Patinaentfernung?

Reinigungstips, Aufbewahrung, Handschuhe, Pinzetten, Olivenöl, Literatur, Software usw.
Reckel
Beiträge: 19
Registriert: Do 10.01.08 15:12
Wohnort: Bensheim

Patinaentfernung?

Beitrag von Reckel » Fr 18.01.08 16:34

Moin zusamm!

Ich hätte da als "Neuling" mal die Frage wie man bei Goldmünzen am besten die Patina entfernt oder minimiert.

Als Beispiel habe ich eine Münze, die auf einer Seite eine altersgemäss kräftige Patina aufweist, auf der anderen Seite aber schön blank ist.

[ externes Bild ]
[ externes Bild ]


Was ich vermeiden möchte sind chemischer "Materialabtrag" durch aggressive Reinigungsbäder oder auch Polierspuren wie hier:


[ externes Bild ]



Wie gehe ich da am besten vor? ?(

Bye

Marko
Come on, get a life!
Buy two, get one free...

diwidat
Beiträge: 2187
Registriert: Mi 27.04.05 20:29
Wohnort: bei Karlsruhe

Beitrag von diwidat » Fr 18.01.08 21:54

Hoffentlich hast Du keine Bedenken wegen der Echtheit Deiner Münze.
Dann würde sich eine Reinigung erübrigen.
Es fehlt das Münzstättenzeichen!

Die sogen. "Putzspuren" auf den 10 Peso sind schon auf dem Rohling gewesen und sind eigentlich Herstellungsspuren.
Dateianhänge
Mex-Dos-Pesos-1945.jpg

Reckel
Beiträge: 19
Registriert: Do 10.01.08 15:12
Wohnort: Bensheim

Beitrag von Reckel » Mo 21.01.08 10:21

diwidat hat geschrieben:Hoffentlich hast Du keine Bedenken wegen der Echtheit Deiner Münze.
Dann würde sich eine Reinigung erübrigen.
Es fehlt das Münzstättenzeichen!

Die sogen. "Putzspuren" auf den 10 Peso sind schon auf dem Rohling gewesen und sind eigentlich Herstellungsspuren.
Hm, hatte ich noch gar nicht drauf geachtet.
Beim genauen vergleich mit anderen meiner 2 Pesos ist auch die Schrift ganz anders geschnitten und es tauchen weitere Abweichungen auf.
Da die Münze aber eindeutige Zeichen hat, dass sie gefasst war, vermutlich in einem Ring, habe ich mir da wenig Gedanken drum gemacht.
Das Gewicht liegt 6 Hundertstel unter dem offiziellen Münzgewicht und die habe ich eben auf Abrieb auf der offen getragenen Oberfläche geschoben.

Dann bliebe jetzt nochmal den Goldgehalt zu testen um zu sehen ob sie zumindest diesen Wert har...

Aber die Frage bleibt eigentlich die Gleiche, denn auch bei anderen Stücken wie dieser hier würde ich gerne die aufliegende Patina schonend minimieren.

[ externes Bild ]

Bye

Marko
Come on, get a life!
Buy two, get one free...

B12
Beiträge: 1133
Registriert: Sa 14.08.04 15:56
Wohnort: Bielefeld

Beitrag von B12 » Fr 25.01.08 12:00

Gold bildet keine Patina aus!
Entweder das ist nur Schmutz, dann lässt er sich mit einer einfachen
Seifenlauge entfernen oder die Münze ist nicht aus Gold.

Gruss
Daniel

Reckel
Beiträge: 19
Registriert: Do 10.01.08 15:12
Wohnort: Bensheim

Beitrag von Reckel » Do 31.01.08 11:52

B12 hat geschrieben:Gold bildet keine Patina aus!
Entweder das ist nur Schmutz, dann lässt er sich mit einer einfachen
Seifenlauge entfernen oder die Münze ist nicht aus Gold.

Gruss
Daniel
Gold bildet eine Patina aus, wenn die Münze als Umlaufmünze gedacht war und nicht 0,999 fein ist. Die Mexikanischen Goldpesos haben eine 0,900er Feinheit und damit ausreichenden Kupfer- etc.-Anteil für eine Patina.

Bye

Marko
Come on, get a life!
Buy two, get one free...

B12
Beiträge: 1133
Registriert: Sa 14.08.04 15:56
Wohnort: Bielefeld

Beitrag von B12 » Do 31.01.08 12:11

selbst die alten Römermünzen (die hatten ganz sicher weniger als '900)
bilden nach 2000 Jahren im Boden keine Patina. Das ist alles nur Schmutz.

Daniel

l

Benutzeravatar
helcaraxe
Beiträge: 3331
Registriert: So 16.07.06 10:33
Wohnort: Nürnberg und Heidelberg

Beitrag von helcaraxe » Do 31.01.08 21:52

Die römischen Aurei hatten in der Regel einen sehr hohen Feingehalt, der sicher um die 900 liegen dürfte.
Und auch bei denen gibt es manchmal eine Tönung.

http://www.coinarchives.com/a/results.p ... %C3%B6nung
Viele Grüße
helcaraxe
________________

[i]Höflichkeit ist wie ein Luftkissen: Es mag zwar nichts drin sein, aber sie mildert die Stöße des Lebens.[/i] -- Arthur Schopenhauer

Reckel
Beiträge: 19
Registriert: Do 10.01.08 15:12
Wohnort: Bensheim

Beitrag von Reckel » Fr 01.02.08 08:38

Die Patinabildung hängt doch von der Zusammensetzung der Legierung ab - ich habe z.B. einen Rotgoldring, der eine Patinabildung in einem Teilbereich hat, in dem er in einem aggressivem Umfeld lag. Hier haben die Kupferbestandteile eine Patina gebildet.

Bye

Marko
Come on, get a life!
Buy two, get one free...

Basil
Beiträge: 464
Registriert: Mo 14.05.07 22:57
Wohnort: Bayern

Beitrag von Basil » Fr 01.02.08 11:26

auch reinstes Gold kann korrodieren bzw. eine Patina bilden, wenn es mit Fluorverbindungen in Berührung kommt.

gruß Basil

Benutzeravatar
Pflock
Beiträge: 1765
Registriert: Sa 05.11.05 20:47
Wohnort: Am Mittelpunkt Deutschlands (am echten natürlich ;o)
Hat sich bedankt: 1 Mal

Beitrag von Pflock » Fr 01.02.08 17:53

Das auf dem 1. Bild sieht mir aber nicht nach einer Patina, sondern nur nach einer Verschmutzung aus, wie sie durch viele Benutzung entstehen könnte (Mischung Fettrückstände von den Händen und sonstiger Schmutz).
Versuch doch erstmal mit etwas fettlösendem. Das Gold dürfte davon nicht angegriffen werden.
Gruß Pflock

Ich sammel Münzen und Medaillen aus Mühlhausen in Thüringen, vom Mittelalter bis heute.
Freue mich immer über Angebote.
:Fade-color

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste