2€ Münze Monaco 2009

KMS, Gedenkmünzen, Diskussionen über die div. Prägestätten

Moderator: Sebastian D.

Eurosammler2007
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Beitrag von Eurosammler2007 » So 19.07.09 17:23

jannys33 hat geschrieben:die sie brauchen
Wie will eine Bank das abgrenzen und definieren - ohne ihre Kunden zu vergraulen oder gar mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen? Denn schließlich gehört die Versorgung der Bevölkerung mit Bargeld zu ihren Grund- und Pflichtaufgaben (zumindest bei den öffentlichen-rechtlichen Instituten wie Bundesbank und Sparkassen).
Das einzige, was sie tun kann, ist, für die Abgabe größerer Rollenmengen Geschäftsgebühren zu verlangen.

Wenn ich wie "Münzen" vorhätte, mit Sammler-Euros zu spekulieren, dafür ein Gewerbe anmelden würde und dann als Gewerbetreibender noch nicht mal mehr Münzrollen von meiner Bank bekäme (als Kunde bisher in der Regel ja auch noch kostenlos!), dann würde ich aber ganz schnell meine Bank wechseln - samt aller Geschäftsverbindungen!
Mal schauen, was die Bank davon halten oder ob sie sich nicht doch vll. umstimmen lassen und den kleinen Mehraufwand in Kauf nehmen würde... :wink:

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Beitrag von jannys33 » So 19.07.09 17:59

Eurosammler2007 hat geschrieben: ......
Das einzige, was sie tun kann, ist, für die Abgabe größerer Rollenmengen Geschäftsgebühren zu verlangen.
Zum Beispiel.
Eurosammler2007 hat geschrieben: Wenn ich wie "Münzen" vorhätte, mit Sammler-Euros zu spekulieren, dafür ein Gewerbe anmelden würde und dann als Gewerbetreibender noch nicht mal mehr Münzrollen von meiner Bank bekäme (als Kunde bisher in der Regel ja auch noch kostenlos!), dann würde ich aber ganz schnell meine Bank wechseln - samt aller Geschäftsverbindungen!
Mal schauen, was die Bank davon halten oder ob sie sich nicht doch vll. umstimmen lassen und den kleinen Mehraufwand in Kauf nehmen würde... :wink:
Da alle Banken dann vor dem gleichen Problem stehen wirst du wohl keine mehr finden :wink:

Ausser die, die eh schon die Kleingeldversorgung eingestellt haben.
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Sebastian D.
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Beitrag von Sebastian D. » So 19.07.09 18:15

Also ich bezweifel mal das die in gemischten Rollen in ganz Europa ausgegeben werden. Da ist erstmal das Problem das nicht alle Länder 2 Euro Umlaufmünzen ausgeben. Portugal, Frankreich, Deutschland, Österreich, Niederlande so mal als Beispiel. Diese länder wären dann von der Ausgabe gezwungenermaßen ausgeschlossen.

Die Kostenfrage wäre ja auch noch zu klären. Monaco gibt ja Münzen aus um Geld zu verdienen (Münzgewinn). Dann müsste z.b. Spanien die Münzen für 2€ von Monaco abkaufen. Da prägen die sicher eigene Münzen und sacken den Gewinn selber ein ;)

Zudem noch das Problem das die Münzen dann quer durch Europa transportiert werden in Rollen und/oder Säcken. Stellt euch vor die Münzen kommen in der jeweiligen Landesprägestätte an, werden wieder in einen Behälter gekippt dazu noch die nationalen 2er. Dann wird das ganze noch 2-3 mal umgeschüttet damit es schön vermischt ist. Da wirds dann schwer gute kratzerfreie Münzen zu finden...

Also ich denke es ist besser es gibt komplette Rollen irgentwo in Monaco.

