Wenn man mal von der römischen Messing-Industrie oder der beliebten Verwendung u.a. als Münzmetall in römischer Zeit oder ... absieht.Reinhard Wien hat geschrieben: ↑Fr 24.05.24 15:19---
Dein Stück dürfte ausserdem Messing sein, wäre für römische oder griechische Gegenstände eher die Ausnahme.
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Historische Waagen und Gewichte (keine Münzwaagen & Münzgewichte !!!)
Moderator: Locnar
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Re: Historische Waagen und Gewichte (keine Münzwaagen & Münzgewichte !!!)
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Re: Historische Waagen und Gewichte (keine Münzwaagen & Münzgewichte !!!)
Sind auf beiden Seiten, auf dem Foto vielleicht nicht so gut zu erkennen.Reinhard Wien hat geschrieben: ↑Fr 24.05.24 15:32Was mir jetzt gerade auffällt. Die abgedrehten Rillen auf der Unterseite ...
Gruß
Tilos
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Re: Historische Waagen und Gewichte (keine Münzwaagen & Münzgewichte !!!)
Heute habe ich wieder eins nach Hause getragenLordLindsey hat geschrieben: ↑Sa 20.01.24 14:58Kenn ich gar nicht, sicherlich nach 1806, oder?Numis-Student hat geschrieben: ↑Fr 19.01.24 18:38Die "klassischen" Gewichte zu 1 Pfund sieht man ja mehrmals pro Woche
Fast vollständig, nur der kleinste Einsatz fehlt, ausserdem ist der Verschluss defekt: die Schnalle fehlt, der Dorn ist verbogen.
Aber da alle Gewichtseinsätze zusammengehören und der Preis sehr vernünftig war (15€), habe ich es gekauft.
Schöne Grüße,
MR
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Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
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Re: Historische Waagen und Gewichte (keine Münzwaagen & Münzgewichte !!!)
Anbei noch mein ältestes Becherchen, leider ist nur das eine Becherchen zu 4 Lot vorhanden - geeicht 1782, 1784 und 1786.
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Re: Historische Waagen und Gewichte (keine Münzwaagen & Münzgewichte !!!)
Und neben dem gerade gezeigten Bechergewicht von 1841 ist mir heute noch ein ganz kleines "Opium"-/Marktgewicht aus Thailand/Birma zugelaufen...
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Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
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Re: Historische Waagen und Gewichte (keine Münzwaagen & Münzgewichte !!!)
Wo und wozu brauchte man eigentlich Glasgewichte?
Et tant pis pour ceux qui s′étonnent // Et que les autres me pardonnent // Mais les enfants ce sont les mêmes // À Paris ou à Göttingen.
Barbara, 1964.
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Re: Historische Waagen und Gewichte (keine Münzwaagen & Münzgewichte !!!)
Hallo Antalaya,
ich vermute mal, dass es sich um eine Notmaßnahme während der 2 Weltkriege handelt.
Bekanntlich waren Kupferlegierungen, aus denen bisher die Gewichte (Massestücke) bis
ca. 250 Gramm bestanden, ein kriegswichtiges Material und so war es möglich, diese
aus Glas herzustellen.
Ein Beispiel sind die massenhaft eingeschmolzenen Bronzeglocken.
Sogar die Bronzeknöpfe der Kriegsmarine wurden 1943/44 teilweise aus Glas hergestellt,
und mit Goldlack beschichtet (siehe "Lüdenscheider Knopfbuch" von W.Hostert, Seite 405
mit Knöpfen aus meiner Sammlung), hergestellt vermutlich in Gablonz (Jablonez).
Auch in der ehemaligen DDR war Buntmetall Mangelware und so wurden kleinere Gewichte
damals aus Eisen gegossen, nachfolgend zeige ich mal 2 Beispiele.
Vielleicht gibt es aber auch eine andere Erklärung, mal sehen, was die Experten sagen.
Grüße von olricus
ich vermute mal, dass es sich um eine Notmaßnahme während der 2 Weltkriege handelt.
Bekanntlich waren Kupferlegierungen, aus denen bisher die Gewichte (Massestücke) bis
ca. 250 Gramm bestanden, ein kriegswichtiges Material und so war es möglich, diese
aus Glas herzustellen.
Ein Beispiel sind die massenhaft eingeschmolzenen Bronzeglocken.
Sogar die Bronzeknöpfe der Kriegsmarine wurden 1943/44 teilweise aus Glas hergestellt,
und mit Goldlack beschichtet (siehe "Lüdenscheider Knopfbuch" von W.Hostert, Seite 405
mit Knöpfen aus meiner Sammlung), hergestellt vermutlich in Gablonz (Jablonez).
Auch in der ehemaligen DDR war Buntmetall Mangelware und so wurden kleinere Gewichte
damals aus Eisen gegossen, nachfolgend zeige ich mal 2 Beispiele.
Vielleicht gibt es aber auch eine andere Erklärung, mal sehen, was die Experten sagen.
