Reparatur einer Armbanduhr

Alles was nichts mit Münzen zu tun hat

Moderator: Locnar

bayreuth
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Re: Reparatur einer Armbanduhr

Beitrag von bayreuth » Sa 30.05.26 23:02

pingu hat geschrieben:
Sa 30.05.26 21:58
Wenn man in einem Forum mit seinem Verhalten Gegenwind bekommt, geht man nicht in das nächste Forum um dort als Herr Oberlehrer weiter zu machen und Beiträge mit unnützem Wissen zu sprengen.

Fachlich bist du hier willkommen, aber lass es bitte Panik in alle Richtungen zu verbreiten.

im Übrigen ist hier auch jederzeit ein Hallo oder ein Gruß nicht verpönt. Besonders wenn man jemandem direkt schreibt und die Leute nicht kennt (nennt sich Anstand oder so ähnlich)

Grüße pingu
Wo habe ich bitte mit einem wohlgemeinten Hinweis Panik verbreitet?
Alles was ich geschrieben hatte war, ich zitiere: "Wenn da Radiumzeiger drinnen sind, am besten schauen dass du nicht versehentlich rankommst (und für die Nachwelt vielleicht einen Zettel mit Hinweis auf Radium bei der Uhr lagern). Radium ist nicht besonders gesund."
Ein sachlicher und prägnant formulierter Beitrag, der absolut berücksichtigt dass es sich um ein Erbstück von hohem ideelen Wert handelt das aufgehoben werden soll ohne dies nochmal explizit breitzutreten, weil der Besitzer das ja weiß.
Da die Rede davon war dass die Uhr repariert wird /werden soll, ist es ja durchaus möglich dass das Glas entfernt wird dazu und schon liegen die Zeiger offen, und es besteht die Möglichkeit für Kontakt. Dann hat man es an den Fingern und 1x nicht aufgepasst im Auge oder es juckt an der Nase...
Panikmache wäre gewesen irgendwas ala: "Sofort entsorgen..." oder "Super gefährlich..."

Und der Hinweis mit den Kindern ist durchaus berechtigt:
Es ist halt nunmal so das kleine Kinder durchaus sehr kreativ sein können wenn es darum geht an etwas interessantes heranzukommen. Ein Uhrglas ist da kein perfekter Schutz wenn ein Werkzeug oder Stein in der Nähe ist.
Ich habe z.B. mal die Überreste eines kleinen batteriebetriebenen Spielzeugautos gefunden wo der 6-jährige "Besitzer" die Permanentmagnete ausgebaut hat, weil er wissen wollte was drinnen ist in dem Wägelchen. Die Magnete waren in einem kleinen Elektromotor eingekapselt, und das Ensemble fest vergossen im Fahrzeuginneren, wo man normalerweise nicht rankommt, wenn man das Gehäuse nicht komplett zerkloppt. Benutztes Werkzeug? Ein Spielzeughammer aus Holz, Finger und Zähne. Von den Überresten hat natürlich ein kleiner Magnet gefehlt, kannst dir denken wo der war, und ich wette das gute Chinesische Schmierfett drum herum war auch nicht so wirklich gesund...

