Maurya - Bestimmung?

Asiaten und was sonst noch der Antike zuzuordnen ist

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Chippi
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Maurya - Bestimmung?

Beitrag von Chippi » Fr 11.12.09 20:08

Habe mir dieses Stück gegönnt und würde gerne wissen, ob es sich genauer bestimmen lässt. Oder ob es eine Seite mit den Gegenstempeln gibt, um zumin. diese zu identifizieren.

Maße max. 20x21 mm und 2,98g.

Weiß jemand Rat?

Gruß Chippi
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Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)
Münz-Goofy hat geschrieben: Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.

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Medalstrike
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Beitrag von Medalstrike » Sa 12.12.09 10:44

Hi Chippi,

als Sammler dieser schönen Stücke stehe ich vor dem selben Problem,
bis ich mir den Spezialkatalog (Gupta/Hardaker / Parmeshwari Lal Gupta and T. R. Hardaker, Indian Silver Punchmarked Coins:
Magadha-Maurya Karshapana Series) von ca.220$ leisten kann, lasse ich mir die Münzen auch immer bestimmen.

Hier ein paar interessante Links:
http://www.ancientcoins.ca/
http://www.freewebs.com/noblecoins/punc ... sindia.htm
http://www.anythinganywhere.com/commerc ... punch.html

Meine Vermutung: Maurya / Sunga, Ashoka 270-150BC G/H Serie IVb

Gruß, Medalstrike
Die dritte Seite einer Medaille ruht im Auge des Betrachters

indiacoins
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Beitrag von indiacoins » Sa 12.12.09 11:17

Hallo Andre. Ich würde sicher auf diese Münze tippen, da die Vorderseite ein bestimmtes Symbol ( unten links dieses sichelförmige Teil mit Ansatz)nur bei dieser Münze enthalten ist. Die Rückseite und Vorderseite deiner Münze sind noch völlig verhornt. Deswegen sind die Punchmarken so unleserlich.

Period of Samprati (circa 216 - 207 BC)
AR Karshapana (Pataliputra mint/Series VI)
Mitchiner ACW 4195-4197; Gupta/Hardaker ISPC 574 (type VI IV F 145)

Obverse: 5 punched symbols: Sun, 6-armed symbol, hill symbol, plant symbol and humped bull.
Reverse: Pellet surrounded by 2 crescents and 2 arrow-type symbols (Gupta/Hardaker ISPC mark 473 'Taxila' symbol).

http://www.grifterrec.com/coins/india/ancientindia.html

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Beitrag von Numis-Student » Sa 12.12.09 13:04

Hallo indiacoins,
könntest du bitte hier auch mal einen Blick drauf werfen: http://www.numismatikforum.de/ftopic33303.html (ganz rechts ;) )?
Danke,
MR

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tomate
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Beitrag von tomate » Sa 12.12.09 13:26

Hallo chippi,
schau mal hier rein:

http://www.vcoins.com/ancient/ancientco ... &curPage=2

Grüsse Thomas

indiacoins
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Beitrag von indiacoins » Sa 12.12.09 14:12

Bestimmung Habe ich reingeschrieben. Übrigens weiß kaum jemand, daß all diese Karshapanas aus Silber und Bronze schweineteuer sind. Einige Stücge können in die Tausende von US $ gehen. Bei Ebay sehr oft wegen fehlender Kenntnis nur maximal 20 Euro. Ich habe am Wochenende eine Münze richtig verhaun. Trotz Angabe, daß sie in schlechterem Zustand bei Vcoins über 400 $ kostet, gab es für mich nur 13,20 Euro. So ein Mist. Aber die Ebay Einstellgebühren waren mir mit Bild einfach zu teuer für einen höheren Startpreis. mit einer 100 US$ teuren Silberdrachme aus Buchara ist mir dasselbe passiert. 10 Euro!!!

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tomate
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Beitrag von tomate » Sa 12.12.09 14:20

Sorry,

bin halt noch ein Frischling. Die Münze auf Seite 5 hatte verblüffende Ähnlichkeit, bis auf die abgesägte Ecke, die fehlt...
Schaue doch auf deine Auktionen, hab nix entdecken können. Naja, is mir wohl ein Schnäppchen durch die Lappen gegangen.... Habe übrigens meine allerersten Antiken, bei Dir erworben, die mich dann infiziert haben....

