Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Kaiser, Dynastien und Münzstätten

Moderator: Homer J. Simpson

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Homer J. Simpson
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Homer J. Simpson » Di 18.02.20 18:55

Ich glaube, die Rückseiten zumindest dürften von derselben Hand stammen. Und das mit dem geschmiedeten Nagel ist mir auch gleich aufgefallen - wir müssen uns ja bei so einer Münze vorstellen: Die war vielleicht fünf Jahre "so" unterwegs, und jetzt schon 1900+ Jahre mit dem Loch. Das gehört jetzt eben dazu. Was man auch sieht: Der Nagel wurde von der Vorderseite aus durchgeschlagen.

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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Numis-Student » Fr 21.02.20 20:51

justus hat geschrieben:
Di 18.02.20 18:11
Das war ein römischer Nagel, da geschmiedet (eckig).
Und wie kann man einen römischen, handgeschmiedeten Nagel von einem handgeschmiedeten Nagel aus den 1920ern unterscheiden ? :wink:

MR
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Homer J. Simpson » Fr 21.02.20 20:53

Ganz einfach: In den 1920ern wäre die Münze schon so durchkristallisiert gewesen, daß sie beim Versuch, sie mit einem Nagel zu durchbohren, zersplittert wäre.

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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Perinawa » Fr 21.02.20 21:18

Numis-Student hat geschrieben:
Fr 21.02.20 20:51
justus hat geschrieben:
Di 18.02.20 18:11
Das war ein römischer Nagel, da geschmiedet (eckig).
Und wie kann man einen römischen, handgeschmiedeten Nagel von einem handgeschmiedeten Nagel aus den 1920ern unterscheiden ? :wink:

MR
Fast hätte ich auch gekontert, dass in meiner Werkzeugkiste gleiche Nägel liegen, die ebensolche "Schäden" versursachen, obwohl sie weitaus jünger als "aus den 1920'ern" sind. Mal abgesehen von Homer's berechtigtem Einwand: WTF sollte man im 20. Jh. einen solchen Nagel durch eine antike Münze treiben?

Grüsse
Rainer
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Numis-Student » Fr 21.02.20 21:30

Also ich habe auch schon solche Nägel selbst geschmiedet...

Ich will nicht unbedingt behaupten, dass der Denar erst nach 1920 gelocht wurde. Aber im 18./19. Jhdt. hat sicher der ein oder andere Bauer noch selbstgefundene Römermünzen zu Schmuck umgearbeitet.

Und der Denar sieht eigentlich nicht nach versprödetem Silber aus.
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Perinawa » Fr 21.02.20 21:39

Wir werden das nie auflösen können!

Antike Lochungen möchte ich höchstens unterschreiben, wenn sie dem Zweck der Aufbewahrung, sprich der "stillen Reserve" dienten; in wenigen Fällen dienten sie religiösen Zwecken. Ich möchte da auch Schmuckzwecke ausschliessen, weil die gelochten Exemplare, die ich kenne, einfach zu ungenau iSv. unästhetisch gelocht sind, um als Schmuck durch zu gehen.

Oder hat wer andere Info?
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von richard55-47 » Sa 22.02.20 10:04

Viereckige Nägel aus der Neuzeit kenne ich persönlich noch aus einer Schmiede, in der auch Pferde beschlagen wurden. Das war in den 1950er Jahren. Dise Nägel wurden mit Sicherheit nicht aus dem Römisch-Germanischen Museum geklaut. Da es auch heute noch Pferde gibt, gehe ich davon aus, dass es auch noch eine Produktion dieser Nägel gibt.
Sollte ich die Diskussion richtig verstehen, ist ein zur Römerzeit angebrachtes Loch ein anderes als ein solches aus der Neuzeit stammend 8O Ich persönlich sehe da keinen qualitativen Unterschied. In beiden Fällen ist die Münze für mich vergewaltigt worden, wenn auch aus pragmatischen Gründen.
do ut des.

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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Lucius Aelius » Sa 22.02.20 10:30

Ich habe mal irgendwo gelesen (Hirschfeld, Sittengeschichte?), dass die Römer im Tempelbereich Münzen als Geschenk für die Götter an Holzbalken/-pfosten genagelt haben.
Gruss
Lucius Aelius

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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Numis-Student » Sa 22.02.20 12:35

richard55-47 hat geschrieben:
Sa 22.02.20 10:04

Sollte ich die Diskussion richtig verstehen, ist ein zur Römerzeit angebrachtes Loch ein anderes als ein solches aus der Neuzeit stammend 8O Ich persönlich sehe da keinen qualitativen Unterschied.
Nein, genau andersherum: ich wollte mit meinem Einwurf nur darauf hinweisen, dass ein quadratisches Loch nur auf einen handgeschmiedeten Nagel hinweist.

Der KANN durchaus römisch sein, genauso gut aber griechisch, germanisch, sasanidisch, ostgotisch, byzantinisch, mittelalterlich, barock oder von einem einfachen Schmied der 1920er oder 1950er Jahre :wink:

Und: Loch bleibt Loch (wobei ein modernes Loch von einer elektrischen Bohrmaschine noch unbeliebter ist, weil da ganz klar ist, dass das noch nicht lange in der Münze sein kann).

Schöne Grüße,
MR
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von alex456 » Sa 22.02.20 12:39

Es ist doch auch wirklich sowas von Wurscht! Die Münze ist auch mit dem Loch ein klasse Stück!

Gruß
Alex

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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Numis-Student » Sa 22.02.20 12:43

alex456 hat geschrieben:
Sa 22.02.20 12:39
Die Münze ist auch mit dem Loch ein klasse Stück!

Gruß
Alex
Das will ich doch auch gar nicht bestreiten :D

MR
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Homer J. Simpson » Sa 22.02.20 16:28

Ich habe noch mal im Archiv nachgeschaut; die Münze hat mich im Juli 2016 83 Euro incl. Porto gekostet. Ohne Loch würde die sich sicher in einer ganz anderen Preisklasse bewegen.

Homer
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Numis-Student » Sa 22.02.20 17:00

Im coinarchives finde ich bei einer schnellen Suche bloß ein Exemplar, eingesargt und in der 250/300€ - Gegend...
83€ finde ich angemessen bis günstig und hätte die Münze auch in meine Sammlung aufgenommen.

MR
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Pinneberg » Di 25.02.20 14:00

Auf der Suche nach einem für mich schönen Portrait des Vespasian war ich schon länger, jedoch gestaltete sich diese gar nicht so einfach. Fündig wurde ich bei einem Denar aus Ephesus, der den Sieg im Jüdischen Krieg auf dem Revers thematisiert.

Denar, Ephesus, 71
3,37 g
Av: IMP CAESAR VESPAS AVG COS V TR PPP
Belorbeerte Büste rechts
Rv: PACI AVGVSTAE
Victoria r. , Palmzweig und Kranz haltend, vor ihrem Fuß ein Stern

RIC 1457
Dateianhänge
vespasianav.jpg
vespasianrv.jpg
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Mynter (Di 25.02.20 14:44) • Numis-Student (Fr 28.02.20 20:30)
Grüße, Pinneberg

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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Mynter » Di 25.02.20 14:44

Doppelplusgut!
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Pinneberg (Di 25.02.20 15:15)
Grüsse, Mynter

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