Medaille Thierschutzverein Böhmen?

Diskussionen rund um Medaillen, Medailleure, Jetons, Rechenpfennige

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Zwerg
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Beitrag von Zwerg » Mi 26.08.09 21:49

Michael Beckers ist als Piefke übrigens geborener Mönchengladbacher und spricht auch jetzt noch nicht andeutungsweise Wienerisch.

Der "Piefke" geht wahrscheinlich auf den Director der gesamten Musikchöre des III. Armeekorps Johann Gottfried Piefke zurück. Als Marschkomponist bekannt durch „Preußens Gloria“, den „Düppeler Schanzen-Marsch“ und nicht zuletzt den „Königgrätzer Marsch“, komponierte nach dem Sieg der preußischen Truppen über die Österreicher in der Schlacht bei Königgrätz am 3. Juli 1866.

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KarlAntonMartini
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Beitrag von KarlAntonMartini » Mi 26.08.09 21:55

Naja, nach zwei Minuten ergab google, daß die fragliche Medaille in: Fiala,Eduard.,
Beschreibung der Sammlung Böhmischer Münzen und Medaillen des Max Donebauer.
auf S. 570 beschrieben ist. - Das Buch müßte im Dorotheum eigentlich im Regal stehen. Mich haben die auch mal enttäuscht. Ich hab ja vor Jahren eine wissenschaftliche Biografie geschrieben und hatte herausgefunden, daß das Adelsdiplom des Betreffenden dort versteigert worden war. Auf meine Anfrage gabs auch nur eine dumme Antwort. Ich habe den Eindruck, daß die Kulturgüter so handeln wie andere Konservendosen. Grüße, KarlAntonMartini
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*EPI*
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Beitrag von *EPI* » Do 27.08.09 09:32

Ich kann die Jungs auch verstehen. Die werden mit Bestimmungs- und Expertiseanfragen (kostenfrei) von Leuten sicherlich überschüttet.

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Patlin
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Beitrag von Patlin » Do 27.08.09 10:51

Hallo EPI,

dort arbeiten nicht nur Jungs :wink:

Das führende Auktionshaus in Österreich ist für seine Sammler/ Interessenten
einfach nicht da und das finde ich traurig. Es geht dabei nicht um eine Expertise,
welche überall Geld kostet. Leider habe ich mit dem Dorotheum
auch so meine Erfahrungen machen müssen und die waren nicht immer gut.
Hier in Deutschland kann ich mich jeder Zeit an die Auktionshäuser ,
wie Künker zum Beispiel , wenden. Dort versucht man, auch wenn es nicht immer
gleich klappt , zu helfen.

LG

Patlin

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Lutz12
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Beitrag von Lutz12 » Do 27.08.09 11:57

Naja, man muß auch mal die Kirche im Dorf lassen, die Medaillen im 19. Jh. sind nicht in der Häufigkeit geprägt wurden, wie es heute bei Souvenirmedaillen oder "Sammler"-Serien passiert. (Fast) jede Ausstellung hat eigene Preismedaillen gehabt, deren Auflage je nach Bedeutung und Größe der Ausstellung variiert. Im Vergleich zu vielen modernen Medaillen würde man (nach heutigen Vorstellungen) dahin tendieren fast alle diese Medaillen als selten zu bezeichnen - nur die Zahl der Sammler hält sich auch in Grenzen. Da die Medaillen-Literatur (ja es existiert durchaus welche) nicht in jedermanns Besitz ist, kann man sich manchmal einen Wolf suchen. Da es vielen Münzsammlern nicht bekannt ist: wenn man eine Münze sucht reicht normalerweise 1 (ein) Weltmünzkatalog - wenn man eine Medaille sucht braucht man u.U. mehrere Meter Kataloge und Bücher. Solche Stücke dabei aber gleich in den Rang einer Seltenheit zu heben entspricht mehr dem Wunschdenken des Besitzers. Große Auktionshäuser würden Medaillen in dieser Erhaltung wohl kaum einzeln in ihren Auktionen anbieten, das ist eher typische Lotware - interessant - aber mit Erhaltungsmacken. Das entschuldigt natürlich nicht den erlebten Umgang des Dorotheums mit Anfragen.
Gruß Lutz
PS: ich hatte noch nie direkt mit dem Dorotheum Kontakt, aber ist es nicht ein Kunstauktionshaus, also nicht auf Numismatik spezialisiert?
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Beitrag von Patlin » Do 27.08.09 12:11

Hallo Lutz,

es gibt mittlerweile mehrere Filialen und das nicht nur in Österreich.

http://www.dorotheum.com/

LG

Patlin

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Lutz12
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Beitrag von Lutz12 » Do 27.08.09 15:59

Hallo Patlin,
das beantwortet mir die Frage nach Ansprechpartnern - ein "echter" Münzhändler ist dann wohl der bessere Anlaufpunkt in numismatischen Fragen. :wink:
Gruß Lutz
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Beitrag von Zwerg » Do 27.08.09 21:15

Warum wendet ihr euch nicht an die entsprechenden Museen? - oder an numismatische Institute?

Die dort tätigen Wissenschaftler werden vom Staat - also von jedem von uns - bezahlt und sollten auch die entsprechenden Fachleute haben.

Beste Grüße
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Beitrag von Fallbeil » Fr 28.08.09 12:33

...na hier ist ja plötzlich die Post abgegangen :D
Viele Infos, danke. Ich werd es die nächsten Tage mal weiter probieren.
Nachtrag: soeben habe ich eine Email an das numismatische Institut der Uni Wien geschickt.

Zu der Sache mit den Dorotheum: ich glaube auch, die Jungs dort wollen/müssen verdienen und können sich nicht für jede Email ins Zeug legen und Arbeitszeit verbraten. Dennoch halte ich die Email für schlicht unhöflich.

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Beitrag von Numis-Student » Sa 29.08.09 01:22

Fallbeil hat geschrieben:...
Nachtrag: soeben habe ich eine Email an das numismatische Institut der Uni Wien geschickt.
...
Da bin ich ja schon gespannt, an wen diese Mail zur Bearbeitung weitergereicht wird :roll:
Schöne Grüße,
MR

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Beitrag von Fallbeil » Di 15.09.09 15:20

... schlussmeldung
Bisher keine Reaktion von der Uni erhalten, das wird wahrscheinlich auch so bleiben, falls nicht, stelle ich das für alle Interessierten hier ein. Muss mich wohl damit abfinden, dass ich ein wertloses Stück Bronzeschrott mein Eigen nenne :)

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Beitrag von Patlin » Mi 16.09.09 21:10

Finde Dich damit nicht ab :!:
Versuche doch mal über die Münzhändler etwas in Erfahrung
zu bringen, vielleicht kommst Du dann weiter.

http://www.sammeln.at/haendler/muenzen.htm

LG

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KarlAntonMartini
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Beitrag von KarlAntonMartini » Mi 16.09.09 21:19

Fallbeil hat geschrieben:... schlussmeldung
Bisher keine Reaktion von der Uni erhalten, das wird wahrscheinlich auch so bleiben, falls nicht, stelle ich das für alle Interessierten hier ein. Muss mich wohl damit abfinden, dass ich ein wertloses Stück Bronzeschrott mein Eigen nenne :)
Ja, was genau möchtest du jetzt noch wissen, es sind doch, soweit ich sehe, hier deine Fragen weitgehend beantwortet worden. Einen exakten Preis wird dir keiner sagen können. Grüße, KarlAntonMartini
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