Philippus-Echt ?????

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

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beachcomber
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Beitrag von beachcomber » So 31.05.09 16:27

na, dann besorg dir z.b. mal die büchlein von Dr. ILYA PROKOPOV, da findest du reichlich publizierte fälschungen von philippI+II und gordian(und decius, und severus alexander,den severern,usw,also allen häufigen kaisern).
einfacher hast du es allerding auf den websites von forgerynetwork.com oder forumancient, da hast du sie alle (und noch mehr) in zum teil grossen bildern!
grüsse
frank

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Submuntorium
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Beitrag von Submuntorium » So 31.05.09 16:36

Ich finde ihr habt beide Recht.
Zum einen gibt es zwar viele Fälschungstypen von Philippus, allerdings glaube ich nicht, dass diese Serienmäßig in Massen auftauchen.
Alles wird gefälscht aber Philippus Antoniniane, die Fälschungen sind, sind im Verhältnis zu den Echten eher wenige.
viele grüße,
Submuntorium

alexander20
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Beitrag von alexander20 » So 31.05.09 17:29

hallo beachcomber,

ich habe ja gar nicht bestritten, dass es Fäschungen - auch von sehr häufig vorkommenden Münzen- gibt. Natürlich gibt es die, es gibt ja sogar Fälschungen von Folles, die ja nun wirklich in Unmengen zu ihrer Zeit geprägt wurden. Was ich nur zum Ausdruck bringen möchte und was meine Überzeugung wiederspiegelt ist, dass das Risiko, eine Fälschung zu erwerben, bei nun wirklich sehr häufig vorkommenden Münzen wie eben Antioninianen des GordianIII. doch eher als gering einzustufen ist. Vor 30 oder 40 Jahren hat sich doch kein Sammler beim Kauf läppischer (man verzeihe mir den Ausdruck) Gordian III, Philippus I und II. Antoninianen - außer den wirklich seltenen!- ernsthaft Gedanken darüber gemacht, ob es sich hierbei um Fälschungen oder nicht handelt. Und dazu besteht auch heute noch kein Grund wie ich meine. Von diesen häufigen Antoninianen und auch Folles habe ich zu Beginn meiner Sammeltätigkeit vor über 30 Jahren Zahlreiche erworben und auf Börsen, Auktionen oder Händlern war das Thema Fälschungen bei so häufigen Münzen eben kein erwähnenswerstes Risiko. Wie gesagt, dass es Fälschungen auch bei so häufig vorkommenden Münzen gibt, ist auch von mir selbstverständlich unbestritten.
Es ist lediglich - wie ich meine - ein vernachläßigbar kleines Risiko.
Mir lag auch daran, gerade bei Anfängern im Sammeln römischer Münzen ein wenig die wie ich meine um sich greifende "Fälschungsparanoia" zu nehmen. Wenn man sich bei jedem Stück, das man für ein paar Euro erwirbt, immer auch sofort große Gedanken macht, ob es sich um eine Fälschung handelt oder nicht, dann vergällt das einem die Sammelfreude. Natürlich habe auch ich Fälschungen erworben und Lehrgeld gezahlt, aber das gehört zum Sammeln dazu. Aber würde ich mir bei jedem Stück meiner Sammlung Gedanken um die Echtheit machen, dann hätte ich zumindest keinen Spass mehr am Sammeln.
Aber - wie gesagt- das ist meine ganz persönliche Meinung.

Alexander20

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beachcomber
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Beitrag von beachcomber » So 31.05.09 17:37

