antike Stätten

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

Altamura2
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Re: antike Stätten

Beitrag von Altamura2 » Di 04.08.26 21:18

Hallo zusammen,

Ende Juni waren wir zwei Wochen lang in der Provence. Wieder einmal, muss man sagen, für mich war es bestimmt das siebte oder achte Mal. Der Anlass war dieses Jahr ähnlich wie vor zwei Jahren in der Bretagne (=> viewtopic.php?f=6\&t=31790\&p=614523#p614522), unsere zwei Söhne wollten ihren Damen und unserem Enkel die Gegend zeigen, in der sie mit uns während ihrer Kindheit mehrere Male im Urlaub waren (und wo es ihnen offensichtlich gefallen hatte :D ). Glücklicherweise haben wir einen Zeitraum gefunden, in dem sich alle frei nehmen konnten (so einfach wie früher ist das jetzt nämlich nicht mehr :? ), so dass wir also Mitte Juni zu sechseinhalbt gen Süden gezogen sind.

Wir hatten aber nicht damit gerechnet, dass wir zu dieser Jahreszeit bereits in die erste Hitzewelle geraten würden 8O . Temperaturen bis weit über 35 Grad haben unsere Unternehmungslust dann doch etwas gedämpft und das Ausflugsprogramm spürbar verkürzt, so dass wir weniger angeschaut haben, als wir uns im Voraus vorgenommen hatten :| .
Zum Glück hatte unser Ferienhaus einen Pool (solche ohne gibt es da unten aber fast keine mehr, das ist also schon Standard) und eine Klimaanlage. Letztere hatte ich bei der Anfahrt gar nicht so im Bewusstsein, beim Buchen im Januar war das irgendwie noch kein Thema, sie war aber dann doch sehr angenehm :D .

Unsere Basis lag in der Nähe von Saint-Rémy-de-Provence, mitten in alter, auch mit Antikem vollgestellter Kulturlandschaft, so dass unsere Ausflugsziele kaum mehr als 50 Kilometer Luftlinie entfernt lagen.

Berichten will ich nun ein wenig von den antiken Stätten, die wir angeschaut haben, die aber nicht unsere einzigen Ziele waren. Ich hatte hier ja schon 2010 (=> viewtopic.php?f=6&t=31790&start=75#p296809) und 2016 (=> viewtopic.php?f=6&t=31790&start=405#p474154) aus der Provence berichtet, da das aber lange genug her ist, sind die Dubletten, die sich nun ergeben, sicher verkraftbar. Ich hab' dabei auch versucht, immer ein bisschen was Neues herauszufinden :D , also

Kleiner Bericht aus der Provence - Teil 1: Die Mühlen von Barbegal (Folge 1/1)

Zu Beginn unseres Aufenthalts haben wir harmlos angefangen und kleinere Dinge abgeklappert, die von unserer Bleibe nicht weit entfernt lagen. Dazu gehören auch die Mühlen von Barbegal bei Fontvieille.

Wenn man so will, dann ist diese Mühlenanlage ein Anbau an den Aquädukt, der etwa in der Mitte des ersten Jahrhunderts n. Chr. erbaut wurde, um Arelate, das heutige Arles, mit Wasser aus den Alpilles zu versorgen. Das ist eine Hügelkette nordöstlich von Arles, etwa 30 km lang (in Ost-West-Richtung) und 10 km breit, die eine Höhe von knapp 500 Metern erreicht. Der Aquädukt bestand aus zwei Strängen, die entlang der Nord- bzw. der Südseite der Alpilles verliefen um sich südlich von Fontvieille zu vereinigen und dann weiter nach Arles zu führen.

Im frühen zweiten Jahrhundert hat man dann nahe des Zusammenflusses den südlichen der zwei Stränge des Aquädukts abgezweigt, um einen an einem nahen Hang errichteten Komplex aus 16 Mühlrädern zu versorgen, der bis etwa Anfang des dritten Jahrhunderts betrieben wurde und dann wohl allmählich verfiel.
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01-01_Aquädukt.jpg
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Kurz vor dem Hang zweigt ein Teil dann nach Westen Richtung Arles ab, der andere führt geradeaus weiter ...
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01-02_Verzweigung.jpg
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... durch einen Felsdurchbruch ...
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01-03_Durchbruch.jpg
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... hinter dem dann direkt am Hang die Mühlen in zwei Reihen mit je acht hintereinander stehenden Mühlrädern standen, jedes in einem kleinen Gebäude.
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01-04_Mühlenhang.jpg
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Wie die Anlage damals ausgesehen haben könnte, wird anhand eines Modells im Museum in Arles schön dargestellt. Da wir es diesemal nicht nach Arles geschafft haben :| , zeige ich hier nochmal das Bild von 2016.
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01-05_Mühlenmodell.jpg
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Es gibt Abschätzungen, nach denen dieser Mühlenkomplex täglich etwa 4,5 Tonnen Getreide mahlen konnte, um die damals geschätzt 12.500 Einwohner von Arelate und Umgebung zu versorgen.

Einen recht guten Überblick über den Komplex, auch mit vielen Plänen und Bildern, gibt Philippe Leveau in "Les moulins de Barbegal (1986-2006)" von 2006 => https://www.traianvs.net/textos/barbegal.pdf , auch in Wikipedia findet man etwas darüber => https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BChlen_von_Barbegal , und wenn man sucht, findet man noch viel mehr :D .