Grüsse Thomas

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Beitrag von indiacoins » Sa 12.12.09 14:30

Man kann leider die Münzen auch nur zu 50-60% genau identifizieren,wenn sie nicht absolut gut erhalten sind. Bei den Maurya Münzen kann man nur die Symbole zählen und vergleichen.Sehr oft gibt es auf der Rückseite noch ein Herrschersymbol,welches aber meistens komplett zugehornt ist.
Wenn aber nun auf diese Seite gehe, dann bekomme ich schon wieder ganz andere Namen heraus. Dummerweise:
http://www.forumancientcoins.com/india/ ... y_cat.html

Deshalb bleibe ich bei einem Katalog:

http://www.grifterrec.com/coins/coins.html

Ich denke mal, wenn so viele US Händler den als Referenz benutzen, dann muß ja irgendetwas darin auch richtig beschrieben sein.

Ja das Schnäppchen ist für 13,50 Euro weggegangen:
Es war eine Silber Karshapana von Maurya, Nanda, 340-320 BC. Aber das Bild habe ich noch.
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Chippi
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Beitrag von Chippi » Sa 12.12.09 14:55

Danke für eure Vorschläge, die ich leider nicht verifizieren kann. Demnach 1. oder 2. Hälfte 3.Jh.v. Doch verhornt ist das Stück nicht, da sind kaum noch Auflagen drauf. Trotzdem danke für eure Hilfe bis hierher.
Kann mir jemand sagen, was das für ein großer Gegenstempel rechts (der mit dem "Rahmen") auf dem linken Bild ist?

Gruß Chippi
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Beitrag von indiacoins » Sa 12.12.09 16:09

Andre, wieso kannst du sie nicht verfizieren, das sichelförmige Symbol gibt es nur bei der einen Münze. Und auf der Rückseite sind die 2 Mondsicheln(crescents), die auch nur auf dieser Münze zu finden sind.
Un die Punze rechts oben, linkes Bild, ist die Sonne.

Aber es sind keine Gegenstempel( wie bei Römern), sondern die Originalmünze wurde mit einzelnen verschiedenen Stempeln erstellt. Deshalb heißt sie ja "punchmarked coin"
Es war auch kein Zahlgeld, wie wir es haben , sondern mit bestimmter "Macht"( durch die jeweiligen Symbole) aufgeladene Amulette.
Es ging nicht um den Wert des Silbers, es war auch kein Nominal auf der Münze. Es ging um die Menge der Zauberkraft, Fruchtbarkeit , Wohlstand, die man der Münze aufgeprägt hatte. Schlecht zu verstehen in heutiger Zeit. Man kann sagen, die Münzen waren viel mehr wert als ein bestimmtes Nominal. Zudem war Silber damals um einiges wertvoller als Gold! Es waren Ausdruckszeichen der Macht. Ausserdem hatte Silber viele wichtige esotherische Schutz-Eigenschaften. Es gab diese Münzen aber auch in der gleichen Art auch in Kupfer, Bronze oder Blei, mit weniger Zauber beladen..

Bücher dazu: MAGIE und ZAUBEREI in der Alten Welt - KURT ARAM
Mannhart W.-Zauberglaube & Geheimwissen

Hornsilber.
Da sind auch keine sichtbaren Auflagen drauf, weil die Münze gereinigt, aber das Hornsilber nicht entfernt wurde. Wenn du mit einem festen spitzen Holzstück fest über die Rückseite gehst, wie mit einem Stift, dann zeichnen sich die Konturen wieder ab. das Hornsilber setzt sich in jede Ritze hinein und plättet alles. Die Stempel sind garantiert noch da. Sie können nicht an einer Stelle abgeschliffen sein und 5mm daneben bei der selben Materialdicke noch zu erkennen sein. Hornsilber bedeckt immer die gesamte Oberfläche und es sieht nur so aus, als ob die Münze blank ist. Man muß mit einem sehr spitzen Skalpell jede einzelne Figur freischneiden.
Ich kann es sogar zeigen. Ich habe bei 3 Münzen damit angefangen aber nun leider keine spitze Klinge mehr.
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