Stereomikroskop

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

inferus
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Stereomikroskop

Beitrag von inferus » So 31.01.10 16:47

Liebes Forum,

ich habe jetzt längere Zeit darüber nachgedacht und würde mir gerne ein Mikroskop zulegen, doch da es mir leider an erfahrenen Sammlern im Bekanntenkreis von Münzen oder Briefmarken mangelt. Hoffe ich, dass ihr mir vielleicht eine kleine Hilfestellung geben könntet. Einsetzen möchte ich es vor allem zur Bestimmung sowie Reinigung von Ungereinigten Römern und zur Beseitigung von Bronzepest. Ich denke, dass ich ein Stereomikroskop mit einer 20 Fach Vergrößerung benötige, nun sind die Angebote auf Ebay und Amazon sehr vielfältig, wobei auch die Preise sehr große Varianz zeigen. Des Wegen möchte ich mich nochmal erkundigen zu was ihr tendieren würdet bzw. wovon ihr abratet.
Finanzieller Rahmen beläuft sich zwischen 50 bis 150 Euro.
Folgende Angebote fand ich interessant.


http://cgi.ebay.de/Stereo-Mikroskop-PST ... 1302wt_935

http://cgi.ebay.de/Zeiss-Jena-Stereomik ... 597wt_1161

http://cgi.ebay.de/3-D-Stereomikroskop- ... 704wt_1161

http://cgi.ebay.de/MP-XTX-3-60-Schueler ... 140wt_1171

http://cgi.ebay.de/BMS-Stereo-Mikroskop ... 621wt_1161

http://cgi.ebay.de/50-900-Novex-Stereom ... 1167wt_935

http://www.amazon.de/NECTARIS-Stereo-Mi ... 551&sr=8-9

http://www.amazon.de/BRESSER-Researcher ... 94&sr=1-24

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quisquam
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Beitrag von quisquam » So 31.01.10 17:18

Hallo inferus,

ich habe keine Erfahrungswerte und kann Dir keine Empfehlung geben, würde aber von den Geräten mit senkrecht stehenden Okularen abraten, da damit sicher kein ermüdungsfreies Arbeiten möglich ist.

Grüße, Stefan
Eigentlich sammle ich nicht Münzen, sondern das Wissen darüber.

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antoninus1
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Beitrag von antoninus1 » So 31.01.10 17:49

Ich habe auf Empfehlung efahrenen Sammlers und Reinigers vor einem Jahr das von Nektaris gekauft und bin zufrieden.
Eine Zeit lang wurde das zu unterschiedlichen Sofortkaufpreisen immer wieder auf Ebay angeboten.

Allerdings bin ich kein Spezialist, vorallem habe ich kein räumliches Sehen, so dass ich eh nur mit einem Auge schaue.
Aber die Qualität der Optik scheint gut zu sein.
Gruß,
antoninus1

inferus
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Beitrag von inferus » Mo 01.02.10 01:43

vielen Dank euch beiden für die Hilfestellung.
Ich hatte ganz vergessen, wie ungemütlich es war 90Minuten im Biologieunterricht auf seinem Stuhl in der Hocke über dem Mikroskop zu sitzen.
Welches Modell von Nectaris hast du denn Antoninus und zu welcher Vergrößerung ratest du mir?

gruß inferus

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Beitrag von antoninus1 » Mo 01.02.10 08:57

Das von Nectaris in Deinem vorletzten Link.
Man kann es auf 20-fache und 40-fache Vergrößerung einstellen, was meiner Meinung nach gut geeignet ist.
Gruß,
antoninus1

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Beitrag von diwidat » Mo 01.02.10 13:42

Mit 20 - 40facher Vergrößerung kann man die Fresswerkzeuge einer Blattlaus inspizieren - oder auch de Funktionen der Bronzepest auf die Spuren kommen, wenn man will. Zum Münzen betrachten ist das ungeeignet.

Eine Uhrmacherlupe hat eine Vergrößerung von 2,5.
Bei meinem Mikroskop, das variable Vergrößerung hat, arbeite ich am allerliebsten mit 5facher Vergrößerung. Die Details der Korrosionslöcher interessieren mich doch nicht so arg.

