PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

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richard55-47
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von richard55-47 » Fr 29.04.16 14:11

kurzer Bericht auch im SPON http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 90041.html

Ich glaube nicht, dass die alle in Museen landen. Wenn die auf den Markt kommen, wird das Fall für die Rubrik "Fallen die Preise schon?" sein.
do ut des.

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beachcomber
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von beachcomber » Fr 29.04.16 14:17

da kannst du aber ganz sicher sein, dass die nicht auf dem markt landen! auch in spanien rücken archis und museen nichts raus, was sie einmal in den fingern haben! :)
grüsse
frank

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Zwerg
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von Zwerg » Fr 29.04.16 15:52

So zum Millionenwert:
1 Follis dieser Zeit wiegt ca. 10 g
600 kg Folles entsprechen damit ca. 60.000 Stück
Diese Menge weltweit zu vermarkten benötigt ein Minumum von 10 Jahren, wahrscheinlich länger.
20 Euro pro Münze im Einkauf - gereinigt - halte ich noch für zu viel
Damit wären wir bei 1,2 Mio. Und das ist hoch gegriffen - die Hälfte ist realistischer.
Ein Händler macht mehr und kurzfristiger Gewinn mit dem Verkauf von 20 hochklassigen Aurei.

So ein Fund gehört wirklich nur ins Museum - aber zügig publiziert.

Grüße
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von Homer J. Simpson » Fr 29.04.16 17:42

Hoffen wir, daß das passiert. Das wäre bestimmt interessant bezüglich des Geldumlaufes in dieser unübersichtlichen Zeit.

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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von Zwerg » Fr 29.04.16 18:36

Also m. E. war diese Zeit recht übersichtlich.
Es liefen primär Folles um. Die Währungsreform nach der "Reichskriese" hatte erst einmal gegriffen.
Aus so einem Einzelfund - so groß er auch sein mag - kann man erst einmal ganz wenig herauslesen.

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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von Schwarzschaf » Fr 29.04.16 18:45

Schlagt mich nicht! - aber einige "Belegexemplare" würden sich gut in meiner Sammlung machen! :oops:
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von Mynter » Fr 29.04.16 20:04

Ein Glueck, dass es bloss Folles sind und keine schoenen Silbermuenzen oder gar Aurei.
Grüsse, Mynter

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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von Peter43 » Fr 29.04.16 21:35

Zu den Aurei:

Die bisher von der Menschheit geförderte Goldmenge beträgt ca. 166.000 t. Das entspricht einem Würfel von sage und schreibe 20m Kantenlänge!

http://www.gold.de/artikel,397,Goldmeng ... klich.html

Mit freundlichem Gruß
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von Arminius » Sa 30.04.16 00:21

Alles nur diese langweilige Follis-Massenware?

Na wenigstens hatten die Römer zur Dauerkrisen-Zeit im Gegensatz zu uns noch zeitbeständiges Material für den normalen Zahlungsverkehr.
meine Zahlungsmittel-Dateien

Ich lasse mich durch Ansichts- und Glaubensfragen nicht in einen Empörungsmodus bringen.

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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von Mynter » Sa 30.04.16 06:56

Langweilig sicher nicht, eine Stempelsnalyse waere auf jeden Fall interessant.
Grüsse, Mynter

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Homer J. Simpson
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von Homer J. Simpson » Sa 30.04.16 12:23

Das wäre gerade dann interessant, wenn es sich um neu geprägtes Material handelt, das erst zur Verteilung vorgesehen war. Man könnte evtl. verifizieren, wieviele Münzen wirklich mit einem Stempel geprägt werden konnten, könnte prüfen, ob die Münzen zu dieser Zeit mit der Kraay-Clay-Technik geprägt wurden (auf einem Vs.-Stempel mit zwei Rs.-Stempeln, abwechselnd aufgesetzt), in welchen Einheiten die Münzen verpackt wurden (z.B. immer genau 3600 Folles in einer Amphore) etc.
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von chevalier » Mi 04.05.16 21:25

Bemerkenswerte Funde aus dem römischen Dietikon

Grosse Flächen der ca. 13 ha umfassenden römischen Gutshofanlage von Dietikon wurden in den 1980er Jahren archäologisch untersucht. In den letzten zwei Jahren erforschte die Kantonsarchäologie Zürich in Dietikon weitere rund 3500 Quadratmeter dieses Areals.
Den bemerkenswertesten Fund der laufenden Kampagne bildet die Bronzebüste eines glatzköpfigen Mannes. Auffallend an ihr sind nicht nur die Gesichtsform und der kahle Schädel mit dem Haarbüschel am Hinterkopf, sondern vor allem das erigierte Glied auf dem Schädel. In der Schweiz wurden bisher nur drei vergleichbare Büsten gefunden, alle jedoch ohne Phallus. Bei der entdeckten Bronzebüste in Dietikon handelt es sich daher um ein sehr seltenes Fundstück. Die Bedeutung des Phallussymbol war in römischer Zeit nicht so eindimensional wie heute. So galt der Phallus als Glücksbringer und Abwender von Unheil. Verwendet wurde der rund fünf Zentimeter hohe Kopf vermutlich als Aufsatz auf einem Holzjoch, das zum Anschirren von Pferden vor dem Wagen diente. Mensch und Pferd sollten vor Schaden bewahrt werden.

http://www.archaeologie-online.de/magaz ... -dietikon/

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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von minimee » So 08.05.16 23:34

Spanien ist ein Staat in dem doch das meiste seinen geregelten Gang geht. Diese Münzen werden nicht auf dem Markt landen. Wozu auch? Was soll das bringen und wem würde das nützen? Nix und niemandem.
Aber Generationen von Numismatikern und Historikern werden jetzt darüber forschen und versuchen die Herkunft und mögliche Verwendung zu ergründen. Werden Ergebnisse erzielt, so hätten die für das ganze römische Reich dieser Zeit Bedeutung.

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Homer J. Simpson
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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von Homer J. Simpson » So 08.05.16 23:43

Du hast recht. Das mit den Generationen von Forschern - na, müssen wir mal sehen; ich hoffe mal. Aber was soll der Markt auch mit 60000 weitgehend gleichen Folles? Über MDM im Hausfrauenshoppingfernsehen verkaufen?

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Re: PRESSESPIEGEL - Nur für archäologische Nachrichten

Beitrag von antoninus1 » Mo 09.05.16 09:09

Aber was spräche dagegen, wenn die Wissenschaftler den Fund erfassen und analysieren und der Staat ihn anschließend verkaufen würde?
Er ist ja wohl bemerkenswert durch Fundsituation und die hohe Anzahl an Münzen und nicht durch ihre Besonderheit.
Wie Zwerg schrieb, so viel lässt sich wohl nicht aus ihm herauslesen.
Aber die Möglichkeit, Münzen aus so einem Fund zu erwerben, würde mich und wahrscheinlich viele andere Sammler schon begeistern.
Ich könnte mir eine Webauktion vorstellen oder einen Freiverkauf zu sagen wir 15 bis 20 € (oder wieviel auch immer) pro Stück. Dann ist auch die Bearbeitung nachträglich voll finanziert.
Gruß,
antoninus1

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