Gruß,

Sebastian
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Re: 2€ Sondermünze Monaco 2009

Beitrag von Sebastian D. » So 19.07.09 18:18

Eurosammler2007 hat geschrieben:
Sebastian D. hat geschrieben: ...bei knapp 20°C...einen Becher Glühwein zu trinken.
Naja, das dröhnt dann ja ganz schön... :drinking:

(Nebenbei: ich glaube nicht, dass es auf dem monegassischen Weihnachtsmarkt überhaupt Glühwein gibt. In Frankreich gelten wir Deutschen eh als Kulturbanausen, weil wir den Rotwein erhitzen und mit Zucker und Nelken verpanschen... :wink: )
Jetzt mal nicht meine Aussagen aus dem zusammenhang reißen, am Abend kühlt es relativ schnell ab da am Meer.

Und zu deinem Bedenken das es da keinen Glühwein gibt kann ich sagen das es letztes Jahr welchen gab. ;)

Gruß,

Sebastian
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Beitrag von Eurosammler2007 » So 19.07.09 19:10

jannys33 hat geschrieben: Da alle Banken dann vor dem gleichen Problem stehen wirst du wohl keine mehr finden :wink:

Ausser die, die eh schon die Kleingeldversorgung eingestellt haben.
Und woher sollen kleinere Einzelhändler, die von keiner Geldtransportfirma beliefert werden, dann ihr Wechselgeld bekommen? :?

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Re: 2€ Sondermünze Monaco 2009

Beitrag von Eurosammler2007 » So 19.07.09 19:19

Sebastian D. hat geschrieben: Jetzt mal nicht meine Aussagen aus dem zusammenhang reißen, am Abend kühlt es relativ schnell ab da am Meer.
Du hast nicht geschrieben, dass Du erst am Abend auf den Weihnachtsmarkt gehst... :wink:
Wie auch immer: es sollte eigentlich eh nur ein Scherz sein! :)
Sebastian D. hat geschrieben: Und zu deinem Bedenken das es da keinen Glühwein gibt kann ich sagen das es letztes Jahr welchen gab. ;)
Naja klar, wo es zahlende deutsche Touristen gibt, da gibt es wohl auch Glühwein - die Einheimischen schütteln aber sicher trotzdem ihren Kopf über solche "Unsitten"... :wink:

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Beitrag von Eurosammler2007 » So 19.07.09 19:43

Sebastian D. hat geschrieben: Also ich bezweifel mal das die in gemischten Rollen in ganz Europa ausgegeben werden. Da ist erstmal das Problem das nicht alle Länder 2 Euro Umlaufmünzen ausgeben. Portugal, Frankreich, Deutschland, Österreich, Niederlande so mal als Beispiel. Diese länder wären dann von der Ausgabe gezwungenermaßen ausgeschlossen.
Naja, zunächst einmal ist das mit den nicht ausgegebenen Nominalen ja nicht in jedem Jahr der Fall, und zweitens steht ja auch nirgendwo geschrieben, dass es überall alle Nominale geben muss.

Sebastian D. hat geschrieben: Die Kostenfrage wäre ja auch noch zu klären. Monaco gibt ja Münzen aus um Geld zu verdienen (Münzgewinn). Dann müsste z.b. Spanien die Münzen für 2€ von Monaco abkaufen. Da prägen die sicher eigene Münzen und sacken den Gewinn selber ein ;)
Monaco selbst prägt überhaupt nicht, sondern lässt z. Zt. noch von Frankreich prägen.
An normaler Rollenware für den Umlauf hat der Staat Monaco bisher übrigens noch nie etwas verdient, im Gegenteil: Paris will für den Prägeauftrag ja auch bezahlt werden.
Gewinn gemacht haben mit solchen Münzen bisher nur die Händler, die die Rollen bei den Banken abgeschöpft haben.
Monaco selbst verdient nur an den reinen Sammlerausgaben mit, die mit Aufschlag verkauft werden.

Sebastian D. hat geschrieben: Zudem noch das Problem das die Münzen dann quer durch Europa transportiert werden in Rollen und/oder Säcken. Stellt euch vor die Münzen kommen in der jeweiligen Landesprägestätte an, werden wieder in einen Behälter gekippt dazu noch die nationalen 2er. Dann wird das ganze noch 2-3 mal umgeschüttet damit es schön vermischt ist. Da wirds dann schwer gute kratzerfreie Münzen zu finden...

