Sasaniden - Schaukasten
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Re: Sasaniden - Schaukasten
Die nächste Reihe von Münzen sind Ausgaben des Khusro / Xusro II. (590/1 bis 627/8 AD)
Khusro II. war der Sohn von Khusro I.
Die Münzen des Khusro II. sind mit die häufigsten sassanidischen Münzen die heute zu finden sind. Es gibt hier einige Varianten bei den Münzbildern. Am auffälligsten dabei ist die verschiedentlich auftauchende Randschrift.
Khusro / Xusro II. (590/1 bis 627/8 AD)
AR Drachme (592/3 AD)
Jahr 3
Münzzeichen YZ - Yazdv - Fars/Yazd District
30 mm // 4,01 gr.
didius
Khusro II. war der Sohn von Khusro I.
Die Münzen des Khusro II. sind mit die häufigsten sassanidischen Münzen die heute zu finden sind. Es gibt hier einige Varianten bei den Münzbildern. Am auffälligsten dabei ist die verschiedentlich auftauchende Randschrift.
Khusro / Xusro II. (590/1 bis 627/8 AD)
AR Drachme (592/3 AD)
Jahr 3
Münzzeichen YZ - Yazdv - Fars/Yazd District
30 mm // 4,01 gr.
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Re: Sasaniden - Schaukasten
Khusro / Xusro II. (590/1 bis 627/8 AD)
AR Drachme (602/3 AD)
Jahr 13
Münzzeichen AY - at or near Eran-khvarrah-Shapur
32 mm // 4,08 gr.
AR Drachme (602/3 AD)
Jahr 13
Münzzeichen AY - at or near Eran-khvarrah-Shapur
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Re: Sasaniden - Schaukasten
Khusro / Xusro II. (590/1 bis 627/8 AD)
AR Drachme (618/9 AD)
AV-Randschrift ('APD' (als Lobpreisung) im äußeren Rand zwischen 6 und 9 Uhr) wohl zu übersetzen mit ausgezeichnet/ wunderbar
Diese Inschrift kommt auf einer ganzen Reihe von Drachmen des Khusro II. ab dem 11ten Regierungsjahr parallel zu den „normalen“ Ausgaben vor. Irgendeine Art Regelmäßigkeit oder Schema, wann mit und wann ohne Randschrift scheint es nicht zu geben, bzw. hat wohl noch niemand rausgefunden.
Jahr 29
Münzzeichen ST – Istakhr (Persepolis)
29 mm // 2,92 gr. (stark beschnitten)
didius
AR Drachme (618/9 AD)
AV-Randschrift ('APD' (als Lobpreisung) im äußeren Rand zwischen 6 und 9 Uhr) wohl zu übersetzen mit ausgezeichnet/ wunderbar
Diese Inschrift kommt auf einer ganzen Reihe von Drachmen des Khusro II. ab dem 11ten Regierungsjahr parallel zu den „normalen“ Ausgaben vor. Irgendeine Art Regelmäßigkeit oder Schema, wann mit und wann ohne Randschrift scheint es nicht zu geben, bzw. hat wohl noch niemand rausgefunden.
Jahr 29
Münzzeichen ST – Istakhr (Persepolis)
29 mm // 2,92 gr. (stark beschnitten)
didius
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- ischbierra (Mi 25.03.26 09:12) • Chippi (Mi 25.03.26 21:08)
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Re: Sasaniden - Schaukasten
Khusro / Xusro II. (590/1 bis 627/8 AD)
AR Drachme (624/5 AD)
AV-Randschrift ('APD' (als Lobpreisung) im äußeren Rand zwischen 6 und 9 Uhr) wohl zu übersetzen mit ausgezeichnet/ wunderbar
Jahr 35
Münzzeichen WYH - Veh-Kavad
26 mm // 2,71 gr. (stark beschnitten)
Tendenziell ist mein subjektiver Eindruck, dass die Münzen mit der Randschrift 'APD' häufiger beschnitten wurden. Wie gesagt, nur ein subjektiver Eindruck bei den bisher von mir so gesehenen Exemplaren im Netz. Eine Erklärung dafür habe ich keine.
