PP bei Bank?

KMS, Gedenkmünzen, Diskussionen über die div. Prägestätten

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Mister Münze
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Beitrag von Mister Münze » Mo 06.04.09 18:48

Klar, die deutschen 10er sind ja aus Sterling-Silber. Hab ich aber mit Absicht so geschrieben, wollte mal gucken, ob jemand aufpasst :wink:.
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Eurosammler2007
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Beitrag von Eurosammler2007 » Mi 08.04.09 19:53

panda hat geschrieben:Keine Wertsteigerung ok, aber ein drastischer Wertverlust ist ja auch nix.
Dererlei Ansichten kann ich immer nur schwer nachvollziehen.

Wem es wirklich nur um die Freude an der Sammlung geht, dem kann doch eigentlich auch ein Wertverfall gleichgültig sein, weil er in der Regel ja eh nicht vorhat, die Münze jemals wieder zu verkaufen.
Verlust kann ja nur bei Verkauf entstehen. Wer nicht verkauft, kann also auch keinen Verlust machen! Logisch, oder?

Das einzige Ärgernis, das ich bei einem Wertverfall nachvollziehen kann, ist, dass man die Münze später günstiger bekommen und dadurch mehr Geld im Portemonnaie hätte behalten können.

Dagegen gibt es nur ein probates Mittel: Geduld haben, abwarten und zugreifen, wenn es günstig ist!
Nachteil: ggf. jahrelange Lücken in der Sammlung - also nichts für ungeduldige Menschen!

Wer die Münze früher teurer kauft, muss halt auch den höheren Preis und einen evtl. Wertverlust in Kauf nehmen!
Im Gegenzug hat man dann wiederum länger Freude an der Münze, weil man sie ja auch früher in der Sammlung hat. Insofern macht sich ein anfänglich höherer Preis wieder bezahlt!
Und wie gesagt: wenn die Münze eh zum unbegrenzten Verbleib in der Sammlung gedacht ist und niemals wieder verkauft werden soll, realisiert man ja auch keine Verluste - zumindest bilanziell betrachtet... :wink:

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Beitrag von siggirabu » Mi 08.04.09 19:55

Trotzdem ist es doch schön wenn man weiß die Sammlung ist was wert, und nicht nur 3 Euro :wink:
Aber ansonsten geb ich dir Recht.....

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Beitrag von Eurosammler2007 » Mi 08.04.09 20:11

siggirabu hat geschrieben:Trotzdem ist es doch schön wenn man weiß die Sammlung ist was wert, und nicht nur 3 Euro :wink:
Nö, das finde ich nicht.

Bei Investitionen in private Sammlungen sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man im Grunde in totes Kapital investiert.
D. h. das Geld, das man dafür einsetzt, sollte man am besten gleich innerlich abschreiben.
Denn schließlich wird sich ein Sammler, der aus reiner Freude an der Sache sammelt, wohl nicht mehr von seinen Stücken trennen.

Bestes Beispiel: 2 Euro Gracia.
Ehrlich gesagt ist es mir völlig egal, ob diese Münze nun 700, 70 oder 7 Euro wert ist.
Im Gegenteil: mir wäre es sogar viel lieber, wenn es auch die Kleinstaatenmünzen zu niedrigeren Preisen gäbe!

Ich erfreue mich grundsätzlich nur an den Motiven und der Vollständigkeit meiner Sammlung. Jede schön gestaltete Münze liegt mir in gleicher Weise am Herzen. D. h. ich freue mich über eine 2 Euro Portugal Ratspräsidentschaft 2007 vll. sogar noch mehr als über 2 Euro Monaco Gracia 2007. Gleichwohl ist und bleibt eine Gedenkzweier-Sammlung ohne Gracia eine unvollständige Sammlung - es würde immer etwas fehlen!

Übrigens ist 2 Euro Gracia auch ein gutes Beispiel dafür, dass das Warten auf günstigere Preise manchmal auch eine falsche Entscheidung sein kann... :wink:

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Mister Münze
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Beitrag von Mister Münze » Mi 08.04.09 20:20

