PP bei Bank?

KMS, Gedenkmünzen, Diskussionen über die div. Prägestätten

Moderator: Sebastian D.

Eurosammler2007
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Beitrag von Eurosammler2007 » Fr 10.04.09 01:06

Numis-Student hat geschrieben:Auch wenn es für die Eurosammler vielleicht etwas ungewöhnlich klingt, Münzen sind auch Zeugnisse und Quellen der Geschichte. Und im Falle der Euro-Münzen halt der Zeitgeschichte. Und für diesen Quellenwert ist es vollkommen egal, ob PP oder "nur" stgl, da gilt eigentlich, jedes noch bestimmbare Stück hat eine historische Aussage. Darum kann ich sagen, in meiner Hauptsammlung (römisches Kaiserreich) liegen Münzen zwischen s und vz, und in den anderen Gebieten bin ich teilweise noch weniger wählerisch, was den Erhaltungszustand angeht, solange das teil noch bestimmbar ist. Meine Euro-Kursmünzsammlung ist fast nur Umlaufgeld, natürlich in möglichst netter Qualität aus dem Umlauf gefischt und bei Gelegenheit immer verbessert. (Und, auch wenn ihr es kaum glaubt, ich hab sogar Freude an der Eurosammlung ;-) , ich sammle sogar immer noch nach Jahrgängen).
Schöne Grüße,
MR
Ja schau, so unterschiedlich können die Motivationen zu sammeln sein.

Ganz gewiss sind Münzen Quellen der Zeitgeschichte.
Für mich persönlich ist dieser Aspekt jedoch völlig nachrangig.

Und das ständige "Verbessern" war - neben der hoffnunglosen Unvollständigkeit - bei mir gerade das, was mich an meiner anfänglichen Umlaufsammlung am meisten genervt und schließlich dazu bewegt hat, nur noch prägefrisch und jahrgangsrein zu sammeln.
Für andere macht das aber anscheinend gerade den Reiz am Sammeln aus.
Wie gut, dass wir Menschen so unterschiedlich sind...

Für mich am schwierigsten nachvollziehbar bleibt halt der Ansatz, eine Sammlung moderner Zahlungsmittel als Spekulationsobjekt oder gar als ernstzunehmende Anlageform in gleicher Reihe mit Goldbarren, Aktien, Sparbüchern und Lebensversicherungen anzusehen.

Aber wie schon mehrfach erwähnt: jeder so, wie er mag.
Nur wehklagen über die eigene Entscheidung sollte man dann hinterher nicht... :wink:
Zuletzt geändert von Eurosammler2007 am Fr 10.04.09 20:36, insgesamt 1-mal geändert.

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Numis-Student
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Beitrag von Numis-Student » Fr 10.04.09 01:26

Eurosammler2007 hat geschrieben:
Und das ständige "Verbessern" war - neben der hoffnunglosen Unvollständigkeit - bei mir gerade das, was mich an meiner anfänglichen Umlaufsammlung am meisten genervt und schließlich dazu bewegt hat, nur noch prägefrisch und jahrgangsrein zu sammeln.
Für andere macht das aber anscheinend gerade den Reiz am Sammeln aus.

Für mich am schwierigsten nachvollziehbar bleibt halt der Ansatz, eine Sammlung moderner Zahlungsmittel als Spekulationsobjekt oder gar als ernstzunehmende Anlageform in gleicher Reihe mit Goldbarren, Aktien, Sparbüchern und Lebensversicherungen anzusehen.

Aber wie schon mehrfach erwähnt: jeder so, wie er mag.
Nur wehklagen über die eigene Entscheidung sollte man dann hinterher nicht... :wink:
Hallo,
die Euro-Sammlung ist eine von vielen "Neben-Sammlungen", in die ich einfach nicht so viel Geld stecken möchte, daher gibts bei mir halt wenig stgl-Stücke. Es ist gewiss nicht der Reiz, etwas verbessern zu wollen. Ich freue mich über ein frisch gefundenes Stück, was wieder eine Lücke stopft, und vergleichen/austauschen tu ich eigentlich nur, wenn mir im Zahlungsverkehr besonders gut erhaltene Stücke auffallen.

Mit den vielen Lücken kann ich gut leben, wer Römerchen nach Kaisern sammelt, weiss von vornherein, dass immer Lücken bleiben... Und da ich neben den Römerchen noch "Numismatisches querbeet" sammle, gibt es ausser den BRD-Kursmünzen 1 Pf - 5 DM sowie den bundesdeutschen Gedenkmünzen keine Sammelgebiete mit "Vollständigkeitszwang"... So lässt sich eigentlich recht entspannt sammeln... Man kauft Schnäppchen und Sachen, die einem gefallen oder irgendwie interessant erscheinen... oder einfach, was man noch nicht hat :lol: Heute gabs zB spontan eine alte Biermarke für 50 Cent...

