Schöne, seltene bzw. interessante Münzen des Gordianus III

Kaiser, Dynastien und Münzstätten

Moderator: Homer J. Simpson

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schnecki
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Beitrag von schnecki » Sa 19.09.09 19:02

@ Peter

Danke für die Referenzen !!!


m.f.g Alex
Zuletzt geändert von schnecki am So 20.09.09 07:20, insgesamt 1-mal geändert.
SI DEVS PRO NOBIS , QVIS CONTRA NOS ?

kc
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Beitrag von kc » Sa 19.09.09 21:31

Schöner, witziger Fang, schnecki :)

Grüße

kc
Suche Asse, Dupondii und Sesterzen der Flavier.

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Homer J. Simpson
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Beitrag von Homer J. Simpson » Sa 19.09.09 21:36

Ich fühlte mich spontan an Beavis und Butthead erinnert.

Homer
Wo is'n des Hirn? --- Do, wo's hiig'hört! --- Des glaab' i ned!

Marius
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Rätselhafter AR Antinian des Gordian III

Beitrag von Marius » So 20.09.09 18:24

Hallo Gordianexperten,

hier habe ich ein Stück über dessen Bestimmung ich mir nicht schlüssig bin:

Gordian III. 238-244
AR-Antoninian, Rom(?) 239/40; IMP CAES M ANT GORDIANVS AVG/P M TR P (I oder II?) COS P P; Büste mit Strahlenkrone drapiert und gepanzert rechts; Virtus in Militärkleidung frontal stehend, Kopf nach links, Rechte auf am Boden stehendem Schild, in der Linken senkrecht gehaltener Speer; vgl. RIC 20 C.194

Nun meine Fragen:
1. Gibt es auch Prägungen ohne Iterationsziffer, also nur PMTRP bzw. nur mit I ? Eine II als Iterationsziffer vermag ich nicht zu erkennen. Doch gem. RIC und Cohen gibt es hier nur die II........
2. Ist die Münzstätte Rom oder evtl. Antiochia ?
3. Ist das Stück vielleicht subaerat und/oder eine antike Fälschung ?

Viele Fragen und bereits jetzt vielen Dank für Eure Antworten.

Sammlergrüße
Marius
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hjk
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Beitrag von hjk » So 20.09.09 21:40

Hallo Marius,

die gibt's als

RIC 20, RSC 194

Av. IMP CAES M ANT GORDIANVS AVG

Büste mit Strahlenkrone drapiert und gepanzert rechts

Rv. PMTRPIICOSPP

Virtus in Militärkleidung frontal stehend, Kopf nach links, Rechte auf am Boden stehendem Schild, in der Linken senkrecht gehaltener Speer.

Für mich sieht's aus wie eine (stilitisch ziemlich gute) antike Fälschung. Ist aber nicht einfach, weil ich auf dem Bild nicht sehe, ob die "Flecken" nicht vielleicht doch Auflagen sind.

:)

Marius
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Beitrag von Marius » So 20.09.09 23:22

Hallo hjk,

Danke für die Antwort. Die Iterationsziffer II ist allerdings nicht erkennbar. Die interessante Frage wäre, ob auch PMTRP COSPP - also ohne Iterationsziffer - bekannt ist. Gibt es nicht evtl. aus Antiochia solche Rückseiten? Oder spricht dies dann für eine antike Fälschung?

Gruß
Marius

curtislclay
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Beitrag von curtislclay » So 20.09.09 23:31

Platz für das II ist aber vorhanden, und kann man auch nicht Spuren vom ersten I noch erkennen?

Marius
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Beitrag von Marius » Mo 21.09.09 16:49

Hallo Curtis,

eine I könnte man bei genauerer Betrachtung der Münze noch vermuten. Raum für die II ist zwar vorhanden, aber das zweite "I" (nicht erkennbar) hätte dann einen knapperen Abstand zum ersten "I" als es nach der Gesamtlegende zu erwarten wäre.

Viele Grüße
Marius

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beachcomber
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Beitrag von beachcomber » Mo 21.09.09 17:02

den fotos nach zu urteilen, ziemlich sicher eine antike (subaerate) fälschung.
grüsse
frank

Marius
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Beitrag von Marius » Di 22.09.09 18:14

beachcomber hat geschrieben:den fotos nach zu urteilen, ziemlich sicher eine antike (subaerate) fälschung.
grüsse
frank
Dann gehe ich jetzt von einer antiken Imitation mit wahrscheinlich irregulärer Reverslegende aus.

Gruß
Marius

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justus
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Beitrag von justus » Di 22.09.09 19:05

beachcomber hat geschrieben:den fotos nach zu urteilen, ziemlich sicher eine antike (subaerate) fälschung.
Auf keinen Fall, wie schon allein die Kratzspuren auf der Rückseite zeigen. In den Vertiefungen ist neben "Hornsilber" auch noch Silber zu erkennen, typisch für Auswaschungen von nicht besonders guthaltigen Silberlegierungen. Ein Buntmetallkern, wie bei "Subaeraten" üblich, ist nirgendwo sichtbar.

mit freundlichen Grüßen Justus :D

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Beitrag von beachcomber » Di 22.09.09 19:37

iustus,
ich will ja nicht ausschliessen das ich (oder mein computer) einen knick in der optik haben, aber wenn die roten stellen nicht vertieft sind, und an manchen stellen eine ausbeulung des silbers zu sehen ist, dann weiss ich's auch nicht! :wink:
und hornsilber, kann ich beim besten willen nicht erkennen,das ist nämlich schwarz-bläulich und nicht rot, wie typisches kupferoxyd.
im übrigen, glaube mir, ich hab' schon so viele subaerate gesehen, die nach einer reingung mit alufolie/salzsäure exakt diese bild abgegeben haben!
grüsse
frank

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Beitrag von hjk » Di 22.09.09 21:36

Ich bleibe nach den Bildern bei meiner Einschätzung: "stilitisch ziemlich gute antike Fälschung". In der Rv-Legende glaube ich schon ein "I" zu erkennen - und warum sollte nicht auch bei den antiken Fälschunge mal ein Stempel etwas zugesetzt gewesen sein? Mal unabhängig von allem: den hätte ich mir auch in die Sammlung gelegt!

:D

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Beitrag von justus » Mi 23.09.09 08:07

@beachcomber
Es soll vorkommen, dass man manchmal einfach den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Ich bleibe dabei, keinesfalls >subaerat<!

Grüße Justus

P.S. Und Salzsäure kommt bei der Metallverarbeitung zum Ätzen von metallenen Oberflächen zum Einsatz. Wenn man einen subaerate Münze in Salzsäure wirft, dann ist das gleichsam, als ob man "Pássaros Belissimos" in Pfefferminzsoße anrichten würde, was ich eigentlich nur einem Engländer zutrauen möchte.

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Beitrag von beachcomber » Mi 23.09.09 10:11

tja, was soll ich dazu sagen? :)
manchmal sieht man's einer silbermünze erst nach dem reinigen an, ob sie subaerat ist oder nicht! :wink:
wenn ich also eine silbermünze finde, sie mit der alufolie/salzsäuremethode reinige, (und nocheinmal: salzsäure greift silber nicht an!)dann stellt sich manchmal heraus, das sie subaerat ist. und dann sieht sie genauso aus, wie die vorgestellte.
also bleibe ich dabei, sie ist subaerat! :)
grüsse
frank

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