Fälschungsgalerie

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

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nephrurus
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Beitrag von nephrurus » Mi 16.12.09 21:35

schaut euch mal dieses Angebot an - den Anbieter, der mit Sicherheit vorsätzlich handelt, wurde hier schon besprochen. Besonders dreist scheinen mir die Fotos- da wurde keine Münze fotografiert, sondern ein Bild aus einem Buch oder einem Katalog!

http://cgi.ebay.de/Roemische-Muenze-Kai ... 660wt_1167

edit:
es wird immer besser! die Auktion ist beendet und schon ist der Artikel wieder neu eingestellt:
http://cgi.ebay.de/Roemische-Muenze-Kai ... 660wt_1167

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drakenumi1
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Beitrag von drakenumi1 » Mi 16.12.09 21:43

Ein Händler historischer Repliken, wie er sich selbst darstellt, mit 1444 Vorgängen, soviel wie alle positiv!. Man muß eben so viel wie möglich über den Anbieter lesen, bevor man zuschlägt.

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nephrurus
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Beitrag von nephrurus » Mi 16.12.09 21:46

drakenumi1 hat geschrieben:Ein Händler historischer Repliken, wie er sich selbst darstellt, mit 1444 Vorgängen, soviel wie alle positiv!. Man muß eben so viel wie möglich über den Anbieter lesen, bevor man zuschlägt.

drakenumi1
das sehe ich anders ! es ist nicht Aufgabe eines potentiellen Bieters, die mich -Seiten und irgendwelche Verlinkungen zu besuchen. Er schreibt selbst "im Auftrag" und ich habe keine Ahnung... Das stimmt nicht- denn er weiss sehr genau, dass es Fälschungen sind - für mich ist das ein Betrüger!

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drakenumi1
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Beitrag von drakenumi1 » Mi 16.12.09 22:17

Natürlich bin ich der gleichen Meinung, wie Du. Ich meine nur, daß man heute trotz aller positiven Beurteilungen auch alle verfügbaren weiteren Informationen zum Leumund und zur Selbstdarstellung heranziehen muß. Das hilft doch nichts! Soweit überhaupt solche angeboten werden. In diesem Falle hätte man stutzig werden sollen und können.

Gruß

drakenumi1
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Herostratos
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Beitrag von Herostratos » Do 17.12.09 00:32

Die Fotos sind sicher nicht aus Büchern oder Katalogen übernommen, außer von einem Sesterz von CNG.
Man muss sich nur dieses Bulgarenangebot anschaun, dann weiß man, wo er die Münzen bezieht.

http://completed.shop.ebay.de/mangizite ... c=1&_rdc=2

Sogar sein Text ist ähnlich abgefasst.
Würde er doch nur bei seinen verbogenen Gabeln und Löffeln bleiben, oder ehrlich Taxe fahren.

ast126
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Beitrag von ast126 » So 20.12.09 10:29

Ich finde diese Fälschungen alle nicht sonderlich gefährlich...
Gefährlich derzeit finde ich vor allem die Lipanoff Studio Kopien, wo man manchmal schon sehr genau hinschauen muss.
Hier habe ich gleich wieder mal zwei Exemplare entdeckt:

http://www.ricardo.ch/kaufen/muenzen/al ... 591653948/

http://www.ricardo.ch/kaufen/muenzen/al ... 591227258/

alexander20
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Beitrag von alexander20 » Mo 21.12.09 08:09

Hallo ast126,

ich finde diese Stücke keineswegs gefährlich. Kein Eigentümer eines (echten) Pupienus würde ein solches echtes Stück hier "verramschen". Und jeder potentielle Käufer, der bereit ist mehrere Hundert Euro ( denn soviel muss man schon für einen echetn Pupienus hinblättern) würde so ein Stück ohnee in der hand gehalten zu haben nur aufgrund eines Fotos im Internet erwerben. Wenn also jemand meint, einen (echten) Pupienus tatsächlich hier für unter 100 Schweizer Franken bekommen zu können, ist es entweder Dummheit oder pure Gier. Das stimmt dann wieder der satz "Gier frisst Verstand".

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Beitrag von quisquam » Mo 21.12.09 09:28

Damit ist allerdings nichts über die Qualität dieser Kopien gesagt.

Gerade die Stücke des Lipanoff-Studios sind aber tatsächlich nicht sonderlich gefährlich, weil die Stempel sehr umfassend publiziert sind.

Grüße, Stefan
Eigentlich sammle ich nicht Münzen, sondern das Wissen darüber.

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Homer J. Simpson
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Beitrag von Homer J. Simpson » Mo 21.12.09 09:30

Najaaa, aber erstens liest nicht jeder Sammler die Foren, und zweitens - wer weiß, wozu die Herren Lipanoff & Cie. noch fähig sind, d.h. welche Stempel von ihnen wohl noch nicht bekannt und publiziert sind?!?

Homer
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Beitrag von klausklage » Mo 21.12.09 12:40

Der Verkäufer hat in der Vergangenheit mehrere dieser "Billon Denare" verkauft, und zwar mit Echtheitszertifikat von David Sear. Andererseits sind sie bei forgerynetwork gelistet als modernen Ursprungs. Die Ähnlichkeit der zahlreichen Exemplare scheint forgerynetwork Recht zu geben.
http://cgi.ebay.de/028-TRAJAN-Billon-De ... 2ea9eaaf11
http://www.forgerynetwork.com/asset.asp ... 0prlTmSYo=

Olaf
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Beitrag von quisquam » Mo 21.12.09 14:48

Die Exemplare auf forgerynetwork stammen alle von diesem einen Anbieter und Sear hält sie dem einsehbaren Zertifikat nach für den Teil eines 'forger's hoard'.

Grüße, Stefan
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Beitrag von beachcomber » Mo 21.12.09 16:49

hätte ich gerne mal unter meinem mikroskop, aber was man so sieht, so sehen die auflagen wirklich authentisch aus. (ausserdem wird herr sear das ja wohl auch getan haben, und obwohl mir der gedanke an einen 'forger's hoard' schon etwas befremdlich klingt, so kann es doch immerhin möglich sein, dass es sowas gibt)
grüsse
frank

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Beitrag von klausklage » Mo 21.12.09 20:34

Lanz hat anscheinend gerade so einen "forger's hoard" verkauft, insgesamt vier Sätze von drei gleichen barbarisierten Denaren (2 von Elagabal und einen von Julia Soemias).
Olaf
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Homer J. Simpson
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Beitrag von Homer J. Simpson » Mo 21.12.09 20:55

Über den ich einen Thread begonnen habe:
http://www.numismatikforum.de/ftopic34229.html

Viele Grüße,

Homer
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mias
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Beitrag von mias » Di 29.12.09 04:41

Ob der folgende Galba Sesterz, der z.Zt. bei MA-Shops angeboten wird, im Kern antik ist?

http://www.muenzauktion.com/cheilan/ite ... n&lines=50

Jedenfalls waeren meher als 5000 EUR fuer eine Faelschung schon ein grosses Argernis.

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