Das ist doch wohl der Hammer!

Keltische Münzen

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cepasaccus
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Beitrag von cepasaccus » Fr 08.01.10 16:38

6.5g hoert sich aber schon mal ganz gut an. Wobei sich die Formulierung "Beim Juwelier geprüft, das es sich um Gold handelt." ganz schlecht anhoert. Das kenne ich so nur bei betruegerischen Verkaufen von WRL-Kopien.
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indiacoins
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Beitrag von indiacoins » Fr 08.01.10 17:12

Ich gehe eigentlich davon aus, wenn mir als Laie einige antike Goldmünzen zukommen, egal welche, ich mich erstmal auf die Socken mache und irgendwo nachforsche, denn Goldmünze = Klick= wertvoll!!!
Ich würde soetwas niemals unbestimmt ausgerechnet bei Ebay versteigern, sondern in ein Auktionshaus mit Prüfer bringen.
Alleine schon, um alle möglichen Interessenten zu erreichen, die auch möglichst viel bezahlen würden.
Ausserdem möchte ich sicher sein, daß nicht irgendwann eine Anzeige kommt, weil ich eventuell Falschgeld angeboten habe.

Was mich bei den Ebayauktionen auch nachträglich wundert, ist, daß da keiner der extrascharfen Ebay-Kulturschützer zugeschlagen und die Auktionen gelöscht hat, wenn da gleich mehrere seltene, vorallem keltische Münzen veräußert werden sollen, und nun gar nichts über deren Herkunft dabeisteht?

Frage:
Wurden keltische Goldmünzen gegossen oder wurden sie mit einem Prägestempel geschlagen?
Zuletzt geändert von indiacoins am Fr 08.01.10 17:25, insgesamt 1-mal geändert.

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cepasaccus
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Beitrag von cepasaccus » Fr 08.01.10 17:23

Die einzigen gegossenen Keltenmuenzen sind die Potinmuenzen. Alles andere wurde gepraegt.
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Beitrag von indiacoins » Fr 08.01.10 17:26

Ja, danke, das wollte ich hören. Denn ich glaube, daß letzte genannte Goldmünze einige Gussspuren aufweist.Aber ich habe noch nie eine keltische Goldmünze in meinen Händen gehabt , um vergleichen zu können.

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cepasaccus
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Beitrag von cepasaccus » Fr 08.01.10 17:37

Dann kannst du nur mit den Fotos bei acsearch vergleichen. Ich hab nichts anderes gutes gefunden.
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Beitrag von indiacoins » Fr 08.01.10 17:40

Ich habe jetzt angefragt, ein hochaufgelöstes Foto der Münze anzufertigen.Und warte darauf.

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Beitrag von areich » Fr 08.01.10 18:12

Kann man sowas überhaupt 'Goldmünze' nennen bei 6% Gold?
Im Bild sehe ich keine Spur von goldener Farbe, ich hätte auf eine patinierte Bronzemünze getippt.

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Beitrag von cepasaccus » Fr 08.01.10 18:41

Also Schmuck mit 6% Gold duerfte heute nicht als Goldschmuck verkauft werden. Aber eine Muenze aus 6%igem Gold ist jetzt wertvoller als eine gleichen Gewichts aus 100%igem Silber. Deswegen kann man das Gold darin sicher als wichtigsten Legierungsbestandteil bezeichnen. Bei Silber haette man es Billon genannt. Fuer Gold haben wir sowas nicht, aber ich denke "Base AV" oder "Debased AV" trifft es ganz gut.
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Beitrag von diwidat » Fr 08.01.10 19:02

Mit meinem Beitrag möchte ich die Stempelmarkendiskussion nicht stören, sondern nur meinen eigenen unbedeutenden Senf dazu geben.

Vor Jahren ist aus eine deutschen Universität mit einer numismatischen Fakultät der Rest einer Talersammlung auf mich überkommen, der aus einer Begutachtung eines Nachlasses übrig geblieben war.

Es handelt sich um 58 Talerfälschungen, die von einem älteren Herrn zusammen getragen wurden (offensichtlich die meisten von einunddemselben Münzenhändler). Viele Stücke Münzen sind teils offiziellen Nachprägungen von Sparkassen und Banken und hatten nach Gesetz ihre Jahrespunzen oder Copy Vermerke (vertieft! und erhaben).