Im übrigen wehre ich mich gegen die Unterstellung ich würde "Foren wechseln" wegen angeblichem "Gegenwind". Ich wusste bis vor einigen Tagen nicht einmal das dieses Forum existiert und habe es zufällig über Google gefunden als ich etwas recherchiert habe zu einer bestimmten Münze.
Da dachte ich mir ich kann auch mal die Tauschecke hier ausprobieren, aber ich vermute mal dass der Schwerpunkt dieses Forums eher auf der Antike also auf den neueren Weltmünzen liegt, so dass mein Tauschangebot von 10 Euro Rettungsdienste F zum Nominal keinen Anklang gefunden hat.
Generell: Wenn ich irgendwo in einem öffentlichen Forum einen Beitrag sehe wo ich meine etwas beitragen zu können, mache ich das, stets sachlich, und ich kann mich natürlich auch ohne deine persönliche Zustimmung in anderen Foren anmelden, sofern ich die jeweiligen Forenregeln beachte (was ich tue). Nur du hast damit offenbar ein Problem und hegst augenscheinlich einen persönlichen Groll gegen mich (warum auch immer) was soweit zu gehen scheint dass du mir jetzt auch forenübergreifend folgst und immer nur auf eine Gelegenheit wartest mich in irgendeiner Form persönlich anzugehen (Stichwort "Oberlehrer", "unnützes Wissen" etc.) obwohl ich dafür keinerlei Grund liefere. Dein Beitrag ist das beste Beispiel dafür, zielt er doch offenbar darauf ab, mich (als hier noch unbekannten Neuling) gleich mal gegenüber den anderen Foristen die mich nicht kennen in ein schlechtes Licht rücken als ersten Eindruck ("Foren wechseln" wegen angeblichem "Gegenwind", "nicht mehr verstecken können"...).

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pingu
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Re: Reparatur einer Armbanduhr

Beitrag von pingu » Sa 30.05.26 23:36

für dich auch ohne Anrede (Anstand müssen wir noch etwas üben):
was soweit zu gehen scheint dass du mir jetzt auch forenübergreifend folgst
deshalb bin ich schon seit fast 20 Jahren hier aktiv, nur um dir folgen zu können und dich dann "persönlich anzugehen".
Dafür bist du mir leider zu unwichtig, deshalb muss ich dich enttäuschen, für mich bist du für so eine Handlungsweise leider nicht von Bedeutung. Ein Hauptgrund dafür übrigens die Missachtung von Anstand anderen gegenüber - wir sind keine Sandkastenfreunde!

Fahre als Erstes mal deine Paranoia etwas zurück. Ich schrieb eindeutig:
Fachlich bist du hier willkommen
Weiter bitte nur mit dem Thredthema: "Reparatur einer Armbanduhr" - das geht hier zu weit vom Thema ab....
Wer sein Geld mit Konsum verschwendet, wird die wahren Freuden eines Numismatikers nie kennenlernen....

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Re: Reparatur einer Armbanduhr

Beitrag von KaBa » So 31.05.26 11:09

Ich verstehe nicht ganz warum Ihr bayreuth ob seiner Warnung vor Radium in Uhren so angeht.
Dass die Teile und Belage mit Radium nicht gänzlich ungefährlich sind, ist doch ein wichtiger Hinweis.
In der Schweiz zum Beispiel dürfen Uhren mit Radium nur von speziell geschulten Uhrenmachern repariert werden. Auch der Handel mit radiumhaltigen Uhren ist dort weitestgehend verboten. https://www.bag.admin.ch/dam/de/sd-web/ ... -uhren.pdf

Das Risiko dass etwas passiert ist halt beim Umgang mit diesen Uhren geringfügig erhöht. Deswegen einen Hinweisgeber gleich als Panik Verbreiter zu bezeichnen halte ich für mehr als geringfügig übertrieben :D
So eine Uhr, zumindest meine vom Opa, hat zB den Physikunterricht in meiner Schule Mitte der 70er nachhaltig verändert. Nachdem der Geigerzähler wesentlich hektischer auf meine Uhr reagierte als auf die Probe für den Schulunterricht, durfte ich die Uhr nicht mehr in der Schule tragen. Und nein, bisher habe ich keinen Krebs, aber gesunde Kinder. Aber das heißt ja nichts.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor KaBa für den Beitrag (Insgesamt 3):
Stadtmynz (So 31.05.26 11:29) • bayreuth (So 31.05.26 11:37) • MartinH (Mo 01.06.26 18:40)

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Re: Reparatur einer Armbanduhr

Beitrag von bayreuth » So 31.05.26 11:36

pingu hat geschrieben:
Sa 30.05.26 23:36
für dich auch ohne Anrede (Anstand müssen wir noch etwas üben):
was soweit zu gehen scheint dass du mir jetzt auch forenübergreifend folgst
deshalb bin ich schon seit fast 20 Jahren hier aktiv, nur um dir folgen zu können und dich dann "persönlich anzugehen".
Dafür bist du mir leider zu unwichtig, deshalb muss ich dich enttäuschen, für mich bist du für so eine Handlungsweise leider nicht von Bedeutung. Ein Hauptgrund dafür übrigens die Missachtung von Anstand anderen gegenüber - wir sind keine Sandkastenfreunde!