AR Drachme (624/5 AD)
AV-Randschrift ('APD' (als Lobpreisung) im äußeren Rand zwischen 6 und 9 Uhr) wohl zu übersetzen mit ausgezeichnet/ wunderbar
Jahr 35
Münzzeichen WYH - Veh-Kavad
26 mm // 2,71 gr. (stark beschnitten)
Tendenziell ist mein subjektiver Eindruck, dass die Münzen mit der Randschrift 'APD' häufiger beschnitten wurden. Wie gesagt, nur ein subjektiver Eindruck bei den bisher von mir so gesehenen Exemplaren im Netz. Eine Erklärung dafür habe ich keine.
- didius
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Re: Sasaniden - Schaukasten
Khusro / Xusro II. (590/1 bis 627/8 AD)
AR Drachme
Wohl unbeschnitten und trotzdem zu leicht für eine reguläre Ausgabe. Außerdem insgesamt von ziemlich krudem Stil, daher tippe ich auf eine zeitgenössische Imitation/Fälschung.
Stark verkrustet und ungereinigt, daher kann ich Jahr und Münzstätte nicht lesen. Die müsste ich wohl mal reinigen.
Stammt aus der selben Quelle wie dieser Hormizd IV.
viewtopic.php?f=44&t=69250&start=45#p652837
31 mm // 3,31 gr.
Irgendwann die nächsten Tage kommen meine letzten Sassaniden
didius
AR Drachme
Wohl unbeschnitten und trotzdem zu leicht für eine reguläre Ausgabe. Außerdem insgesamt von ziemlich krudem Stil, daher tippe ich auf eine zeitgenössische Imitation/Fälschung.
Stark verkrustet und ungereinigt, daher kann ich Jahr und Münzstätte nicht lesen. Die müsste ich wohl mal reinigen.
Stammt aus der selben Quelle wie dieser Hormizd IV.
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31 mm // 3,31 gr.
Irgendwann die nächsten Tage kommen meine letzten Sassaniden
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Re: Sasaniden - Schaukasten
Die nächsten beiden Münzen sind Ausgaben des Yazdgard III. (632 bis 651 AD), dem letzten sassanidischen Herrscher.
Interessant ist, dass für einen Teil der arabosassanidischen Münzprägung die Regierungszeit des Yazdgard III. zur Datierung der Ausgaben verwendet wird. Es gibt die YAZDGARD-ÄRA (YA) startet im Jahr 0 (632AD) und die POST-YAZDGARD-ÄRA (PYA) startet im Jahr 0 (651AD)
Siehe zum Beispiel meine vorgestellten Münzen aus Tabaristan – datiert nach PYA
viewtopic.php?f=44&t=69250#p603355
Extrem ärgerlich ist auch bei diesem Stück, das es gebrochen ist. Tatsächlich passiert beim Handling, d.h. entnehmen aus dem Händler-Münzrähmchen. Die Münze scheint auch entweder mit etwas ungleicher Kraftverteilung geprägt worden zu sein, oder der Schrötling war von vorne herein leicht ungleichmäßig, er wird von links nach rechts dünner.
Yazdgard III. (632 bis 651 AD)
AR Drachme (645 AD)
Jahr 14 (unsicher)
Münzzeichen SK - Zarang - Sistan
29-33 mm // 3,23 gr. (stark beschnitten)
Interessant ist, dass für einen Teil der arabosassanidischen Münzprägung die Regierungszeit des Yazdgard III. zur Datierung der Ausgaben verwendet wird. Es gibt die YAZDGARD-ÄRA (YA) startet im Jahr 0 (632AD) und die POST-YAZDGARD-ÄRA (PYA) startet im Jahr 0 (651AD)
Siehe zum Beispiel meine vorgestellten Münzen aus Tabaristan – datiert nach PYA
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Extrem ärgerlich ist auch bei diesem Stück, das es gebrochen ist. Tatsächlich passiert beim Handling, d.h. entnehmen aus dem Händler-Münzrähmchen. Die Münze scheint auch entweder mit etwas ungleicher Kraftverteilung geprägt worden zu sein, oder der Schrötling war von vorne herein leicht ungleichmäßig, er wird von links nach rechts dünner.