Also ich denke es ist besser es gibt komplette Rollen irgentwo in Monaco.
Dass das kein logistisches Problem sein muss, zeigt die Vermischung der Gedenkzweierrollen hinsichtlich der Prägestätten bei den BuBa-Filialen in Deutschland.
Dass es technisch leicht umsetzbar ist, haben die Finnen mit der 2 Euro 2004 bewiesen.
Und schließlich geht es der Kommission ja gerade darum, wirklich Münzen in Umlauf zu bringen und nicht noch mehr makellose Sammlerware zur Verfügung zu stellen.

Was wir Sammler lieber hätten - da sind wir die leider die Letzten, die gefragt werden. :(

Und ich weiß wirklich nicht, was besser ist: eine Ausgabe am Bankschalter, die aber letztlich doch wieder fast nur von Händlern abgefischt und vertrieben wird, oder aber eine Ausgabe, von der zwar viel im Umlauf verloren geht und auf diese Weise das Angebot verknappt, dafür aber von jedem Eurostaatsbürger und Sammler zum Nennwert in Rollen gefunden werden kann.
Beides hat sein Für und Wider, günstiger wird es - bei Kauf - sicher weder durch die eine, noch durch die andere Konstellation. Allein die empfohlenen Auflagenerhöhungen könnten für Entspannung bei den Zweitmarktpreisen sorgen.

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Beitrag von Sebastian D. » So 19.07.09 20:24

Eurosammler2007 hat geschrieben:Naja, zunächst einmal ist das mit den nicht ausgegebenen Nominalen ja nicht in jedem Jahr der Fall, und zweitens steht ja auch nirgendwo geschrieben, dass es überall alle Nominale geben muss.
Das sag ich ja auch gar nicht, aber wenn ein Land in diesem Fall jetzt keine 2er ausgib gibts ja keine Ware um die Monaco 2er zu mischen
Eurosammler2007 hat geschrieben:Monaco selbst prägt überhaupt nicht, sondern lässt z. Zt. noch von Frankreich prägen.
An normaler Rollenware für den Umlauf hat der Staat Monaco bisher übrigens noch nie etwas verdient, im Gegenteil: Paris will für den Prägeauftrag ja auch bezahlt werden.
Gewinn gemacht haben mit solchen Münzen bisher nur die Händler, die die Rollen bei den Banken abgeschöpft haben.
Monaco selbst verdient nur an den reinen Sammlerausgaben mit, die mit Aufschlag verkauft werden.
Eine 2 Euro Münze kostet in der Produktion um die 12 Cent. Das wird Monaco auch für die Münzen zahlen. Der Staat Monaco macht die geprägten Münzscheiben ja erst zu Kursgültigen Geld durch die ausgabe und nicht Frankreich. Also gehen die um 1,80€ gewinn an Monaco.
Eurosammler2007 hat geschrieben: Dass das kein logistisches Problem sein muss, zeigt die Vermischung der Gedenkzweierrollen hinsichtlich der Prägestätten bei den BuBa-Filialen in Deutschland.
Dass es technisch leicht umsetzbar ist, haben die Finnen mit der 2 Euro 2004 bewiesen.
Das es nicht geht habe ich ja nicht behauptet, zudem hat Deutschland bzw. die Bundesbank für sowas ja ein Bargeldlogistikzentrum in Mainz. Es stellt nur einen unnötigen (teuren) mehraufwand da. Und wie du schreibst Finnland hat ja auch schon gemichte Rollen gemacht, und die Münzen sehen auch dementsprechend aus. ;)

Gruß,

Sebastian
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Beitrag von jannys33 » So 19.07.09 20:38

Eurosammler2007 hat geschrieben: Und woher sollen kleinere Einzelhändler, die von keiner Geldtransportfirma beliefert werden, dann ihr Wechselgeld bekommen? :?
Ich schrieb ja an die, die es benötigen :wink:

