Bitte um Hilfe beim Bestimmen

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

Comte
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Bitte um Hilfe beim Bestimmen

Beitrag von Comte » Sa 26.09.09 23:47

Hallo,

die Münze hat kein Wert, aber es ist interresant , wer auf der abgebildet ist. Die Legende kann ich auch nicht rekonstruieren.

die Munze ist 15 mm im Durchmesser.

Danke im Voraus

imperator44
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Beitrag von imperator44 » Sa 26.09.09 23:50

Das scheint mir ein Septimius Severus zu sein, allerdings keine reichsrömische Prägung.
Schöne Grüße vom imperator44

Comte
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Beitrag von Comte » Sa 26.09.09 23:57

Ich tendiere auch zu Septimus Severus... Wenn man annimt, dass es eine Provinz-Münze ist. Dann klappt es alles.

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Pscipio
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Beitrag von Pscipio » So 27.09.09 00:22

Comte hat geschrieben:man annimt, dass es eine Provinz-Münze ist. Dann klappt es alles.
Interessanter Kommentar ;)

Septimius ist richtig, müsste Markianopolis sein.
Nata vimpi curmi da.

Comte
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Beitrag von Comte » So 27.09.09 00:27

Pscipio hat geschrieben:
Comte hat geschrieben:man annimt, dass es eine Provinz-Münze ist. Dann klappt es alles.
Interessanter Kommentar ;)

Septimius ist richtig, müsste Markianopolis sein.
Wie hast du es bestimmt. Wo liegt das Geheimnis? :oops:

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Beitrag von Pscipio » So 27.09.09 00:33

Na ja, der Name der Stadt steht ja hinten drauf, allerdings natürlich in griechischer Schrift, und weil die Münze zu stark gereinigt wurde, ist sie etwas schwer zu lesen.
Nata vimpi curmi da.

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Peter43
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Beitrag von Peter43 » So 27.09.09 00:37

Septimius Severus aus Markianopolis.
Av. AV KL CEP - CEVHROC, Kopf belorbeert n.r.
Rv. MARKIAN - OPOLITWN, Adler nach vorn stehend, Kopf n.r., ohne Kranz im
Schnabel
a) AMNG I/1, 593 var. (hat nur AV KL CE - )
b) Hristova/Jekov No. 6.14.1.18 var. (zitiert AMNG 593)
c) Varbanov (engl.) 728 var. (zitiert AMNG 593)

So ist es doch noch eine nette Münze!

Mit freundlichem Gruß
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Comte
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Beitrag von Comte » So 27.09.09 00:43

Pscipio hat geschrieben:Na ja, der Name der Stadt steht ja hinten drauf, allerdings natürlich in griechischer Schrift, und weil die Münze zu stark gereinigt wurde, ist sie etwas schwer zu lesen.
Warum steht es dan auf griechisch, wenn es eine r. Münze ist? Wiederentdeckung des Helleninismus? :?


ps: die Münze habe ich gar nicht gereinigt, sie war halt so. :lol:

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Beitrag von Comte » So 27.09.09 00:44

Peter43 hat geschrieben:

So ist es doch noch eine nette Münze!


was meinst du damit?.. Wieder eine Münze zum wegwerfen?

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Peter43
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Beitrag von Peter43 » So 27.09.09 01:10

Ich verstehe nicht, wie man meinen Kommentar mißverstehen kann. :roll:

Die römischen Provinzialmünzen im Bereich des griechisch sprechenden Imperiums, bis auf die Kolonialstädte, haben in der Regel griechische Legenden. Deshalb werden sie im Englischen auch als Greek Imperial bezeichnet.

Mit freundlichem Gruß
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Beitrag von Comte » So 27.09.09 01:18

Peter43 hat geschrieben:Ich verstehe nicht, wie man meinen Kommentar mißverstehen kann. :roll:

Die römischen Provinzialmünzen im Bereich des griechisch sprechenden Imperiums, bis auf die Kolonialstädte, haben in der Regel griechische Legenden. Deshalb werden sie im Englischen auch als Greek Imperial bezeichnet.

Mit freundlichem Gruß
Sorry Peter 43. Aber ich bin oft wegen diesen nicht so gut erhaltenen Münzen verspottet. :oops:

Welche Sprachen kann man noch auf R.Münzen finden..?? :roll:


Danke

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Beitrag von Peter43 » So 27.09.09 02:17

Eine interessante Frage!
Mir sind bisher untergekommen, selten, phönikische Buchstaben (z.B. in Gaza) und hebräische Legenden in Judäa zur Zeit des Bar Kochba-Aufstandes.
Nehmen wir das Buch von Sear als Maßstab dafür, was Provinzialmünzen sind, dann gibt es noch folgende:
- aramäische Inschriften auf Münzen der Nabatäer und in Elymais
- Himyaritische Inschriften in Arabia Felix
- Estranghelo in Edessa (unter römischem Protektorat)
- parthisch bei Mithradates und Nachfolgern
- Chaldäisch-Pahlevi in Elymais

Dies waren alles Königreiche unter römischem Einfluß, die häufig griechische und lokalsprachliche Inschriften benutzten.

Mit freundlichem Gruß
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Beitrag von areich » So 27.09.09 12:19

Es gibt einen Unterschied zwischen schlecht erhalten und brutal gereinigt (auch wenn Du es nicht warst). Ich habe fast immer lieber eine abgenutzte Münze mit
schöner Patina als eine blankgescheuerte. Verspotten sollte man deswegen niemanden, schlecht erhaltene (und damit billige) Münzen sind eine gute Sache für einen neuen Sammler. Wenn man allerdings selbst Münzen 'totreinigt', wird man mit Kritik rechnen müssen und das ist auch richtig so.

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Beitrag von Iulia » So 27.09.09 13:30

Frage an Peter43:
Seit wann waren Parthien und Elymais unter römischem Einfluss?? :)

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Beitrag von Peter43 » So 27.09.09 13:49

Ich wußte, daß diese Frage kommt! Deshalb habe ich ausdrücklich geschrieben:
Peter43 hat geschrieben:Nehmen wir das Buch von Sear als Maßstab dafür, was Provinzialmünzen sind...
Mit freundlichem Gruß
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