Witze

Alles was nichts mit Münzen zu tun hat

Moderator: Locnar

emieg1
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Re: Witze

Beitrag von emieg1 » Do 01.04.10 15:30

Dietmar Wischmeyers Logbuch: Mythos Frau


Sein Name ist immer noch Dietmar Wischmeyer und dies ist das Logbuch einer Reise
durch das Land der Bekloppten und Bescheuerten. Hier ist noch ein Bericht:

Männer sind das allerletzte an Geschlecht: Bekloppt, machtgeil und arrogant. Schade aber wahr! Noch schader: Frauen sind leider auch völlig blöd. Das gehypte Geschlecht des scheidenden Jahrtausends besteht dummerweise auch nur aus einem Haufen schwächelnder Individuen. Alles, was man über sie erzählt in fröhlicher Herrenrunde ist wahr: Sie können keine Karten lesen, nicht links und rechts voneinander unterscheiden, wissen nicht, was mit dem Wort "Pünktlichkeit" überhaupt gemeint ist, kurz: sie finden sich in der modernen Zivilisation nur mit Mühe zurecht.

Mann und Frau sind dermassen unterschiedliche Wesen: wie ist es nur möglich, dass sie gemeinsam fertile Nachkommen hervorbringen? Das weibliche Gehirn erscheint dem Manne wie eine zugemüllte Festplatte. Auf die Frage: 'Möchtest Du eine Tasse Kaffee?' würden die meisten Männer mit 'Ja' oder 'Nein' antworten, die meisten Frauen - besonders wenn sie sich das Zutrauen des Fragenden durch Ehe oder Partnerschaft erschlichen haben - antworten ausführlicher: 'Denk mal etwas nach, bitteschön!! Dann weisst Du selbst, ob ich noch Kaffee will'. Nur der ungeheuren Friedfertigkeit des Mannes ist das Überleben des Weibes in solchen Situationen zuzuschreiben.

Einer Frau ist der Gedanke fremd, dass man mit Sprache auch ganz einfache Dinge machen kann, z. B. danach fragen, ob man eine Tasse Kaffee möchte. Sie vermuten stets Hintergedanken, Intrigen, Versäumnisse und Angriffe. Männer sind dafür in der Regel viel zu faul. Männer hängen am liebsten in ihrer Fernsehsasse und starren blödig in das Gerät. Warum auch nicht. Doch leider nur zu oft wird die stille Andacht der Fickelfilmrezeption gestört durchs emsige Geschlecht. Die Glucken müssen immerfort hin- und hertrippeln und im Nest scharren. Dann wird hier ein Deckchen drappiert oder dort ein Halm zum Mülleimer getragen. Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik ist für die Fräuleins nicht existent -sie glauben tatsächlich noch daran, dass sich Ordnung herstellen lässt ohne dafür an anderer Stelle Chaos zu erzeugen.

Wenn ein Mann ihnen erklärt, dass der Preis für die sauber geputzte Bude letztlich die wilde Müllkippe am Amazonas ist, so sperren sie ungläubig den Schnabel auf. Und hier wird der letzte Mythos Weib vom Sockel gestürzt: die Mär vom besseren Einfühlungsvermögen der Frau. Welche Doppel-X-Chromosomen-Trägerin hätte sich wohl je in einen Mann einfühlen können. Und ein Wesen, dass nicht mal ahnt, wie 3 Milliarden Menschen denken, fühlen, sprechen; diesem Wesen wollen wir doch wohl keine besondere Sensibilität bescheinigen. Bleibt noch eine Frage offen: Wie lange lässt man mich noch mit tiefer Stimme sprechen.

*hüstel*

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justus
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Re: Witze

Beitrag von justus » Sa 03.04.10 13:07

Warum brauchen Männer keine Angst vor BSE zu haben? BSE greift nur das Gehirn an.

Wie nennt man einen intelligenten, sensiblen und gut aussehenden Mann? Ein Gerücht.

Was zu bauen dauert länger, einen Schneemann oder eine Schneefrau? Schneemann. Das Aushöhlen des Kopfes braucht einfach seine Zeit.

Wie nennt man einen Mann mit einem IQ von 50? Begnadet.

Warum haben so viele Männer einen Bierbauch? Damit der arbeitslose Zwerg wenigstens ein Dach über dem Kopf hat.