Mir lag auch daran, gerade bei Anfängern im Sammeln römischer Münzen ein wenig die wie ich meine um sich greifende "Fälschungsparanoia" zu nehmen. Wenn man sich bei jedem Stück, das man für ein paar Euro erwirbt, immer auch sofort große Gedanken macht, ob es sich um eine Fälschung handelt oder nicht, dann vergällt das einem die Sammelfreude. Natürlich habe auch ich Fälschungen erworben und Lehrgeld gezahlt, aber das gehört zum Sammeln dazu. Aber würde ich mir bei jedem Stück meiner Sammlung Gedanken um die Echtheit machen, dann hätte ich zumindest keinen Spass mehr am Sammeln.
Aber - wie gesagt- das ist meine ganz persönliche Meinung.
da gebe ich dir vollkommen recht!
aber-die mehrheit der anfänger kauft hier leider bei ebay, und da ist das risiko an diese fälschungen zu geraten sehr hoch!
ebay ist heutzutage nur was für erfahrene, oder zumindest gut informierte sammler, und diese informationen können sie sich (z.b.) auch hier holen.
grüsse
frank

alexander20
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Beitrag von alexander20 » So 31.05.09 17:52

Ja beachcomber,

genau das ist es , was ich auch sehr bedauere, dass gerade die Anfänger häufig ihre Sammeltätigkeit mit dem Erwerb von Münzen im Net verbinden. Gerade Anfängern kann ich immer nur wieder raten: Geht auf Börsen, auf Auktionen , tretet Numismatischen Vereinen bei, besucht Museen mit numismatischen Sammlungen ". Vor allem aber fasst die Stücke an, die ihr erwerben wollt, was nur auf Börsen oder Auktionen oder Vereinen geht. Nur und nur so lernt man, Fälschungen zu erkennen. Und dann, erst dann, wenn man genügend Wissen und Erfahrungen gesammelt hat, sollte man sich zum Erwerb von Münzen ins Net wagen wie Du völlig richtig bemerkst und dem ich absolut zustimme.
Und ja natürlich ist dieses Forum für Anfänger - und auch Fortgeschrittene- ein perfektes Podium zum Meinungsaustausch.

Mit freundlichen Grüßen
alexander

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Submuntorium
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Beitrag von Submuntorium » So 31.05.09 17:55

Ich glaube, dass ebay relativ sicher ist, wenn man sehr rudimentäre Fälschungen erkennen kann und bestimmte Verkäufer grundsätzlich meidet. Es gibt teilweise sehr gute Händler(Lanz, sirmium...) und für günstige Bronzen eignet sich ebay fast immer.
viele grüße,
Submuntorium

emieg1
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Beitrag von emieg1 » So 31.05.09 18:04

Bei den Philippianern kann ich aus eigener leidvoller Erfahrung sprechen. Wie schon mal gesagt, erregten sie nicht mal unter dem Stereomikroskop meinen Argwohn; aus den Vertiefungen des Portraits und am Rand musste ich den Grünspan herauskratzen... und hier wurden sie bei Vorstellung auch von niemandem als Fälschungen erkannt. Ich wurde erst stutzig, weil die Portraits stadtrömisch anmuteten, die Münzen aber in Antiochia geprägt sein mussten.

Von daher bin ich natürlich gerade bei diesen Stücken sehr vorsichtig geworden, aber ich würde es nicht als "Fälschungsparanoia" bezeichnen... immerhin "zocke" ich ja auch hin und wieder ;-)

Aber ich verteufele den Kauf im Netz nicht; die allermeisten Fälschungen sind auch von Anfängern mit ein klein wenig Erfahrung gut zu entlarven. Ausserdem gibts bei ebay & Co. auch viele gewerbliche und solvente Händler.

Und summasummarum ists auch ein Rechenexempel: Ich zumindest hab bei ebay viele wirkliche Schnäppchen gemacht. Sollte jetzt wirklich unter 50 Münzen mal eine falsche dabei sein, hab ich unterm Strich noch immer einiges gespart. Also von den Preisen "meiner" letzten Börse in Dortmund war ich echt schockiert...

alexander20
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Beitrag von alexander20 » So 31.05.09 18:08

