Schöne, seltene bzw. interessante Münzen des Gordianus III

Kaiser, Dynastien und Münzstätten

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cepasaccus
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Beitrag von cepasaccus » Fr 14.11.08 12:00

Meine Versuche mit natuerlicher Patina haben bisher folgende Ergebnisse erbracht:

- Silber kann ich monatelange an allen moeglichen Orten, auch gerade draussen herumliegen lassen und es laeuft ueberhaupt nicht an. Der einzige Ort wo es etwas anlaeuft ist das Muenztablett. Das ist der Fluch des Landlebens.
- Kupfer wird draussen schoen mit braunem CuO ueberzogen.

valete
kitty mea felis duodeviginti annos nata requiescat in pace. laeta gaudiumque meum erat. desiderio eius angor.

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Beitrag von Oktavenspringer » Fr 14.11.08 12:25

Das wäre dann die Langzeitversion, und man muss hoffen, dass die Elstern die Stücke nicht für ihre eigene Sammlung brauchen können :wink: !

Freundlichst
OS :wink:

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cepasaccus
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Beitrag von cepasaccus » Fr 14.11.08 13:52

Unsere Turmfalken passen schon auf, dass nichts wegkommt.
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Beitrag von Numis-Student » Fr 14.11.08 19:51

Matthias,
ich habe einen von deinen Feinsilberschrötlingen gut patiniert bekommen, indem ich zwei Tage lang stundenlang damit in der Hand herumgespielt habe. Etwa 5 Stunden täglich sollten es sein, danach hatte er eine Tönung, wo selbst Experten von einem mittelalterlichen Stück ausgingen.
Schöne Grüße,
MR

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Beitrag von cepasaccus » Fr 14.11.08 20:21

Was hast du fuer Haende? :)

Ich hab als Experiment noch ein paar Muenzen jeden Tag zusammen mit meinem Euro-Kleingeld in der Hosentasche. Da geht das Patinieren sehr zaeh. Und das meiste davon geht wieder beim Waschen ab, ist also eher Dreck als Patina.

vale
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Beitrag von Numis-Student » Fr 14.11.08 20:23

Nein, wirklich stundenlang ununterbrochen zwischen den Fingern bewegen: patiniert zuverlässig Silber und Finger ;-)
Ich schau mal, ob ich davon schon ein Bild habe...

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didius
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Beitrag von didius » Mi 03.12.08 17:33

Nachdem dieser Thread etwas in "Vergessenheit" geraten ist, möchte ich hier ein scheinbar selteneres Stück vorstellen.

AE33 / 18,2 Gramm
Vs: IMP CAES M ANT GORDIANVS AVG
Radiate, draped & cuirassed bust right
Rs: ANTIOCHIA C-OLONIA CAESA
Kybele seated right, holding tympanum on knee, lions flanking her
Ex: S R

(aus wildwinds: Krzyzanovska I/1 ; SNG Copenhagen 65 ; SNG von Aulock 4966)

Das Stück dort ist allerdings mit 25,8 Gramm deutlich schwerer und hat einen 2 mm grösseren Durchmesser.

Da es außerdem ziehmlich abgegriffen ist, frage ich mich ob es vielleicht nicht echt ist, allerdings glaube ich, dass es mit dem Stück in wildwinds sogar stempelgleich sein könnte.

Bin auf eure Meinungen gespannt. (sieht in der Hand auch etwas hübscher aus :) )

didius
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gordi_rv_s.jpg
gordi_av_s.jpg

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Beitrag von Pscipio » Mi 03.12.08 17:56

Sieht verdächtig nach einem Guss aus, wobei das auch von einer zu starken Reinigung kommen könnte, das ist vom Foto her schwer zu entscheiden. Das tiefe Gewicht lässt mich allerdings eher an einen Guss glauben.

Gruss, Pscipio
Nata vimpi curmi da.