Es ist jetzt auch wissenschaftlich anerkannt, was schon lange vermutet wurde: Die Frau ist nicht aus der Rippe Adams geschaffen worden, sondern aus seinem Gehirn. Der Beweis: Die Rippen hat der Mann noch...

Kommt ein Mann in die Bücherei: ”Ich hätte gern das Buch ’Die Überlegenheit des Mannes’.” Antwort: ”Phantasie und Utopie finden sie im ersten Stock!”

Wieviel Machos braucht man um eine Glühbirne zu wechseln? Keinen, soll die Schlampe doch im dunkeln putzen.
Was haben Männer und Frauen gemeinsam? Beide mißtrauen Männern.

Was haben Männer und das Wetter gemeinsam? Es ist nicht möglich, sie zu ändern.

Warum kommen nur 10% aller Männer in den Himmel? Wenn alle reinkommen würden, dann wäre es die Hölle.

Zwei Männer treffen sich und der eine fragt den anderen: "Du wie ist den der Streit mit deiner Frau gestern ausgegangen?"
"Toll Sie ist auf Knien angekrochen gekommen!"
"Ja und was hat sie gesagt?"
"Sie hat gesagt: Komm jetzt endlich unter dem Bett hervor und benimm dich wie ein richtiger Mann!”

Warum mögen Männer intelligente Frauen? Gegensätze ziehen sich an.

Was versteht ein Mann unter einem 7-Gänge Menü? Einen Sechserpack Bier und die Bildzeitung.

ER: Liebling, wenn du mich noch einmal küßt, gehöre ich Dir für immer! Sie: Danke für die Warnung, Schatz.

Der Mann fragte Gott: ”Warum hast du die Frau so schön gemacht? Dazu Gott: ”Damit du sie liebst.” Dazu wieder der Mann: ”Und warum hast du sie so dumm gemacht?” Darauf Gott: ”Damit sie dich liebt!”
mit freundlichem Gruß

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Re: Witze

Beitrag von antoninus1 » So 11.04.10 11:58

Ich habe gerade diesen Witz gehört :)

Bei Jopie Heesters klopft es an der Tür. Er öffnet und sagt "Ja, bitte?"
Raunt eine düstere Gestalt: "Ich bin der Tod!"
Dreht sich Jopie um: "Simone, für Dich!"
Gruß,
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Re: Witze

Beitrag von Homer J. Simpson » So 11.04.10 15:31

Grrrins :lol:

Homer
Wo is'n des Hirn? --- Do, wo's hiig'hört! --- Des glaab' i ned!

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Re: Witze

Beitrag von sigistenz » Mi 14.04.10 23:12

Hi - ein Limerick - oder sollen wir dafür einen neuen thread aufmachen ?

There was a young man in the choir
whose penis rose higher and higher.....
it rose to such height
it was quite out of sight
but of course -you know- I'm a lyer. :mrgreen:
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Re: Witze

Beitrag von emieg1 » Fr 16.04.10 14:51

Deutsche Amtstuben (von Wischmeyer... von wem sonst?)

Stumpfer Lenolbelag, sanduhrförmiger Eternitaschenbecher, staubige Sansiverien in Seramis-Granulat; herumliegende Zeitschriften, herausgegeben von der betrieblichen Unfallkasse, Möbel vom Sperrmüll, und dazwischen schleichen - ich sag' mal - Menschen herum, die so aussehen, als wollten sie gerade zum Kacken gehen oder kämen von dort. Heissa, wo sind wir? Richtig, auf einem deutschen Amtsflur. Wenn es den grösstmöglichen Gegensatz zum Karneval in Rio gibt, dann z.B. hier auf der KFZ-Zulassungsstelle eines x-beliebigen Landkreises. Dauernd denkt man, der Tod müsse eine Erlösung sein für die wechselwarmen Reptilien, die pollundrig übers Lenol schlurfen.

Warum müssen sie hier arbeiten? Sind das alles Sexualstraftäter auf Bewährung, oder was hat sie in diese extrem lebensunfrohe Umgebung verschlagen? Und wo kann man diese häßlichen Klamotten kaufen, seitdem es die DDR und "Billig-Billig-Metzen" nicht mehr gibt: beigefarbene Jersey-Stretchhosen, kotzegrüne Maschinenstrickpullover mit gelb umsäumtem V-Ausschnitt, Bundfalten-Bollerarsch-Jeans - wo gibt es so was noch?