Seit ich 2016 das letze Mal dort war, kam auch die Theorie auf, dass die Mehlproduktion der Mühle gar nicht der Versorgung von Arles diente, sondern zur Herstellung von Schiffszwieback verwendet wurde 8O . Siehe dazu beispielsweise Gül Sürmelihindi et al., "The second century CE Roman watermills of Barbegal: Unraveling the enigma of one of the oldest industrial complexes", Science Advances, vol. 4, no 9,? 2018 => https://www.science.org/doi/epdf/10.1126/sciadv.aar3620

Die Arbeitsgruppe, von der diese Veröffentlichung stammt, hat im Grunde einen interessanten Ansatz verfolgt. Da die Alpilles aus Kalkstein bestehen, hat das kalkhaltige Wasser sowohl in den Aquädukten selbst, als auch auf den hölzernen Wasserrinnen und Mühlrädern im Laufe der Zeit dicke Kalkablagerungen hinterlassen. Die wurden zwar sicher alle paar Jahre entfernt, zumal auch die Holzteile nicht ewig gehalten haben und regelmäßig ausgetauscht wurden, bei den Ausgrabungen in den 1930er Jahren hat man jedoch im Schutt noch Platten von solchen Kalkablagerungen aus den letzten Jahren der Anlage gefunden. Diese wurden nun untersucht und aus den geschichteten Ablagerungen allerlei interessante Schlüsse gezogen.

Eine Feststellung dabei war, dass die Mühlen anscheinend nur im Sommer arbeiteten und im Winter stillstanden. Daraus wurde dann die These abgeleitet, dass das Mehl nicht zur Versorgung von Arles und Umgebung diente (die Leute hätten ja auch im Winter etwas zu Essen benötigt), sondern zur Produktion von Schiffszwieback diente. Da die Schifffahrt in der Antike während des Winters ruhte, hätte man dann auch kein Mehl mahlen müssen.
Mir erscheint diese Theorie jetzt recht weit hergeholt, da es keinerlei direkte Hinweise darauf gibt :? . Interessanterweise wird diese Zwiebacktheorie auch nur in der verlinkten Arbeit von 2018 erwähnt, in den weiteren Arbeiten dieser Gruppe zum Thema Barbegal finde ich nicht einmal mehr das Winterloch beim Mahlbetrieb wieder. Vielleicht wollte man da doch etwas voreilig eine kleine Sensation produzieren 8) .

Letztlich bleibt unklar, wer der Betreiber dieser Mühlen war (der Staat, die Stadt, Private) und wofür genau das Mehl verwendet wurde.
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01-06_Aquädukt nah.jpg
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Unstrittig ist aber, dass die Mühlen von Barbegal eine der ersten Anlagen sind, in denen mit technischen Mitteln in industriellem Maßstab etwas produziert wurde. Wenn man dort so in der Sonne herumspaziert, das Zirpen der Zikaden hört und allerlei Schmetterlinge von Blüte zu Blüte flattern sieht, dann merkt man das gar nicht so, aber man steht hier tatsächlich vor einem Industriedenkmal allerersten Ranges :D .
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Re: antike Stätten

Beitrag von Altamura2 » Di 04.08.26 21:25

Kleiner Bericht aus der Provence - Teil 2: Der Pont du Gard (Folge 1/1)

Der Pont du Gard war natürlich Pflichtprogramm, zumal ihn noch gar nicht alle von uns gesehen hatten (nicht nur der Kleine :) ). Daher will ich mich hier jetzt gar nicht lange darüber auslassen, den kennt ja sicher jeder, notfalls gibt es beispielsweise auf Wikipedia etwas darüber :D => https://de.wikipedia.org/wiki/Pont_du_Gard .
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02-01_Pont du Gard vorne.jpg
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Aufgrund der Hitze sind wir diesmal auch nur unten herumgelaufen und nicht die Hänge hoch 8) . Dafür hat der jüngere Teil von uns diesmal ein Bad im Gard genommen, der hier sozusagen als Freibad fungiert, an einigen Stellen sogar mit etwas Sandstrand :D . Das ist wohl auch der Grund, weshalb man sich für die Parkplätze auch Jahreskarten besorgen kann (die auch nicht mehr kosten als ein Tagesticket), was mich auf den ersten Blick etwas gewundert hatte.

Nach wie vor interessant finde ich die Graffiti, die von fahrenden Handwerksgesellen an diesem Bau hinterlassen wurden, es gibt mehr als 300 davon. Meist stammen sie von Steinmetzen (auf dem Bild erkennt man Hammer und Zirkel), es gibt aber wohl auch welche von anderen Fraktionen wie Bäcker und Hufschmiede. Die datierten stammen von 1611 bis 1985, ich nehme mal an, danach war das dann verboten :D .
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02-02_Graffiti.jpg
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Gefunden hab' ich dazu einen leider nur recht kurzen Artikel von Roger Lecotté aus dem Jahr 1954, "Les inscriptions compagnonniques du pont du Gard" => https://de.scribd.com/document/89657848 ... er-Lecotte , das war es dann aber auch schon. Dieses Thema scheint seither niemandem eine eingehendere Untersuchung Wert gewesen zu sein :| .
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02-03_Pont du Gard hinten.jpg
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Re: antike Stätten

Beitrag von Altamura2 » Fr 07.08.26 09:30

Kleiner Bericht aus der Provence - Teil 3: Glanum (Folge 1/2)

Die erste größere antike Anlage, die wir besichtigt haben, war Glanum. Es liegt gleich am südlichen Ortsausgang von Saint-Rémy-de-Provence direkt am Nordrand der Alpilles, für uns sozusagen fast um die Ecke :D . Der Ort wurde von den kelto-ligurischen Salluviern um ein dem Gott Glanis geweihtes Heiligtum herum gegründet (der auch der Namensgeber war). Im Laufe des dritten Jahrhunderts v. Chr. geriet Glanum unter von Massalia ausgehenden griechischen Einfluss, bis die Stadt schließlich im ersten Jahrhundert v. Chr. von den Römern vereinnahmt wurde.

