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Alles was nichts mit Münzen zu tun hat

Moderator: Locnar

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Peter43
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Beitrag von Peter43 » So 02.08.09 01:25

Ein Mann sitzt in der Kneipe, trinkt ein Bier nach dem anderen und sagt: "Das ist heute der beschissenste Tag meines Lebens." "Warum?" fragt sein Kumpel. Antwort. "Wenn ich vor 15 Jahren meine Frau umgebracht hätte, wäre ich heute frei!"
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emieg1
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Beitrag von emieg1 » So 02.08.09 12:37

Wo wir gerade beim "Thema" sind, hier einer meiner Lieblingsgeschichten von Wischmeyer aus dem "Logbuch einer Reise durch das Land der Bekloppten und Bescheuerten"... besonders sensible Menschen bitte das kleine X rechts oben in der Ecke ansteuern ;-)


Der altdeutsche Ehebrocken

Eine käsige Made, so groß und fett wie zwei Mastschweine sitzt auf einem Plastikhocker und hobelt sich die Hühneraugen mit dem Küchenmesser weg. Sieht so der Idealtypus einer Ehefrau aus? Entrüstet würden alle Männer dies verneinen. Und doch kauert nämlicher Brocken irgendwann bei den meisten in der 3-Zimmer Wohnung und bildet damit das solide Fundament deutscher Ehegemüdlichkeit.

Bedauerlicherweise geht heute der Trend weg vom treuen Kaltblüter hin zur zickigen Araberstute. Geködert von erotischem Blendwerk leistet sich der moderne Mann bei der Wahl seiner Gefährtin eklatante Fehlgriffe die folgerichtig in kostspielige Trennungsszenarien münden. Lockt zu Anfang die Beistellung sexueller Dienstleistung, so bleibt nach deren alsbaldigen Versiegen in der Ehe nur noch ein verbiestertes Nörgelweib, deren Bekanntschaft sich einfach nicht mehr rechnet. Ganz anders amortisiert sich da der altdeutsche Ehebrocken.

In Jahrhunderten konsequenter Auslese hat sich ein Mehrnutzungstyp herausgemendelt, der über die ganze Ehedauer eine beständige Grundversorgung sichert. Selbst wenn auch hier mit den Jahren die Kopulationsbereitschaft erlischt, so macht das nichts, da der damit aufs engste verbundene Auslösereiz schon vorher verschwand. Geblieben aber ist ein belastbarer Voltigiergaul an dem man noch Jahrzehnte seine Freude haben kann. In der Regel schmeißt er perfekt den Haushalt, hält einem, wenn vorhanden, die ätzenden Rangen vom Leib und Pflegt auch noch die eigenen bettlägerigen Eltern.

Den abstrusen Hobbys des Ehemannes steht der altdeutsche Ehebrocken neutral bis wohlwollend gegenüber und wenn die Kammeraden vom Modellbahnerklub vorbeischauen, wird ohne Murren gegrillt. Männliche Erotomanen mögen die zunehmende geschlechtliche Neutralisierung ihres Ehekampfschweines bedauern, der weise Genießer sieht darin ein natürliches Bollwerk gegen Abwandungstendenzen in Richtung Selbstfindung, italienischem Pizzabäcker oder sonstigen Trennungsgründen. Zudem läßt sich im Schatten des Brockens auch die eigene Plauze ohne stete Anfeindungen bis zu achtlicher Größe züchten.

Irdischen Elementarfreuden, wie dem übermäßigen Biergenuß oder dem vierten Nackensteak muß man sich nicht verschließen wenn sich auf der andren Seite des Ehebettes nicht das Model lasziv rekelt, sondern nur der Brocken schnarcht. Die Königsdisziplin der altdeutschen Zweisamkeit ist die Handwerkerehe. Hier übernimmt der Brocken noch weitere lebenswichtige Zusatzaufgaben. Er führt die Buchhaltung, regelt den Telefondienst mit der Kundschaft und bringt auch schon mal einen vergessenen Sack Zement zur Baustelle.