Manchmal blinkt ein Nummernkasten an der Wand, und man darf in einen der Verschläge einrücken, wenn man den dazu passenden Zettel rechtzeitig gezogen hat. Kieferndekor-Plastikschreibtisch, dreitausend Ansichtskarten an der Wand, rattig abgewetzter Drehsessel und, o Wunder, ein Computer, der mit Happy Hippos übersät ist wie ein Straßenköter mit Flöhen. Dahinter hockt eine sogenannte Verwaltungsfachkraft, die man irgendwo beim Aufräumen im Keller gefunden hat. Ist sie männlich, steht auf ihrem Tisch ein Steingutbecher mit Titten dran, ist sie weiblich, ein angefressener Magermilch-Joghurt. Erstaunlich, wievie Büromöbel man auf vier Quadratmeter unterbringen kann. Statussymbol allen Amtsschaffens ist das Ordnerkarussell oder noch besser diese Art Gefriertruhe mit rotierenden Hängeregistern. Da wühlt die Amtsperson nach sogenannten Vorgängen. Kein Computer wird jemals die Akte verdrängen, denn mit ihrem Staub bleicht der Behördenhomo seinen falen Teint.

Wir haben unterdessen auf dem Besucherstuhl Platz gefunden, einem aus Vierkantrohr und orangenem Sackleinen komponierten Zweckmöbel. Selbiges findet exakt Raum in der Aussparung zwischen Schreibtisch und Ablagebock - unsere Beine leider nicht mehr. Minutenlang brütet das Lebewesen gegenüber in den von uns mitgebrachten Papieren, um endlich einen Befund zu äußern: "Und wo ist die Unbedenklichkeitsbescheinigung des unteren Wasserbeschaffungsverbandes?" An alles haben wir gedacht, den Ariernachweis der Oma, das Impfzeugnis des Zwergteckels, ja sogar an den Wehrpaß des Wellensittichs - ja, heissa, aber die UbBduWbV 2/7, die haben wir dummerweise vergessen. "Tumirleid", orakeit das bleiche Lebewesen, "müssensenomawiedakomm."

Sicher, warum nicht, kostet ja auch bloß einen Urlaubstag, so'n witziger Behördengang, da schauen wir doch gerne noch mal rein in den Primatenzoo der Acryl-Pollundristen. Unterdessen erquicken wir uns draußen am Getränkeautomaten bei Limonaden, die es sonst nirgendwo auf der Welt noch gibt: Mirinda, Rocky-Cola oder den Sunkist-Saftpyramiden.

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Re: Witze

Beitrag von Tinapatina » Mo 19.04.10 16:07

Auch wenn ich dem Militär eher kritisch gegenüber stehe, so konnte ich mir ein herzhaftes Lachen doch nicht verkneifen.
Das Video fängt unspektakulär an und endet ...aber seht selbst, der "Brüller in Breitwand".
http://www.youtube.com/watch?v=w4-9E7TM-0k&NR=1
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Re: Witze

Beitrag von emieg1 » Mi 21.04.10 19:05

Zum aktuellen Thema...

Unter der Wolke:
http://www.wdr.de/radio/wdr2/sonderdetail/512865.phtml

Das ist noch warm... das dampft quasi noch :wink:

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Re: Witze

Beitrag von emieg1 » Mi 19.05.10 11:30


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Re: Witze

Beitrag von justus » So 23.05.10 16:01

Frage: Was ist der Unterschied zwischen Schalke 04 und einem Lehrling ?
Antwort: Der Lehrling kann mal Meister werden !

Frage: Was macht ein FC Schalke-Fan, nachdem Schalke Meister geworden ist?
Antwort: Er macht die Playstation aus und geht schlafen!
mit freundlichem Gruß

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Re: Witze

Beitrag von justus » So 23.05.10 21:05

Ruhrpottderby BVB gegen Schalke. Das Stadion ist ausverkauft. In der Halbzeit soll die Miss Ruhrgebiet gekürt werden. Der Stadionsprecher bittet sie in den Mittelkreis und sagt:" Frau Kowalski, beantworten sie mir die Frage, wie viel 3X3 ist, und sie sind Miss Ruhrgebiet."
Spontane Antwort: "10".
Die ganze Südtribüne mit den 25000 Doofmundern brüllt: "Gib sie noch eine Chance." Sie überlegt und sagt: "Acht".
Die Südtribüne brüllt wieder:" Gib sie noch eine Chance. Gib sie noch eine Chance. Der Stadionsprecher erbarmt sich und sagt:"Jetzt muss die Antwort aber stimmen, sonst wird es nichts mit dem Titel!"
Frau Kowalski überlegt lange, dann sagt sie: "3X3 ist Neun".
Die ganze Südtribüne brüllt: "Gib sie noch eine Chance Gib sie noch eine Chance Gib sie noch eine Chance!!!!
mit freundlichem Gruß