Das Modell ist das Technival Aufsichtsmikroskop (Durchsicht ist für Münzen ungeeignet) von Zeiss, Jena - aus den Beständen der NVA - umgebaut auf meine Bedürfnisse mit dem schwenkbaren langen Wandarm
Um meinen Sehfehler im räumlicher Sehen auszugleichen, kann man die Okulare einzeln fokussieren.

Gruß diwidat
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Beitrag von antoninus1 » Mo 01.02.10 14:16

diwidat hat geschrieben:Mit 20 - 40facher Vergrößerung kann man die Fresswerkzeuge einer Blattlaus inspizieren - oder auch de Funktionen der Bronzepest auf die Spuren kommen, wenn man will. Zum Münzen betrachten ist das ungeeignet.

Gruß diwidat
Zum Reinigen und zur Beseitigung von Bronzepest sucht inferus doch das Mikroskop, wenn ich das richtig verstanden habe. Von Blattläusen und Münzen Betrachten hat er nichts geschrieben :wink:
Gruß,
antoninus1

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Beitrag von inferus » Di 02.02.10 16:52

hm...ich bin immer noch ein wenig unentschlossen. Da sich mir immer noch Fragen zur Anwendung stellen. Welche Erfahrungen habt ihr z.Bsp. mit unterschiedlichem Licht gemacht? Ich meine damit speziell, ob eure Modelle eine Kaltlichtquelle oder LED arbeiten. Wie sieht es mit dem erforderlichen Arbeitsabstand aus, welchen findet ihr unerlässlich?

Derzeitig tendiere ich zu diesem Modell:

http://cgi.ebay.de/Mueller-MTX-4c-Stere ... 710wt_1161

da mir die Ausstattung innerhalb der Preisklasse zw. 50 und 150 Euro am besten gefällt.

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Beitrag von beachcomber » Di 02.02.10 19:55

würde ich nicht nehmen, weil dir dann immer das gestänge vor den fingern rumsteht, beim durchschauen und reinigen.
grüsse
frank

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Beitrag von Peter43 » Di 02.02.10 20:17

Du kannst doch die Okulare um 180 Grad drehen!

Mit freundlichem Gruß
Omnes vulnerant, ultima necat.

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Beitrag von antoninus1 » Di 02.02.10 21:59

Kann es sein, dass Müller und Nectaris baugleich sind?
Die Abbildung des Nectaris-Mikroskops zeigt eines mit gedrehten Okularen.
Gruß,
antoninus1

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Beitrag von diwidat » Di 02.02.10 22:18

antoninus1 hat geschrieben: Zum Reinigen und zur Beseitigung von Bronzepest sucht inferus doch das Mikroskop, wenn ich das richtig verstanden habe. Von Blattläusen und Münzen Betrachten hat er nichts geschrieben :wink:
@ antoninus1, verzeih mir, wenn meine Darstellung etwas an Dir vorbei gegangen ist.
Grundtenor ist nach meiner Erfahrung, dass eine untere Vergrößerung von 20 zu hoch ist.
(= Vergrößerung ist ein linearer Wert -> "20" heißt, dass ein Loch von 1 (ein) Millimeter Größe als 20 Millimeter Loch dargestellt wird)
Eine Münze mit 20 Millimeter Dm. ergo als Flatschen mit 400 Millimeter Dm. zu sehen ist.

Eine Kaltlichtanlage von Leica mit 20 Watt Beleuchtungsleistung über zwei Lichtauslässe steht bei mir noch zur Disposition.

Druß diwidat

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Beitrag von cepasaccus » Di 02.02.10 22:30

Meines sieht so aehnlich aus wie das Mueller-Teil. Ich glaube ich habe 10x und 20x und ebenso eine Halogenbeleuchtung. Mit dem Mikroskop bin ich soweit zufrieden. Mit einem Digitalmikroskop zum Preise eines Mittelklassewagens kann es natuerlich nicht mithalten, aber es reicht aus um sich Praegespuren anzusehen.

valete
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Beitrag von Peter43 » Di 02.02.10 22:57

Hat jemand Erfahrung mit den neuen Digitalmiskroskopen, die es ab €90.- gibt?
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Beitrag von beachcomber » Mi 03.02.10 02:02

Hat jemand Erfahrung mit den neuen Digitalmiskroskopen, die es ab €90.- gibt?
zum betrachten (und fotografieren)gut, aber zum arbeiten schlecht, da nicht in echtzeit.
grüsse
frank

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