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Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

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klunch
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitrag von klunch » Mo 22.10.12 17:01

Gegen Ende der Wehrzeit stieg auch bei mir der Sold :-)

Ok, Spaß beiseite:

1L Diesel kostete 2002 99cent und 2012 1,50Euro - das sind 50 % Steigerung in 10 Jahren. Dagegen sind die Steigerungsraten des Denars lächerlich, auch wenn am Ende das 9-fache nominal gezahlt werden musste. Er wurde zuletzt mit immer weniger Silber geprägt - das zeigt den Wertverfall. Das erleben wir auch selbst derzeit mit den 10-Euro-Stücken, bei denen der Silbergehalt voriges Jahr 2011 auf 60% des bisherigen Anteils reduziert wurde (von 925 auf 625). Real liegen wir derzeit bei 2-3 Prozent Inflation, gefühlt jedoch deutlich höher.


Von Augustus bis Diocletian sind es gute 300 Jahre, da entsprechen nominal 900% (Logaritmuszeugs, schlußendlich: 1,0075 hoch 300 = 9,4 also 0,75%) einer jährlichen Inflationsquote von ca. 0,75 Prozent, das ist echt stabil. Welches Währungssystem der Neuzeit kann eine derart geringe Inflationsquote vorweisen?
Gut, die heftigen Steigerungen konzentrieren sich im Römischen Reich mehr auf die letzten Jahre, da wurde es politisch sehr turbulent was sich auch in der schwindenden Stabilität der Währung widerspiegelt. Diocletian hatte dies als Problem erkannt und durch seine Münzreform versucht, die Stabilität wieder herbeizuführen, was ihm auch im wesentlichen gelang.

Gruß klunch

edit: Rethcsrchibenug
Zuletzt geändert von klunch am Mo 22.10.12 17:28, insgesamt 1-mal geändert.
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mike h
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitrag von mike h » Mo 22.10.12 17:07

Hallo Klunch,

Zitat: Das erleben wir auch selbst derzeit mit den 10-Euro-Stücken, bei denen der Silbergehalt voriges Jahr 2011 auf 60% des bisherigen Anteils reduziert wurde (von 925 auf 625).

Wir schreiben das Jahr 2012..... und der Silbergehalt des 10 Euro-Stückes liegt exakt bei NULL %.

Wenn ich mich nicht Irre, dann hatte das 5 Mark-Stück bis 1972 etwa 7 Gramm Silber......

Das ist auch der Grund, warum ich keine Euros mehr sammle. Modernes Blech ist absolut uninteressant.

Selbst "Sparen" ist absolut uninteressant. Daher geb ich mein Geld aus.

Martin

PS: Es gibt die 10 Euros noch in 900er in PP für runde 40 €
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klunch
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitrag von klunch » Mo 22.10.12 17:27

Sorry, ja da hat Martin natürlich Recht! Da habe ich auf die Schnelle zu oberflächlich recherchiert. Es gibt zwar noch die 10€-Stücke aus Silber, aber nur für Sammler zum Spotpreis plus Aufschlag, mind. jedoch 15EUR. Also nur für gierige Sammler, denn "Gier frisst Hirn!" :-)

Ich möchte an dieser Stelle die Eurosammler NICHT diskreditieren! - nur erscheint es mir allzu verständlich, das Sammeln der 10€-Stücke zu beenden, da diese nur noch aus Blech bestehen!

Sparen lohnt nur in Zeiten des Aufschwungs wenn es satte Habenzinsen gibt. Ansonsten werden alle Sparer regelmäßig mit jeder Wirtschaftskrise enteignet. Gab es letztes Jahrhundert 2,5 mal in Deutschland, wenn man die Wiedervereinigung zur Hälfte mitzählt.

grüße klunch
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Schwarzschaf
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitrag von Schwarzschaf » Mo 22.10.12 17:57

Naja, sicher der Wert!
Aber soll der wirklich an erster Stelle stehen?
Ich sammle zb. Die polnischen 2 Zloty-Stücke. Die kosten nicht viel, sind aber trotzdem eine interessante Sammlung mit Aussagekraft
RC
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quisquam
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitrag von quisquam » Mo 22.10.12 18:07

Das sind ja auch "echte" Münzen, im Gegensatz zu den 10€-Stücken, die nie als Zahlungsmittel gedacht waren.