Erstmal gebe ich Eurosammler2007 Recht. Wie ich auch schon geschrieben habe, sollte es einem MünzSAMMLER in erster Linie um das Besitzen und dem Erfreuen an der Münze. Der Wert der Münze steht ganz hinten und dürfte einem nur interessieren, um zu wissen, was für sammlerbezogenen Werte man in seiner Sammlung hat, auf die man stolz sein kann und nicht wieviel Profit man irgendwann einmal beim Verkauf damit machen kann.
panda hat geschrieben:Keine Wertsteigerung ok, aber ein drastischer Wertverlust ist ja auch nix.
Und dies ist ja gerade bei der Auflagenschwächeren pp version zu befürchten, während bei bf ein Verlust ausgeschlossen ist. Und soweit ich dies beurteilen kann, scheinen mir moderate Wertsteigerungen bei bf für sehr wahrscheinlich.
Wie kommst du darauf? Auflagenschwächere Ausgaben haben eine höhere Wertsteigerungsmöglichkeit als auflagenstärkere. Logisch, oder? Und moderate Wertsteigerungen kannst du bei den deutschen 10 Euro-Münzen nicht erwarten. Deine Enkel werden vielleicht mal, wenn sie genauso wie du Münzen sammeln, damit sie sie gewinnbringend verkaufen können, einen nicht erwähnenswerten Gewinn machen können.
panda hat geschrieben:Wenn ich richtig informiert bin gingen die 10 DM pp für 20 DM plus Porto über den Tisch und werden heute bei ebay mit durchschnittlich 6 Euro gehandelt.
Hätte ich mir die damals gekauft wär ich heute echt enteuscht.
Dann will ich dir eine weitere Information geben: 10 DM in prägefrisch, werden heut auch für durchschnittlich 5 Euro versteigert. Wertgewinn? Nein.

Aber wie gesagt, auch wenn der Wert einer Münze mal niedriger sein sollte, als der Preis zu dem man sie gekauft hat, müsste das einem Münzsammler nicht jucken.
Gruß
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Beitrag von Pflock » Mi 08.04.09 23:47

Mister Münze hat geschrieben:...Aber wie gesagt, auch wenn der Wert einer Münze mal niedriger sein sollte, als der Preis zu dem man sie gekauft hat, müsste das einem Münzsammler nicht jucken.
Diese Einstellung ändert sich ruck-zuck, sobald man in finanzielle Nöte gerät oder sich die Interessen ändern. Wollen wir hoffen, daß beides nicht eintritt. :wink:
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Beitrag von Numis-Student » Do 09.04.09 01:08

Mister Münze hat geschrieben: Auflagenschwächere Ausgaben haben eine höhere Wertsteigerungsmöglichkeit als auflagenstärkere. Logisch, oder?
Hallo,
dies gilt aber nur bei gleicher Nachfrage... irgendwelche modernen Silbermedaillensets sind unwahrscheinlich selten ;-) , aber es interessiert sich auch praktisch niemand dafür... also werden solche Sachen oft eingeschmolzen.
Ich glaube, bei den PP-Gedenkmünzen ist es ähnlich. Sie sind zwar seltener, aber die Nachfrage ist trotzdem geringer als bei den stgl-Stücken. Dafür gibt es wohl mehrere Gründe:
1) PP kostet mehr, ein stgl-Stück bekomme ich für 10 Euro und habe kein Risiko, es ist immer 10 Euro wert...
2) PP ist schwieriger unterzubringen und zu lagern, da hier die kleinsten Berührungsstellen schon Wertminderungen darstellen.

Schöne Grüße,
MR

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Beitrag von saigerteufe » Do 09.04.09 02:37

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Beitrag von Eurosammler2007 » Do 09.04.09 12:56

saigerteufe hat geschrieben:
Mister Münze
Aber wie gesagt, auch wenn der Wert einer Münze mal niedriger sein sollte, als der Preis zu dem man sie gekauft hat, müsste das einem Münzsammler nicht jucken.
Das ist zwar Geschmackssache, aber ich sehe nicht ein warum ich für ein offizielles Zahlungsmittel mehr als den Nominalwert bezahlen soll.
Wenn ich einmal den Nominalwert bzw. den Ausgabepreis einer Münze nicht mehr bekomme, dann könnte ich auch Briefmarken sammeln, da bekommt man auch nur mehr den Altpapierwert.
Wenn ich etwas Spenden möchte, dann suche ich mir die Organisation schon selbst aus und vernichte nicht von vorneherein einen Wert.
mfg
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Wenn ich nur sammeln würde, was ich zum Nominalwert bekommen kann, wäre mein Münzkoffer ziemlich leer und ich hätte schon längst das Interesse am Hobby verloren... :|
Aber jeder so, wie er mag... :wink:

Außerdem vergleichst Du Äpfel mit Birnen:
- Investitionen in private Sammlungen sind keine gemeinnützige Spenden (außer bei Wohlfahrtsbriefmarken)
- wenn eine neue Währung kommt, wird selbst eine Nominalpreissammlung wertlos...