Was ich vor zehn Jahren über Glanum geschrieben habe, gilt da immer noch, so dass ich das hier nicht alles wiederholen will => viewtopic.php?f=6&t=31790&sid=a8f300413 ... 05#p474154 . Ein paar Dinge waren aber doch anders oder interessant, das will ich dann doch noch (oder wieder) zeigen.

Am nördlichen Rand stehen vor der Stadt ein Kenotaph und ein kleiner Triumphbogen, die unter dem Namen "Les Antiques" bekannt sind.
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03-01_Les Antiques.jpg
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Irgendwie haben die Teile aber nicht mehr ganz so schön ausgesehen, als ich sie in Erinnerung hatte :? . Ich hab' jetzt mal in meinen alten Urlaubsbildern gekramt (also denen ab meiner ersten Digitalkamera 8) ) und die Zustände von 2006, 2008, 2010, 2016 und 2026 zusammenmontiert, von links nach rechts. Die Bilder zeigen dabei deutlich, wie viel eine Reinigung bringen kann und wie schnell der Zahn der Zeit eine solche Verbesserung wieder kassiert. Vor allem unten am Sockel sieht man, wie sich da schon wieder unschöne Schlieren gebildet haben :| .
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03-02_Zeitverlauf.jpg
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Ansonsten war Glanum fast wie immer, abgesehen davon, dass sich mit einem fast Dreijährigen die Sicht auf die Dinge doch etwas ändert :D . Von Kelten, Griechen und Römern braucht man dem noch nichts erzählen, dass die Steintrümmer mal Häuser waren, geht aber schon. Wir haben dann versucht, die Häuser immer durch die Türen zu betreten, dazu muss man die Schwellen am Boden suchen, die erkennt man noch deutlich an den Löchern für die Türangeln. Als er gesehen hat, dass viele der Häuser einen eigenen Brunnen hatten, kam die Frage auf, ob denn da noch Wasser drin sei 8O (die Schächte waren oft ausgegraben, aufgrund der gleißenden Sonne konnte man aber nicht bis auf den Grund sehen). Als ich ihm gezeigt hatte, wie man das klären kann, ist er losgezogen und hat in jedes Loch ein Steinchen geworfen, um zu hören, ob es unten "Platsch" macht oder nicht :D .
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03-03_Atrium.jpg
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Die Straße, die sich von Norden nach Süden durch die gesamte Siedlung zieht, ist mit großen Steinplatten bedeckt, unter denen sich ein Abwasserkanal befindet.
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03-04_Hauptstraße.jpg
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Im Süden steht eine aus Sicherheitsgründen recht verwinkelte Toranlage, die noch aus griechisch beeinflusster Zeit stammt.
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03-05_Toranlage.jpg
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Re: antike Stätten

Beitrag von Altamura2 » Fr 07.08.26 09:35

Kleiner Bericht aus der Provence - Teil 3: Glanum (Folge 2/2)

Am Südrand der Stadt befindet sich dann das Quellheiligtum des Glanis, der Eingang wird von einer Reihe von Altären gesäumt.
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03-06_Altarreihe.jpg
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Geht man hier den Weg links nach hinten und dann die Treppe hinunter, steht man vor der alten Quelle, die bis heute Wasser liefert (und in der immer noch Goldfische schwimmen :D ).
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03-07_Quelle.jpg
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Geht man den Hügel hoch, dann hat man einen schönen Blick auf das Quellheiligtum ...
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03-08_Quellheiligtum.jpg
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... und den nördlichen Teil der Stadt.
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03-09_Glanum.jpg
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Was es auch immer noch gab, war das kleine Restaurant auf dem Gelände. Römisch inspirierte Küche wird leider nicht mehr angeboten, der Betreiber hatte inzwischen längst gewechselt, aber die frischen Salatteller und kalten Getränke waren bei dem heißen Wetter genau das Richtige, um den Besuch im Schatten ausklingen zu lassen :D .

Und dann gibt es in Glanum ein schönes Empfangsgebäude, in dem sich auch der Buch- und Andenkenladen befindet. Dort hab' ich mir noch den Band Nummer 7 der Comicreihe Arelate besorgt, der teilweise in Glanum spielt :D .
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03-10_Arelate 7.jpg
(https://100bulles.sumupstore.com/produc ... -t7-glanum)

In Frankreich, das ja deutlich mehr an Comic-Kultur zu bieten hat, als wir in Deutschland, gibt es seit Jahren auch Reihen, die ihre Handlungen in historische Umgebungen einbinden. Oft sind dann sogar Fachleute beteiligt, damit der historische Teil auch halbwegs stimmig ist. Hier war es Alain Genot, der hauptberuflich als Archäologe am Musée Départemental de l'Arles antique beschäftigt ist. Der Band wird am Ende dann auch von neun Seiten "Dossier" abgeschlossen, die mit vielen Fotos und Skizzen garniert den heutigen Wissensstand zu Glanum skizzieren :D .
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Re: antike Stätten

Beitrag von Altamura2 » So 09.08.26 09:50

Kleiner Bericht aus der Provence - Teil 4: Hôtel de Sade (Folge 1/3)

