Bitte helfen, wer kennt Münzen 1923 10000 Dollar USA

Privat ausgegebene Münzen, Notgeld und Münzersatzmittel

Moderator: KarlAntonMartini

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Patlin
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Beitrag von Patlin » So 17.01.10 14:19

Hallo O.W. ,

vielen Dank für Deine aufschlussreiche Antwort !

Ok, halten wir hier nochmal folgendes fest :

Ab 1933 gab es in den USA, bedingt durch die Weltwirtschaftskrise,
ein regelrechtes Goldverbot ( 40 Jahre lang ). Jegliches Gold, auch
Goldzertifikate, was sich in Privatbesitz befand, mußte abgegeben werden,
sogar private Bankschließfächer wurden dafür gewaltsam aufgebrochen.

Wer sein Gold freiwillig abgab, bekam eine kleine Entschädignung,
in welcher Form das war weiß ich nicht, aber bestimmt war es
kein Gold :wink:
Hier die dt. Version : " Gold gab ich für Eisen " aus der Zeit
des Napoleonischen Befreiungskrieges ab 1813 und ab 1914
während des 1.WK in Form von Schmuckstücken oder Medaillen etc.

Meiner Meinung nach wurden solche 10000 Dollar Münzen nicht als
Entschädigung an Privatpersonen heraus gegeben. Für diese Münzen
wurde bestimmt auch kein Gold eingeschmolzen, welchen Sinn hätte
denn das :?:

Schlussfolgerung, die Münze ist entweder vergoldet oder besteht aus
einer Legierung wie Messing. Der Adler ( Eagle ) entspricht mehr der
heutigen Form, als der damaligen Form auf USA Goldmünzen.

LG

Patlin
Zuletzt geändert von Patlin am So 17.01.10 17:32, insgesamt 3-mal geändert.

O.W.
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Wäre ja auch zu schön gewesen!

Beitrag von O.W. » So 17.01.10 14:35

Danke Patlin,

Das werde ich so weitergeben. Wäre ja auch zu schön gewesen! Ich werde im sagen das wenn überhaupt ein Wert vorhanden ist er den Goldgehalt bestimmen lassen muß.
Jetzt verstehst du auch warum ich in diesem Forum gefragt habe. Viele Leute wissen viel und wenn sie Spaß an der Sache haben ist es meißt noch ein wenig mehr!

Gruß O.W.

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Patlin
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Beitrag von Patlin » So 17.01.10 14:52

Hallo O.W. ,

Deine Frage hier im Forum ist voll legitim und hat
das Wochenende mit neuem Wissen aufgefüllt.

Vielleicht werden wir von einer Antwort Deinerseits
noch überrascht werden, also lass mal wieder was von
Dir hören :D

LG & einen erholsamen Sonntag

Patlin

O.W.
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Beitrag von O.W. » So 17.01.10 15:49

Eines ist sicher,

ich werde hier jetzt wohl öfter sein.
Vileicht kommt ja doch noch ein Info über die Münzen. Außerdem hat mein Kumpel öfter mal Angebote von Münzen zum verkaufen. Ich denke hier ist der ein oder andere der dann Interesse hat und vor allem weiß ob das nur irgend ein "Mist" ist.

Gruß O.W.

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Malimeutzner
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Beitrag von Malimeutzner » So 17.01.10 17:14

Folgende Ergänzung habe ich noch:

Die deutschen Goldabgaben waren wegen des Magels an Gold zur Kriegsfinanzierung erforderlich, welches durch Medaillen wie "Gold gab ich für Eisen" (Eisenmedaille) belegt werden kann. Das waren keine "Zertifikate" sondern Madaillen zur "Ehre" für die abgebenden Personen.

In den USA floss das Gold in o.g. Zeit und danach zu und musste aus geldwirtschaftlichen Gründen "sterilisiert" werden.

Die Bedeutung der "Zertifikatsstücke" ("Medaille" halte ich nicht für zutreffend) ist nach wie vor leider hier noch nicht bekannt, kann aber im Zusammenhang mit der Währungssicherung mit Beginn der 1920er Jahre im Einklang stehen.

Trotz der völlig unterschiedlichen (gegensätzlichen) Gründe für den Einzug von Gold bezüglich Deutschland und USA gibt es, rein logisch betrachtet, keinen Grund, die "Zertifikate" (Bescheinigungen) aus Gold zu fertigen.

Verwunderlich (oder selten?) ist, daß die medaillenähnlichen Gepräge offenbar nirgendwo auftauchen.
Ich für meinen Teil muss jedoch zugeben, dass ich mich bezüglich der direkten Suche nach dem Stück auf die Aussage derer, die gesucht haben, verlassen habe.

Ein Tipp noch:

Vielleicht wissen die Museologen des "Geldmuseums der Deutschen Bundesbank" (Geldmuseum.de) Bescheid oder aber können weiter helfen.

Grüße
M-M
Zuletzt geändert von Malimeutzner am So 17.01.10 18:03, insgesamt 1-mal geändert.

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Patlin
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Beitrag von Patlin » So 17.01.10 17:37

Hm,

dann kann eigentlich nur der Besitzer der Münze/ Zertifikat
uns eine Auskunft über die Herkunft geben :roll:

LG

Patlin

O.W.
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Beitrag von O.W. » So 17.01.10 18:46

An alle die sich bemüht haben weiterzuhelfen,

ich werde mich bei euch melden wenn ich ein Ergebniss habe das Aussagekräftig ist. Im schlimsten Fall wird dort stehen das es eine versuchte Fälschung ist, was auch positiv wäre da ja dann niemand mehr darauf reinfallen muß.

Gruß O.W.

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Beitrag von Lutz12 » So 17.01.10 21:11

eine Fälschung setzt ein "echtes" Stück voraus :D und soll irgendjemanden täuschen - den Staat oder den Sammler. Wenn es einen staatlichen Hintergrund hat, wären die Stücke sicher hochinteressant - wenn es ein Gag ist (auch das kann man heute in Zeiten von ebay nicht ausschließen :wink: ) dann will hier jemand Kohle machen...
Ich denke hier können wohl nur US amerikanische Sammler + Profis weiterhelfen, die Hintergünde der Währungsgeschichte kennen. Für Deutschland haben wir hier wohl einige Spezialisten der Währungsgeschichte, auch meine Literatur dazu ist umfangreich und vollends studiert. Zum Thema USA habe ich dagegen nichts, ich glaube das geht hier den meisten so.
Gruß Lutz12
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Beitrag von Malimeutzner » Mo 18.01.10 21:24

Lutz12 hat geschrieben:... - wenn es ein Gag ist (auch das kann man heute in Zeiten von ebay nicht ausschließen :wink: ) dann will hier jemand Kohle machen...

Gruß Lutz12
-so Kohle zu machen (Fantasieprägungen herzustellen) dürfte ein Verlustgeschäft sein und damit auch nicht gerade naheliegend. Wer investiert erfolgreich in ein Produkt, dass keiner braucht?

Falls das Rätsel gelöst werden sollte, wäre es für das Forum interessant, das zu erfahren.

Grüße
MM

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KarlAntonMartini
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Beitrag von KarlAntonMartini » Mo 18.01.10 21:59

Bitte im Nordamerika-Thread weiterdiskutieren.
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