Grüße von olricus
Zuletzt geändert von olricus am Mi 09.10.24 21:37, insgesamt 1-mal geändert.
- olricus
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Re: Historische Waagen und Gewichte (keine Münzwaagen & Münzgewichte !!!)
Hier wie angekündigt, 2 Gewichte aus der ehmaligen DDR aus Eisen zur Einsparung
von Buntmetall:
- 100 Gramm, geeicht 1976
- 200 Gramm, geeicht 1975
von Buntmetall:
- 100 Gramm, geeicht 1976
- 200 Gramm, geeicht 1975
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Re: Historische Waagen und Gewichte (keine Münzwaagen & Münzgewichte !!!)
Diese Gewichte unterscheiden sich aber optisch nicht von den scheibenförmigen Handelsgewichten, wie sie seit ca. 2. Häfte 19. Jh. regelmäßig in preußischen Gewichtssätzen enthalten sind. Ab 100 g waren dieserart Gewichtsstücke üblicherweise aus Eisen. Es ist aber nicht auszuschließen, dass diese recht alten Gewichte, die ja bis in die 1980er Jahre für den Verkehr in der DDR zugelassen waren, nochmal nachgeeicht wurden. Auf dem Foto sehe ich allerdings keine DDR-spezifischen Eichpunzen, was aber an der Fotoqualität liegen kann.
Gruß
Tilos
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Re: Historische Waagen und Gewichte (keine Münzwaagen & Münzgewichte !!!)
Hier mal als Ergänzung eine Vergrößerung des Eichstempels vom 200-Grammgewicht,
eindeutig als DDR-Stempel zu erkennen:Gruß olricus
eindeutig als DDR-Stempel zu erkennen:Gruß olricus
- tilos
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Re: Historische Waagen und Gewichte (keine Münzwaagen & Münzgewichte !!!)
Prima + danke! Ein schönes Beispiel für die mehrere politische bzw. wirtschaftliche Systeme überstandene Verwendung von historischen Gewichtsstücken. Das Eichamt wird sich vermutlich nicht so leicht ermitteln lassen.
Mit Buntmetallersatz hat das aber eher nichts zu tun, in der BRD wurden die Gewichte auch weiterwendet. Zunächst noch mit DR-Punzierung (50er Jahre), später dann D-Punzierung. Richtig ist, dass es noch gleichartige Eisengüsse aus Nachkriegszeiten gibt.
Beste Grüße
Tilos
Zuletzt geändert von tilos am Do 10.10.24 00:14, insgesamt 1-mal geändert.
- tilos
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Re: Historische Waagen und Gewichte (keine Münzwaagen & Münzgewichte !!!)
Genau! Notmaßnahme im II.WK und auch noch danach. So steht es in der metrologischen Fachliteratur.olricus hat geschrieben: ↑Di 08.10.24 23:03Hallo Antalaya,
ich vermute mal, dass es sich um eine Notmaßnahme während der 2 Weltkriege handelt.
Bekanntlich waren Kupferlegierungen, aus denen bisher die Gewichte (Massestücke) bis
ca. 250 Gramm bestanden, ein kriegswichtiges Material und so war es möglich, diese
aus Glas herzustellen.
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Vielleicht gibt es aber auch eine andere Erklärung, mal sehen, was die Experten sagen.
Grüße von olricus
Vergleichbar mit den Porzellangewichten unmittelbar nach den I.WK. Die Porzellangewichte waren in der DDR bis in die 1980er Jahre zugelassen.
Gruß
Tilos
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Re: Historische Waagen und Gewichte (keine Münzwaagen & Münzgewichte !!!)
Interessant. Ich dachte,.dass sie vielleicht für besondere chemische oder physikalische Umgebungen benötigt wurden. Aber Ersatzmaterial ist natürlich sehr naheliegend.
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Re: Historische Waagen und Gewichte (keine Münzwaagen & Münzgewichte !!!)
Ich hätte auch noch gedacht, dass ein nachträgliches Manipulieren damit verhindert werden soll.
MR
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- tilos (Do 10.10.24 01:36)
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
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Re: Historische Waagen und Gewichte (keine Münzwaagen & Münzgewichte !!!)
Hi MR,Heute habe ich wieder eins nach Hause getragen![]()
Fast vollständig, nur der kleinste Einsatz fehlt, ausserdem ist der Verschluss defekt: die Schnalle fehlt, der Dorn ist verbogen.
Aber da alle Gewichtseinsätze zusammengehören und der Preis sehr vernünftig war (15€), habe ich es gekauft.
Schöne Grüße,
MR
also arbeite mich noch durchs Sommerloch
Ich möchte ja nicht kleinlich erscheinen, aber "nur der Kleinste fehlt" erscheint mir optimistisch. Korrigiert mich gerne, aber sollte die Abfolge nicht sein 32 Lot der ganze Einsatz, 16/8/4/2/1L dann 2Q/2Pf/2Pf.
Es wären also die beiden Doppelpfennige, die fehlen
Beste Grüße
MW
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