Hilfe - Hehlerei!

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

ChKy
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Beitrag von ChKy » Do 02.10.08 20:53

Viel eher würdest Du so einen auf die Palme bringen, wenn Du Ihm sagst:

"Interessiert mich nicht, ist unwichtig und wir dürfen uns damit sowieso nicht in Natura befassen. Und wenn ganz viele Leute sagen es sei nicht wichtig, könnte man die betreffende Instituton eh´gleich schließen. Kratzt uns doch nicht..." ;-) ;-) Dann sollste den Guten mal erleben :-D
cogito ergo sum

Apocolocyntosis
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Beitrag von Apocolocyntosis » Fr 03.10.08 11:19

Hallo Leutle,

bevor wir hier alle Möglichkeiten der Gegenwehr durchhecheln, überlegen wir einmal, daß dieses unser wertgeschätztes Forum öffentlich zugänglich ist und auch von gewissen Exekutiv-Organen gelesen werden könnte! 8)
Speziell hessischen Exekutions-Organen! Konfuze sagt: "Kennt Dein Gegner Dich und Deine Strategie, wird es fast unmöglich, den Kampf zu gewinnen."
So lasst uns mehr auf das Mittel "PN" zurückgreifen, um "anderen" keinen Informationsvorsprung zu geben. Meine Denke mag zu pessimistisch sein, doch töricht wäre es, nicht daran zu denken. :idea:

Schönen Feiertag
Ergebenst
Apo.

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El Che
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Beitrag von El Che » Fr 03.10.08 13:31

"Kennt Dein Gegner Dich und Deine Strategie, wird es fast unmöglich, den Kampf zu gewinnen."
Um den Spieß mal umzudrehen, hier ein Link zur Informationssammlung...

http://www.archaeologie-krefeld.de/news ... ndengänger

Bitte oben "Die Sondengänger, Beiträge gegen..." anklicken; Verlinkung klappt wegen dem Umlaut nicht sauber...

Liebe Grüße,
Uli

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Dapsul
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Beitrag von Dapsul » Fr 03.10.08 14:43

Apo, das ist doch auch Panikmache! Man muß offen und öffentlich über so etwas diskutieren können, und wenn jemand von den "Gegnern" mitläse und vielleicht sogar mitdiskutierte, käme man gewiß viel weiter als durch solche Underground-Romantik.

Eine vielleicht nicht uninteressante Information: Daß sich nur die Fundi-Archäologen und -Museumsleute in dieser Debatte zu Wort melden, hat auch damit zu tun, daß gewisse archäologische Institutionen im Lande vor einer Neueinstellung eines Archäologen eine Erklärung unterschreiben lassen, in der sich der Neue verpflichtet, keine relevanten Gegenstände privat zu erwerben, d.h. unter Umständen könnte ein Archäologe, der selbst "heimlich" Münzen u. dgl. sammelt, gefeuert werden, wenn diese Tatsache ans Licht dränge.

vMadai
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Beitrag von vMadai » Fr 03.10.08 15:32

Puh, wenn ich daran denke, dass mein Berufswunsch als Kind "Archäologe" war!!

Und es würde mir auch heute noch Spaß machen - nicht nur, weil man so viele schöne Dinge sieht und findet!

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harald
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Beitrag von harald » Fr 03.10.08 16:09

Dapsul hat geschrieben: Eine vielleicht nicht uninteressante Information: Daß sich nur die Fundi-Archäologen und -Museumsleute in dieser Debatte zu Wort melden, hat auch damit zu tun, daß gewisse archäologische Institutionen im Lande vor einer Neueinstellung eines Archäologen eine Erklärung unterschreiben lassen, in der sich der Neue verpflichtet, keine relevanten Gegenstände privat zu erwerben, d.h. unter Umständen könnte ein Archäologe, der selbst "heimlich" Münzen u. dgl. sammelt, gefeuert werden, wenn diese Tatsache ans Licht dränge.
In Österreich ist es mit Sicherheit so, dass allen Archäologen verboten ist, eine einschlägige Sammlung an Münzen oder Artefakten zu besitzen.
Das müssen sie zwar nicht unterschreiben, es gilt aber als Ehrencodex.
In diesem Zusammenhang hatte ich schon mal erwähnt, dass es früher nicht so war und zum Beispiel Robert Göbl über eine umfangreiche Privatsammlung verfügte.
Bin ich froh, dass ich kein Archäologe oder Numismatiker bin
:)