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Re: Witze

Beitrag von Tinapatina » Mo 24.05.10 16:14

DAS kann ich so nicht stehen lassen! :wink:

Ein 80-jähriger Schalke-Fan, der seinem Verein schon seit Jahren treu ist, äußert auf dem Sterbebett seinem Sohn gegenüber seinen letzten Wunsch: "Ich möchte bitte Dortmund-Fan werden!" Darauf fragt der Sohn: "Warum willst du denn nach all den Jahren plötzlich Fan von Dortmund werden?" "Das ist es ja gerade: Wenn ich sterbe, gibt es nicht einen Schalke-, sondern einen Dortmund-Fan weniger auf der Welt!"
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Re: Witze

Beitrag von justus » Do 27.05.10 09:50

Frage: Was ist der Unterschied zwischen 'ner Rakete und dem VFL Bochum ?
Antwort: Die Rakete steigt auf !
mit freundlichem Gruß

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Re: Witze

Beitrag von sigistenz » Do 27.05.10 14:16

Aber.... wo ist da der Witz? :roll:




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Re: Witze

Beitrag von emieg1 » Fr 28.05.10 12:28

Plastik-Party


Bei uns ist Plastik-Party. Man kennt das ja: Da kommt eine Dame ins Haus und preist die Plastikprodukte einer bekannten amerikanischen Firma an. Als Gastgeber muss man ein halbes Dutzend potentieller Kundinnen einladen und etwas Leckeres servieren. Anke war selbst auf so einer Party gewesen und nur hingegangen, weil sie der Gastgeberin einen Gefallen tun wollte.

Fast schon gegen ihren Willen wurde sie zur Gastgeberin der nächsten Party auserkoren, geködert mit wunderschönen Geschenken.

Heute ist es soweit. Ich komme nach Hause, die Gäste sind schon da. Eine Gruppe von Enddreißigerinnen hockt in meinem Wohnzimmer. Leider alle angezogen. Meine Herzallerliebste mitten unter ihnen. Alle haben einen Halbkreis um eine weitere Enddreißigerin gebildet, die neben sich ein Körbchen mit Plastikartikeln stehen hat.

Jede der Damen hat eine Kaffeetasse unseres besten Geschirrs vor sich stehen, dazu unsere sündhaft teuren "Carlo-Bianco"-Gläser. Sie knabbern MEINE Salzstangen und futtern MEINE Süßigkeiten! Ob meines Eintretens machen sie einen erschrocken-gequälten Gesichtsausdruck und schauen Anke an. Ihre Gesichter sagen: "Wie kann man nur…?" Anke, die Allerliebste, lächelt entschuldigend und zuckt mit den Schultern. In Frauensprache heißt das: "Der macht doch nix! Der ist ganz harmlos! Der will nur spielen!"

Ich sage: "Hallo, die Damen, darf ich mich dazusetzen?"

Dreibein-Alarm!

Die Enddreißigerinnen öffnen gleichzeitig den Mund, um "Nein!" zu sagen, aber ich bin schneller und sitze am Tisch, bevor eines der anwesenden Hühner gackern kann.

Anke rettet die Situation und stellt die in der Mitte sitzende Henne als Frau Nassenkamp vor. Ich begrüße sie mit einem freundlichen: "Na dann mal los, Frau Nasenkrampf!", was mir einen todbringenden Blick der Angesprochenen einbringt.

Frau Nassenkamp gibt jedem ein Plastikdöschen mit Deckel. Ich kriege auch eins und stelle es brav vor mich hin.

"Das ist zum Frischhalten von Lebensmitteln", erklärt Frau Nassenkamp bei der Ausgabe. "Alles, was sie da rein füllen, wird bei Druck auf den Deckel luftdicht verschlossen. So können sie Hühnersalat bis zu einer Woche frisch aufbewahren."

