Beitrag
von pingu » Fr 21.08.26 15:53
Hallo,
etwas schade, Beethoven war ja trotz seiner Erkrankung absolut kein Kind von Traurigkeit. Leider scheinen historisch aber immer gerade solche Momente in Bildern festgehalten worden zu sein. Nahezu alle (alle die ich kenne) Bilder, Büsten und Statuen zeigen ihn, mit einem mehr oder minder mürrisch aufgesetzten Gesicht. Ich hätte mir vom Gestalter der Münze etwas Mut gewünscht, den Menschen Beethoven mit einem etwas optimistischerem Gesicht darzustellen. Hat doch letztendlich immer sein Optimismus ihn wieder ins quirlige Leben seiner Zeit zurückgebracht und dafür gesorgt, das er ein äußerst umtriebiges Leben führte.
Durch den "fast" Totalverlust seines Gehörs wurde er ja schlussendlich bis zu ernsthaften Selbstmordgedanken getrieben, aber auch diese hat er überwunden.
Für mich am interessantesten, dass obwohl er ein laut Überlieferung "überzeugter Lernmuffel" war, er immer bei allen anderen in seinem Umfeld Lehre und Anleitung gesucht hat und letztlich auch fand. Bei vielen seiner Stücke kann man zeitweilige Einflüsse seiner Lehrer und Wegbegleiter finden, einige wenige haben ihn nie verlassen (besonders Haydn von dem er ja selbst ungefähr folgendes sagte: "von dem hab ich ja schon mal gar nichts gelernt").
Für mich ist er nicht nur ein überragender Komponist, sondern auch ein Vorbild für Zielstrebigkeit und die Eigenschaft nie aufgeben zu wollen.
Auch wenn er kein gebürtiger Wiener war, so ist er doch ein Wiener (Kind), der sich die Ehre auf einer österreichischen Münze abgebildet zu sein mehr als verdient hat.
Eine gelungene Münze, die ihm in meinen Augen auch gerecht wird.
Grüße pingu
Wer sein Geld mit Konsum verschwendet, wird die wahren Freuden eines Numismatikers nie kennenlernen....