Ischler Gulden

Diskussionen rund um Medaillen, Medailleure, Jetons, Rechenpfennige

Moderator: Lutz12

LesPaul
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Ischler Gulden

Beitrag von LesPaul » Mo 12.04.10 09:11

Hallo liebe Forumsteilnehmer!



Ich würde mich sehr freuen wenn mir bei folgender Frage geholfen werden könnte...



Seit letztem Jahr hat Bad Ischl (AUT) seine eigene Stadtwährung (quasi Gutscheinmünze), die in der Stadt auch fast in allen Betrieben (derzeit rund 170) zum Einkauf von Waren oder Dienstleistungen verwendet werden kann. Geprägt wird diese Münze von der Staatlichen Münze Berlin, in Nordic Gold...für eine Stadtwährung also durchaus hochwertig.



Bad Ischl möchte nun auch eine Sammleredition prägen lassen, in Feinsilber.

1. Frage:...das wäre dann nach Definition eine Medaille, oder?



2.Frage:...worauf sollte man bei der Planung achten damit die Münze (Medaille) auch für Sammler attraktiv ist?



3.Frage:...diese Münze (Medaille) wird als 50 Gulden in Bad Ischl bewertet werden, d.h. man könnte in der Stadt einkaufen im Wert von 50 Euro (falls jemand damit einkaufen will?!)...was wäre ein fairer Ausgabepreis?



Gedacht wird an eine Auflage von 1000Stk.



Ich danke Euch für die Hilfe!

Beste Grüße aus Bad Ischl!

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Lutz12
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Re: Ischler Gulden

Beitrag von Lutz12 » Mo 12.04.10 20:52

LesPaul hat geschrieben: Geprägt wird diese Münze von der Staatlichen Münze Berlin, in Nordic Gold...für eine Stadtwährung also durchaus hochwertig.
Nordic Gold klingt edel - ist es aber nicht!
LesPaul hat geschrieben: 2.Frage:...worauf sollte man bei der Planung achten damit die Münze (Medaille) auch für Sammler attraktiv ist?
Es muß sich von der Größe her als tauglich für den täglichen Transport in der Geldbörse eignen - darf aber auch nicht mit den Euro-Münzen verwechselt werden können. Damit die Stücke (bei wirklichen Gebrauch?) ansehnlich bleiben müssen sie robust+abriebfest sein - 999er Silber scheidet da aus - besser sind historisch erprobte Legierungen (z.B. 900er). Optisch sind mattierte Stücke schöner + bleiben auch beim Anfassen schön (keine Fingerspuren wie bei glänzenden Stücken).
LesPaul hat geschrieben: 3.Frage:...diese Münze (Medaille) wird als 50 Gulden in Bad Ischl bewertet werden, d.h. man könnte in der Stadt einkaufen im Wert von 50 Euro (falls jemand damit einkaufen will?!)...was wäre ein fairer Ausgabepreis? Gedacht wird an eine Auflage von 1000Stk.
Eigentlich kommt nur 1:1 in Frage, aus meiner Sicht sollte der Sammler bei dem hohen Nennwert (den ich für ein "Einschlagen" der Idee für zu hoch halte) aber auch einen hinreichend hohen Anreiz haben, das Stück zu behalten (aus dem Verkehr zu ziehen).

Noch einen Gedanken zu dem Experiment:
Einen Renner könnte ich mir bei folgender Konstruktion vorstellen, die Anreiz für Spekulanten (beim Ausgeber und beim Nutzer) schafft:

Ausgabe nahe am Silberpreis (Prägekosten sind wegen der Stempelkosten nur bei kleinen Stückzahlen exorbitant hoch). Bei Verwendung z.B. gleicher Rückseiten-Stempel bei eventuellen späteren Folgeauflagen können Stempelkosten ca. halbiert werden. Ein 10 Gulden (entspricht 10 Euro) mit einem Silbergehalt im Gegenwert von 6,- € ließe bei hinreichend großer Auflage (eventuell) etwas Gewinn beim Herausgeber und wäre Anreiz für Spekulanten, die auf steigende Silberpreise setzen, die Stücke zu "horten".
Gruß Lutz
"Wenn Sie glauben, mich verstanden zu haben, dann habe ich mich falsch ausgedrückt" ( Alan Greenspan)

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