Fahre als Erstes mal deine Paranoia etwas zurück. Ich schrieb eindeutig:
Fachlich bist du hier willkommen
Weiter bitte nur mit dem Thredthema: "Reparatur einer Armbanduhr" - das geht hier zu weit vom Thema ab....
Und gleich wieder nachgelegt, mir erneut die Worte verdreht und mir noch vorschreiben wollen was ich sagen darf.
Typisch, aber so kenne ich dich ja schon seit Jahren
Da werde ich jetzt sogar als "paranoid" hingestellt, als ob ich so blöd wäre nicht zu erkennen dass du hier schon lange Jahre dabei bist.
Das mit der Forenübergreifenden Folgen bedeutet nur, dass du sobald ich hier aktiv werde sofort Contra gibts und draufhaust, was an deiner Wortwahl eindeutig ablesbar ist und durch deinen weiteren Beitrag nur noch mehr bestätigt wird. Psychologisch nicht gestählte Schreiber die so angegangen werden würden sich nach solchen Attacken zurückziehen, weil das durchaus bereits als Mobbing ausgelegt werden kannst, was du da treibst, dem Gegenüber kontinuierlich unterschwellig Minderwertigkeit unterstellen etc..

Und übrigens: Weder gibt es eine Forenregel hier die explizit besagt dass alle Beiträge mit offizieller Grußformel zu beginnen und zu Enden haben wie es z.B. bei einer PN die (ungeschriebene) Regel ist, es ist auch wenn man sich die Beiträge im gesamten Forum generell betrachtet, die absolute Ausnahme dass außerhalb des jeweiligen Eröffnungsbeitrags dort Grußformeln zum Einsatz kommen in den Folgebeiträgen, die die Frage beantworten. Von daher mir daraus das ich das ebenso halte einen Vorwurf konstruieren zu wollen, ist, naja, seltsam.

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Re: Reparatur einer Armbanduhr

Beitrag von bayreuth » So 31.05.26 11:58

KaBa hat geschrieben:
So 31.05.26 11:09
Ich verstehe nicht ganz warum Ihr bayreuth ob seiner Warnung vor Radium in Uhren so angeht.
Dass die Teile und Belage mit Radium nicht gänzlich ungefährlich sind, ist doch ein wichtiger Hinweis.
In der Schweiz zum Beispiel dürfen Uhren mit Radium nur von speziell geschulten Uhrenmachern repariert werden. Auch der Handel mit radiumhaltigen Uhren ist dort weitestgehend verboten. https://www.bag.admin.ch/dam/de/sd-web/ ... -uhren.pdf

Das Risiko dass etwas passiert ist halt beim Umgang mit diesen Uhren geringfügig erhöht. Deswegen einen Hinweisgeber gleich als Panik Verbreiter zu bezeichnen halte ich für mehr als geringfügig übertrieben :D
So eine Uhr, zumindest meine vom Opa, hat zB den Physikunterricht in meiner Schule Mitte der 70er nachhaltig verändert. Nachdem der Geigerzähler wesentlich hektischer auf meine Uhr reagierte als auf die Probe für den Schulunterricht, durfte ich die Uhr nicht mehr in der Schule tragen. Und nein, bisher habe ich keinen Krebs, aber gesunde Kinder. Aber das heißt ja nichts.
Im Falle des Radiums deiner Uhr dürftest du als jugendlicher Träger wohl keine Probleme im Alter mehr zu erwarten haben. Die Geigerzähler in den Schulen sind ja sehr empfindlich und die Schulproben ja auch nur sehr schwach radioaktiv (bei uns damals war der vom Lehrer mitgebrachte Stein aus dem Wald wo Spuren von Uranerz drinnen waren die mit Abstand stärkste Quelle, er hat aber explizit nach Uhren mit Leuchtzeigern gefragt). Gemessen worden dürfte bei deiner Uhr vermutlich nicht das strahlende Radium selber, weil Alphastrahlung nicht durch das Uhrglas geht, sondern Zerfallsprodukte von denen in der Kette auch einige Betastrahler sind (wenn man sich die Halbwertszeiten betrachtet, vermutlich via Radon zu Spuren von Poloniumisotopen, sofern nicht bei der Produktion der Uhr auch anderes Zeug als Radium in Spuren mit reingekommen ist). Da der Unterbau der Uhr ja aus Metall ist, sollte das einen einigermaßen Schutz gegeben haben, zusätzlich sind ja auch keine Organe am Vorderarm.

