Gewicht aus Münze

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Posa
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Beitrag von Posa » Di 13.10.09 21:15

Ach du grüne Neune!

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antoninus1
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Beitrag von antoninus1 » Mi 14.10.09 09:24

Vielleicht diese hier:

http://rpc.ashmus.ox.ac.uk/coins/3731/? ... ns=&rno=78

Wäre ein Commodus, passt von der Beschreibung und den technischen Daten.

Kann sich aber einer das große Gamma erklären? Das ist doch schon im Stempel und nicht nachträglich in die Münze geschnitten, oder?

Kann einer im Lindgren III nachsehen?
Gruß,
antoninus1

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Posa
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Beitrag von Posa » Mi 14.10.09 11:04

antoninus1, da stimmen leider zu viele Varianten nicht überein, allein die Legenden.
Was mich bei unserem Original massiv irritiert, ist, dass ich der Legende keinerlei Sinn entnehmen kann. Vorne nicht, hinten nicht. Mittlerweile sagt mein Bauch eher Kleinasien.... aber der hat schon viel gesagt
Das Gamma ist sicherlich nicht hachträglich hinzugekommen und nach dem Portrait zu gehen ist bei Provinzialrömern selbst innerhalb einer Stadt und einer Regierung mitunter eine böse Sackgasse. Der Kerl hier sieht aus wie Commodus oder Mark Aurel, kann aber Gordian I,II,III, Elagabal oder Sept. Severus sein.

Posa

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Pscipio
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Beitrag von Pscipio » Mi 14.10.09 13:04

Ein Gamma im Feld ist normalerweise ein Wertzeichen = 3 (Assaria?) und kommt häufig auf dem Balkan vor, wobei es hier schon etwas gross ausgefallen ist, und die Münze wäre für ein 3 Assaria-Stück etwas klein. Man kann bei vielen Provinzmünzen den Kaiser im Porträt erkennen. Ob das hier mal möglich war, ist schwer zu sagen, die Münze ist jedenfalls so stark beschädigt, dass es schwierig wird.

Ich schaue mir die Münze sonst gerne mal in der Hand an, falls wir hier nicht weiterkommen.

Lindgren III 589 / 589a ist es nicht.

Gruss, Pscipio
Zuletzt geändert von Pscipio am Mi 14.10.09 13:06, insgesamt 1-mal geändert.
Nata vimpi curmi da.

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Beitrag von antoninus1 » Mi 14.10.09 13:05

Posa hat geschrieben:antoninus1, da stimmen leider zu viele Varianten nicht überein, allein die Legenden.
Was mich bei unserem Original massiv irritiert, ist, dass ich der Legende keinerlei Sinn entnehmen kann. Vorne nicht, hinten nicht...
Posa
Da geht´s mir genauso :)
Drum habe ich die bei meiner Suche nicht so beachtet.
Gruß,
antoninus1

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Beitrag von Posa » Mi 14.10.09 19:20

Man kann bei vielen Provinzmünzen den Kaiser im Porträt erkennen.
Ist klar, Pscipio, Ich dachte da z.B. an Antiochia/Pisidia; da sieht Volusianus aus wie Gallienus und der bisweilen wie Claudius Gothicus und keiner sieht so aus, wie man ihn von Reichsprägungen kennt. :)

http://hobbyblog.blogspot.com/2005_09_25_archive.html

Posa

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Beitrag von Pscipio » Fr 30.10.09 14:18

Ich habe mir das Stück nun in der Hand angeschaut. Auf der Rückseite kann man knapp (Δ)EΩN lesen, und nachdem mich das auf die Möglichkeit Nikomedia gebracht hat, konnte ich dahinter ΔIC erahnen. Damit handelt es sich meiner Meinung nach zweifellos um Nikomedia, das im 3. Jh. 2 Neokorien verzeichnete. Die Legende lautet [NIKOMH]ΔEΩN ΔI[C NEΩKOPΩN]. Obgleich die Vorderseitenlegende kaum zu lesen ist, vermute ich Trajan Decius, 249-251. Damit wäre es SNG Aulock 851, das ebenfalls ein Γ im Feld aufweist.

Gruss, Pscipio
Nata vimpi curmi da.

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