"Oh, ah ja", echot die Damenriege und macht die Deckelchen auf und zu und im Nu ist die Luft erfüllt mit poppenden Geräuschen, als die hühnersalatleeren Plastikteilchen verschlossen und wieder geöffnet, wieder verschlossen und wieder geöffnet werden. Ich lasse meine Hühnersalatschüssel zu und trommle ein wenig auf dem Deckel herum.

Die Sitzgruppe hingegen kann nicht genug vom Schüsselchen auf- und zumachen bekommen.

"Praktisch", meint meine Frau. "Oh ja", gibt ihr Frau Nassenkamp Recht. "Unsere Firma ist die erste Firma, die diesen luftdichten Verschluss entwickelt hat und ist heute noch Marktführer auf dem Segment."

Nun, bisher habe ich in noch keiner Börsenzeitschrift Kursnotierungen zum Segment "luftdichte Essensaufbewahrungsplastikschälchen" gefunden, aber ich will ja Frau Nassenkamp nicht widersprechen. Dennoch frage ich: "Kann man da auch Schrauben und Nägel rein tun?"

Frau Nassenkamp rümpft angewidert die Nase und entgegnet: "Da kann man ALLES rein tun. Aber eigentlich sind die Dosen für Sachen, wie beispielsweise Hühnersalat."

"Guck mal, Schatz", jubelt meine Frau, "praktisch, oder?"

"Sie können Ihrem Mann da auch Essen ins Büro mitgeben", springt Frau Nassenkamp bei, die wohl ahnt, was jetzt kommt, und vorsichtshalber noch ein "Mein Mann macht das immer so" hinzufügt.

"Man kann gut darauf trommeln", grinse ich sardonisch und zu Anke, "aber der Tag, an dem du mir einen eine Woche alten Hühnersalat mit ins Büro gibst, wird der Tag unserer Scheidung sein."

Ich schaue Frau Nassenkamp an, grinse und frage: "Wenn ich im Supermarkt Quark kaufe, dann ist der auch immer in so schönen Schälchen und Eimerchen mit Deckel. Warum sollen wir nicht einfach die nehmen, die sind doch umsonst?"

Die Köpfe der anwesenden Hühner fliegen herum. Feindseeligkeit spricht aus ihren Augen. Doch Frau Nassenkamp lässt sich nicht beirren, obwohl ich bemerke, dass sie mich schon etwas weniger freundlich anschaut. Genauer gesagt sagen ihre Augen: "Teeren, federn und vierteilen!" Doch ihr Mund sagt: "Die Moleküle für unsere Artikel kommen aus der Weltraumfahrt!"

Ich werfe ein: "Aber die essen im Weltraum doch keinen Hühnersalat!"

"Unsere Schüsselchen sind aber sowohl von innen, wie auch von außen dicht!"

Mir schien es so, als sei das eine Eigenschaft die vielen Behältern gemein sei. Zum Beispiel Flaschen, Konservendosen oder eben dem besagten Quarkeimerchen. Deshalb runzle ich die Stirn, was Frau Nassenkamp natürlich sofort bemerkt. Beifall heischend schaut sie in die Hühnerrunde, hebt ihr Schüsselchen und sagt triumphierend: "Was drin ist, bleibt drin und was draußen ist, bleibt draußen!"

Ich hole tief Luft und Frau Nassenkamp befürchtet schon, dass ich jetzt mit der gesamten Kraft meines männlichen Intellekts zurückschlagen werde. Stattdessen sage ich: "Ach was?"

Anke entgehen natürlich die Spannungen zwischen mir und der Nassenkamp nicht, und sie rettet die Situation, indem sie sagt: "Super!"

Die Nassenkamp lässt den Deckel ihres Schüsselchens poppen und reflexartig fallen alle anderen Hühner in das Poppkonzert ein. Popp, popp!

Ich wende mich Frau Nassenkamp zu: "Was soll dieses Wunderwerk malaysischer Spitzenkonservierungstechnologie denn kosten?"

Das Poppen mit den Deckelchen hört schlagartig auf. Die Damen schauen mich teils fragend, teils feindselig an. Preisfragen stellen!? Bei so einem Spitzenprodukt. Wie kann ich nur...

Frau Nassenkamp, die meine Frage irrtümlich als Kaufsignal wertet, strahlt mich an wie ein Christbaum: "Bei Abnahme von 10 Stück kostet Sie eine Schüssel grade mal 2 Euro..."

