Münz-Durchmesser

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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catweasel
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Münz-Durchmesser

Beitrag von catweasel » Di 06.04.10 13:06

Moin

Die wenigsten römischen Münzen sind ja wirklich perfekt rund. Wie mißt man da eigentlich den offiziellen Duchmesser?
Nimmt man den kleinsten- und größtren Durchmesser und mittelt dann?

Gruß
Michael

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cepasaccus
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Re: Münz-Durchmesser

Beitrag von cepasaccus » Di 06.04.10 13:11

Fuer meine Unterlagen nehme ich den Maximaldurchmesser, weil eigentlich nur der zufriedenstellend messbar ist. Und das reicht dann auch um die Groesser der Muenze auf Fotos bestimmen zu koennen.

vale
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justus
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Re: Münz-Durchmesser

Beitrag von justus » Di 06.04.10 14:11

Ich benutze eine "Numis-Messtafel" vom KA-BE-Briefmarkenalben-Verlag. Im Briefmarken- und Münzhandel erhältlich. Rand der Münze mit gegenüberliegenden Seiten (max.) -----> Kreisrand.
Messtafel.JPG
mit freundlichem Gruß

IVSTVS
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Veröffentlichungen & Zeitschriftenartikel
https://www.numisforums.com/profile/245-justus/

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Re: Münz-Durchmesser

Beitrag von richard55-47 » Di 06.04.10 20:13

Ich benutze eine elektronische Schieblehre und messe grundsätzlich über Kopf. Ich nehme nicht die längste Länge und ich nehme keinen Durchschnittswert. Ich habe nämlich u. a. eine Otacilia, die in der Breite erheblich größer ist als in der Höhe. Sie ist Ei-förmig. Nicht ganz so extreme Erscheinungen weisen auch andere Münzen auf. Niemand schaut eine Münze von der Seite an. Instinktiv hält man die Münze "richtig". Oder schaut ihr Fotos von links nach rechts, obwohl der Protagonist von unten nach oben gezeigt wird? Somit ist das Messen über Kopf für mich das "einzig Senkrechte" im wahrsten Sinne des Wortes.
do ut des.

catweasel
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Re: Münz-Durchmesser

Beitrag von catweasel » Di 06.04.10 20:36

Danke an alle für die Infos

Gruß
Michael

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areich
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Re: Münz-Durchmesser

Beitrag von areich » Di 06.04.10 21:59

Ich messe immer den größten Durchmesser und wenn eine Münze sehr unregelmäßig ist, den größten und den kleinsten.
Wo die jeweils sind, bestimme ich mit Augenmaß, so genau macht keinen Sinn und ich runde natürlich auf ganze Millimeter.
Jetzt wo die Batterie meiner elektronischen Schieblehre leer ist, geht es auch so. Ich will schon eine neue kaufen aber das kann sich bis 2011 hinziehen.

Andreas

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Re: Münz-Durchmesser

Beitrag von Peter43 » Mi 07.04.10 01:15

Ich mache das wie areich. Dazu habe ich auch eine elektronische Schieblehre. Aber ich übernehme auch die 2 Stellen nach dem Komma, weil ich die Münzen hinterher besser identifizieren kann.

Jochen
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Re: Münz-Durchmesser

Beitrag von quisquam » Mi 07.04.10 08:41

Sind die Messergebnisse mit einer Genauigkeit von 1/100 Millimeter denn überhaupt reproduzierbar?

Grüße, Stefan
Eigentlich sammle ich nicht Münzen, sondern das Wissen darüber.

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Re: Münz-Durchmesser

Beitrag von areich » Mi 07.04.10 09:47

Bei mir eben nicht, schon die erste Nachkommstelle wird schwer.
Da ist das Gewicht vielleicht besser, wenn man eine ordentliche Waage hat. Ich hatte mal ein kleines Lot
baktrischer Drachmen, alle bestimmt aber leider kamen die Kärtchen und Münzen getrennt. Mit sorgfältigem Wiegen und etwas Nachdenken habe ich es
dann zufriedenstellend hinbekommen.

