Wie haben sie es gemacht?

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

Theo
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Beitrag von Theo » Fr 20.11.09 00:02

Stater hat geschrieben:Meiner Meinung nach ist die Antwort einfach. Es waren so etwas wie Locher mit Zacken, die den Schrötling in Standardgrösse nach der Prägung gebracht haben.


Gruß

Stater
Geehrter Stater!!

Ich glaube DU liegst falsch. Locher mit Zacken, glaube ich, wurden später erfunden.

Das zweite und auschlagende Argument dafür ist unregelmäßige Verteilung der Zacken und die Größe der Zacken an sich.


Am diesen Bild kann mann schön einen Riß sehen, der infolge eines Schlages von oben entstanden ist.
Zuletzt geändert von Theo am Fr 20.11.09 01:33, insgesamt 1-mal geändert.

diwidat
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Beitrag von diwidat » Fr 20.11.09 00:02

Theo hat geschrieben:war es ein Witz?? :roll:
Homer ist, wenn ein Römer trotzdem lacht. :x

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areich
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Beitrag von areich » Fr 20.11.09 08:39

Theo, gib uns doch bitte mal den Link zu der Seite, wo Du die Bilder her hast, dann mußt Du uns das nicht stückweise präsentieren.

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Stater
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Beitrag von Stater » Fr 20.11.09 08:40

Hallo Theo,

dass die Einkerbungen geschlagen und nicht gefeilt oder sonst wie entstanden sind, steht glaube ich außer Frage.

Was ich nicht verstehe ist, wenn die Zacken nicht durch eine Art Stanze entstanden waren sondern mit einem Meisel eingeschlagen worden sind, warum sind sie denn so unterschiedlich? Fast jede Einkerbung hat eine andere Form?

Beispiel:
http://www.acsearch.info/search.html?se ... &page=27#9

Es mußte doch ein Verfahren gegeben haben die Arbeitsabläufe zu beschleunigen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man jede Einkerbung einzeln gefertigt hat.

Gruß

Stater

27.11.2009: Linkkorrektur. Warum verändert er sich???? :?:
Zuletzt geändert von Stater am Fr 27.11.09 08:53, insgesamt 1-mal geändert.

diwidat
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Beitrag von diwidat » Fr 20.11.09 12:53

Die Lücke zwischen Theo_rie und Praxis hat G. Kraft in seiner Veröffentlichung bereits geschlossen:

http://www1.tu-darmstadt.de/fb/ms/fg/ca/arch_275.pdf

Gruß diwidat

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Beitrag von diwidat » Do 26.11.09 15:35

Manchmal komme ich mir vor wie der TERMINATOR

eine Woche lang zwei Forum Seiten voller Postings

dann mit einem Schlag --> alles vorbei

die Diskussionen erhitzen sich immer nur an dem unbekannten (unverstandenen) - dem ernsthaften, ohne Frotzelei
(dafür gibt es ja einen anderen Fred :cry: )

etwas frustriert Gruß diwidat
Zuletzt geändert von diwidat am Fr 27.11.09 00:51, insgesamt 2-mal geändert.

Theo
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Beitrag von Theo » Do 26.11.09 18:42

das glaube ich nicht.

ZB. ich bin noch auf der Suche nach anderen Gedanken bzw. praktischen Experimenten, die dieses Thema betreffen könnte.

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justus
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Beitrag von justus » Do 26.11.09 19:57

"Die vertikale Richtung, in der die Spuren des Arbeitsprozesses verlaufen, zeigen, dass die Kerben nicht durch Feilen oder Sägen erzeugt worden sein können, dagegen eher durch Schlagen – ansonsten wären horizontale Arbeitsspuren zu erkennen. Außerdem zeigen alle gezackten Denare eine Überlappung des Silbers von der Rückseite der Münze in die Kerben hinein, was wiederum beweist, dass die Kerben vor dem Prägeprozess angebracht wurden. Vor diesem letzten Arbeitsschritt vom Rohling bis zur fertigen Münze, wurde der Rohling offensichtlich bis knapp unter dem Schmelzpunkt erhitzt, was eine Bearbeitung mit dem Hammer und die Details der Münze entsprechend zu füllen, ermöglichte. Wegen des Drucks, der während des Prägevorgangs entstand, fand eine Überlappung des Silbers in die Kerben statt."

Aus: G. Kraft, S. Flege, F. Reiff, H. M. Ortner and W. Ensinger - Analysis of the notches of ancient serrated denars, Archaeometry 48, 4 (2006) 605–612)
mit freundlichem Gruß

IVSTVS
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