Ich persönlich sammle nur aus ideellen Beweggründen. Freude ist eben nicht in Geld aufzuwiegen... 8)
Der materielle Wert interessiert nur meine Hausrat-Versicherung... :wink:

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Beitrag von panda » Do 09.04.09 13:12

Eurosammler2007 hat geschrieben:Wem es wirklich nur um die Freude an der Sammlung geht, dem kann doch eigentlich auch ein Wertverfall gleichgültig sein, weil er in der Regel ja eh nicht vorhat, die Münze jemals wieder zu verkaufen. Verlust kann ja nur bei Verkauf entstehen. Wer nicht verkauft, kann also auch keinen Verlust machen! Logisch, oder?
Wo habe ich geschrieben das es mir nur um die Freude am sammeln geht? Bei deutlichem Wertverlust ist die Münze immer noch schön, aber die Freude sinkt doch schon. Ausserdem ist es wohl nichts ungewöhnliches, wenn es beim Münz- und Briefmarken- sammeln auch um Werte geht.
Eurosammler2007 hat geschrieben:Bei Investitionen in private Sammlungen sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man im Grunde in totes Kapital investiert.
D. h. das Geld, das man dafür einsetzt, sollte man am besten gleich innerlich abschreiben.
Denn schließlich wird sich ein Sammler, der aus reiner Freude an der Sache sammelt, wohl nicht mehr von seinen Stücken trennen.
Das kann man auch differenzierter betrachten. Wenn ich mir heute eine 10 Euro bf kaufe, wo ist das dann totes Kapital? Wertsteigerung würde ich als sicher betrachten. Verluste sind ausgeschlossen.
Mister Münze hat geschrieben:Wie kommst du darauf? Auflagenschwächere Ausgaben haben eine höhere Wertsteigerungsmöglichkeit als auflagenstärkere. Logisch, oder? Und moderate Wertsteigerungen kannst du bei den deutschen 10 Euro-Münzen nicht erwarten. Deine Enkel werden vielleicht mal, wenn sie genauso wie du Münzen sammeln, damit sie sie gewinnbringend verkaufen können, einen nicht erwähnenswerten Gewinn machen können.
Ne nicht Logisch. Es mag in der Mehrheit der Fälle so sein, aber gerade an Hand der 10 DM zeigt sich doch das Gegenteil. 10 DM bf hohe Auflage Wertverlust gleich Null evtl. geringer Gewinn. 10 DM pp geringe Auflage und hohe Verluste, da nicht mehr zum Einkaufspreis zu veräussern.
Mister Münze hat geschrieben:Dann will ich dir eine weitere Information geben: 10 DM in prägefrisch, werden heut auch für durchschnittlich 5 Euro versteigert. Wertgewinn? Nein.

Da sehe ich den Wiederspruch nicht, ich beklagte mich ja über den Wertverlust, und nicht über mangelnden Gewinn.

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Beitrag von saigerteufe » Do 09.04.09 15:42

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Beitrag von Pflock » Do 09.04.09 18:14

saigerteufe hat geschrieben:... ihr könnt eure DM bei der Bundesbank zum festgelegten Wechselkurs noch immer in € tauschen, wie lange weiß ich für Deutschland nicht, ...
Ohne zeitliches Limit, hieß es damals. Ätsch :wink:
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Beitrag von Eurosammler2007 » Fr 10.04.09 00:21

panda hat geschrieben: Wo habe ich geschrieben das es mir nur um die Freude am sammeln geht?
Wie gesagt: jeder so, wie er mag.

panda hat geschrieben: Bei deutlichem Wertverlust ist die Münze immer noch schön, aber die Freude sinkt doch schon.
Nö, bei mir nicht. 8)

panda hat geschrieben: Ausserdem ist es wohl nichts ungewöhnliches, wenn es beim Münz- und Briefmarken- sammeln auch um Werte geht.
Je nach dem, was man in den Münzen sehen will.
Wenn ich in ihnen eh nur einen Zugewinn an Sammlerfreude sehe, habe ich auch bei materiellem Wertverlust keinen Stress... :wink:

panda hat geschrieben: Das kann man auch differenzierter betrachten. Wenn ich mir heute eine 10 Euro bf kaufe, wo ist das dann totes Kapital?
Münzen sind Zahlungsmittel. Wenn ich eine Münze in meine Sammlung lege und niemals zum Ausgeben verwende, ist es insofern totes Kapital, weil ich den Gegenwert nicht einlöse.

panda hat geschrieben: Wertsteigerung würde ich als sicher betrachten. Verluste sind ausgeschlossen.
Woher nimmst Du die Gewissheit einer Wertsteigerung?
Bisher haben nur wenige deutsche Silbermünzen nennenswerte Wertsteigerungen hingelegt.
Ausnahme: die ersten 5-DM-Gedenkmünzen der BRD - kleine Auflage + große Nachfrage = hoher Preis.