Diese Vertiefungen sind ausgeschliffen - und um den Eingriff bei den meistens in PP geprägten Münzen zu vertuschen, die Münzen gesandstrahlt worden (das war hier mal ein Thema).
Auf den ersten Blick sehen sie (fast) unverdächtig aus.

Aufgefallen ist es hauptsächlich, weil der Fälscher in der Serie einige übersehen - oder einfach ignoriert hat, die nicht bearbeitet wurden.

Die Kaufvermerke des Sammlers sind immer noch bei den Münzen, die so im Bereich von 200 bis 500 DM gekostet haben.

Was sagen einige Forenianer immer -> man lernt nie aus.

Viel Erfolg bei der Klärung zu der Keltenmünze

wünscht diwidat
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Beitrag von cepasaccus » Fr 08.01.10 20:00

diwidat, wir lesen deinen unbedeutenden Senf doch immer gerne! (PS: Und noch mehr Postings koennen der Keltensparte nicht schaden.)

Eigentlich ist das in deinen Fotos ziemlich diletantisch gemacht. Ein bischen anderes Thema aber doch vergleichbar: Es gibt Faelle bei denen ein Jahrgang ploetzlich viel wertvoller ist bloss weil eine Ziffer unterschiedlich ist. Da kann man durch ähnliche Manipulationen viel Geld verdienen, nur dass man eben eine erhabene Ziffer durch eine andere erhabene ersetzen muss. Und es gibt echt Werke die rein optisch nicht mehr als Manipulation erkennbar sind. Da kommt Metall drauf und dann wird die neue Ziffer irgendwie herausgearbeitet. Dadurch ist die Materialzusammensetzung anders was zum Beispiel bei einer Roentgenfloureszenzanalyse auffaellt. Eine Analyse lohnt sich zwar eher bei teuren Muenzen, aber das gleiche gilt fuer die Manipulation.

Ich glaube deshalb, dass man gegen Manipulationen machtlos ist. Gegen versehentliches sollte es helfen. Aber wenn ich dich recht verstehe hat der Sammler auch noch markierte Neupraegungen als echt gekauft.

vale
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Beitrag von indiacoins » Fr 08.01.10 21:03

Hallo. Ich habe jetzt ein paar Bilder bekommen. Das schärfste davon habe ich hier und die Ausschnitte der betreffenden Stelle. Ich sehe da ein Wort, Buchtstaben, die da nicht hingehören sollten.Irgendetwas mit W beginnend.
Wenn Ihr das Wort nicht seht, dann liegt es an meinen Augen. Anders kann ich es mir nicht erklären. W-R? W-C?

ODER ABER: Die Münze hat genau an dieser Stelle mehrere enganliegende Kratzer oder Schläge bekommen, die wie Buchstaben aussehen?
Dateianhänge
nv4.JPG
NV1.JPG
NV1.JPG (2.21 KiB) 1617 mal betrachtet
NV2.JPG
NV3.JPG
NV3.JPG (1.68 KiB) 1617 mal betrachtet
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Beitrag von indiacoins » Fr 08.01.10 21:08

Hier mit Pfeil..
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Beitrag von cepasaccus » Fr 08.01.10 22:12

Da sieht es deutlicher wie eine Punze aus. Wenn ich an meiner Silbermuenze mit dem aufgeraeumten Pferd messe, dann muesste die Schrifthoehe unter 1 mm liegen. Das erscheint mir fuer eine Faelschungsmarkierung schon sehr klein zu sein. Der, der dir die neuen Fotos geschickt hat, kann da nicht einfach mal genauer hinschauen?
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Beitrag von indiacoins » Fr 08.01.10 22:18

Ja, er sieht auch, daß eine Schrift da ist, aber nicht, was es genau ist.Wenn ich das Teil nur hier bei mir hätte. Ich habe Lupe Mikroskop, alles dabei..
Halten wir fest, daß auf einer angebotenen keltischen Münze eine Schrift in Druckbuchstaben vorhanden ist. Nur was?WRL, REPRO, COPY, NP75, MEKU,SANDOZ...Was gibt es denn sonst so?

.. hat ein Römer sich dort verewiglicht aus Langeweile? ...ein Rätsel.

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Beitrag von cepasaccus » Fr 08.01.10 22:27

R fuer Museums Reproductions. S fuer Antiquanova. Bestimmt KOPIE. Moeglicherweise F.

Ist die Muenze so sensationell guenstig, dass du hin- und hergerissen bist zwischen wegen Preis nehmen und wegen Faelschungsbefuerchtung bleiben lassen?
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