Ich bin auch ein kleiner Einzelhändler wenn man so will und man kennt mich auf meiner Sparkasse :D
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Beitrag von jannys33 » So 19.07.09 20:47

Sebastian D. hat geschrieben:
Das sag ich ja auch gar nicht, aber wenn ein Land in diesem Fall jetzt keine 2er ausgib gibts ja keine Ware um die Monaco 2er zu mischen


Gruß,

Sebastian
Was ist mit den 2ern vergangener Jahre? Die schütten den Sack aus Monaco einfach zum Rollieren zu den alten 2ern die schon im Umlauf waren.
Da machen die sich keine Sammlergedanken, für die ist das Geld :wink:
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Beitrag von Eurosammler2007 » So 19.07.09 22:08

Sebastian D. hat geschrieben:aber wenn ein Land in diesem Fall jetzt keine 2er ausgib gibts ja keine Ware um die Monaco 2er zu mischen
Richtig - ist ja aber auch nicht weiter tragisch, wenns mal ein Jahr lang in einem Staat so wäre, oder?

Sebastian D. hat geschrieben: Eine 2 Euro Münze kostet in der Produktion um die 12 Cent. Das wird Monaco auch für die Münzen zahlen. Der Staat Monaco macht die geprägten Münzscheiben ja erst zu Kursgültigen Geld durch die ausgabe und nicht Frankreich. Also gehen die um 1,80€ gewinn an Monaco.
Das ist so nicht ganz richtig. Geld entsteht nicht aus dem Nichts bzw. nicht aus dem Materialwert der Münzen/Scheine.
Vielmehr bildet es als symbolischer Gegenwert das erwirtschaftete Bruttoinlandsprodukt eines Landes ab (zumindest in der EU, in den USA stehen dem Geld die Goldreserven gegenüber).
Die Prägekosten sind diesem symbolischen Gegenwert immer noch aufzuschlagen. Ein 2-Euro-Stück kostet also eigentlich 2,12 Euro: 2 Euro hat Monaco (über Frankreich) als BIP in die EU einzubringen, 12 Cent müssen an die Prägestätte gezahlt werden. Die Prägekosten finanziert der Staat, Deutschland dementsprechend aus Steuermitteln, Monaco - in Ermangelung von Steuereinnahmen - aus anderen Staatseinnahmen, z. B. aus den Gewinnen von Sammlerausgaben... :wink:
Auch bringt Monaco mit seinen Münzen ja nicht wirklich zusätzliches Geld in Umlauf (was Inflation bedeuten würde), sondern knappst es von Frankreich ab, das im Gegenzug auf 0,002 % seiner Münzemmission verzichtet.

Sebastian D. hat geschrieben: zudem hat Deutschland bzw. die Bundesbank für sowas ja ein Bargeldlogistikzentrum in Mainz. Es stellt nur einen unnötigen (teuren) mehraufwand da.
In einem Land, das ein derartig hohes Bargeldaufkommen hat wie Deutschland (das höchste in ganz Europa!), kommt man ohne Logistikzentrum gar nicht aus.
Übrigens ist Deutschland dadurch geradezu prädestiniert, die Kleinstaatenmünzen mit in Umlauf zu bringen. Es verfügt bereits über die notwendigen logistischen Einrichtungen und müsste dafür keinen nennenwerten Mehraufwand mehr betreiben.
Auch was die Bargelddiffusion angeht, ist kaum eine Münze in Europa so verbreitet wie der deutsche Euro, was an der hohen Bargeldquote und Gesamtgeldmenge, aber auch an der Tatsache liegt, dass Deutschland Haupt-Transit- und Touristenland Nr. 1 in Europa ist.
Für eine gute Durchmischung und europaweite Verbreitung der Kleinstaatenmünzen wäre also nichts so gut geeignet wie das Hineinmischen in deutsche Rollenware. 8)