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Re: Münz-Durchmesser

Beitrag von cepasaccus » Mi 07.04.10 11:18

Ich drehe die Muenze vorsichtig in der Schieblehre um die Stelle des hoechsten Durchmessers zu bestimmen und messe dann dort auf 0.1 genau. Auf 0.1 mm genau mag es auch nicht reproduzierbar sein, aber zwischen 20.2 und 20.7 ist sicher unterscheidbar.

valete
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Re: Münz-Durchmesser

Beitrag von Chandragupta » Mi 07.04.10 11:29

Ich besitze zwar durchaus auch 'ne elektronische Schieblehre ... aber ich finde, man kann's mit der Genauigkeit auch übertreiben. ;)

Ich nehme für antike Münzen ein Teil, das man einem seriösen Heimwerker besser nicht zeigen sollte, welches aber eindeutige Vorteile gegenüber den üblichen elektronischen China-Schieblehren aus Stahl hat: Eine solche aus PLASTIK nämlich (auch aus China übrigens - ein Billigstteil halt, gab's mal irgendwo als Werbegeschenk). Meßgenauigkeit bei gutem Zureden 0,1 mm (real 0,2...0,5 mm) - aber da ich auch alle Durchmesser auf volle mm runde: kein Problem! Ich messe ebenfalls den größten Durchmesser der Münze und runde den dann auf den nächstvollen mm ab. Sehr unrunde Münzen messe ich auch zweimal: dann steht in meinem Verzeichnis eben eine Angabe a la AE 23...27 mm (der "echte" größte DM ist dann z.B. 27,8 mm, weil ich eben zumeist abrunde).

Der Vorteil der Billigst-Schieblehre aus Plastik: Gibt an der Münze keine Schrammen. Eine antike Goldmünze möchte ich mit der stählernen, elektronischen China-Schieblehre jedenfalls lieber nicht messen. Wenn ich die Münze dann doch mal etwas zwischen den straff angelegten Backen hin und her drehe, ist schnell eine tiefe Kratzer-Rille am Rand da... :(
Numismatische Grüße,

Euer Chandra

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Re: Münz-Durchmesser

Beitrag von areich » Mi 07.04.10 11:41

Genau deswegen drehe ich auch nicht hin und her, um eventuell doch noch einen Millimeter auf- uder abzurunden, ist ja egal und meine Schieblehre ist auch aus Metall. Ohne Batterie ist es aber nur noch ein schlechtes Lineal, da nur Unterteilungen für jeweils halbe Zentimeter drauf sind.

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Re: Münz-Durchmesser

Beitrag von emieg1 » Mi 07.04.10 11:47

Ich bin meiner analogen Schiebelehre aus russischer Produktion seit Jahrzehnten treu... präzise und auch ohne Batterien jederzeit einsatzfähig :wink:

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Re: Münz-Durchmesser

Beitrag von Peter43 » Mi 07.04.10 13:30

Zum Bekratzen durch die Stahlbacken: Die habe ich natürlich mit Tesafilm beklebt!

Mit freundlichem gruß
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Re: Münz-Durchmesser

Beitrag von Lemur » Mi 07.04.10 13:35

Ein Kunststoffmeßschieber ist für 2-3€ erhältlich und auch hinreichend genau.
Zwar erfasse ich den Durchmesser schon auf das Zehntel,bin mir aber bewußt daß ich hier einen Unschärfebereich von 0,2-0,3mm hinnehme.
Wie auch mein nächstes KFZ wieder handbetätigte Fensterheber haben wird ist natürlich auch mein Kunststoffmeßschieber
rein analog. 8)
Bei stark ovalen oder asymetrischen Schrötlingen zeichne ich dann sowohl größten als auch kleinsten Durchmesser auf.
...das ganze Mee`volle`´öme`.

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