Caracalla aus Serdica

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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nephrurus
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Beitrag von nephrurus » Do 25.06.09 11:56

oliver67 hat geschrieben:
Peter43 hat geschrieben:Willst Du sie kaufen oder verkaufen? Chandra meint sicher den Preis, den Du beim Verkauf erzielen kannst.
ich möchte nur eine werteinschätzung, sonst nix ;-)
also, was wäre der Preis wenn ich sie verkaufen würde, was ich aber nicht tue, weil ich die Erhaltung für einen Provinzler sehr schön empfinde.
sehr schwer zu beantworten.
ich kann Dir aber sagen, dass ich für diese Münzen, wenn ich sie denn kaufen wollte (ich habe den Typ schon), nicht mehr als 25-30€ ausgeben würde. Dieser Typ ist recht häufig und die Erhaltung aus meiner Sicht eher mässig.

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Chandragupta
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Beitrag von Chandragupta » Do 25.06.09 13:24

Peter43 hat geschrieben:Willst Du sie kaufen oder verkaufen? Chandra meint sicher den Preis, den Du beim Verkauf erzielen kannst.
Irrtum.

Als Sammler meinte ich logischerweise den Preis, den ICH maximal(!) für sowas zahlen würde.

Deshalb stand da in meinem Posting auch was von "Wert liegt immer im Auge des Betrachters", also von der typischen Sammlersicht.

Oder meintest Du den Verkauf von Sammler zu Sammler ohne Händlermarge? Sicher nein, denn sonst machte Deine Frage ja gar keinen Sinn, weil beide Preise dann gleich wären.

Das Stück ist zwar recht häufig, aber das Porträt ist ganz hübsch, der Revers jedoch eher mäßig erhalten. In "richtig vorzüglich" ist sowas dann natürlich auch gleich mal bis zu 80,- Euronen wert.
Numismatische Grüße,

Euer Chandra

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oliver67
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Beitrag von oliver67 » Do 25.06.09 14:48

man sieht, da ist doch eine große Preisspannezwischen 25 und 50, aber sehr interessant eure Zugangsweisen.

Wenn der Typ sehr häufig wäre, denk ich mal, wäre er im Internet gut vertreten, doch leider absolute Fehlanzeige. Auch bei den großen wie coinvac.com, tantaluscoins.com oder coinarchives.

Wenn mir den jemand um 80 in vorzüglich bringen würde, kaufe ich sofort!
und das Reverse ist durchaus noch VF anzusehen, aber das ist auch immer Geschmackssache bzw die Kusnt es so zu fotografieren ;-)


auf jeden Fall hab ich nicht zuviel bezahlt :-)
lg oliver

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areich
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Beitrag von areich » Do 25.06.09 15:15

Das kann man so nicht sagen, besonders bei den Provinzbronzen ist nur ein Bruchteil der Münzen online zu finden. Die Tatsache, daß Du diese Münze nicht findest hat absolut gar nichts zu bedeuten.

Außerdem wird es die meisten Sammler herzlich wenig interessieren, ob diese spezielle Legendentrennung nun seltener ist als eine andere.
Das gleiche gilt für die Averslegende. Wenn man das genug aufdröselt ist natürlich jede Münze selten aber das ist Geschmackssache.
Mich erinnert das zu stark ans Sammeln von Spätrömern wo jeder zusätzliche oder fehlende Punkt gleich eine seltene Variante sein kann.

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nephrurus
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Beitrag von nephrurus » Do 25.06.09 15:21

oliver67 hat geschrieben:man sieht, da ist doch eine große Preisspannezwischen 25 und 50, aber sehr interessant eure Zugangsweisen.

Wenn der Typ sehr häufig wäre, denk ich mal, wäre er im Internet gut vertreten, doch leider absolute Fehlanzeige. Auch bei den großen wie coinvac.com, tantaluscoins.com oder coinarchives.

Wenn mir den jemand um 80 in vorzüglich bringen würde, kaufe ich sofort!
und das Reverse ist durchaus noch VF anzusehen, aber das ist auch immer Geschmackssache bzw die Kusnt es so zu fotografieren ;-)


auf jeden Fall hab ich nicht zuviel bezahlt :-)
mit dieser Einschätzung liegst Du nun vollkommen daneben. umgekehrt wird ein Schuh draus: wäre diese Münze selten oder teuer, würdest du sie auch bei coinarchives finden- oder hast Du bei Gorny, Künker, Rauch, NAC, Lanz, CNG usw. Preise von 20 oder 30 € bzw. $ gesehen???