ChKy
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Beitrag von ChKy » Fr 03.10.08 17:02

Es kann aber auch sein, daß die gemässigten Leute Aussagen wie:

"Bevor der Gegenstand in die Sammlung eines Laien geht, soll er im Boden verrotten"

vermeiden, weil Ihnen bewußt ist daß diese Ihrer Bildung und Lehrauftrag widerspräche. Gemessen an dem hohen Standard Ihrer Ausbildung wäre so eine Aussage Ihrer unwürdig. Eigendlich ist so eine Meinung doch disqualifizierend... Oder nicht?
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harald
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Beitrag von harald » Fr 03.10.08 17:06

Solange sie nur unter vier Augen kundgetan wird, haben manche damit offenkundig kein Problem!

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beachcomber
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Beitrag von beachcomber » Fr 03.10.08 17:27

in herrn laufers artikel wider die sondengängerei finde ich diese aussage ganz interessant:

Zur Eindämmung der Raubgräberei sollte auch objektiv über eine Zusammenarbeit
mit vertrauenswürdigen Sondengängern nachgedacht werden, die ich persönlich
unter bestimmten Vorraussetzungen durchaus befürworte.

das zeigt doch, dass selbst der initiator dieser ebay-hehlerei- aktion (der er ja wohl ist) durchaus zu kooperation fähig sein könnte.
und ebenfalls sehr aussagekräftig ist diese bemerkung:

Die durch die Raubgräber entweder freiwillig gemeldeten oder aber über
Umwege (Ver-/Ankauf) in wissenschaftliche Hand gelangten Funde (Waffenteile,
Werkzeuge, Schmuck, Münzen) bilden heute paradoxer Weise die wichtigsten
Erkenntnisse zu den Oppida, was Handwerk, Münzprägung, Handel oder
Besonderheiten, wie das erwähnte Brandgräberfeld am Heidetränk-Oppidum angeht.

das zeigt nämlich ganz klar, dass viele wissenschaftliche erkenntnisse überhaupt nicht vorhanden und viele siedlungsplätze vollkommen unbekannt wären, wenn nicht ein heer von 'amateuren' mit ihren detektoren durch wald und flur ziehen würde.
diese vielen tausend suchstunden, könnte keine staatliche oder private institution bezahlen, und der logische schluss daraus ist eindeutig:
legalisiert das suchen nach britischem vorbild, und allen ist gedient!
grüsse
frank

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Beitrag von ChKy » Fr 03.10.08 18:12

Ich meine ja nur... Ein Wissenschaftler, der solch radikale Aussagen von sich gibt, die zumal ja auch seinem Auftrag widersprechen finde ich suspekt. Und hinsichtlich seiner Daten und seiner wissenschaftlichen Arbeit hätte ich auch ein ungutes Gefühl. Nur so vom Prinzip her... Ich mein´, auch wenn ich selbst keine wissenschaftliche Ausbildung hätte, könnte ich so einen Menschen beruflich doch gar nicht mehr ernst nehmen... Oder nicht?
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Zwerg
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Beitrag von Zwerg » Sa 04.10.08 20:58

War jetzt drei Tage auf Amrum - schöön :D - aber viel zu kurz.

Aber da Sohnemann uns dieses mal kutschiert hat, konnte ich in Ruhe Zeitung lesen und habe dort einen etwas erschreckenden Artikel in der FAZ über Mexiko und das Verhältnis zu präkolumbianischer Kunst gefunden.