Sebastian D. hat geschrieben: Finnland hat ja auch schon gemichte Rollen gemacht, und die Münzen sehen auch dementsprechend aus. ;)
Also, mein Stück ist nahezu makellos. 8)
Es kommt halt drauf an, ob man mit seiner Münze Glück oder Pech hat. Häufig sind die Münzen in schlechtem Zustand auch die Endstücke der Rolle gewesen. Gute Händler sortieren die aus und gehen damit Einkaufen. :wink:
Aber bei den Marktpreisen der 2 Euro "EU-Erweiterung" überlegt sich ein Händler das wohl leider zweimal... :(

Doch habe ich aus anderen Ländern schon schlimmere bankfrische Ware gesehen. Ganz im Gegenteil: Finnland ist eigentlich bekannt für seine gute Prägequalität (wenn auch in letzter Zeit leider wieder etwas nachlassend).

Wie gesagt: dem Schutz von Münzen, die eigentlich nur für den Umlauf bestimmt sind, schenkt man in der Prägestätte eh kaum Beachtung. Ich möchte gar nicht wissen, wie oft die irgendwo rein- oder rauffallen und dadurch unsanft mit anderen Münzen in Berührung kommen, bevor sie endlich mal in Rollen fixiert sind (und bei Beutelware geht das Geschrabbel dann ja erst richtig los...). :scrambleup:
Da kommt es auf einmal mehr oder weniger Umschütten und Durchmischen, glaube ich, auch nicht mehr an. :|
Zuletzt geändert von Eurosammler2007 am So 19.07.09 22:40, insgesamt 3-mal geändert.

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Beitrag von Eurosammler2007 » So 19.07.09 22:23

jannys33 hat geschrieben: Ich schrieb ja an die, die es benötigen :wink:
Wie wäre das ggf. nachzuweisen? Durch Vorlage eines Gewerbescheins? :?
Also, konsequent wäre es ja: wer regelmäßig in großen Mengen Münzrollen durchsucht, nur um mit seinen Funden zu spekulieren, sollte dafür durchaus ein Gewerbe anmelden und Steuern zahlen... 8)

jannys33 hat geschrieben: Ich bin auch ein kleiner Einzelhändler wenn man so will und man kennt mich auf meiner Sparkasse :D
Oder eben Nachweis durch persönliche Bekanntschaft - dann noch gelegentlich den Filialleiter auf ein Eis einladen und alles ist paletti... :mrgreen:

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Beitrag von Eurosammler2007 » So 19.07.09 22:34

jannys33 hat geschrieben: Was ist mit den 2ern vergangener Jahre? Die schütten den Sack aus Monaco einfach zum Rollieren zu den alten 2ern die schon im Umlauf waren.
Das wäre in der Tat eine Lösung für jene Jahre, in denen das betreffende Land das entsprechende Nominal nicht für den Umlauf prägt.
Andererseits wäre das aber auch ein absolutes Novum: in gemischte Rollen kam bisher immer nur zirkulierte Ware und auch bankfrische Münzen sind beim Rollieren bisher immer unter sich geblieben.
Gut, es gibt zwar mal das eine oder andere fast unberührte Exemplar in Mischrollen, aber auch das muss bereits - wenn auch vll. nur sehr kurz und "schonend" behandelt - in Umlauf gewesen sein.
Umgekehrt findet man aber nie zirkulierte Münzen in ansonsten bankfrischen Rollen, was meine These zusätzlich unterstützt.

jannys33 hat geschrieben: Da machen die sich keine Sammlergedanken, für die ist das Geld :wink:
Ja, unerhört, jedoch leider Realität.
Aber wenn wir ehrlich sind, werden wir zugeben müssen: so völlig Unrecht haben sie damit ja nicht... :wink:

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Beitrag von Sebastian D. » So 19.07.09 23:05