Nach der Arbeit gibt’s Schnitzel und die Bude ist picobello in Schuß. So gesehen müßten diese Männer die glücklichsten Menschen der Welt sein. Doch irgendwann kommen sie früher in der Nacht von der Schwarzarbeit zurück und eine käsige Made, so groß und fett wie zwei Mastschweine, hobelt sich vor dem Fernseher die Hühneraugen weg. Und dann denken sie: "Das kann doch nicht alles gewesen sein?"

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Peter43
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Beitrag von Peter43 » So 02.08.09 23:57

Das ist aber richtig bösartig! Noch mehr bitte!
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Apocolocyntosis
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Beitrag von Apocolocyntosis » Mo 03.08.09 11:25

Geschlechtsliebe-männlich und weiblich

Der Mann ist von Natur zur Unbeständigkeit in der Liebe, das Weib zur Beständigkeit geneigt. Die Liebe des Mannes sinkt merklich, von dem Augenblick an, wo sie Befriedigung erhalten hat: Fast jedes andere Weib reizt ihn mehr als das, welches er schon besitzt: Er sehnt sich nach Abwechslung.
Die Liebe des Weibes hingegen steigt von eben jenem Augenblick an.
Dies ist eine Folge des Zweckes der Natur, welche auf Erhaltung und daher auf möglichst starke Vermehrung der Gattung gerichtet ist.
Der Mann nämlich kann, bequem, über hundert Kinder im Jahr zeugen, wenn ihm eben so viele Weiber zu Gebote stehen; das Weib hingegen könnte, mit noch so vielen Männern, doch nur ein Kind im Jahr (von Zwillingsgeburten abgesehen) zur Welt bringen. Daher sieht er sich stets nach anderen Weibern um; sie hingegen hängt fest dem Einen an: denn die Natur treibt sie, instinktmäßig und ohne Reflexion, sich den Ernährer und Beschützer der künftigen Brut zu erhalten.

Wer hat es geschrieben?

Nein, Boris Becker und Dieter Bohlen sind als Antwort falsch.... :twisted:

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Huehnerbla
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Beitrag von Huehnerbla » Mo 03.08.09 11:32

Der Autor war: Arthur Schopenhauer

Und so geht es weiter:
... Demzufolge ist die eheliche Treue dem Manne künstlich, dem Weibe natürlich, und also Ehebruch des Weibes, wie objektiv, wegen der Folgen, so auch subjektiv, wegen der Naturwidrigkeit, viel unverzeihlicher als der des Mannes.
Gruß
Jürgen

"Morgen ist auch noch ein Tag", sagte die Eintagsfliege...

Apocolocyntosis
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Beitrag von Apocolocyntosis » Mo 03.08.09 13:36

Super Jürgen,
genau der verkannte "Frauenversteher" A. Schopenhauer war es.

Wenn einem die Argumente ausgehen, sollte man zur Beleidigung greifen-empfiehlt Schopenhauer, denn: "Eine Grobheit besiegt jedes Argument".

Zumindest die meisten Politiker scheinen dies als ihr "Lebensaphorismus"
verinnerlicht zu haben :evil:

emieg1
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Beitrag von emieg1 » Mo 03.08.09 14:16

ach ja, die Politiker...

Aus Dietmar Wischmeyers Logbuch einer Reise durch das Land der Bekloppten und Bescheuerten zu den Politikern:

Wenn die Gesellschaft ein hinteres Ende hat, einen absoluten A****, nach dem nichts mehr kommt, weit hinter Leichenwäscher, Gebrauchtwarenhändler oder Klärgrubenangler, dann wohnt dort, in diesem allerletzten A**** der Politiker. Es gibt wohl keine schlechte Eigenschaft, die ihm 90% aller Bürger ohne weiteres zutrauen würden. Er steht über dem Gesetz wie Helmut Kohl, kriegt nach 4 Jahren ohne Beitragszahlung so viel Rente wie ein Arbeitnehmer, der 144 Jahre eingezahlt hat und ist ein selbsternanntes Universalgenie. Gestern Parteisoldat, heute Minister.