Hallo submuntorium,

das mag ja alles so sein, aber darum geht es nicht. Meine Aussage geht dahin, dass ich der festen Überzeugung bin, dass es zum Sammeln gehört, Münzen auch anzufassen, sie zu fühlen und zu spüren, sie so auf sich wirken zu lassen. Diese für mich wesentliche Voraussetzung zum sammeln von Münzen bietet das net eben nicht. Es mag sich dann - wei beachcomber richtig sagt- für fortgeschrittene Sammler, Numismatiker eignen, aber sicher nicht für Anfänger. Was meinst Du wieviele schöne, günstige Bronzen oder was auch immer Du sammelst Du auf Börsen oder Tauschtagen erwerben kannst und dort wirst Du - gerade auch als Anfänger- in aller Regel auch noch gut beraten und informiert. Das Risiko, Fälschungen zu erwerben, minimiert sich so. Ganz zu schweigen von den netten persönlichen Kontakten, die sich so über die Jahre und Jahrzehnte ergeben haben.

alexander20

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Beitrag von emieg1 » So 31.05.09 18:24

alexander20, da hast du natürlich nicht ganz unrecht, aber darf ich allerdings auch folgendes zu bedenken geben:

Gute Bilder zeigen schonunglos alle Fehler; mir ist es oft passiert, dass eine Münze, die ich im Netz ersteigert hatte, in der Hand viel schöner wirkt. Bei meiner Börsenerfahrung ist es allerdings genau umgekehrt, obschon ich ein Uhrmacherlupe dabei hatte. Oftmals sind die Lichtverhältnisse dort so schlecht, dass man eine Münze gar nicht intensiv genug prüfen kann. Ausserdem bist du auf Börsen auch nicht unbedingt vor Fälschungen sicher; bloss dort hast du ForgeryNetwork etc. nicht präsent.

Ich gebe es gerne zu: Ich hatte vor dem Kauf der Philippi NICHT bei ForgeryNetwork nachgeschlagen, ergo war es mein persönliches Pech.

Aber bei den Möglichkeiten, die uns cybermässig zur Verfügung stehen, ob es nun dieses Forum oder die Seiten sind, die Fälschungen listen, ist der Kauf im Internet auch relativ risikolos, WENN man die entsprechenden Hilfen auch annimmt :-)

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Beitrag von Submuntorium » So 31.05.09 18:25

Da hast du recht!
Erst heute war ich auf einem Flohmarkt und prompt habe ich einige römische Münzen entdeckt. Darunter auch ein Antoninus Pius Denar. Leider zu teuer (20 euro/erhaltung eher schlecht)
Wie vollständig ist forgerynetwok eigentlich? Kann man sicher sein wenn man die Münze nicht dort entdeckt???
viele grüße,
Submuntorium

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Beitrag von Homer J. Simpson » So 31.05.09 18:37

Nein, es ist ein ständiges Wettrüsten. Fälscher und Fälschungen wachsen nach wie die Köpfe der Hydra.

Homer
Wo is'n des Hirn? --- Do, wo's hiig'hört! --- Des glaab' i ned!

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Beitrag von Submuntorium » So 31.05.09 18:56

Und wie ist es bei einzelnen Münztypen?
Wenn ich zum Beispiel einen Münztyp eines Republik-Denar´s gar nicht als Fälschung finde, kann ich dann sicher sein dass ich da auf keine stoßen werde??
viele grüße,
Submuntorium

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areich
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Beitrag von areich » So 31.05.09 18:59

Natürlich nicht.

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Beitrag von Submuntorium » So 31.05.09 19:06

Vielleicht sollte ich die Frage etwas umformulieren: Kann ich wenigstens einigermaßen beruhigt sein?
viele grüße,
Submuntorium

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Beitrag von emieg1 » So 31.05.09 19:39

Submuntorium, was möchtest du denn jetzt hören? :roll:

Jeden Tag tauchen neue Fälschungen auf, da ist es wohl logisch, dass Seiten wie ForgeryNetwork und Dr. Prokopov keinen Anspruch auf Vollständigkeit stellen können.

Ich kann da nur für mich selbst sprechen: Wenn ich eine Münze via dieser Seiten geprüft, zusätzlich noch einige Vergleichsexemplare bei CoinArchives besehen habe und mich auf meinen gesunden Menschenverstand verlasse, bin ich für meinen Teil "beruhigt" ;-)

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