Münzen generell eignen sich eher weniger für Geldanlage-Zwecke... Gut, wenn man oft wirkliche Schnäppchen macht (Dazu ist Wissen und Glück nötig !), wird seine Sammlung wohl nicht mit Verlust verkaufen (aber eigentlich will man das ja unter allen Umständen verhindern).

Klagen tu ich nicht, ich sammle seit 1993, und bin mit der groben Richtung immer zufrieden gewesen (auch wenn einzelne Fehlkäufe nicht vermieden werden können...).

Schöne Grüße,
MR

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Beitrag von saigerteufe » Fr 10.04.09 01:29

del
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Eurosammler2007
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Beitrag von Eurosammler2007 » Fr 10.04.09 17:56

Numis-Student hat geschrieben: Mit den vielen Lücken kann ich gut leben, wer Römerchen nach Kaisern sammelt, weiss von vornherein, dass immer Lücken bleiben...
Das Schöne an meiner Euro-Sammlung ist für mich gerade, dass es Lücken darin bisher nicht gibt und wohl auch nicht geben wird, solange kein neuer Gedenkzweier aus Monaco kommt...

Numis-Student hat geschrieben:Klagen tu ich nicht, ich sammle seit 1993, und bin mit der groben Richtung immer zufrieden gewesen
Das war auch gar nicht auf Dich bezogen... :wink:
Denn Du hast ja eine ziemlich entspannte, wertunabhängige Haltung gegenüber Deiner Sammlung und scheinst sehr gut zu wissen, worauf Du Dich beim Sammeln eingelassen hast.

Eurosammler2007
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Beitrag von Eurosammler2007 » Fr 10.04.09 18:31

saigerteufe hat geschrieben:Es geht in diesen Fall nicht um eine Pfändung oder um den Zugriff einer Behörde, sonder um die Veräußerung eines vermeintlichen Vermögens, das genau zu diesen Zweck von den alten Herrn angesammelt wurde.
Diese Erfahrung entspricht genau meiner These, dass sich Sammlungen (mit Ausnahme von Anlagemünzen aus Gold) nicht zur Geldanlage und Vorsorge eignen.
Aber was ist das für ein seltsamer Anlageberater, der Ersttagsbriefmarken statt Gold, Fonds, Sparbriefen und Rentenversicherungen empfiehlt?
Meistens werden sich "Sammler" solche Illusionen wohl eher selbst erschaffen oder aber den Briefmarkenhändler mit dem Vorsorgeberater verwechselt haben...

In meinen Augen sind Leute, die nur sammeln, um später mit Gewinn wieder zu verkaufen, ohnehin keine Sammler, sondern Spekulanten - und meist ziemlich erfolglose noch dazu.
Somit ist "Anlagesammeln" ein Widerspruch in sich: entweder sammelt man etwas mit Leidenschaft, um sich nach Möglichkeit nie wieder davon zu trennen, oder man investiert Geld mit dem alleinigen Ziel der Gewinnmitnahme bei Veräußerung. Beides gleichzeitig ist m. E. ernsthaft nicht möglich.

Für "echte" Sammlungen sollte man auch nur das Geld ausgeben, das man weder kurz- noch langfristig dringend brauchen und bei Interessenwechsel nötigenfalls auch unter "Investition in befristete Lebensfreude mit verminderter Beitragsrückgewähr" verbuchen und abschreiben könnte.
Dann hat man auch keinen Stress bei Wertverfall!

saigerteufe hat geschrieben:Ich gebe meine Antworten ziemlich präzise, als bitte nicht den Sinn bei Gegenantworten verdrehen.
Sorry, einige Deiner Antworten verstehe ich leider erst nach Klarstellung durch Dich richtig.
Den Sinn zu verdrehen ist nicht meine Absicht, sondern geschieht allenfalls durch Missverständnis.
Ohne genaue Schilderung des Kontextes (was Du dann ja aber im zweiten Schritt durchaus tust), ist es halt manchmal schwer, die genaue Intention adhoc richtig zu erahnen. :wink:

antoninus1
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Beitrag von antoninus1 » Do 11.06.09 11:31

Zum Thema Wertsteigerung: versucht mal, einen der häufigen Silberfünfer oder -zehner zu verkaufen.
Da bekommt ihr i. d.R. den Nominalwert, mit Glück vielleicht 10 - 20% mehr.
Bedeutet in Anbetracht der stetigen Inflation einen realen Wertverlust.

Für einen Fünfer, der 1984 gekauft wurde, müsstet ihr heute ca. 5 Euro bekommen, nur um den Inflationsverlust auszugleichen (mal 3% durchschnittliche Inflation angenommen).

Man kann´s aber auch anders sehen: wenn ihr nur 3 Euro für den Fünfer bekommt, habt ihr 2 Euro Verlust in 25 Jahren gemacht.
Da gibt´s Schlimmeres :roll:
Gruß,
antoninus1

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