Um seine Popularität dennoch am köcheln zu halten, kriecht jeder dieser Banausen so oft es geht aus seinem Parlamentscontainer und macht Faxen in den Medien. Manchmal reicht ihm das aber nicht und er verbündet sich mit dem anderen bösartigen Gewächs, das im allerletzten A**** der Gesellschaft haust, dem 'gesunden Volksempfinden'.

Beide passen zusammen wie Topf und Deckel. Beide haben von nix 'ne Ahnung und zu allem 'ne Meinung. Und wenn sie sich richtig mögen, dann blasen sie zur Hatz auf irgend jemand anderen. Den Steuerflüchtling, den Raser, den Ausländer mit der doppelten Staatsbürgerschaft, den Inder, den Mann, dem Parksünder, dem Ökomuffel.

Eigentlich ist es egal auf wem. Das Prinzip ist das der guten alten Hetzjagd. Ein Teil der Herde wird separiert und zum Abschuß freigegeben. Und wenn sich alle d'rauf eingeschossen haben verschwindet für ein paar Tagen die eigene Unbeliebtheit aus den Schlagzeilen.

Am lustigsten ist die Hatz, wenn damit vom eigentlichen Problem abgelenkt wird und wenn die Opfer sich nicht wehren können. Endlich kann man ungestraft Wörter benutzen wie ausrotten, Euthanasie, abtöten, Rassenverbot. Ohne sich über die Konsequenzen für weite Teile der Bevölkerung auch nur einen Gedanken zu machen, kann der Sheriff seinen langen Colt aus der Hose hängen lassen.

Kleines Mädchen vom BMW überfahren worden - Bundesländer wollen bayerische Automarke ausrotten.

Vater tötet seine beiden 6- und 8-jährigen Kinder - alle Väter Ausgehverbot!

Pittbullterier zerfleischt kleinen Jungen in Wilhelmsburg. Sein Besitzer ist ein in Deutschland lebender Türke. Hamburg setzt 13 Rassen auf die Kampfhundliste. Da haben die hier lebenden Türken aber noch mal Glück gehabt.

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Beitrag von Apocolocyntosis » Mo 03.08.09 15:31

kriecht jeder dieser Banausen
Hier sei einmal die Bedeutung des Wortes "Banause" erläutert, der heute in etwa mit "Ignorant" übersetzt werden kann.
Im alten Griechenland zählte der Architekt trotz seiner vielseitigen beruflichen Bildung zur Gruppe der "banausoi"(= "die am Ofen arbeitenden").
Unter diesem Begriff faßte die antike Gesellschaftstheorie alle diejenigen Personen zusammen, die sich den Lebensunterhalt mit ihrer Hände Arbeit verdienen mußten.
Zu den "banausoi" gehörten auch alle Berufe , die heute im Bereich der bildenden Kunst anzutreffen sind.
Für Aristoteles waren solche Tätigkeiten das Gegenteil von Bildung.
Da wäre es heute ja geradezu ein Ritterschlag, Politiker als "Banausen" zu bezeichnen..

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Peter43
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Beitrag von Peter43 » Mo 03.08.09 15:42

:D
Omnes vulnerant, ultima necat.

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Beitrag von siggirabu » Mo 03.08.09 20:19

Der Unterschied zwischen einem Kamel und einer Klofrau?

Das Kamel scheißt in der Wüste und die Klofrau wüstet in der ****!

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Peter43
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Beitrag von Peter43 » Mo 03.08.09 22:35

Der Unterschied zwischen Penicillin und einem Bettelmönch?

Penicillin ist ein Heil-Serum und der Bettelmönch hat ein Seil herum!
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Beitrag von emieg1 » Di 04.08.09 11:49

Dietmar Wischmeyer


Die süßen Kinder


Schon draußen fällt auf, daß in diesem 400qm LBS- oder BHW-Gehege Kinder gezüchtet werden. Das Grundstück ist übersäht mit schreibunten Plastikteilen jeglicher Größe, an denen noch 10 weitere Generationen ihren Spaß haben werden. über der Haustürklingel klebt ein hellgrüner Knetgummiklumpen mit draufgemanschten Teckelkotwürstchen - Sven-Jonas, Carolina-Anastasia, Inge und Fritz Willumeit-Snork - DingDong.

