Schöne, seltene bzw. interessante Münzen des Gordianus III

Kaiser, Dynastien und Münzstätten

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donolli
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Beitrag von donolli » Mi 18.06.08 11:09

antoninus1 hat geschrieben:
Das würde bedeuten, dass man zu Philipps Zeiten versehentlich einen Gordi-Vorderstempel benutzt hat.
Das könnte für den Verantwortlichen in der Münze doch unangenehm geworden sein.
ich halte die meisten hybriden für keine offiziellen prägungen und da hat man es dann wohl oft nicht soo genau genommen.
antoninus1 hat geschrieben: Gibt es auch die Möglichkeit, dass man unter Gordian den Rückseitenstempel eines Vorgängers des Gordian verwendet hat?
bei ebay wurde unlängst mal ein gefütterter gordi-antoninian angeboten, der das rv eines denars der julia mamaea hatte. ich denke, dass es da die wildesten kombinationen gibt ;-)


den antoninian von harald halte ich übrigens für stadtrömisch. ich denke, das portrait liegt in der üblichen künstlerischen streubreite dieser münzstätte.


grüße
olli
Zuletzt geändert von donolli am Do 19.06.08 20:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von harald » Mi 18.06.08 11:47

[quote="taurisker"]
Das spitze Ohr und die Augenpartie zeigen zudem große Ähnlichkeit mit einem uns allseits bekannten Herrn vom fernen Planeten Vulcan: Spock, übernehmen sie
:lol:

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Gordian III mit "Druckfehler"

Beitrag von imperator44 » Mi 18.06.08 19:04

Hallo donolli,natürlich hab`ich auch zuerst an eine hybride Prägung gedacht,schloss aber automatisch die Reversseite eines Nachfolgers aus,da mir bis dato eine solche Koppelung unbekannt war.Was allerdings für Deine Theorie spricht,ist die Tatsache,daß sich die Philipp-Liberalitas Deines Links mit meiner Gordian-Liberalitas stilistisch sehr ähnlich sind,was allerdings auch damit zusammenhängen kann,daß die Prägungen nur wenige Jahre auseinander liegen.Doch bevor wir uns jetzt die Köpfe heißreden,seh`ich lieber zu,daß ich nächste Woche mit Hilfe vom Antoninus I ein Bild reinstellen kann.Computertechnisch müßt Ihr noch ein bißchen Geduld mit mit mir haben. Grüße vom imperator44.
Schöne Grüße vom imperator44

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Beitrag von hjk » Mi 18.06.08 19:23

Den Antoninian von Harald würde ich eindeutig auch als "Römer" (RIC 2) einordnen. Und auf die Münze von imperator44 bin ich ebenfalls auf's höchste gespannt: von so einer habe ich bisher noch nie etwas gehört/gelesen!

Anbei mein Lieblings-Gordi (obwohl ich da eigentlich nicht wirklich entscheiden kann :wink: )

RIC 298a, S2487
Av: IMP GORDIANVS PIVS FEL AVG
Rv.: IOVI STATORI SC
Jupiter steht frontal, Kopf nach rechts, hält senkrechtes Langzepter mit der Rechten und Blitzbündel in der Linken

:)
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072_Gordianus III (IOVI STATORI SC).jpg

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Beitrag von donolli » Mi 18.06.08 22:59

ja, auf das bild bin ich auch schon gespannt!


@hjk: wirklich ein sehr tolles portrait und auch vom gesamteindruck eine sehr attraktiver sesterz!


grüße
olli
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Beitrag von chinamul » Do 19.06.08 10:58

Hallo hjk,

Sehr attraktives Stück. Von diesem historisch interessanten Typ scheinen recht viele schöne Exemplare in den Sammlungen unserer Römerfreunde zu liegen.
Von mir nun der folgende Sesterz (1996 für DM 150 gekauft).