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Re: Reparatur einer Armbanduhr

Beitrag von Lackland » So 31.05.26 12:12

bayreuth hat geschrieben:
So 31.05.26 11:58
KaBa hat geschrieben:
So 31.05.26 11:09
Ich verstehe nicht ganz warum Ihr bayreuth ob seiner Warnung vor Radium in Uhren so angeht.
Dass die Teile und Belage mit Radium nicht gänzlich ungefährlich sind, ist doch ein wichtiger Hinweis.
In der Schweiz zum Beispiel dürfen Uhren mit Radium nur von speziell geschulten Uhrenmachern repariert werden. Auch der Handel mit radiumhaltigen Uhren ist dort weitestgehend verboten. https://www.bag.admin.ch/dam/de/sd-web/ ... -uhren.pdf

Das Risiko dass etwas passiert ist halt beim Umgang mit diesen Uhren geringfügig erhöht. Deswegen einen Hinweisgeber gleich als Panik Verbreiter zu bezeichnen halte ich für mehr als geringfügig übertrieben :D
So eine Uhr, zumindest meine vom Opa, hat zB den Physikunterricht in meiner Schule Mitte der 70er nachhaltig verändert. Nachdem der Geigerzähler wesentlich hektischer auf meine Uhr reagierte als auf die Probe für den Schulunterricht, durfte ich die Uhr nicht mehr in der Schule tragen. Und nein, bisher habe ich keinen Krebs, aber gesunde Kinder. Aber das heißt ja nichts.
Im Falle des Radiums deiner Uhr dürftest du als jugendlicher Träger wohl keine Probleme im Alter mehr zu erwarten haben. Die Geigerzähler in den Schulen sind ja sehr empfindlich und die Schulproben ja auch nur sehr schwach radioaktiv (bei uns damals war der vom Lehrer mitgebrachte Stein aus dem Wald wo Spuren von Uranerz drinnen waren die mit Abstand stärkste Quelle, er hat aber explizit nach Uhren mit Leuchtzeigern gefragt). Gemessen worden dürfte bei deiner Uhr vermutlich nicht das strahlende Radium selber, weil Alphastrahlung nicht durch das Uhrglas geht, sondern Zerfallsprodukte von denen in der Kette auch einige Betastrahler sind (wenn man sich die Halbwertszeiten betrachtet, vermutlich via Radon zu Spuren von Poloniumisotopen, sofern nicht bei der Produktion der Uhr auch anderes Zeug als Radium in Spuren mit reingekommen ist). Da der Unterbau der Uhr ja aus Metall ist, sollte das einen einigermaßen Schutz gegeben haben, zusätzlich sind ja auch keine Organe am Vorderarm.
Hallo Zusammen,

ich finde, das war ein schöner Schlusssatz, mit dem wir die Diskussion beschließen können und uns wieder anderen - vielleicht sogar numismatischen - Themen zuwenden können.

Bis jetzt war ja auch alles im normalen zwischenmenschlichen Rahmen (darum hat sich ja auch kein Moderator eingemischt) und so soll es ja auch bleiben.

