lucius

Asiaten und was sonst noch der Antike zuzuordnen ist

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lasta
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lucius

Beitrag von lasta » Fr 20.02.09 21:20

In einem Römerlot fand ich folgende zwei Münzen (?), die ich nicht einordnen kann. Kann jemand diese Objekte näher bestimmen?
carol: 0,85g; 19mm
un01: 0,28g; 11mm
lg lasta
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un01_b.jpg
un01_a.jpg
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klaupo
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Beitrag von klaupo » Fr 20.02.09 21:56

Der obere ist nicht mehr ganz römisch oder antik. :wink: Schweiz, Stadt Chur, 3 Kreuzer (Groschen) 1733, KM#271.

Gruß klaupo

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dionysus
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Beitrag von dionysus » Fr 20.02.09 21:56

Hallo,

un01 ist ein anonymer Denar aus Ungarn.
Zugeschrieben wird er wohl Bela II. (1131-1141).
Referenz: Huszar 101.

Gruß
Maico
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bleib im Dunkeln unerfahren,
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lasta
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Beitrag von lasta » So 22.02.09 00:36

Also die drei Kreuzer Silbermünze kommt aus Chur, der ältesten Stadt der Schweiz. Was für eine schöne Assoziation.
Der Name Chur wird vom keltischen kora abgeleitet, was so viel heisst wie Stamm oder Sippe. Das slawischen Wort kora bedeutet Rinde oder Kruste und könnte somit auch aus dem keltischen stammen :-). Ist nur für mich spannend.

Jetzt werde ich noch ein Fan des ungarischen Königreichs (~1000-1918).
Meine einzige Münze stammt von Bela III, also dem Enkel von Bella II.

klaupo, dionysus, ihr habt mir so große Freude gemacht.
lg lasta
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M0_0080_Ungarn_Bella_III.jpg

Basil
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Bela III

Beitrag von Basil » So 22.02.09 10:13

Hallo Freunde,

der abgebildete Bela existiert sowohl flach als auch schüsselförmig. Bisher konnte ich nicht herausfinden warum. Weiß das jemand?

Basil

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lasta
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Schüsselform

Beitrag von lasta » Do 26.02.09 23:37

Soweit ich verstanden habe, ist der Sinn der Schüsselform leichte aber möglichst großflächige und stabile Münzen herzustellen.
Bela III (1172-1196) regierte gerade während der Blütezeit der byzantinischen Billon Schüsselchen (1092-1204). Ich sehe irgendwie keinen Grund, warum unter seiner Herrschaft in Ungarn flache dünne Plättchen hätten geprägt werden sollen, während in Constantinopel oder Thessalonica ausschließlich auf die Schüsselform gesetzt wurde. Um den Grund zu finden, müßte man wahrscheinlich mit der Prägetechnik vertraut sein und wissen wann wieviele flache bzw. schüsselförmige Münzen geprägt wurden.
Alles womit ich hier helfen kann, ist die Statistik.
Ich habe eine schüsselförmige Münze :-)

lg lasta

Basil
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Beitrag von Basil » Do 26.02.09 23:49

danke lasta,

Gruß Basil

stealth
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Beitrag von stealth » Mi 11.03.09 13:56

Hallo Kollegen,
this copper denar with the sitting kings is my favourit hungarian middleage coin.
Bela III grew up in the Bizantian court. Emperor Manuel named him heir apparent to the throne. Bela III even engaged Maria, daughter of the emperor. Finally he did not get to throne because a son of Manuel was born. Even the engagement with Maria was split.

On the copper coin made in Bizantian style Virgin Mary, patron saint of Hungary is sitting on the throne with a spear in her hands, and with the child Jesus in her arms.
Scripture: SANCTA MARIA. On the reverse the king on the left is Bela himself ( REX BELA ) and on the right Saint Ladislaus King of Hungary 1077-1095 (REX SanCtuS) is sitting who was sanctified by Bela in 1192.

Bela's other copper coin made in great quantity imitates Arabian dirhem. Not by chance, since Bela's wife, Agnes, princess of Antiochia was Raynald de Chatillon crusader's daughter.
regards. stealth
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