Bei einer Top-Auktion in Paris sind 93 Lose zwei Stunden vor Auktionsbeginn beschlagnahmt worden.
Der Sprecher der mexikanischen Botschaft in Paris verweist auf ein mexikanisches Gesetz aus dem Jahr 1827, dem zufolge jedes Objekt präkolumbischer Kunst als illegal aus dem Land ausgeführt gilt
Den ganzen Artikel hier

Da haben wir momentan mit den Antiken noch wenig Probleme - und sollten dafür sorgen, daß es auch so bleibt.

Netten Abend noch

Zwerg
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Beitrag von Peter43 » So 05.10.08 00:21

Hallo Zwerg!

Schöne Grüße von Sylt. Wunderschön hier, trotz Regen und Sturm. Nur meine Bibliothek fehlt mir etwas!

Mit freundlichem Gruß
Omnes vulnerant, ultima necat.

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Homer J. Simpson
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Beitrag von Homer J. Simpson » So 05.10.08 21:24

Zwerg hat geschrieben:War jetzt drei Tage auf Amrum - schöön :D - aber viel zu kurz.

Aber da Sohnemann uns dieses mal kutschiert hat, konnte ich in Ruhe Zeitung lesen und habe dort einen etwas erschreckenden Artikel in der FAZ über Mexiko und das Verhältnis zu präkolumbianischer Kunst gefunden.

Bei einer Top-Auktion in Paris sind 93 Lose zwei Stunden vor Auktionsbeginn beschlagnahmt worden.
Der Sprecher der mexikanischen Botschaft in Paris verweist auf ein mexikanisches Gesetz aus dem Jahr 1827, dem zufolge jedes Objekt präkolumbischer Kunst als illegal aus dem Land ausgeführt gilt
Den ganzen Artikel hier

Da haben wir momentan mit den Antiken noch wenig Probleme - und sollten dafür sorgen, daß es auch so bleibt.

Netten Abend noch

Zwerg
Die Mexikaner können Gesetze haben, wie sie wollen - das Schlimme ist, daß sie die in Frankreich (EU-Land) ohne weiteres durchsetzen können. Als nächstes kommt Berlusconi und sagt "Alle römischen Münzen gehören dem italienischen Staat - ach ja, und alle griechischen aus Italien und Sizilien natürlich auch", und unsere Exekutivorgane machen sich zu dessen Büttel.

Homer
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Beitrag von ChKy » So 05.10.08 21:57

ich verstehe nicht wie Mexiko mit präkolumbianischer Kultur in Verbindung steht. Kolumbien und Mexiko sind geographisch gesehen doch noch einige Kilometer voneinander entfernt. Gab es in der frühere Geschichte Völkerbewegungen zwischen den beiden heutigen Ländern? Oder ist mit präkolumbunianisch eine geschichtliche Epoche an sich gemeint, ohne andere heutige Staaten auszuklammern?

Ich habe mal bei Wikipedia nachgesehen. http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4kolumbianisch

Da heißt es:
(Zitat) "Präkolumbisch" beziehungsweise "vorkolumbisch" ist jedoch nicht mit dem in diesem Zusammenhang oft fälschlicherweise verwendeten "präkolumbianisch" beziehungsweise "vorkolumbianisch" zu verwechseln. Dies bedeutet nämlich "vor Kolumbien" und bezieht sich daher auf die Zeit vor 1819 im damaligen Gebiet von Großkolumbien.

Ich habe die folgende Seite angeklickt - das Staatsgebiet des heutigen Mexiko grenzt nicht an vormals Groß-Kolumbien. Ich habe nichts über Gebietsverluste Mexikos im Süden gefunden. Hätten wenn überhaupt nicht eher Länder wie Venezuela, Kolumbien oder Panama versuchen können Ansprüche zu erheben?
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Beitrag von ChKy » So 05.10.08 21:59

Oh... alles klar... wenn Ihr den link überprüft heisst es wirklich präkolumbisch... sorry :oops:
cogito ergo sum

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