In Saint-Rémy-de-Provence befindet sich in der Altstadt das Hôtel de Sade, das heute als Museum für einen guten Teil der in Glanum ausgegrabenen Artefakte dient. Den Bau hat bereits im Mittelalter die Familie de Sade aus Avignon als Stadtpalais errichten lassen (ja, das sind diejenigen, zu denen auch der berühmte Marquis de Sade gehörte, der Revolutionär und Erfinder des Sadismus 8) , der aber nie in Saint-Rémy gelebt hat). Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gebäude mehrmals umgebaut, der überwiegende Teil stammt aus dem 16. Jahrhundert.
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04-01_Außenansicht.jpg
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Auf dem Bauplatz befanden sich damals die Ruinen einer römischen Thermenanlage, die in das Gebäude integriert wurden und deren Reste man heute noch sehen kann, hier beispielsweise von Hypokausten im Hof.
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04-02_Hypokausten.jpg
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Über das Hôtel de Sade habe ich hier nun noch nie berichtet, was an seiner in den letzten Jahrzehnten eher unrühmlichen Geschichte liegt. Als wir 2006 wieder davor standen (zuvor waren wir schonmal dort gewesen), war es geschlossen und es stand da was von Baufälligkeit und Einsturzgefahr 8O . Das hat sich bei unseren Besichtigungsversuchen in den folgenden Jahren stets wiederholt, erst 2018 erfolgte wieder eine komplette Öffnung des Museums.

Was man dort sehen kann, ist insgesamt nicht sehr viel, ergänzt aber sehr schön den Besuch von Glanum und illustriert ein bisschen dessen gesamte Geschichte.
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04-03_Überblick.jpg
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Die frühesten Relikte stammen aus der keltischen Phase, darunter eine dieser für die Region typischen Skulpturen eines Kriegers im Schneidersitz. Den Kelten erkennt man am Torques um den Hals :D , Reste von Bemalung sind auch noch vorhanden (der leichte farbliche Unterschied zwischen oben und unten liegt aber an der nicht ganz optimalen Beleuchtung :? ). Geschätzt wird diese Figur auf das zweite Jahrhundert v. Chr.
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04-04_Krieger.jpg
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Interessant finde ich immer die gallo-griechischen Inschriften, also Texte in keltischer Sprache die mit griechischen Buchstaben notiert wurden. Das erste in dieser Region verwendete Alphabet war nämlich das griechische, ein gutes Stück vor dem lateinischen. Als Beispiel hier ein kleiner Altar mit der Aufschrift KΟΡΝΗΛΙΑΡΟ / KΛΟΙCΙΑΒΟ / BΡΑΤΟΥΔЄΚΑΝΤ .
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04-05_Gallo-Griechisch.jpg
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Übersetzt heißt das "Kornelia, den Lauschenden in Dankbarkeit", oder so ähnlich, so genau kennt man die Sprache der Gallier nämlich nicht :| .
Für derartige Inschriften gibt es übrigens die Datenbank "Recueil informatisé des inscriptions gauloises" (RIIG), in der auch der Altar hier penibel dokumentiert ist => https://riig.huma-num.fr/documents/BDR-12-03
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Re: antike Stätten

Beitrag von Altamura2 » So 09.08.26 09:54

Kleiner Bericht aus der Provence - Teil 4: Hôtel de Sade (Folge 2/3)

Beeindruckend sind die Figurenkapitelle aus der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts v. Chr., die man in den Fundamenten römischer Gebäude fand. Sie haben vermutlich in griechischer Zeit ein Monumentalgebäude im Ortszentrum geschmückt.
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04-06_Figurenkapitelle.jpg
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Wie man sieht, ist die Präsentation etwas rustikal, die Köpfe hätten sicher Besseres verdient :? . Es gibt insgesamt auch acht davon, ausgestellt sind leider nur vier.
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04-07_Köpfe.jpg
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Das Objekt auf der anderen Seite des Raumes hat nun einen gewissen Gruselfaktor zu bieten. Es handelt sich um einen etwa 2,50 Meter langen Türsturz oder Steinbalken, an dessen Enden sich Aussparungen befinden, um Köpfe getöteter Gegner anzunageln. Wie bereits antike Autoren berichten, hat es bei den Galliern einen solchen Schädelkult tatsächlich gegeben, auch andernorts hat man derartige Vorrichtungen gefunden.
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04-08_Schädelbalken.jpg
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(Der Balken wird übrigens auf zwei Stapeln von Europaletten präsentiert, auch hier sieht man museologisch noch etwas Luft nach oben :| .)

Untermauert wird das dann von Schädeln mit den passenden Löchern, die man ebenfalls in Glanum gefunden hat.
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04-09_Schädel.jpg
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Re: antike Stätten

Beitrag von Altamura2 » So 09.08.26 09:56

Kleiner Bericht aus der Provence - Teil 4: Hôtel de Sade (Folge 3/3)

Neben dem Quellheiligtum in Glanum befand sich eines für Herkules, von dem diese Statue aus dem ersten Jahrhundert vor oder nach Christus stammt.
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04-10_Herkules.jpg
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Um die Zeitenwende entstand auch diese Büste einer unbekannten Dame ...
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04-11_Frauenkopf.jpg
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... und die Statue eines Kindes mit einem Amulett um den Hals, beides Arbeiten aus einer italienischen Werkstatt.
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04-12_Kind.jpg
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Schließlich noch zwei Reliefs aus etwas späterer Zeit. Rechts ein Attis aus italienischer Werkstatt vom zweiten Jahrhundert n. Chr., links Fortuna und Merkur aus lokaler Produktion vom dritten.
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04-13_Reliefs.jpg
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Das Hôtel de Sade ist also überschaubar, hat aber sehr Interesantes zu zeigen. Das Gebäude selbst bietet einen schönen Rahmen (auch wenn man nur das Erdgeschoss betreten kann :? ), das Museum ist nicht überlaufen und war, nicht zu vergessen, drinnen deutlich kühler als draußen :D .
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Re: antike Stätten