Verluste sind in der Tat ausgeschlossen - zumindest solange Du die Zehner zum Nominalwert bekommen hast und der Euro offizielles Zahlungsmittel in Deutschland ist... :wink:

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Beitrag von Numis-Student » Fr 10.04.09 00:37

Eurosammler2007 hat geschrieben: Münzen sind Zahlungsmittel.
... oder waren es zumindest mal :wink:

Auch wenn es für die Eurosammler vielleicht etwas ungewöhnlich klingt, Münzen sind auch Zeugnisse und Quellen der Geschichte. Und im Falle der Euro-Münzen halt der Zeitgeschichte. Und für diesen Quellenwert ist es vollkommen egal, ob PP oder "nur" stgl, da gilt eigentlich, jedes noch bestimmbare Stück hat eine historische Aussage. Darum kann ich sagen, in meiner Hauptsammlung (römisches Kaiserreich) liegen Münzen zwischen s und vz, und in den anderen Gebieten bin ich teilweise noch weniger wählerisch, was den Erhaltungszustand angeht, solange das teil noch bestimmbar ist. Meine Euro-Kursmünzsammlung ist fast nur Umlaufgeld, natürlich in möglichst netter Qualität aus dem Umlauf gefischt und bei Gelegenheit immer verbessert. (Und, auch wenn ihr es kaum glaubt, ich hab sogar Freude an der Eurosammlung ;-) , ich sammle sogar immer noch nach Jahrgängen).
Schöne Grüße,
MR

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Beitrag von Eurosammler2007 » Fr 10.04.09 00:50

saigerteufe hat geschrieben: Da sich die Frage von Panda auf € 10,- in BU oder PP bezog, sehe ich keinen Anlaß meine Antwort zu revidieren, ganz im Gegenteil.
Achso, o. k.
In Deinem Beitrag sah das zunächst allgemeiner aus.

saigerteufe hat geschrieben: Auch da bist Du im Irrtum den ihr könnt eure DM bei der Bundesbank zum festgelegten Wechselkurs noch immer in € tauschen, wie lange weiß ich für Deutschland nicht, aber in Österreich kann man Schilling zum Kurs von € 1,- = ATS 13,7603 noch 30 Jahre also bis 31.12.2031 bei der Nationalbank umtauschen.
Und was ist nach Ablauf der Fristen in den EU-Staaten?

Oder wie verhält es sich heute z. B. mit dem realen Gegenwert von DDR-Mark?

saigerteufe hat geschrieben: aber man sollte Anfrage immer Emotionslos und Korrekt beantworten, ansonst wird es windig wie bei manchen Anlageberatungen wenn leere Versprechen nicht eintreten. Ich habe bei Bekannten gesehen was das bedeutet wenn sich ein alter Herr mit den sammeln von Ersttagbriefmarken ein "Vermögen" schafft, das kein Händler auf Komission nehmen will. Da geht es nicht um ein Erbe sondern um die Zuzahlung zur Pflege, da ist man darauf angewiesen seine "Schätze" in Bargeld zu tauschen.
Sammeln aus reiner Leidenschaft kann per se schon niemals völlig emotionslos sein.
Geldanlagen sollten dagegen besser vorrangig als Kopfentscheidung getätigt werden - was in 90 % der Fälle aber dennoch nicht geschieht, wie man am jüngsten Finanzmarktchaos erkennen kann... :roll:
Münzensammeln, insbesondere wenn es sich dabei um moderne Zahlungsmittel handelt, halte ich dagegen als Geldanlage für völlig ungeeignet.
Ausnahmen stellen reine Anlagemünzen aus Gold dar, die im Grunde nichts anderes als geprägte Kleinbarren sind...
Aussagen von Finanzberatern würde ich grundsätzlich einer Realitätsprüfung unterziehen und - wenn die Versprechungen dann tatsächlich windig erscheinen - von solchen Beratern Abstand nehmen.
Nichtsdestotrotz gibt es aber immer noch solide Berater, die auf dem Teppich bleiben. Langfristig zahlt sich das nämlich auch für den Berater aus. 8)
Nicht selten ist manch ein Anleger aber auch mitschuldig an seiner Misere, denn schlitzohrige Berater erzählen auch nur das, was der Kunde hören will. Und letzterer bemerkt dann oft zu spät, dass Gier Hirn frisst... :twisted:

saigerteufe hat geschrieben: Da geht es nicht um ein Erbe sondern um die Zuzahlung zur Pflege, da ist man darauf angewiesen seine "Schätze" in Bargeld zu tauschen.
In Härtefällen (Hartz IV, Insolvenz, Zwangsvollstreckung, Pflege, etc.) sollte man ja auch schon möglichst rechtzeitig zusehen, dass liebgewonnene und werthaltige Sammlungen wenn irgend möglich "anderweitig untergebracht" werden, bevor die Sozialbehörden zu Besuch kommen... :wink:
Zuletzt geändert von Eurosammler2007 am Fr 10.04.09 01:15, insgesamt 2-mal geändert.

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