Ein halbmetergroßer Außerirdischer rast von innen gegen die Tür, reißt sie auf und würgt einen halben Eimer verdauter Klaus-Hipp-Masse auf das Hosenbein des Besuchers. "Hahaha, unser Sven-Jonas kann schon die Tür aufmachen. Ist das nicht toll?" Kein Wort über den süßlich riechenden Glibber auf dem Beinkleid.

"Komm doch rein, wir sitzen gerade gemütlich beim Abendbrot." Abendbrot? Zwei in pädagogische Pranger gefesselte Bälger werfen mit Fischstäbchen und spucken Kartoffelbrei durch das Eßzimmer. Auf Mammis Teller steckt ein Matchboxauto mit dem Kofferraum im Ketchup und Papi sieht aus wie Helmut Kohl in Erfurt.

"Setz dich doch." Ein zotteliger Familienköter springt unter der Eckbank hervor und onaniert das Hosenbein in die Altkleidersammlung. "Was haltet ihr denn vom Überfall auf die Sowjetunion, heute vor 52 Jahren" versuche ich ein harmloses Gespräch anzufangen. "Pipikacka, pipikacka" prustest es schon aus dem kleinen Sven-Iwan heraus und eventuelle antifaschistische Statements des Herrn Papa ersticken im Magensäureregen teilverdauten Kartoffelbreis. Auch Klein-Carolina-Anabolika war nicht faul, hat sich aus ihrem IKEA-Pranger befreit und einen schönen runden Waldorfschiß auf den Kokosläufer abgeseilt. Kacka-Kacka, kommentiert Sven-Egon sehr richtig und leistet damit zum erstenmal einer korrekten Diskussionsbeitrag.

"So ihr müßt jetzt in die Heia" hör ich noch aus dem Mund des Muttertiers, als ein infernalischer Lärm das Blut in den Adern gefrieren läßt. Sowohl der süße Sveni als auch die niedliche Anna haben sich in die besten Tieffliegerimitatoren verwandelt, die ich je gehört habe. Die kleinen Schreigeneratoren scheinen dreiviertel ihrer Nahrungsaufnahme direkt in Dezibel umzusetzen. "Haha" denke ich schadenfroh, "da wirds gleich aber eins an die Fresse geben". Nichts da. "Wenn ihr nicht sofort ruhig seit" kommt es drohend aus dem Muttermund, dann sperrt der Papi morgen eure Kreditkarten". Stille. Willenlos lassen sich die juvenilen Verbraucher in ihre Zellen abführen. "So, das hätten wir", frohlockt Papi "nur noch ein bißchen saubermachen und aufräumen, dann machen wir uns einen gemütlichen Abend".

Während Papi den Kartoffelbrei von der Rauhfaser kratzt und Mammi mit Kot-Ex über den Kokosläufer schrubbt, verdrücke ich mich heimlich nach draußen und rase mit meinem Auto in die Notsterilisationsaufnahme des Städtischen Krankenhauses.

Apocolocyntosis
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Beitrag von Apocolocyntosis » Di 04.08.09 13:32

...und Jahre später, Klot-Üffes (Claude-Yves) und Lunna-Schajenn (Luna-Chayenne) sind im Sinne ihrer Eltern sozialisiert 8O , spielt sich folgende Szene ab:
Mama hat den süßen Hasen geschlachtet und zum Abendbrot gemacht. Da die Kinder dieses Tier sehr lieb hatten, verheimlicht sie ihnen die Wahrheit. Der kleine Junge isst mit viel Appetit und fragt seinen Papa, was sie da denn essen. Papa ganz stolz: "Ratet doch mal... ich gebe euch einen Hinweis, ab und zu nennt Mama mich so." Plötzlich spuckt die Tochter alles aus und sagt zu ihrem Bruder: "Iss das bloss nicht, das ist ein Arschloch!"

emieg1
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Beitrag von emieg1 » Di 04.08.09 14:19


siggirabu
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Beitrag von siggirabu » Di 04.08.09 19:37

Was ist der Unterschied zwischen einem Kamel und der Klofrau?

Das Kamel scheißt in die Wüste, die Klofrau wüstet in der Schei**!

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