Constantius Gallus

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

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eschbn
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Beitrag von eschbn » Mi 20.05.09 18:52

Ein Dank an Alle!!!!!!!!

Und der Link zu fel...... ist schon Klasse!!!!!
Viele Grüße und herzlichen Dank !
EschBn
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eschbn
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Beitrag von eschbn » Mi 20.05.09 18:53

Ein Dank an Alle!!!!!!
Und der Link zu Fel...... ist ja super!!!!!!
Viele Grüße und herzlichen Dank !
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alexander20
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Beitrag von alexander20 » Mi 20.05.09 18:54

Sehr geehrte Sammlerkollegen,

bei den genannten Beizeichen wird wohl niemand erschöpfend Auskunft geben können, denn ich meine vor kurzem noch gelesen zu haben, dass diese Beizeichen im Großen und Ganzen noch nicht wissenschaftlich erforscht und mithin geklärt wären. Es könnte sich z.B. um Offizinenangaben oder Werteangaben oder Initialen oder oder... handeln. Wie gesagt wissenschaftlich nicht geklärt.

Mit freundlichen Grüßen

alexander20

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justus
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Beitrag von justus » Mi 20.05.09 18:55

A, Β, Γ, Δ, Є etc. im Feld links oder rechts auf der Rückseite = 1. bis 5. Offizin der jeweiligen Münzstätte.
Das Offizin kann aber auch auf der Rückseite im Abschnitt stehen z. B. Thessalonica 5. Offizin = SMTS Є.

mfg Justus
mit freundlichem Gruß

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alexander20
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Beitrag von alexander20 » Mi 20.05.09 19:00

Hallo justusmagnus,

wenn auf Avers und Revers im Feld jeweils verschiedenen Beizeichen stehen - wie hier- kann es doch kaum die Bezeichnung einer Offizin sein. Das Stück ist doch nicht in zwei Offizinen geprägt worden. Oder liege ich hier völlig falsch?

Mit freundlichen Grüßen

alexander20

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Beitrag von emieg1 » Mi 20.05.09 19:01

alexander20, leider scheint mir das auch so.

Im Vergleich mit den Exemplaren auf bluewin kommt die Kombination A auf dem Avers und I auf dem Revers bei den Offizinen A,B,G und D vor. Somit kann man IMHO nur ausschliessen, dass A und I Offizinen bezeichnen, denn dies tun ja schon die Buchstaben vor der Angabe des Ortes (hier: SIS).

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Beitrag von alexander20 » Mi 20.05.09 19:06

Eben , eben,

bei den Beizeichen gibt es noch sehr viel wissenschaftlich zu klären. So kann man bisher nur spekulieren.

alexander20

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justus
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Beitrag von justus » Mi 20.05.09 19:11

Jede größere römische Münzstätte war in zwei oder mehr Officinae unterteilt, der ein Officinator vorstand. Auf römischen Münzen der späten Kaiserzeit finden sich an verschiedenen Stellen (oft vor oder hinter dem Münzzeichen, im Feld oder im Abschnitt) Zeichen der Werkstätten, im weströmischen Kaiserreich Zahlen oder Buchstaben: P (prima) für die erste, S (secunda) für die zweite, T (tertia) für die dritte Münzwerkstätte usw. Im oströmischen Reich standen griechische Buchstaben in alphabetischer Reihenfolge, also A (Alpha) für die erste, B (Beta) für die zweite, (Gamma) für die dritte Officina. Die Münzstätte Alexandria soll zeitweise bis zu 20, Antiochia bis zu 15, Rom 12 und Konstantinopel 11 Werkstätten betrieben haben.

http://www.anumis.de/lexikon/o/po019.html

Zur Bedeutung von Buchstaben oder Zeichen auf der Vorderseite kann Euch sicherlich Homer oder Pscipio nähere Auskunft geben.

mfg Justus
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Beitrag von emieg1 » Mi 20.05.09 19:11

Faszinierend solche "Kleinigkeiten"... es gibt auch noch ein M und ein L im Feld auf der Rückseite einiger Prägungen, so dass man grob davon ausgehen darf, dass es sich um Zahlen handelt... aber hier enden auch meine Überlegungen bzw. Deutungen! ;-)

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Beitrag von emieg1 » Mi 20.05.09 19:15

justusmagnus, yeap, diese Offizin-Angabe steht aber nun mal bei den FelTemps von Constantius aus Siscia vor dem Kürzel SIS... und somit scheidet eine Wiederholung im Feld, egal ob Av oder Rev IMHO aus :-)

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Beitrag von Peter43 » Mi 20.05.09 19:44

Im RIC werden sie als Serienkennzeichnungen betrachtet.

Mit freundlichen Grüßén
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Beitrag von emieg1 » Mi 20.05.09 19:50

Serienkennzeichnung? Klingt für mich so nach dem Motto: Ich weiss das nicht wirklich, aber ich möchte dem Kind einen Namen geben... an solchen Stellen könnte ich den RIC erschlagen :evil: :oops:

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Beitrag von Peter43 » Mi 20.05.09 19:51

Wir hatten auch mal einen Thread für diesen Typ: "Neues vom 'Reitersturz'" http://www.numismatikforum.de/ftopic13076.html

Mit freundlichem Gruß
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Beitrag von emieg1 » Mi 20.05.09 19:53

Danke Jochen, den hatte ich eben schon mal "durchgeackert", weil ich hoffte, dort Aufklärung über diese Beizeichen zu erhalten :-)

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quisquam
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Beitrag von quisquam » Mi 20.05.09 20:30

Im RIC sind die Beizeichen nicht nur bloße Serienkennzeichen. Im RIC VIII im Kapitel "The Monetary System" ist auf Seite 62 zu lesen, dass die Buchstaben A und N auf den beiden größeren Nominalen der Zeit 348-354, also den leichteren und schwereren AE2, während der späteren Phase der westlichen Münzstätten nie zufriedenstellend erklärt wurden, aber zweifellos den Namen oder Wert dieser so gekennzeichneten Münzen ausdrücken oder betonen. Beim Buchstaben M bei etwas späteren Münzen der Zeit 350-361 stellen die Autoren die Frage, ob dies einen Wert im Verhältnis 1:1000 zum Solidus ausdrücken könnte.

Es bleiben allerdings alles Vermutungen, und Genaues weiß man wohl tatsächlich nicht.

Zum Beizeichen auf der Rückseite: eschbns Münze aus Siscia gibt es mit I, II, III und LXXII im Feld. Speziell das LXXII sieht mir ebenfalls sehr nach einer Wertangabe 1:72 aus. Aber auch das ist (und bleibt?) natürlich Spekulation.

Grüße, Stefan
Zuletzt geändert von quisquam am Mi 20.05.09 20:41, insgesamt 1-mal geändert.
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