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oliver67
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Beitrag von oliver67 » Do 25.06.09 15:28

grundsätzlich nicht ganz falsch...

aber...
dieser Münztyp taucht absolut nirgends (und glaub ich mir ich vorgestern stundenlang gesucht) auf!

das würde nach deiner Argumentation bedeuten, dass ein einfacher Constantin auch nirgends auftaucht, weil eben so häufig. und das ist nicht der fall, da gibts tausende Beispiele.
lg oliver

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Beitrag von oliver67 » Do 25.06.09 15:28

achja und ich will damit nicht widersprechen dass die Münze wirklich nur 30 euro wert ist.
lg oliver

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Beitrag von nephrurus » Do 25.06.09 15:33

oliver67 hat geschrieben:grundsätzlich nicht ganz falsch...

aber...
dieser Münztyp taucht absolut nirgends (und glaub ich mir ich vorgestern stundenlang gesucht) auf!

das würde nach deiner Argumentation bedeuten, dass ein einfacher Constantin auch nirgends auftaucht, weil eben so häufig. und das ist nicht der fall, da gibts tausende Beispiele.
erstens kann ich deiner Argumentation absolut nicht mehr folgen und zweitens solltest du die Beiträge weiter oben lesen, dort steht geschrieben, dass diese Münze sehr wohl zitiert wird.

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Beitrag von areich » Do 25.06.09 15:34

Aber natürlich gibt's den Münztyp.
Es mag den nicht mit der Averslegende online geben aber das heißt wirklich gar nichts und interessiert auch außer evt. Spezialsammlern (wenn's die gibt) niemanden so richtig.

http://www.vcoins.com/ancient/ancientca ... 30&large=0

http://www.vcoins.com/ancient/ancientco ... 96&large=0

http://www.vcoins.com/ancient/saylesand ... 58&large=0

'Typ' heißt hier für mich: Großbronze des Caracalla aus Serdika mit Tyche-Revers. Eine andere Averslegende bzw. Trennung der Reverslegende macht keinen anderen Typen daraus.

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oliver67
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Beitrag von oliver67 » Do 25.06.09 15:57

nun wenn ich die ersten beiden preismäßig her nehmen würde, dann könnte ich meine bei dieser Erhaltung ungefähr bei 150 ansetzen... bei vcoins zumindest... ;-)

lieber areich, beim typen muss ich dir aber widersprechen.
es ist ein großer Unterschied ob

AYT K M AYPH ANTΩNINOC
oder
AYT K M AYP CEVH ANTΩNINOC

das ist sicher nicht das gleiche und nicht nur für spezialsammler interessant.
und ich rede hier gar nicht von irgendwelchen Trennungen auf der RS oder zusätzlichen punkten wie von nephrurus mir vorgeworfen wird.

Aber vielleicht ists ja wirklich nur für mich wichtig, dann entschuldige ich mich ob meiner "wirren" Argumentationen :-D
lg oliver

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Beitrag von areich » Do 25.06.09 16:34

Dann haben wir unterschiedliche Definitionen vom Begriff 'Typ'.

Es ist Caracalla, das sind zwei der Averslegenden die man erwarten würde.

Wäre es eine ganz neue Averslegende dann wäre es immer noch kein neuer Typ
aber (wieder nur für spezialisierte Sammler) interessanter.


Schau Dir mal Bellinger an (zu Alexandria Troas). Der unterscheidet nicht zwischen
den Legenden, d.h. eine Nummer kann durchaus mal für 10 verscheiedene Kombinationen von Avers- und Reverslegende stehen. Sein Argument ist, das
ist numismatisch nicht relevant und da ist ja auch was dran.


Leider kann man speziell Ancientcoinart nicht für Preisvergleiche benutzen, er ist ein 'Spaßanbieter'. :)

Andreas

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Beitrag von curtislclay » Do 25.06.09 17:17

Varbanov 2473 ist richtig, nicht 2374; ich habe mich vertippt.

Zu Caracallas Münzen aus Serdica schreibt Ruzicka S. 23 wie folgt:

"Von Caracalla als Caesar sind nur einige Zweier bekannt. Aus der ersten Zeit seiner Mitherrschaft stammen die Vierer mit dem Namen des Statthalters Caecina Largus und einige Zweier mit ganz jugendlichem, lorbeerbekränztem Kopf. Von den übrigen Münzen sind alle mit dem Namen CEVHpoc nach dem Tode seines Vaters geprägt; bei denjenigen ohne diesen Namen ist die Verteilung unsicher."

Ruzicka führt dann 22 Stempel der Vierer (mit und ohne Statthalternamen) auf, 10 ohne CEV(H), 12 mit CEV(H).

Das Fehlen oder Vorhandensein von CEV(H) ist bestimmt von numismatischem Interesse, wird aber den Sammlerwert der Münze, wie ich meine, kaum ändern.

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Beitrag von oliver67 » Do 25.06.09 17:52

Hallo Andreas,

wir wollen ja nicht streiten und ich akzeptiere absolut deine Meinung dazu.
Aber ich komme ja ursprünglich von den Briefmarken, und da wird alles was nicht der Norm entspricht gleich zu einer neuen Abart oder einem unbekannten Typen.

Darum verzeihe meine zu detaillierte Untersuchung dazu :-)
lg oliver

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Beitrag von chinamul » Do 25.06.09 18:04

Eine solche Variantenhuberei findet man heute vor allem bei Eurosammlern.
Ich selbst sammle bei meinen Alexandrinern zwar auch verschiedene Jahrgänge desselben Typs, komme mir dabei aber manchmal doch ein wenig merkwürdig vor.
Bei Reichsmünzen mache ich das in aller Regel nicht.

Gruß

chinamul
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areich
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Beitrag von areich » Do 25.06.09 18:08


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