Grüße, Stefan
Eigentlich sammle ich nicht Münzen, sondern das Wissen darüber.

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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitrag von Schwarzschaf » Mo 22.10.12 18:14

auch wieder wahr! ;-)
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Homer J. Simpson
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitrag von Homer J. Simpson » Mo 22.10.12 18:30

Interessanterweise sind ja die Euro-Sondermünzen (nicht die 2-Euro-Gedenkmünzen, sondern z.B. die deutschen 10-Euro-Stücke) nur im Ausgabeland Zahlungsmittel und, habe ich gelesen, nach irgendwelchen Leitlinien für den Zahlungsverkehr "nicht empfohlen" - schöner kann man die Euro-Idee nicht ad absurdum führen und den Leuten sagen, daß sie da ihr Geld für Zeug ausgeben, das von vorne herein nur zum Sammeln gedacht ist (und für mich daher zum Sammeln völlig uninteressant ist).

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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitrag von Notker » Di 23.10.12 12:54

So wie es ausschaut hat es für ein Mal eines der schwarzen Ebay-Schafe und seine Freunde aus Osteuropa erwischt.
http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/gesc ... y/19356547

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Argonaut
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitrag von Argonaut » Di 23.10.12 15:07

als ich Baselland gelesen habe ist mir sofort D.S. in den Sinn gekommen, naja irgend einmal kommt halt die Gerechtigkeit zum Zuge
ist nur immer eine Frage der Zeit :mrgreen:

Gruss Argonaut :D
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitrag von j-u.thormann » Di 23.10.12 18:12

Argonaut hat geschrieben:naja irgend einmal kommt halt die Gerechtigkeit zum Zuge
ist nur immer eine Frage der Zeit :mrgreen:
Erst einmal wird der Mann verdächtigt, und zwar wird er verdächtigt, "einen schwunghaften Handel mit antikem Kulturgut betrieben zu haben". Ist das strafbar? Sind die abgebildeten Münzen bedeutendes Kulturgut? So bedeutend wie das Kulturgut, daß in Deutschland vom Zoll vernichtet werden sollte? Klingt nach einem gewissen POK...

Weiter unten in dem Artikel werden dann noch Hehlerei, Geldwäsche, Betrug, Verstöße gegen das Kulturgütertransfergesetz etc. erwähnt. Das muß gerichtlich geklärt werden. Wenn der Mann z. B. betrogen (oder sonst strafrechtlich relevant gehandelt) hat, soll er verurteilt werden.
Aber die Art, in der der Artikel sich die Terminologie von POKs und Müller-Karpes zu eigen macht, ist mir sehr suspekt.
Petition für den Erhalt des privaten Sammelns: https://www.openpetition.de/petition/on ... n-sammelns

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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitrag von Peter43 » Di 23.10.12 18:23

Die Zusammenstellung der Vorwürfe ist auch interessant, nach dem Motto: Irgendetwas wird schon passen, Vielleicht ist er ja auch noch einmal bei Rot über eine Kreuzung gefahren!

Jochen
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitrag von areich » Di 23.10.12 18:45

Er hat wohl hauptsächlich Steuern hinterzogen, wie ich gehört habe.

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Schwarzschaf
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitrag von Schwarzschaf » Di 23.10.12 19:15

areich hat geschrieben:Er hat wohl hauptsächlich Steuern hinterzogen, wie ich gehört habe.
NA - das ist doch wohl eine Todsünde!!! ;-)
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Homer J. Simpson
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitrag von Homer J. Simpson » Di 23.10.12 19:29

Nee, das ist doch in der Schweiz erlaubt.
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Marcus Aurelius
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Re: PRESSESPIEGEL "Archäologie und Numismatik"

Beitrag von Marcus Aurelius » Di 23.10.12 21:42

:lol:
De gustibus non est disputandum.
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