Eurosammler2007 hat geschrieben: Das ist so nicht ganz richtig. Geld entsteht nicht aus dem Nichts bzw. nicht aus dem Materialwert der Münzen/Scheine.
Vielmehr bildet es als symbolischer Gegenwert das erwirtschaftete Bruttoinlandsprodukt eines Landes ab (zumindest in der EU, in den USA stehen dem Geld die Goldreserven gegenüber).
Der US-Dollar ist seit 1971 nicht mehr an die Goldreserven der USA gekoppelt und der Euro war es nie in Europa. Aktuell bauen viele Staaten ihre Goldreserven sogar ab, Deutschland gibt ja aktuell jedes jahr ein paar Tonnen Gold als 100er heraus.
Eurosammler2007 hat geschrieben: Die Prägekosten sind diesem symbolischen Gegenwert immer noch aufzuschlagen. Ein 2-Euro-Stück kostet also eigentlich 2,12 Euro: 2 Euro hat Monaco (über Frankreich) als BIP in die EU einzubringen, 12 Cent müssen an die Prägestätte gezahlt werden. Die Prägekosten finanziert der Staat, Deutschland dementsprechend aus Steuermitteln, Monaco - in Ermangelung von Steuereinnahmen - aus anderen Staatseinnahmen, z. B. aus den Gewinnen von Sammlerausgaben... :wink:
Auch bringt Monaco mit seinen Münzen ja nicht wirklich zusätzliches Geld in Umlauf (was Inflation bedeuten würde), sondern knappst es von Frankreich ab, das im Gegenzug auf 0,002 % seiner Münzemmission verzichtet.
Soviel ich weiß hat die EU zur Euroeinführung mit den Kleinstaaten und den dazugehörigen Ländern Verträge abgeschlossen, San Marino und der Vatikan bekamen fixe Ausgabevolumen zugeteilt und Monaco einen %-Satz von 0,002% von der Ausgabemenge von Frankreich, wie du schreibst. Jedoch ist der %-Satz nicht der Summe der französischen Ausgabemenge abzuziehen. Siehe dazu Artikel 4 Absatz 1 und Artikel 5 absatz 1 der Währungsvereinbarung die geschlossen wurde:
Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften hat geschrieben:Artikel 4
(1) Das Fürstentum Monaco kann vom 1. Januar 2002 an Euro-Münzen in einem Umfang ausgeben, der 1/500 der Anzahl der in Frankreich geprägten Münzen entspricht.

Artikel 5
(1) Für die Zwecke der Genehmigung des Gesamtumfangs der Münzausgabe Frankreichs durch die EZB gemäß Artikel 106 Absatz 2 des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft wird der Jahresumfang der vom Fürstentum Monaco ausgegebenen Euro-Münzen dem Umfang der Münzausgabe Frankreichs hinzugerechnet.
Also für jede 500 Euro die Frankreich ausgibt darf Monaco einen Euro ausgeben. Da der Euro wie ich oben erwähnte nicht an Gold gekoppelt ist gibt es auch Inflation, was es bei einer Goldgestutzten Währung nicht geben kann, da ja nicht mehr Geld ausgegeben werden kann als Gold da ist.
Die Inflationsrate in der EU ist aktuell auch auf einem Tiefpunkt angelangt. Siehe dazu auch die Seite der EZB

Aber wir Schweifen zuviel vom eigentlichen Thema ab....

Gruß,

Sebastian
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Beitrag von jannys33 » So 19.07.09 23:11

Eurosammler2007 hat geschrieben:.............
Andererseits wäre das aber auch ein absolutes Novum: in gemischte Rollen kam bisher immer nur zirkulierte Ware und auch bankfrische Münzen sind beim Rollieren bisher immer unter sich geblieben.
.........
Es gab/gibt auch Sackware die dann mit zirkulierten Münzen rolliert wurden/werden.

Ob das heute noch passiert weis ich allerdings nicht, da die Münzen bereits in der Prägestätte rolliert werden.

Da die Münzen aus Monaco dann ja nicht in zB. dt. Prägestätten landen, sondern bei den BuBa´s und die nur zirkulierte Münzen Rollen wären sie dann echte Umlaufware.

Lassen wir uns überraschen.
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