Beitrag von Altamura2 » Di 11.08.26 20:31

Kleiner Bericht aus der Provence - Teil 5: Nîmes - Arena (Folge 1/2)

In Nîmes, dem antiken Nemausus, haben wir gleich morgens den Arènes einen Besuch abgestattet, also dem römischen Amphitheater. Zwischen 90 und 120 n. Chr. für etwa 24.000 Besucher erbaut, zählt es zu den besterhaltenen seiner Art überhaupt.
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05-01_Arena außen.jpg
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Schön zu sehen sind auch die raffiniert angelegten Gänge, die von außen auf die Ränge führen, und so konzipiert waren, dass beim Kommen und Gehen möglichst wenig Gedränge entsteht. Vor allem das Verlassen des Gebäudes sollte möglichst zügig vonstatten gehen.
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05-02_Gänge 1.jpg
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In den Gängen gibt es nach wie vor die eindrucksvollen Gladiatorendarstellungen, die wir schon das letzte Mal gesehen hatten.
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05-03_Gladiator.jpg
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Re: antike Stätten

Beitrag von Altamura2 » Di 11.08.26 20:38

Kleiner Bericht aus der Provence - Teil 5: Nîmes - Arena (Folge 2/2)

Ganz so einfach ist das heutzutage mit den Gängen aber doch nicht mehr :? . Da im Innenraum nicht mehr alle Sitzreihen und Zwischendecken erhalten sind (und deshalb heute auch "nur" noch 13.000 Zuschauer Platz finden), sind diejenigen Treppen und Aufgänge gesperrt, die in eine Sackgasse führen oder am Abgrund enden :| .
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05-04_Gänge 2.jpg
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Nur sieht man das nicht immer gleich, so dass ich mehrere Versuche benötigt habe, bis ich endlich einen Weg ganz nach oben gefunden hatte :D .
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05-05_Arena innen.jpg
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In den Sommermonaten werden in der Arena allerlei Pop- und Rockkonzerte veranstaltet, wie man an der imposanten Bühne unten sieht (an diesem Abend hätte Neil Young auftreten sollen, der hatte aber seine gesamte Europatournee abgesagt).

Erstaunlich fand ich auch, dass selbst da oben ganze Schulklassen von etwa Zwölfjährigen mit ihren Lehrern rumgekraxelt sind und dort recht diszipliniert Geschichtsunterricht am lebenden Objekt abgehalten haben. Bei uns könnte ich mir das gar nicht vorstellen. Abgesehen davon, dass wir hier in Deutschland fast keine derart beeindruckenden Kulissen zu bieten haben, wäre die Angst bei Lehrern und Eltern viel zu groß, dass da mal einer runterpurzelt 8O .

Seit einigen Jahren wird in der Arena im Frühjahr an mehreren Tagen eine große Römersause veranstaltet. Mit einer Unzahl an Teilnehmern wird da bei meist vollem Haus ein Stückchen aus der römischen Geschichte aufgeführt. Dieses Jahr war Spartacus dran :D .
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05-06_Römersause.jpg
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Auf YouTube findet man aus den letzten Jahren einige (leider nur recht kurze :? ) Ausschnitte dieser Inszenierungen, das sieht schon gigantisch aus. Hier zwei Beispiele => https://www.youtube.com/watch?v=M2XirD8nqa8 , https://www.youtube.com/watch?v=E0jiMIcMIHA

Dabei gewesen bin ich noch nie :| , aber man muss ja noch ein paar Träume haben 8) .
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05-07_Arena unten.jpg
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Re: antike Stätten

Beitrag von Altamura2 » Mi 12.08.26 11:04

Kleiner Bericht aus der Provence - Teil 6: Nîmes - Musée de la Romanité (Folge 1/5)

Nach Nîmes getrieben hat meine Frau und mich dieses Jahr vor allem das Musée de la Romanité, von dem wir 2016 noch den Rohbau gesehen hatten (=> viewtopic.php?f=6&t=31790&start=420#p474268). Dass es dann zehn Jahre lang dauern würde, bis wir das tatsächlich betreten, hatten wir damals nicht gedacht :| . Aber besser spät als nie :D .

Zuvor hatte Nîmes ein altes archäologische Museum in einem Bau aus dem 17. Jahrhundert. In meinen Augen war das schon zu einer Art Meta-Museum geworden, man konnte besichtigen, wie man im 19. Jahrhundert ein Museum gestaltet hat :D .
Als 2006 in Nîmes wieder römische Mosaiken entdeckt wurden, die man ganz bestimmt nicht mehr im alten Museum unterbringen konnte, entstand allmählich der Plan für ein neues. Nach einem Architektenwettbewerb und allerlei Diskussionen wurde 2014 der Grundstein gelegt, 2018 wurde das Museum schließlich eröffnet. Die Gesamtkosten beliefen sich auf etwa 60 Millionen Euro.

Der Bau liegt direkt neben dem Amphitheater an der Place des Arènes. Die großen Bäume vor dem Museum hat man erhalten, so dass für manchen Besucher der optische Schock vielleicht nicht ganz so groß ist :) .
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06-01_Museum vom Platz.jpg
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Moderne Architektur ist nun nicht jedermanns Sache, entsprechende Diskussionen hat es in Nîmes dann wohl auch gegeben. Ich denke aber, neben das Amphitheater kann man nicht irgendwas Historisierendes bauen, da macht man sich lächerlich, ein fader heutiger Zweckbau wäre eine Beleidigung des antiken, also muss man sich etwas mit eigenem Charakter ausdenken, das dem Römerbau aber nicht die Schau zu stehlen versucht. Und das ist in meinen Augen durchaus gelungen :D .

