14

Detailbilder.
Dateianhänge
IMG_7858.jpg
IMG_7856.jpg
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
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Re: Alles rund um Uranglas

Beitrag von pingu » So 09.08.26 10:33

Hallo,

super schöne Bowle - ab jetzt gibt es Bowle bei dir nur noch bei UV-Licht. 8)
ebring hat geschrieben:
Mo 20.07.26 10:53

Alter und Herkunft: "Eine grobe Unterscheidung kann über Gammaspektrometrie erfolgen. Vor dem Ende des
Zweiten Weltkriegs wurde Uran nicht abgereichert, d. h. es weist das natürliche Verhältnis
der beiden Isotope Uran-235 und Uran-238 auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde für
Atombomben- und Brennstäbeproduktion ein höherer Anteil an Uran-235 benötigt, das
durch einen Anreicherungsprozess gewonnen wird. Das verbleibende abgereicherte Uran
(depleted uranium) wurde unter Anderem für die Uranfarbenherstellung verwendet. ...
Das wird wohl nicht bei jedem Glas funktionieren. Das in Příbram (CS) gewonnene Urannerz (Pechblende) wurde zunächst angereichert zu Yelowcacke und dann nach Russland (damals noch UdSSR) verbracht. Nur dort wurden die Isotope angereichert. Ich kann mir nicht vorstellen, das abgereichertes Uran an die ČSSR zurückgegeben wurde um daraus Glas zu produzieren - das ist militärisch viel zu Wertvoll.
Eher gehe ich davon aus, das die geringen Mengen zur Uranglasherstellung das Land nicht verließen, sondern direkt für das Glaswerk "abgezweigt" wurden.
Eine direkte Gewinnung des Farbstoffes für die Gläser kann ausgeschlossen werden, da die Verbindung nicht in der Natur vorkommt (Natriumdiuranat).

Grüße pingu
Wer sein Geld mit Konsum verschwendet, wird die wahren Freuden eines Numismatikers nie kennenlernen....

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Re: Alles rund um Uranglas

Beitrag von Numis-Student » Mo 10.08.26 23:04

Hier mal eine Übersicht, was so in gut 10 Jahren zusammenkommt (ein paar Teile fehlen, da sie noch nicht im Schrank stehen...)
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Übersicht2.jpg
Übersicht1.jpg
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Re: Alles rund um Uranglas

Beitrag von Numis-Student » Mo 10.08.26 23:10

Nochmal die einzelnen Regalböden, leider schwächelt der Akku der UV-Lampe schon wieder spürbar.
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Regal4.jpg
Regal3.jpg
Regal2.jpg
Regal1.jpg
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Re: Alles rund um Uranglas

Beitrag von Larth » Di 11.08.26 08:07

Das ist schon eine ordentliche Sammlung.
Du besitzt schon eine strahlende Vitrine, wenn auch nur sehr leicht strahlend.
Toll
Lg Hans

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Re: Alles rund um Uranglas

Beitrag von Altamura2 » Di 11.08.26 09:18

Numis-Student hat geschrieben:
Mo 10.08.26 23:10
... Nochmal die einzelnen Regalböden ...
Das sieht aber richtig gut aus :D . Langsam wird das ja schon museumsreif, oder?

Gruß

Altamura

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Re: Alles rund um Uranglas

Beitrag von Numis-Student » Di 11.08.26 09:34

Also ich glaube, die Sonderausstellung des Volkskundemuseums Wien kann ich "überstrahlen" ;-)

https://www.volkskundemuseum.at/annagel ... 2019-09-24 (Ja, es geht wirklich nur um diese eine Vitrine).
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Re: Alles rund um Uranglas

Beitrag von ebring » Di 11.08.26 13:06

Schöne Sammlung von dir numis-student. Doch es fehlt das Gelb, alles grün.
Das Volkskundemuseum hat noch mehr Uranstücke als in der Vitrine, zumindest die drei Kristallgläser und die zwei Art-Deco Deckelkaraffen.
Das sind die zwei anderen Bilder der Vorschau.
Und sie haben gelbe Gläser, rechts und links und das dritte von links in der Vitrine (?) :wink: .
So ein gelbes Teil muss ich mir auch besorgen!

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Re: Alles rund um Uranglas

Beitrag von Numis-Student » Di 11.08.26 13:19

https://www.volkskundemuseum.at/keramik_glas_stein hat geschrieben: Zuletzt erhielt die Glassammlung Zuwachs in Gestalt von ca. 90 sogenannten Urangläsern. Diese Beispiele einer gelblich bis grün fluoreszierenden Glasart gelangte im Jahre 2018 durch eine Schenkung von Franz Dworzak aus Wien ans Museum. Die Sammlung enthält sowohl Repräsentations- und Dekorationsobjekte aus dem 19. Jahrhundert, deren Dekore von Hand geätzt oder geschliffen wurden, als auch unterschiedliche Gebrauchsgegenstände aus Pressglas wie eine Butterdose, ein Tinten- und Streusandfass und ein Apothekengefäß.
Die haben schon noch ein bisschen mehr, aber die Sonderausstellung, die damals im Radio und auf Plakaten beworben wurde (und genau aus der gezeigten Vitrine bestand) hatte mich dann doch etwas enttäuscht.
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Re: Alles rund um Uranglas

Beitrag von Numis-Student » Di 11.08.26 13:40

Ein bisschen was gelbes (ok, gelbgrünes) habe ich auch.

Möglich, dass gelbes Uranglas seltener ist.
Möglich, dass mir unbewusst das grüne besser gefällt.
Möglich, dass ich das grüne Uranglas auf dem Flohmarkt besser erkenne.
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Re: Alles rund um Uranglas

Beitrag von Numis-Student » Di 11.08.26 13:44

https://www.volkskundemuseum.at/keramik_glas_stein hat geschrieben: Zuletzt erhielt die Glassammlung Zuwachs in Gestalt von ca. 90 sogenannten Urangläsern.
Das hat mich jetzt motiviert, erstmalig nachzuzählen...
Bei mir sind es ca. 130 Objekte 8)
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Re: Alles rund um Uranglas

Beitrag von ebring » Do 13.08.26 10:06

Ja, grün ist schöner.
Mit etwas Phantasie könnten das schon annagelbe Gläser sein; Bild 2,3,4 und 5.

Das gelbe Uranglas ist seltener, deshalb teurer. Ist wie bei Bakelit und Catalin. Bakelit ist schöner weil urwüchsiger; Catalin ist nur bunt, aber teurer (seltener, weil nur in kurzem Zeitraum hergestellt). Aber bei Catalin ist auch die Herstellung aufwendiger.

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