Herzliche Grüße von Eurem

Lackland
„Nach dem Spiel kommen König und Bauer in dieselbe Schachtel.“

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Re: Reparatur einer Armbanduhr

Beitrag von pingu » So 31.05.26 16:37

Hallo noch einmal,
Auch der Handel mit radiumhaltigen Uhren ist dort weitestgehend verboten. https://www.bag.admin.ch/dam/de/sd-web/ ... -uhren.pdf
in der Schweiz - die Verordnung greift wie in der verlinkten Seite beschrieben bei größeren Sammlungen, Museumsbeständen etc. Nicht bei Einzelstzücken zu Hause! Wie man im verlinkten Artikel lesen kann -diese werden sogar ausdrücklich ausgenommen!
Die Gehalte einer einzelnen Uhr liegen weit unter den in der Schweiz geltenden Expositionsgrenzen (steht ebenfalls so im (nicht von mir) verlinketen Beitrag!). Eine einzelne Uhr ist selbst in der Schweiz als ungefährlich eingestuft.
Zur Beachtung: der Artikel gilt ausschließlich für die Schweiz!

Ich schrieb bereits - in Deutschland gibt es keine Grenzwerte für Radium.

Radium als Element selbst ist erst einmal nicht toxisch, die Strahlenexposition beim Zerfall ab einer gewissen Höhe schon.
Nicht von mir, aber wie so oft passend: "die Masse macht das ein Gift ein Gift ist".

Zu Vergiftungen mit Radium in Deutschland für den Zeitraum der letzten 20 Jahre:
https://www.google.com/search?q=wieviel ... mc&csuir=1

und Weltweit: https://www.google.com/search?q=wieviel ... r=1&udm=50

also doch absolute Panikmache und sehr weit ausholend künstlich zusammenkonstruiert! Es gibt keinen einzigen Fall einer Radiumvergiftung für den Zeitraum überhaupt. Ich hätte auch 40 Jahre abfragen können, das Ergebniss bleibt gleich. - keine Vergiftungen und/oder Verstrahlungen !

Ohne mich jetzt mal selbst "Ernst zu nehmen": Im übrigen gibt es im Haushalt wesentlich giftigere Stoffe und davon abgesehen ist unser Leben die tödlichste bekannte Ursche für Lebensabbrüche überhaupt. :wink:


Ich hoffe damit kann man diese unsägliche, künstlich zusammen konstruierte Falllage als abschließend beantwortet betrachten.


@bayreuth - ich habe dir noch nie vorgeschrieben, was du zu schreiben hast - steht mir auch nicht zu. Aber ich werde immer dagegen schreiben wenn irgendwo Halbwahrheiten und gefährliches Halbwissen verbreitet werden. Es trifft nicht nur dich, daher vielen Dank für dein Verständniss.
Dein Hinweis war mit Sicherheit gut gemeint, aber leider überzogen.

Wie bereits an einem anderem Ort, vor schon langer Zeit: ich bitte dich, nichts in meine Beiträge herein zu interpretieren, was da nicht geschrieben steht!
Im übrigen lag es mir fern, dich mobben zu wollen - falls das wirklich so bei dir angekommen ist, sehe ich mich gezwungen um Entschuldigung zu bitten.

Grüße pingu
Zuletzt geändert von pingu am So 31.05.26 16:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Reparatur einer Armbanduhr

Beitrag von bayreuth » So 31.05.26 18:04

Damit zu argumentieren dass es sicher ist weil in Deutschland in den letzten 20 Jahre laut Google niemand an einer Vergiftung (!) durch Radium gestorben ist ist m.E. schon etwas seltsam, weil: Aus guten Grund wird Radium in Deutschland ja seit vielen Jahrzehnten außerhalb der Forschung nicht (mehr) eingesetzt, weil es eben radioaktiv ist.
Es ist im gleichen Zeitraum in Deutschland auch niemand durch den Verzehr von Eisbärenleber vergiftet worden und gestorben, aber nur weil Eisbärenleber nicht großflächig auf den Tellern landet...