Yazdgard III. (632 bis 651 AD)
AR Drachme (645 AD)
Jahr 14 (unsicher)
Münzzeichen SK - Zarang - Sistan
29-33 mm // 3,23 gr. (stark beschnitten)
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Re: Sasaniden - Schaukasten
Yazdgard III. (632 bis 651 AD)
AR Drachme (651 AD)
Diese Münze hat auf dem AV eine Besonderheit, nämlich das Beizeichen „o“ auf dem Rand. Zwischen 3 und 6 Uhr.
Bisher ist mir ein solches Beizeichen „o“ noch an keiner anderen Stelle untergekommen. Ein solches Beizeichen wird bei Göbl für die sassanidische Münzprägung gar nicht erwähnt, daher könnte es sich auch um eine (moderne ?) Fälschung, oder zeitgenössische Imitation handeln.
Nachdem es aber ja nach dem Zusammenbruch des Sassanidenreiches auch weiterhin Münzprägung gab, und zwar einige Jahre lang mit dem Münzbild des Yazdgard III. und dem eingefrorenen Jahr 20, ist hier auch eine bisher unbekannte Ausgabe aus der ersten Zeit der arabo-sassanidischen Prägung möglich.
Gaube kennt grundsätzliche ein „o“ als Beizeichen der arabo-sassanidischen Prägung (siehe Tafel 6, als Ergänzung 2.3.4), aber in dieser Form nur auf dem Revers. Weder auf acsearch noch auf zeno bin ich da fündig geworden. Das Buch von 2013 von Ernst Günther Weber zu den Arabo-Sasanidischen Drachmen habe ich leider nicht.
Jahr 20 (letztes Jahr)
Münzzeichen NAL - Narmashir (?)
25-34 mm // 3,05 gr. (stark beschnitten)
Ich bin sehr interessiert daran, hier weitere Informationen bzw. eure Einschätzung zu erhalten.
Grüße didius
AR Drachme (651 AD)
Diese Münze hat auf dem AV eine Besonderheit, nämlich das Beizeichen „o“ auf dem Rand. Zwischen 3 und 6 Uhr.
Bisher ist mir ein solches Beizeichen „o“ noch an keiner anderen Stelle untergekommen. Ein solches Beizeichen wird bei Göbl für die sassanidische Münzprägung gar nicht erwähnt, daher könnte es sich auch um eine (moderne ?) Fälschung, oder zeitgenössische Imitation handeln.
Nachdem es aber ja nach dem Zusammenbruch des Sassanidenreiches auch weiterhin Münzprägung gab, und zwar einige Jahre lang mit dem Münzbild des Yazdgard III. und dem eingefrorenen Jahr 20, ist hier auch eine bisher unbekannte Ausgabe aus der ersten Zeit der arabo-sassanidischen Prägung möglich.
Gaube kennt grundsätzliche ein „o“ als Beizeichen der arabo-sassanidischen Prägung (siehe Tafel 6, als Ergänzung 2.3.4), aber in dieser Form nur auf dem Revers. Weder auf acsearch noch auf zeno bin ich da fündig geworden. Das Buch von 2013 von Ernst Günther Weber zu den Arabo-Sasanidischen Drachmen habe ich leider nicht.
Jahr 20 (letztes Jahr)
Münzzeichen NAL - Narmashir (?)
25-34 mm // 3,05 gr. (stark beschnitten)
Ich bin sehr interessiert daran, hier weitere Informationen bzw. eure Einschätzung zu erhalten.
Grüße didius
-
Chippi
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Re: Sasaniden - Schaukasten
Da bin ich nicht so bewandert, ich finde die Stücke einfach nur interessant. Für mich wirkt die Münze nicht offiziell, aber alt.
Gruß Chippi
Gruß Chippi
Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)
Münz-Goofy hat geschrieben: Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.
- didius
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Re: Sasaniden - Schaukasten
Hi Chippi,
danke dir für deine Einschätzung.
Zeitgenössische Imitation ist durchaus möglich, vielleicht sogar am wahrscheinlichsten.
Grüße didius
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