Teile des Museums sind auch sozusagen in den öffentlichen Raum integriert. Ein Durchgang führt in den Garten, der damit zu einem kleinen öffentlichen Park wird.
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06-02_Durchgang.jpg
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Von der Straße aus erreichbar ist das Museumscafé, im obersten Stockwerk befindet sich ein (separat zugängliches) Restaurant mit Außenterrasse und ganz oben eine (ebenfalls frei zugängliche) begrünte Dachterrasse mit Blick über Nîmes.
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06-03_Museum von Arena.jpg
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Die Raumgestaltung innen ist recht abwechslungsreich, schon der Aufgang vom Erdgeschoss mit Billeterie, Garderobe und Buchladen hoch in die Ausstellungsräume erfolgt über eine offene Wendeltreppe.
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06-04_Wendeltreppe.jpg
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Wobei der hintere Teil hier auf dem Bild schon zu einer anderen Treppe gehört :D . Vom Eingang gelangt man nämlich in den zweiten Stock, die hintere Treppe führt dann hinunter zum ersten in die Mittelalterabteilung.

Oben steht man dann in einer Abfolge von Räumen und Gängen, die immer wieder andere Durchblicke erlauben.
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06-05_Durchblick.jpg
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Re: antike Stätten

Beitrag von Altamura2 » Mi 12.08.26 11:15

Kleiner Bericht aus der Provence - Teil 6: Nîmes - Musée de la Romanité (Folge 2/5)

Das Museum besitzt etwa 25.000 Objekte, davon sind rund 5.000 ausgestellt, was an das Aufnahmevermögen des Besuchers schon gewisse Anforderungen stellt 8) . Zeigen kann ich hier halt nur ein paar wenige Stücke, die mir besonders gefallen haben (und von denen ich auch verwertbare Bilder gemacht hatte :wink: ).

Museumstechnisch ist das dort im Musée de la Romanité vom Allerfeinsten. Sehr schön präsentiert, hervorragend ausgeleuchtet, an passenden Stellen mit Filmen und Modellen ergänzt (aber ohne dass es ständig tönt und flimmert). Da hat jemand richtig Aufwand reingesteckt, um das so interessant und abwechslungsreich hinzubekommen.

Der Rundgang beginnt mit der vorrömischen Zeit, Nemausus ist ja eine keltische Gründung, wie in Glanum auch um eine heilige Quelle herum ( => viewtopic.php?f=6&t=31790&start=420#p474264 ). Passend dazu eine gallo-griechische Inschrift, die im 18. Jahrhundert auf dem Areal dieser Quelle gefunden wurde. Es handelt sich um eine Widmung an die Muttergöttinen von Nemausus. Eine genaue Beschreibung findet man wieder hier => https://riig.huma-num.fr/documents/GAR-10-01
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06-06_Widmung.jpg
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Hier drei keltische Skulpturen. Die linke, wieder im Schneidersitz und mit Torques, stammt aus der Zeit von 225 v. Chr. bis 100 v. Chr. und wurde 1991 in Nîmes ausgegraben. Die mittlere aus Sainte Anastasie (etwas nördlich von Nîmes gelegen) sowie die rechte, als "Krieger von Grézan" bezeichnet und bereits 1901 im gleichnamigen Stadtviertel von Nîmes gefunden, sind wesentlich älter und werden zwischen 700 und 500 v. Chr. datiert.
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06-07_Krieger.jpg
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Zu vielen dieser Artefakte aus dem Museum (aber lange nicht zu allen) findet man übrigens recht genaue Beschreibungen und Literaturangaben in der Datenbasis "Joconde", in der französisches Kulturgut dokumentiert ist. Na ja, manchmal findet man auch nichts, die Strukturierung dort ist ziemlich chaotisch :? . Die Einträge zu den Skulpturen links und rechts hab' ich zumindest ausgegraben, es sind diese => https://pop.culture.gouv.fr/notice/joconde/M0455001383 , https://pop.culture.gouv.fr/notice/joconde/M0455001359

Der Schwerpunkt der Sammlung liegt aber auf der römischen Zeit, wie es der Name des Museums ja schon zum Ausdruck bringt.

Dieser Altar aus dem ersten Jahrhundert n. Chr. wurde 1742 im Bereich der Quelle gefunden (und stand danach einige Jahrzehnte im Garten des Scharfrichters von Nîmes 8) ). Er wurde von der Priesterschaft der Eure-Quelle gestiftet und den Lares Augusti gewidmet, einer Art Schutzgeister an Wegekreuzungen (oder so ähnlich, es ist kompliziert). Das Eure-Quellgebiet liegt in der Nähe von Uzès und ist der Ausgangspunkt des Aquädukts, der das antike Nemausus mit Wasser versorgt hat und zu dem auch der Pont du Gard gehört.
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06-08_Quellenaltar.jpg
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Mit einigen Modellen wird dargestellt, wie es an manchen Ecken im römischen Nemausus wohl ausgesehen hat. Hier das in augusteischer Zeit monumental ausgebaute Gebiet der heiligen Quelle.
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06-09_Quellenmodell.jpg
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Im Vordergrund der Quelltopf, der mit den zwei halbkreisförmigen Stufenreihen heute fast noch genauso aussieht (hatten wir uns vor zehn Jahren angeschaut => viewtopic.php?f=6&t=31790&start=420#p474264). Die Säulenhallen dahinter gibt es heute nicht mehr, dieser Bereich wurde im 18. Jahrhundert umgestaltet.