Ich rechne. Ein schöner griechischer Krautsalat kostet bei Aldi 1,39 Euro. Der ist in einem wunderschönen Schüsselchen mit Poppdeckel auf dem unten draufsteht: 'wieder verwendbare Haushaltsdose'. Da habe ich ein Kilo leckeren Salat und ein Schüsselchen umsonst. Oder umgekehrt! Selbst wenn ich kiloweise griechischen Krautsalat kaufe und den Salat sofort bei Aldi in den Gully schütte, habe ich immer noch 61 Cent gespart!

Ich soll also 2 Euro bezahlen, damit ich von einem eine Woche alten Hühnersalat keinen Durchfall kriege? Ich wiege die lauernd wartende Nassenkamp in Sicherheit: "Wie viel kostet eine Schüssel, wenn ich Ihnen 20 Stück abnehme?"

"Oh", sagt die Nassenkamp, da muss ich nachschauen..."

"Tun sie das".

Und während die Herrin der Schüsselchen nach ihrer Rabattliste kramt, starren die Mammis ihre Gastgeberin mit einer Mischung aus Häme und Verachtung an. 20 Schüsselchen! Anke blitzt mich zornig an und tritt mir unter dem Tisch ans Schienbein. Aber jetzt gibt es kein Zurück!

"Na ja, Schatz, so oft, wie ich Reste essen muss...."

Hinten kichert die Mutter des besten Freundes unseres Sohnes, und meine Gattin wechselt die Gesichtsfarbe.

"Eineurofünfundsiebzich", piept Frau Nassenkamp aus der Kreismitte, aber jetzt geht es nicht mehr um den Preis. Jetzt geht es um das Prestige meiner Lebenspartnerin als treu sorgende Ehefrau.

"Wann hast du je Reste essen müssen?", zischt sie.

"Wann hat es bei uns je Hühnersalat gegeben, du kannst doch gar keinen machen", gebe ich trotzig zurück und beschließe, die Situation weiter eskalieren zu lassen - mit dem Satz, den jede Ehefrau nach "ich muss dir was gestehen" am meisten hasst: "Meine Mutter, die konnte Hühnersalat machen, der war immer klasse."

"Willst du damit sagen, dass dir mein Essen nicht schmeckt?" Erneuter Gesichtsfarbwechsel.

"Na ja, bei Dosenravioli kann man ja nicht viel falsch machen", schlage ich zurück. Allgemeines, verhaltenes Kichern in der Runde. Nur Frau Nassenkamp schweigt und überlegt sich, wie sie die Situation entschärfen und ihre Töpfchen doch noch an Mann und Frau bringen könnte. Aber sie braucht zu lange!

"Mein lieber Mann", die schneidende Stimme meint dabei das Gegenteil von 'lieber Mann', "ich rackere mich von früh bis spät ab und mache jedes Essen frisch, und das weißt du auch!"

"Und warum willst du dann Plastiktöpfchen zum Frischhalten kaufen? Du widersprichst dir doch selbst, merkst du das nicht?"

Frau Nassenkamp hat realisiert, wohin das führt. Nix mit Töpfchenverkauf in der Damenrunde. Schließlich will sich keines der Hühner als Resteverwerterin outen. Sie startet einen letzten Versuch mit: "Man kann in den Schalen ja auch Kuchenteig anrühren!" Aber ich blocke mit: "Meine Frau kann nur eines noch weniger gut als Hühnersalat - das ist Kuchenbacken."

Das war's! Meine Frau springt auf, knallt zuerst mir eine und dann die Zimmertüre zu und ist weg. In die peinliche Stille geben die anwesenden Ladys, die mich mittlerweile für das größte Chauvischwein der Welt halten, ihre Töpfchen an Frau Nassenkamp zurück. Diese sackt, flugs wie ein Eichhörnchen, ihren Ramsch ein. Alles verabschiedet sich mehr oder weniger zügig, weil alle noch gaaaanz wichtige Termine haben, ziehen im Gänsemarsch zur Tür und weg sind sie. Frau Nassenkamp und ihre Partygirls.

Anke kommt wieder herein: "Und, sind sie weg?" Ich nicke, und sie sagt: "Gott sei Dank!"

Ich frage: "Und, wie war ich?"

Sie sagt: "Göttlich! Ohne dich wäre das noch zwei Stunden so gegangen!"




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