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Re: Reparatur einer Armbanduhr

Beitrag von Andechser » So 31.05.26 18:39

Lieber Bayreuth,
da muss ich dich korrigieren. In der Medizin wird es durchaus noch für Krebstherapien verwendet. Siehe: https://www.chemie-azubis.de/element-radium/
Es wäre wirklich schön, wenn du deinen Tonfall etwas mäßigen könntest.

Beste Grüße
Andechser

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Re: Reparatur einer Armbanduhr

Beitrag von bayreuth » So 31.05.26 20:08

Andechser hat geschrieben:
So 31.05.26 18:39
Lieber Bayreuth,
da muss ich dich korrigieren. In der Medizin wird es durchaus noch für Krebstherapien verwendet. Siehe: https://www.chemie-azubis.de/element-radium/
Es wäre wirklich schön, wenn du deinen Tonfall etwas mäßigen könntest.

Beste Grüße
Andechser
Lieber Andechser,
Ganz sachlich betrachtet und mit meinem wie immer gemäßigten Tonfall:
Die Anwendung in der Krebstherapie ist ein ziemlicher Spezialfall für einige ausgewählte Krebsarten (vor allem immer unter Medizinischer Aufsicht mit geschultem Personal). Das Ziel dort ist, den Krebs, den man nicht mehr operativ entfernen kann weil er zu weit fortgeschritten ist durch die Strahlung gezielt abzutöten, wobei ein Kollateralschaden (d.h. Krebsrisiko) dann durchaus in Kauf genommen wird da der existierende Krebs sowieso tödlich wäre. (Im American Football würde man sagen, ein "Hail Mary", ein letzter Versuch mit vollem Risiko). Persönlich würde ich das als eher dem Bereich Forschung zugehörig betrachten als das es eine etablierte Standardprozedur ist, genauso wie nur eine Ausgewählte Anzahl an Krebspatienten am Forschungsreaktor in Garching bestrahlt wird.
Zudem werden in der Therapie mit Radiumisotopen nur Verbindungen mit sehr kurzlebigen hochreinen Isotopen aus Reaktoren verwendet, nicht die gleichen die in den Uhrzeigern eingesetzt wurden die auch nach vielen Jahren noch leuchten wegen deutlich längerer Halbwertszeit.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor bayreuth für den Beitrag:
ebring (Mo 01.06.26 10:32)

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Re: Reparatur einer Armbanduhr

Beitrag von friedberg » So 31.05.26 20:51

Hallo bayreuth,
bayreuth hat geschrieben:
So 31.05.26 20:08
Persönlich würde ich das als eher dem Bereich Forschung zugehörig betrachten als das es eine etablierte Standardprozedur ist, genauso wie nur eine Ausgewählte Anzahl an Krebspatienten am Forschungsreaktor in Garching bestrahlt wird.
Xofigo (Radium-223-dichlorid) ist seit Jahren eine etablierte Standardtherapie:
https://de.wikipedia.org/wiki/Radiumchlorid
https://www.klinikum-lippe.de/wp-conten ... Xofigo.pdf
https://produktinformation.bayer.de/xofigo
https://www.fachinfo.de/fi/detail/01497 ... onsloesung

Deine persönliche Meinung sei Dir vollumfänglich belassen.
Der geneigte Leser möge sich demgegenüber anhand meiner obigen links selbst eine Meinung bilden.

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Reparatur einer Armbanduhr

Beitrag von KaBa » So 31.05.26 23:24

Das eine in der Leuchtpaste ist Radium-226. In der heutigen Krebsbehandlung wird dagegen fast immer Radium-223 verwendet. Die beiden sollte nicht gleich setzen. Das erste hat zB eine Halbwertszeit von 1600 Jahren, das andere von etwas über 11 Tagen.

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Re: Reparatur einer Armbanduhr

Beitrag von pingu » Mo 01.06.26 08:28

Hallo,
Das eine in der Leuchtpaste ist Radium-226. In der heutigen Krebsbehandlung wird dagegen fast immer Radium-223 verwendet. Die beiden sollte nicht gleich setzen. Das erste hat zB eine Halbwertszeit von 1600 Jahren, das andere von etwas über 11 Tagen.
(Die Leuchtpaste auf den Ziffernblättern und Zeigern ist immer mit einem Lack gebunden (daher fest wie eine Lackfarbe) und der Gehalt an Radium ist maximal 5%. Der Hauptteil ist im Normfall Zinksulfid, was durch die Strahlung zum Leuchten angeregt wird... .)

Zu den Zerfallaraten der beiden genannten Isotope:
Das bedeutet, das Ra223 im Verhältnis zu Ra226 eine etwa 150x schnellere Zerfallsrate hat, damit ist die Dosisleistung um ein vielfaches von dieser Zerfallsrate höher. Daher es strahlt wesentlich stärker als Ra226. Mit der Zerfallsreihe möchte ich mich jetzt nicht im Detail beschäftigen, die ist für beide Isotope stark unterschiedlich, daher berechnet sich auch die emmitierte Strahlung sehr unterschiedlich. Schätzungsweise liegt sie bei Ra223 etwa 25000 - 50000x so hoch wie bei Ra226 über eine gleichen Zeitraum betrachtet (Voraussetzung Anfangsmasse und Ausgangsstrahlung sind gleich).
Ich kann hierbei auch leicht daneben liegen, es ist nur eine grobe Schätzung der Größenordnung. Der Unterschied sollte allerdings deutlich ersichtlich sein.

Grüße pingu

Korrektur: die 150 muss korrekter Weise ca. 51000x lauten. Weis nicht was ich da getippt habe...
Zuletzt geändert von pingu am Mo 01.06.26 16:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Reparatur einer Armbanduhr

Beitrag von KaBa » Mo 01.06.26 13:56

Genau, und da sind wir bei dem Punkt, der in meinen Augen eher verglichen werden muss.
Bei der Krebsbehandlung wird stark radioaktives Material gezielt in die Umgebung der Krebszellen gebracht um dort Zellschädigung zu betreiben. Das gesunde Gewebe drumrum hat einiges an Reparaturmechanismen und man geht weitestgehend davon aus, dass sich unterm Strich bei der Risikobewertung der Einsatz gegenüber den Risiken lohnt. Aufgrund der geringen Halbwertszeit ist der Körper das Zeug auch relativ (!) schnell wieder los.
Beim Hantieren mit dem Lack, oft nach jahrzehnten ausgetrocknet und bröckelnd Staub bildend, können Partikel durch Atmung oder über die Schleimhäute (Finger Gesicht) in den Körper eindringen und lagern da irgendwo unkontrolliert über jahrzehnte hinweg Strahlung aussendend. Eine Zuordnung eines eventuellen Krebses zum Hantieren mit dem Lack jahrzehnte zuvor wird natürlich nie statt finden.

Wenn man die Gefährdung (Wir reden eben nicht über die Wahrscheinlichkeit, sondern nur über das prinzipielle Vorhandensein) kennt, kann man abwägen. (Ich würde in meinem kleinen Werkstattkeller ohne Befüftung zB keine Fliegeruhr aus dem zweiten Weltkrieg mit extra großen leuchtenden Zeigern unbekümmert öffnen. Vielleicht in zwanzig Jahren, wenn die möglichen Folgen keine Rolle mehr spielen :D .) Aber dass überhaupt ein Risiko von alten Uhren ausgehen kann, egal wie klein, ist doch ein interessanter technischer Hinweis und der Bote sollte in meinen Augen nicht gleich panikartig angegriffen und der Hinweis negiert werden.

Spannend zum Thema Radium (zB auch Trinkwasser) und Radon: https://www.bzur.de/Berichte/Radiumfarb ... l_2011.pdf - Seite 29 Tab. 8
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor KaBa für den Beitrag:
MartinH (Mo 01.06.26 18:46)

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