Als man in den Jahren 2006 und 2007 am Boulevard Jean Jaurès nahe der Altstadt von Nîmes eine neue Tiefgarage gebaut hat, stieß man in recht geringer Tiefe auf die Reste eines größeren römischen Hauses. Dabei kam auch diese Poseidonstatue zu Tage (genaugenommen zig Einzelteile, die man mühsam zusammenpuzzeln musste 8O ), die als Wasserzufluss eines Brunnens gedient hat (sieht man am Loch durch den Schiffsbug unten). Datiert wird sie in die zweite Hälfte des zweiten Jahrhunderts n. Chr.
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06-10_Poseidon.jpg
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Der spektakulärste Fund damals war aber das sogenannte Pentheus-Mosaik aus dem zweiten Jahrhundert. Es misst 7,42 auf 4,81 Meter.
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06-11_Pentheus.jpg
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Bilder vom Mosaik am Fundort findet man einige hier => https://www.inrap.fr/parking-avenue-jean-jaures-797 , da sieht es fast noch eindrucksvoller aus als im Museum :D .

Pentheus war ein mythischer Herrscher von Theben, der von seiner Mutter Agaue und seinen Tanten Ino und Autonoë im bacchantischen Rausch zerrissen wurde, als er diese bei ihrem Treiben heimlich beobachtete und erwischt wurde (etwas genauer steht's hier => https://de.wikipedia.org/wiki/Pentheus , etwas moderner erzählt hier :D => https://www.facebook.com/museeromaniten ... 243593466/). Die zentrale Szene des Mosaiks zeigt, wie Agaue Pentheus mit ihrem Thyrsos durchbohrt. Drumherum vier Mänaden und allerlei Vögel sowie Jahreszeiten, Theatermasken usw.
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Re: antike Stätten

Beitrag von Altamura2 » Mi 12.08.26 11:19

Kleiner Bericht aus der Provence - Teil 6: Nîmes - Musée de la Romanité (Folge 3/5)

Um die Mittagszeit haben wir eine Pause eingelegt und sind ins obere Stockwerk zum Essen gegangen. Man hat uns zwar voller Bedauern mitgeteilt, dass der klimatisierte Innenbereich voll besetzt sei und wir allenfalls draußen auf der Terrasse in der Hitze sitzen könnten, was wir aber zum Glück gemacht haben. Wir saßen da halbwegs im Schatten und hatten das Amphitheater in Sichtweite zum Greifen nah. Das war zum Speisen schon eine sehr beeindruckende Kulisse :D .
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06-12_Restaurant.jpg
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Das Restaurant hat auch eine recht geschickte Konzeption. Für die Gestaltung der Speisekarte (also der Gerichte) hat man einen Sternekoch gewinnen können, der diese auch den Jahreszeiten entsprechend aktualisiert. Damit ein Besuch aber auch für den durchschnittlichen Museumsbesucher halbwegs erschwinglich bleibt, gibt es mittags ein Tagesmenü für 24,50 €. Das liegt jetzt preislich schon etwas über dem Niveau eines Schnellimbiss, tut es dafür kulinarisch aber auch :D . Und wenn man will, kann man auch deutlich mehr ausgeben 8) .

Hinter und über dem Restaurant liegt dann der begrünte Dachgarten (der bei unserem Besuch aber schon eher bebräunt war :| ).
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06-13_Dachgarten.jpg
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Nicht fehlen darf im Museum in Nîmes natürlich eine Abteilung mit Münzen :D .
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06-14_Münzenecke.jpg
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Neben allerlei römischen (hier nur ein klitzekleiner Ausschnitt) ...
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06-15_Römermünzen.jpg
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... gab es natürlich auch jede Menge Krokodilsmünzen zu sehen (wobei mein Handy da schon an seine Grenzen gestoßen ist).
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06-16_Krokodilsmünzen.jpg
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Die Präsentation entspricht dabei auch dem aktuellen technischen Stand, sehr gut ausgeleuchtet (was aber bei ganz dunklen Bronzen auch nur bedingt hilft), mit großen verschiebbaren Lupen zur Detailbetrachtung und allerlei Informationen dazu, auch digital. Es fehlte nur noch, dass man sie auch hätte anfassen können :D .
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Re: antike Stätten

Beitrag von Altamura2 » Mi 12.08.26 11:25

Kleiner Bericht aus der Provence - Teil 6: Nîmes - Musée de la Romanité (Folge 4/5)

Aus dem römischen Alltag gab es sehr schöne Glaswaren zu sehen ...
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06-17_Glaswaren.jpg
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... sowie auch unvermeidbar ein paar Öllämpchen, alles etwa aus dem ersten Jahrhundert n. Chr.
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06-18_Öllampen.jpg
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Besonders gut gefallen hat mir dieser (teilweise rekonstruierte) transportable Herd, ein Vorfahr unserer Campingkocher :D . Er stammt ebenfalls aus dem ersten Jahrhundert n. Chr., seine genaue Verwendung ist aber nicht ganz geklärt.
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06-19_Campingkocher.jpg
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Aus den Räumen gibt es immer wieder Blicke durch die markante Glasfassade nach draußen. Hier sieht man den Garten im Hof des Museums, in dem sich ein Stück Fundament der alten römischen Stadtmauer und eines Wachturms befindet.
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06-20_Gartenblick.jpg
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Die zwei vielleicht schönsten der ausgestellten Grabmale sind die folgenden.