Gruß

chinamul
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gord III fel temp.jpg
Nil tam difficile est, quin quaerendo investigari possit

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Beitrag von donolli » So 22.06.08 18:08

chinamul hat geschrieben: Von mir nun der folgende Sesterz (1996 für DM 150 gekauft).

ja ja, die preise der vergangenheit. ich denke, heute würde dir bei dem teil auch jeder bei 150 euro sagen: "das ist ein fairer preis gewesen"

sehr interessant finde ich dan dem arrtraktiven stück, dass trotz des schon sehr rechteckigen schrötlings die legenden komplett drauf sind.


grüße
olli
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Beitrag von imperator44 » Di 24.06.08 17:26

Hallo donolli,wie versprochen zeige ich Dir den letzte Woche angekündigten Gordian III mit "Druckfehler".
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gordi.jpg
Schöne Grüße vom imperator44

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Beitrag von Xanthos » Di 24.06.08 18:19

Ich möchte den Teufel nicht an die Wand malen, doch dieser Gordi scheint mir modern zu sein.

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Beitrag von Numis-Student » Di 24.06.08 18:52

Ich stimme Xanthos zu: http://www.forgerynetwork.com/Default.a ... fault.aspx Die Nummern 6694 und 6695 sind sehr ähnlich, beide mir dem etwas zu großen S vor der Strahlenkrone und das zu große E vor der Nase. Beide anscheinend nicht stempelgleich, aber die Exemplare dürften aus der gleichen modernen Fabrik stammen.
Hier noch die beiden Links zu den einzelnen Stücken:
1. http://www.forgerynetwork.com/asset.asp ... 6xy3B6YmA=
2. http://www.forgerynetwork.com/asset.asp ... 83JS0c5iY=
Tut mir leid.
Schöne Grüße,
MR

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Beitrag von beachcomber » Di 24.06.08 19:34

hm, ähnlich schon, aber eben nicht stempelgleich, wie die beiden bekannten lipanoffs.
warum sollte die gleiche münze mit 2 verschiedenen stempeln gefälscht werden?
bei imperator 44 könnte ich mir im übrigen vorstellen, dass er sie selbst gefunden hat. :)
grüsse
frank

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Beitrag von donolli » Di 24.06.08 19:38

8O also wenn das stück von imperator44 eine moderne fälschung ist, dann kann man schon verstehen, wenn hier manchmal welche der "fälschungshystherie" verfallen. ich sag es ganz ehrlich: vom foto her hätte ich das stück niemals angezweifelt und es fällt mir auch jetzt schwer, daran zu glauben.

die anderen beiden auf forgerynetwork taugen nicht wirklich als beweis, da es andere stempel sind. das große S ist übrigens ganz typisch für gordi.

nachdenkliche grüße
olli
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Beitrag von Numis-Student » Di 24.06.08 19:43

es könnte ein Stempel bei der Prägung fehlerhaft werden, so dass ein neuer gefertigt werden musste. Oder es wurde in größeren Mengen mit mehreren Maschinen geprägt ?
Aber es ist schon mehr als auffällig, dass genau die gleichen Buchstaben herausstechen, sei es durch die zu große Größe oder eine nicht passende Form.
Und selber finden schützt vor Fälschungen nicht, auch das hatten wir hier schon...
Mit dem Stück in der Hand liesse es sich natürlich besser sagen... Aber bei dem Foto und diesen Übereinstimmungen mit forgerynetwork würde ich das Stück nicht kaufen.
Schöne Grüße,
MR

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Beitrag von beachcomber » Di 24.06.08 19:54

das ist nun wirklich paranoia! die (meisten) lipanoff's sind deshalb so gefährlich, weil sie eben sehr nah an den römischen stil kommen, und natürlich auch die typischen schriftbilder eines kaisers nachahmen!
grüsse
frank

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Beitrag von Numis-Student » Di 24.06.08 20:12

Also wenn eine nicht bekannte hybride Prägung auftaucht, von der keine weiteren echten Stücke aufgetaucht sind, aber mindestens 3 verschiedene Fälschungsversionen kursieren, bin ich halt skeptisch. Und noch etwas: bei der Rs hab ich ein komisches Gefühl, egal, ob es eine besondere Müne ist oder nur Massenware.
Schöne Grüße,
MR

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