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didius
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Beitrag von didius » Mi 03.12.08 18:09

@Pscipio
Danke für dein erste Einschätzung.
Was sagst du zu der potentiellen "Stempelgleichheit"? Dann hätte ggf. jemand genau von "der" Münze die Kopie gemacht!?
http://www.wildwinds.com/coins/ric/gord ... p_65.1.jpg

Vielleicht gibt es ja auch ein Meinung zu der Rückseite, ganz unten meine ich. Da ist links neben dem S so etwas wie abgeplatzte Patina. So haben bei mir die ersten Reinigungsversuche bei den Spätrömern geendet.

didius

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Beitrag von chinamul » Mi 03.12.08 18:35

Am folgenden Sesterz Gordians hänge ich ganz besonders. Den habe ich nämlich 1961 bei Waldemar Wruck gekauft, dem Vater von Gisela Förschner. Bezahlt habe ich damals umgerechnet € 15! Ja, das waren in jener Zeit die Preise für solche Stücke, aber die nützten einem auch nicht so sehr viel, wenn man ein armer Student war. Immerhin bin ich heute froh, daß ich mir seinerzeit diesen vom Munde abgespart habe!

GORDIANUS III 238 – 244
Æ Sesterz Rom 241/242
Av.: IMP GORDIANVS PIVS FEL AVG - Geharnischte, drapierte und belorbeerte Büste rechts
Rv. : P M TR P IIII COS II P P - S C (im Abschnitt) - Apollo mit entblößtem Oberkörper nach links sitzend; in der Rechten Zweig, linker Unterarm auf Leier ruhend
RIC 302; C. 251
20,66 g

Gruß

chinamul
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gordi sest apoll.jpg
Nil tam difficile est, quin quaerendo investigari possit

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donolli
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Beitrag von donolli » Mi 03.12.08 19:25

@chinamul,

das portrait ist wirklich weltklasse!

jaja, die preise. heute kann so einer locker das zehnfache kosten, wobei man nicht ausser acht lassen sollte, dass 1961 15 euro oder 30 DM eine andere kaufkraft hatten.

grüße
olli
Natura semina nobis scientiae dedit, scientiam non dedit. (Seneca)

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Beitrag von Peter43 » Mi 03.12.08 20:55

Wunderschöne Münze! Und Gordian hat bereits eindeutig einen Oberlippenbart.

Mit freundlichem Gruß
Omnes vulnerant, ultima necat.

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Beitrag von Pscipio » Mi 03.12.08 21:19

@didius: ist es ein Guss, dann natürlich von einem Original, so dass eine "Stempelgleichheit" nicht überrascht. Allerdings ist die wildwinds-Münze sicher nicht die abgegossene Münze, denn die Schrötlingsform ist nicht die gleiche.

Aber wie gesagt, ich möchte die Münze nur anhand des Fotos nicht verdammen!

Gruss, Pscipio
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Beitrag von didius » Do 04.12.08 00:02

Hi Pscipio,

is' schon ok, ich hab ja selbst meine Zweifel, wenn ich sie so in der Hand habe. Ist auch erst 3 Wochen her, und ich wollte bevor ich noch mal Kontakt mit dem Händler (der sie ja als echt verkauft hat) aufnehme zumindest eine zweite Meinung haben.

Also Danke noch mal.
Gruß didius


@chinamul
Wirklich hübsch!

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spider
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Beitrag von spider » Fr 12.12.08 16:35

curtislclay hat geschrieben:Da hätte ich keine Bedenken: die Concordia aus Rom, die datierte Providentia aus Antiochia.

Concordia hält wohl ein Doppelfüllhorn, ähnlich wie bei dem Exemplar unten, das ich neulich in der falschen Hoffnung gekauft habe, es könnte sich um die seltene Variante mit nur einem Füllhorn handeln!

Was ist denn die RIC Nummer mit der "Einhornvariante" ?
Mit Doppelhorn ist RIC 35 und die andere?

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