Links das Grabmal des Sextus Adgennius Macrinus und seiner Gemahlin Licinia Flavilla aus der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts n. Chr., von ihren Kindern gestiftet und bereits 1823 in der Nähe des Amphitheaters gefunden.
Licinia Flavilla, so erfährt man aus der Inschrift, war Priesterin der vergöttlichten Augusta (so ganz hab' ich diesen Kult aber nicht verstanden :? ), Sextus Adgennius Macrinus hatte im Lauf seiner Karriere verschiedene Funktionen inne, so war er beispielsweise Quattuorvir (einer der höchsten städtischen Beamten) und Tribun der Legio VI Victrix. Die waren also wer im römischen Nemausus :D . Interessant auch, dass "Adgennius" ein auf gallische Wurzeln zurückgehender Name ist, Sextus Adgennius Macrinus hatte vermutlich keltische Vorfahren.
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06-21_Grabmale.jpg
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Rechts das Grabmahl, das Iulia Privata für sich und ihre Familie schon zu ihren Lebzeiten hat anfertigen lassen, vermutlich im letzten Drittel des ersten Jahrhunderts n. Chr. (oben fehlt leider ein Stück). Es wurde 2011 bei Bauarbeiten in der Nähe des Bahnhofs von Nîmes entdeckt.
Oben links die Stifterin, in der Mitte ihre Enkelin und ganz rechts der Ehemann. In der Reihe darunter links ein Enkel, in der Mitte die Tochter und rechts der Schwager.
Schön nachlesen, mit vielen Details und Stammbaumgrafik :D , kann man das auch hier ab Seite 168 => https://www.persee.fr/doc/ran_0557-7705 ... _44_1_1826

Beide Grabmale sind aus hellem Kalkstein gefertigt (und nicht etwa aus Marmor), was auf lokal hergestellte Arbeiten schließen lässt.
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Re: antike Stätten

Beitrag von Altamura2 » Mi 12.08.26 11:30

Kleiner Bericht aus der Provence - Teil 6: Nîmes - Musée de la Romanité (Folge 5/5)

Weiter geht es mit einem schönen Marmorkopf, der 1835 ausgegraben wurde. Wer genau die Schöne sein soll, weiß man nicht :? , genannt werden Aphrodite und Artemis.
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06-22_Marmorkopf.jpg
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Eine Gruppe von Glasurnen fällt durch ihre Präsentation auf. Sie steht in einem langen Gang hoch oben in einer Vitrine (auf einem der Bilder in der ersten Folge oben sieht man das im Hintergrund). Die Gefäße sind von unten so angestrahlt, dass sie fast von innen heraus zu leuchten scheinen :D . Um dieses Bild einzufangen musste ich mich auch ziemlich strecken und das Handy ganz hoch halten. Erst nach mehreren dieser Blindversuche (man sieht dann ja nicht genau, welchen Ausschnitt man da erwischt) hatte ich etwas Brauchbares im Kasten 8) .
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06-23_Glasurnen.jpg
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Hier noch zwei schöne Statuen. Die linke ist nach mehrheitlicher Einschätzung ein Bildnis der Antonia Minor, ist etwa 1,90 Meter groß und stammt aus dem letzten Viertel des ersten Jahrhunderts v. Chr., gefunden 1969.
Der Togaträger rechts stammt aus dem ersten Jahrhundert v. Chr. (größtenteils zumindest, der Kopf entstand wohl erst im zweiten nach :D ) und ist interessanterweise eine Leihgabe des Louvre.
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06-24_Statuen.jpg
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Dieses Mosaik mit zwei Leoparden wurde 1991 bei einer Präventivgrabung gefunden.
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06-25_Leopardenmosaik.jpg
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Das ist jetzt doch ganz schön lang geworden, obwohl ich nur einen kleinen Teil dessen gezeigt habe, was im Musée de la Romanité zu sehen ist. Manches, was man hätte sehen können, hab' ich auch überhaupt erst zu Hause bemerkt, man wird vor Ort fast erschlagen von der großen Vielfalt und Fülle :? . Durch den Museumsbereich über das Mittelalter sind wir nur noch zügig durchgelaufen, da waren wir schon bis oben hin mit Eindrücken abgefüllt :D .
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06-26_Raumblick.jpg
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Es scheint auch so zu sein, dass das Inventar des Museums zum allergrößten Teil aus Dingen besteht, die in den letzten dreihundert Jahren in der Stadt Nîmes bei irgendwelchen Bauarbeiten ans Tageslicht gekommen sind. Heutzutage müssen bei geplanten Arbeiten im Stadtgebiet ja schon im Vorfeld archäologische Untersuchungen durchgeführt werden, wie die Funddaten oben zeigen, scheint der Zustrom neuer Schätze daher auch noch lange nicht abzureißen :D .
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Re: antike Stätten

Beitrag von Altamura2 » Mi 12.08.26 11:33

Kleiner Bericht aus der Provence - letzter Teil (7): Abschluss (einzige Folge)

Das war es nun an Antikem aus unseren zwei Wochen in der Provence. Die Hitze hat uns da zwar etwas ausgebremst :| , es ist aber dann doch einiges zusammengekommen :D .

Es gab aber auch allerlei anderes zu sehen, in der Gegend findet sich viel Mittelalterliches, und schöne Wochenmärkte und interessante Weingüter haben auch ihren Reiz, wie das Bild unten anzureißen versucht. Und nicht zuletzt war es auch ein sehr schöner Familienurlaub :D .
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Kachelbild_final_klein.jpg
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Interessant ist jetzt die Frage, ob es bis zu unserem nächsten Besuch in der Provence wieder zehn Jahre dauert oder wir es etwas schneller schaffen :wink: .

Gruß

Altamura

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